Hallo Alex auch noch einmal an dieser Stelle.
In deinen Schilderungen habe ich vieles gelesen, was mich an meinen Hund erinnert: vor allem das laute Bellen (aber wie heißt es so schön: "Warum bellt der Hund? Singen kann er nicht!")
und das starke Ziehen (mein Hund wiegt 52 kg und hat mich bereits merhfach umgezogen, so dass ich der Länge nach hingefallen bin).
ABER: mein Hund ist mittlerweile 4 Jahre alt, ich war lange Zeit krank und leider ist Konsequenz nicht meine große Stärke. Dennoch arbeite ich weiter, damit ich auch wieder entspannt mit meinem Hund spazieren gehen kann.
SONJA IST ERST ZEHN MONATE ALT!!!!!!!! Das sollten du und deine Familie euch bitte einmal verinnerlichen. Und ja, sie kommt nun auch noch in die Pubertät. Da hat ein Hund tatsächlich alles bisher gelernte wieder
vergessen, selbst Hunde, die konsquent nur nach einer Methode erzogen worden sind. Und soweit ich weiß, macht auch die erste Läufigkeit vielen Hündinnen mehr oder minder Probleme.
Sonja hat bei euch in ihrem kurzem Leben leider bisher keine Konsequenz und Verlässlichkeit in der Erziehung und bei ihren Menschen kennen gelernt. Ich denke, sie ist wirklich leider ein sehr, sehr unsicherer Hund.
Wichtig ist meiner Meinung nach eine verlässliche Bezugsperson für Sonja. Und dann ein einziger, guter, verlässlicher Erziehungsansatz, den alle Familienmitglieder (möglichst) gleich vertreten. Und dann üben, üben, üben.
in gaaaaaaaaaaanz kleinen Schritten. Ein Hund lernt aus den Wiederholungen. Und das können und müssen viele Wiederholungen sein; nicht 10 x, nicht 100 x, eher 1000 x! NIcht zu viel auf einmal wollen. Das aus dem Haus
gehen, ohne dass der Hund die ganze Gegend voll bellt. Und wenn das gemeistert ist, dann erst die nächste Aufgabe angehen.
Ich selbst habe gerade erst gelernt, Hundekontakte sind für die Sozialsierung schön und gut. Aber das Wichtigste ist die Prägung auf SEINEN Menschen. Alle und alles andere müssen unwichtig und uninteressant für den Hund werden. Meinen Hund kann ich zum Glück sehr gut mit Futter unter Kontrolle bringen. Dann wird eben am Tag keine Frühmahlzeit serviert, sondern das ganze Futter wird während des Trainings als Belobigung gegeben. Der
Hund muss sich sein Futter regelrecht verdienen, erarbeiten.
Und wie schon vorgeschlagen, sucht euch einen kompetenten Trainer, der am besten auch zu euch nach Hause kommt und den Hund unter euren realen Gegebenheiten kennen lernt. Auf dem Hundeplatz, quasi in
geschützter Umgebung, ist alles anders.