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Deutscher Schäferhund biß einen 6 Jährigen Bub!

  • Hundefreak
  • 24. September 2012 um 14:41
  • Waschbär
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    • 26. September 2012 um 21:34
    • #76

    Versteh ich jetzt nicht so ganz: Thema bleibt offen, aber man darf nicht weiter diskutieren???

    @Hundefreak: Ich glaube niemand hier möchte daß Du Dir zwei Hunde anschaffst! Das ist nicht nur ein Geldproblem, sondern ein noch größeres Zeit- und vor allen Know How-Problem...

    Aber es geht um das Alleinsein beim Hund, der von Natur aus ein Rudeltier ist und Interaktionen zu Artgenossen oder statt dessen zum Menschen dringend braucht! Ein im Zwinger gehaltener Hund wird aus seinem Rudel ausgeschlossen, was im Wolfs- oder Wildhundrudel eine schwere Strafe darstellt!

    Meine Hunde sind während meiner Berufstätigkeit teilweise im Zwinger. Aber da sind sie dann nie alleine. Zwei oder mehr Hunde zusammen sind nicht allein, sondern es fehlt nur der Chef des Rudels. Das ist etwas ganz anderes für den Hund als wenn er alleine ist, so wie es Dein Hund im Zwinger wäre. Hällt Du nur einen Hund, dann besitzt Du als Halter eine entsprechende Verantwortung dem Hund an Kontaktmöglichkeit und sozialen Interaktionen das zu ersetzen was er als Einzelhund ohne die anderen Hunde eines Rudels verliert. (Bei der Haltung von mehr als einem Hund besitzt Du eine andere Verantwortung, nämlich die vor allem der Ausbildung von zwei oder mehr Hunden gerecht zu werden, aber das Thema brauchen wir jetzt nicht weiter zu erläutern...).

    Die Haltung eines Hundes für einige Stunden am Tag in einem vernünftigen Zwinger ist kein Problem. "Einige Stunden" bedeutet z.B. während der Abwesenheit des Halters während der Berufstätigkeit. Ansonsten aber sollte der Hund für viele Stunden am Tag ins Familienleben einbezogen werden. Und "Familienleben" bedeutet nicht die Zeit in der Gassi gegangen wird. Letzteres ist "Bewegung" und kommt zum Familienleben und Zwingeraufenthalt noch hinzu. Gassi zu gehen ist keine soziale Interaktion im Rudel = der Familie. Soziale Interaktion ist es aber z.B. daß das Rudel zusammen schläft.

    Der Hund ist ein Rudeltier, und da s24 Stunden am Tag, und Dir als Halter obliegt es ihm sein Rudel zu ersetzen!

  • finn
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    • 26. September 2012 um 21:46
    • #77

    wurde wohl was unglücklich formuliert.


    Du hast es genau auf den Punkt gebracht, schon mehrmals, was Hundehaltung angeht, aber solange sowas nicht angenommen wird, bringt das alles nichts ?(

  • XxJulexX
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    • 26. September 2012 um 22:09
    • #78

    Nein es wurde genau richtig formuliert.

    entweder es geht jetzt mal zurück zum thema oder es geht hier zu.

    Regt euch auf über Hundefreak und gebt ständig neues Feuer rein

  • finn
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    • 26. September 2012 um 22:15
    • #79

    oki

    Du hast Recht!

    Um das Thema geht es schon lange nicht mehr, selbst ich habe es aus den Augen verloren, in dem ganzen Wirrwarr hier.

    Sorry!

  • paco
    Gast
    • 26. September 2012 um 23:44
    • #80

    oki,zum thema.......
    genau deshalb sage ich auch immer NEIN wenn ein fremder fragt,ob er einen meiner hunde streicheln darf. ich hab keine stoffhunde,oder "streichel mal gerade" hunde. ich mag auch nicht einfach so angefasst werden,und das noch von wildfremden leuten.
    finde ich auch völlig in ordung so. also,das der hund gebissen hat ist natürlich schlimm und darf nicht passieren. schuld hat natürlich der besitzer des hundes,wie sooft ist das problem der 2beiner,der seinen hund falsch eingeschätzt hat.
    für dexter würde ich meine hand ins feuer legen,der würde niemals einen menschen beissen.trotzdem möchte ich nicht,das irgendjemand den einfach so anfasst.was weiß ich denn wie der mensch riecht,was der ausstrahlt,oder wie der tickt??

    hier im haus wohnt eine familie mit zwei kleinen kindern. die eine hat super angst vor hunden,die kleinere findet hunde klasse. als sie so ca. 3 jahre alt war wollte sie meinen alten paco unbedingt streicheln. paco liebte alle menschen,hatte nie irgendein problem mit kindern. er saß neben mir,ganz entspannt und wartete auf das was da kam...........die kleine stellte sich aber so ungeschickt an.also sie zögerte,hob immer wieder die hand,ging zurück und wieder vor. paco fand das sehr komisch,und ich brach die aktion dann ab. ob er gebissen hätte weiß ich nicht.aber das ist ja auch nicht wichtig.entscheidend ist,das ich meinen hund kannte und entschieden habe das es einfach nicht passt.darum geht es doch,das wir hundebesitzer erkennen,was geht und was eben nicht.

  • Waschbär
    Moderator
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    • 27. September 2012 um 06:57
    • #81
    Zitat von paco

    ....die kleine stellte sich aber so ungeschickt an.also sie zögerte,hob immer wieder die hand,ging zurück und wieder vor. paco fand das sehr komisch,und ich brach die aktion dann ab. ob er gebissen hätte weiß ich nicht.aber das ist ja auch nicht wichtig.entscheidend ist,das ich meinen hund kannte und entschieden habe das es einfach nicht passt.darum geht es doch,das wir hundebesitzer erkennen,was geht und was eben nicht.

    Ich breche so etwas dann nicht ab, weil das frustrierdend ist für beide Seiten (Kind wie Hund). Sondern zeige von vorne herein wie man es richtig macht und lasse vor allem den Hund den Kontakt aufnehmen.

    Eine Möglichkeit ist auch den Hund abzulegen und auf sich zu fokusieren (z.B. mit einem Triebmittel) und das Kind dann den Rücken des Hundes streicheln zu lassen. ggf. fasse ich den Hund zusätzlich selbst am Rücken an. Zögerlichkeiten bekommt der Hund dann nicht mit und das Kind wird schnell vertrauensvoller und streichelt dann am Hals und fast auch sicherer zu. Übrigens mache ich das auch mit ängstlichen Welpen so, daß ich meinen Hund ablege, auf mich fokusiere und den anderen Welpen dann erst mal von hinten an meinem Hund schnuppern lasse. Anschließend bekommt das Kind dann erklärt daß jetzt der Hund "mal gucken" will und lasse den Hund am Kind schnüffeln, was meist Gekicher auslöst weil das kitzelt ja. I.d.R. gibt es danach einen Hundefreund mehr auf dieser Welt.

    Voraussetzung dafür ist natürlich ein gut sozialisierter Hund mit guten Nerven. Bei einem Hund mit weniger gutem Sozialverhalten und/oder angekratzten Nerven würde ich eine derartige Frage "Darf mein Kind den Hund mal streicheln?" verneinen.

  • Fly&Herrchen
    Gast
    • 27. September 2012 um 07:47
    • #82

    Unsere Nachbarskinder haben respekt vor Fly und das ist auch gut so! Obwohl Fly mit kindern gut kann!

    Aber er ist sehr stürmisch wenn er schon mit dem größeren nachbarskind ( 7 oder 8 jahre) spielt! Und das kind ist sehr hektisch und laut! Aber fly steckt das gut weg!

  • Nasuland
    Gast
    • 27. September 2012 um 10:53
    • #83
    Zitat von Waschbär

    Eine Möglichkeit ist auch den Hund abzulegen und auf sich zu fokusieren (z.B. mit einem Triebmittel) und das Kind dann den Rücken des Hundes streicheln zu lassen.

    Also ob ich da jetzt unbedingt noch ein Triebziel mit ins Spiel bringen muss, weiß ich nicht... Der Schuss kann auch nach hinten los gehen - im wahrsten Sinne des Wortes!

    Entweder ich habe einen Hund, der einfach von Natur aus mit Menschen absolut kein Problem hat; egal ob groß oder klein, schnell oder langsam, runde Bewegungen oder abgehackt, laut oder leise, einparfümiert oder nach einer halben Tierarztpraxis stinkend. Und der einem auch getrost ein Ziepen an den Ohren oder einen versehentlichen Tritt auf Pfoten oder Schwanz verzeiht.
    Dann hätte ich wahrscheinlich kein Problem damit, Kind und Hund unter Aufsicht Kontakt aufnehmen zu lassen.
    Sowas geht bei mir im Moment nur mit meinem Mischling.

    Meine Schäfis sind zwar auch absolut menschenfreundlich, aber dennoch für vor allem kleinere Kinder viel zu wild. Und wenn ich mir überlege ich würde ein Triebziel zur Hilfe nehmen um den Hund zu fokussieren, würde das mit Sicherheit funktionieren; mir fallen aber dann gleich immer sämtliche Unwahrscheinlichkeiten ein, die eben doch mal passieren könnten: ich bekomme urplötzlich eine Armlähmung, mir fällt der Ball aus der Hand, mein Schäfi springt sofort hinter her, schnappt wie wild nach dem Ball, bekommt ihn nicht gleich, schnappt nur harscharf am Ohr des Kindes vorbei... :eeeek: :eeeek: :eeeek: ... ich stehe in der Bildzeitung...
    Vielleicht bin ich auch paranoid :D Oder meine Unsicherheit liegt darin begründet, dass ich selbst keine Kinder habe und meine Hunde daher auch den Umgang mit Kindern nicht in dem Ausmaß gewöhnt sind. Auf jeden Fall muss ich es nicht herauf beschwören...

    Und selbst wenn ich meinem Hund zu 100% vertraue, hab ich immer noch nicht das Kind im Griff...
    Hatte erst jetzt am Wochenende wieder so ein nettes Erlebnis: wir sind mit unserem Mischling und der kleinen Fina zum Jahrmarkt im nächstgrößeren Ort gewandert. Dort angekommen, haben wir uns erstmal etwas abseits auf die Treppen der Kirche gesetzt. Wir saßen noch keine Minute, da kommt uns ein kleines Mädchen (ca. 2 Jahre alt) mit ausgestreckten Armen, wild gestikulierend und laut rufend entgegengestürmt "Hundi, Hundi, Hund!". Hinter dem Mädchen die Mama: "Neiiiiiiiiiiiiiiin......Waaaaaaaaarteeeeeee....bleib steeeheeeeeeeen!!!!!" Was soll ich sagen, das Kind war schneller. Mein "Stop" und "Langsam" wurde ignoriert und das kleine Mädchen stürzte sich mit ausgebreiteten Armen direkt mal aufs Finchen drauf. Und wenn ich drauf Stürzen sage, dann meine ich das so! (kennt ihr das kleine Mädchen von Looney Toons, die die Tiere beim "lieb haben" immer halb zerquetscht?!...) Zum Glück ist Finchen wie sie ist; Finchen fand das klasse und hat dem Mädchen erst mal durchs ganze Gesicht geleckt - das sie vorher nen Pferdeapfel verschluckt hat, hab ich der Mutter nicht erzählt :whistling: Danach war unser Mischling dran; der musste gestreichelt werden. Als ich das "Streicheln" sah, wollte ich die Mutter fragen ob sie ihr Kind "Bam Bam" getauft hat :arghs: Unserem Mischling macht das zum Glück auch nichts aus, er guckte nur etwas resigniert. Die Mutter hatte uns mittlerweile auch erreicht und hampelte wild gackernd um uns rum, traute sich aber scheinbar nicht ihr Kind aus den Fängen der Hunde zu befreien :pinch: Wir sind dann aufgestanden und gegangen. Die Mutter hatte grade noch die Chance, das Kind am Hemdzipfel zu packen, sonst wäre es wahrscheinlich auf Fina über den Jahrmarkt geritten...

    So, was wollte ich jetzt damit sagen....
    Ach ja. Die Welt ist unberechenbar :D Und da mir auch so schon genug Situationen unter kommen, die brenzlig genug sind, aber auf die ich keinen Einfluß habe, versuche ich ansonsten solche Dinge einfach zu vermeiden.

    Und wenn hier etwas passiert wäre, wäre bestimmt nicht das Kind Schuld gewesen! Dann wäre an dem Tag nicht das "Kirmeskind" verbrannt worden, sondern ich mit meinen Hunden!!!

  • Tyson
    Gast
    • 27. September 2012 um 11:21
    • #84

    Ich würde Tyson niemals bei Begegnungen mit fremden Kindern(oder auch Erwachsenen) die Kommandos "sitz" oder "Platz" geben!
    Denn damit nehme ich ihm die Möglichkeit auszuweichen.
    Tyson ist super lieb,tolerant und verlässlich mit MEINEN Kindern!
    Auf der Straße,bei Fremden ändert es sich langsam,er wird misstrauischer,muss nicht mehr von jedem geknuddelt werden.
    Finde ich auch völlig in Ordnung.
    Es gibt Kinder die findet er nach wie vor toll (vor allem kleine Mädchen,wie meine Tochter).
    Es gibt aber auch Kinder,die ihn verunsichern.Vor allem wenn es mehrere Kinder auf einmal sind.
    Wie man ja an der Körpersprache sieht.Und er geht dann hinter mich.
    Dann erkläre ich den Kindern dass er grade nicht möchte.Wenn ich Leckerlies dabei habe,dürfen sie ihm eins geben,oder hinwerfen.

  • Bronxter
    Beiträge
    947
    • 27. September 2012 um 12:01
    • #85

    Kinder und Hunde ist bei mir immer so ein Thema. Ich hab da schon einige schlechte Erfahrungen, aber auch ein paar sehr gute gemacht.
    Generell bin ich da sehr vorsichtig und mag es gar nicht leiden, wenn jemand ungefragt meine Hunde betatscht. Wer lieb fragt, darf sie in der Regel streicheln, kommt aber auch auf den Hund an, den ich gerade bei habe.
    Bronko ist zB. einer, der keine kreischende, hektischen Kinder mag, da hat er seine Erfahrung weg. er bleibt noch relativ gelassen und wartet, dass ich die situation für ihn kläre. was mir aber in der regel misslingt, da die Kinder nicht auf mich hören und den eltern es meist auch egal ist, was die kinder machen, auch wenn ich ihnen erkläre, dass der hund sonst beißt....da kamen schon solche antworten: na und, das braucht der mal...
    ja klasse...und ich hab dann den bösen dsh...da bleibt mir nur eins: den hund sofort aus der situation nehmen und abhauen. ansonsten würde bronko das kind auf hündische art erziehen und runterdrücken. vielleicht liegt das aber auch an mir, weil ich in der situation einfach total gestresst bin, nicht richtig klar komme und er dann einfach die rolle des chefs übernimmt?
    bei netten kindern bin ich auch entspannt und er ebenfalls. die dürfen ihn durchknuddeln, mit ihm spielen und sogar mit ihm arbeiten. das fand ich auch so niedlich, als ein 1,5 Jahre alter Bub bronko immer wieder neue blätter zum spielen gebracht hat (sein vater hat die dann geworfen) :D
    oder auch die kleine tochter von corries züchtern. die hat sich damals einfach die corrie geschnappt (beide waren ca. 3 jahre alt), ist mit ihr aufm platz gegangen und hat mir gearbeitet :D und hat sich auch durchgesetzt, wenn corrie nicht auslassen wollte :D

    pitti hat als junghund zwei kinder begegnungen gehabt und beide waren für sie eher negativ...da muss ich jetzt auch etwas aufpassen, wenn sie ein kind sieht, fixiert sie es sofort...
    die eine begegnung war beim ta. ne mutter mit zwei kleinen kindern und nem kleinen hund in ner box. die kinder hatten null gehorsam, waren total überdreht....hauten ständig auf der box von dem kleinen hund....ich konnte meine klappe auch net halten, aber die mutter war gelassen und sah das als normal an (der arme hund)...und dann halt auch bei pitti..die spielten ewig fangen und rannten ganz dicht an pitti vorbei, kreischten dabei rum, fuchtelten mit den armen etc. also sie machten schon ordentlich trieb drauf ;)
    ich versuchte das zu unterbinden, aber keine chance....die kinder hörten weder auf mich, noch auf ihre mutter. ich erklärte dann der mutter, was grad in pitti vorgeht und dass sie die kinder doch mal etwas ruhig halten sollte...ist schließlich ne ta-praxis und kein spielplatz....
    ca. ne halbe stunde blieb pitti ruhig, aber die kinder wurden immer wilder und wilder...ich setzte mich dann schon um, in die äußerste ecke...aber die kinder machten sich einen spaß drauß, dicht an pitti vorbei zu rennen und irgendwann war ihre geduld auch am ende und sie sprang brüllend nach vorne....danach hörten die gören auf. da hat die pitti was tolles gelernt :rolleyes: die war auch echt genervt....ich genauso :D
    bei größeren kindern gibts keine probleme, nur kleine fixiert sie...ich weiß nicht, was sie machen würde, sie hatte danach nie wieder direkten kontakt.
    aber ich find das auch unmöglich von der mutter...dann soll sie die gören zu hause lassen, wenn sie die schon nicht erziehen kann...und der alte hund von denen tut mir richtig leid. da würde es mich auch nicht wundern, wenn der mal beißen würde...das hab ich ihr auch an den kopf geknallt ;) (ich war echt sauer :D ).

  • Waschbär
    Moderator
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    • 27. September 2012 um 14:49
    • #86
    Zitat von Nasuland

    Also ob ich da jetzt unbedingt noch ein Triebziel mit ins Spiel bringen muss, weiß ich nicht... Der Schuss kann auch nach hinten los gehen - im wahrsten Sinne des Wortes!
    ...
    Und wenn ich mir überlege ich würde ein Triebziel zur Hilfe nehmen um den Hund zu fokussieren, würde das mit Sicherheit funktionieren; mir fallen aber dann gleich immer sämtliche Unwahrscheinlichkeiten ein, die eben doch mal passieren könnten: ich bekomme urplötzlich eine Armlähmung, mir fällt der Ball aus der Hand, mein Schäfi springt sofort hinter her, schnappt wie wild nach dem Ball, bekommt ihn nicht gleich, schnappt nur harscharf am Ohr des Kindes vorbei... :eeeek: :eeeek: :eeeek: ...

    Was hast Du denn für Hunde??? Meine müssen z.B. im Schutzdienst liegen bleiben oder absitzen obwohl ihr herzallerliebstes Triebziel (= der Helfer) sich vor ihrer Nase bewegt! Auch wenn Rudolph der Katze ansichtig wird (herzallerliebstes Triebziel Nr. 2) muß sie liegen- oder sitzenbleiben. Da werden sie ja wohl auch dann liegen bleiben wenn ich sie mit einem weniger starken Triebziel (= Ball, Futter, Stimme, Mimik) auf mich fokusiere! "Fokusieren "bedeutet "mich fixieren". Ich trainiere das Fokusieren z.B. auch in der Ablage. Und dafür brauche ich das Leckerchen oder den Ball nicht mal aus der Tasche holen, die Andeutung daß ich es habe reicht häufig (und das ist abhängig vom Grad der Ablenkung). Je nach Bedarf verstärke ich das Triebziel, bis hin zum Abrufen.

    Wenn meine Hunde bei der Fokusierung auf ein Triebziel nicht mehr zu lenken wären könnte ich nicht gleichzeitig mit vier Hunden longieren. Dabei habe ich ein Triebziel sichtbar in der Hand und verstärke das auch, z.B. wenn ich einen Hund heranrufe während der andere weiter weg stehenbleiben muß. Oder ich mache mit dem Triebziel in der Hand bei dem einen Hund auf dem Zirkel Tempo während der zweite neben dem Zirkel abliegt und ich die beiden Kleinen gerade zu mir heranrufe etc.

    Da werden meine Hunde ja wohl im Platz liegenbleiben während ich sie auf mich fokusiere und dabei dicht bei ihnen stehe. Ich bin ja der der bestimmt wie stark mit was fokusiert wird.

    Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht bei der Sozialisierung von ängstlicheren oder aggressiven Welpen. Die können dann meinen abliegenden Hund erst mal von hinten ausgiebig in Ruhe beschnuppern und werden dabei nicht mit einer gleichzeitigen Kontaktaufnahme seitens meines Hundes konfrontiert. Je nachdem wie stark ich das Triebziel erhöhe senke ich die Wahrnehmung meiner Hunde bezüglich dieses Beschnupperns. D.h. die juckt das gar nicht. Selbst einen sich festbeißenden Welpen haben sie dadurch komplett ignoriert.

    Bei Kindern funktioniert das auch prima. Und eine Gefahr für sie besteht dabei überhaupt nicht. Der Hund liegt oder sitzt ja. Es ist also völlig egal ob der Hund ein ruhiges oder stürmisches Temperament hat. Auch ein lebhafter Hund liegt wenn er liegt.

    Daß der Hund grundausgebildet ist und somit "Sitz" und "platz" beherrscht, davon bin ich jetzt einmal ausgegangen...

    Wenn ich übrigens in die Situation kommen würde daß sich ein Kleinkind auf meinen Hund stürzt, dann würde ich meinen Hund einfach ablegen und das Kind auffangen und auf den Arm nehmen. Ähnlich mache ich das ja auch wenn sich ein anderer Hund auf meinen Hund stürzt. Diese Situation mit dem Kleinkind hatte ich übrigens schon mal im Schutzdienst, da war plötzlich so'n Steppke zwischen meinem Hund und dem Helfer...

  • Bronxter
    Beiträge
    947
    • 27. September 2012 um 15:31
    • #87

    zum thema ängstlich fällt mir auch grad noch ne begegnung mit dschini ein.

    ich geh mit ihr durch den park und da kam ne gruppe kinder/jugendliche samt betreuer an mir vorbei. das eine kind (schätze mal so ca. 10 jahre) blieb im hintergrund und beobachtete dschini. dschini fixierte auch dieses eine kind, sie konnte damit nicht so richtig was anfangen (war auch noch sehr jung). weiter laufen wollten weder dschini, noch das kind. nen anderen weg gabs net (links zaun, rechts ne mauer). hm...doof :D
    die betreuerin sagte mir, dass das kind panische angst vor hunden hat, sie sie aber gerne an hunde gewöhnen möchte. okay, dschini ist ja ne seele von hund, auch wenn sie das kind da sehr merkwürdig/faszinierend fand. nach einer weile näherten wir uns schritt für schritt...es dauerte etwas, aber dann war der bann gebrochen und dschini schleckte das kind ab, während sie kräftig durchgeknuddelt wurde :D
    da hab ich mich auch sehr drüber gefreut :)

  • tux
    Gast
    • 27. September 2012 um 16:17
    • #88

    haha Bronxi und ihre Therapiehunde... :D

    Zitat

    da hab ich mich auch sehr drüber gefreut

    warum packt und schüttelt sie normal? :D

  • Nasuland
    Gast
    • 27. September 2012 um 20:08
    • #89
    Zitat von Waschbär

    Was hast Du denn für Hunde???

    Ich habe Hunde und keine Maschinen, die wenn einmal programmiert, ewig im selben Modus laufen! Soll heißen, dass ich es mir nicht anmaße eine Situation zu 100% im Griff zu haben, an der verschiedenste selbstdenkende und selbsthandelnde Objekte dran beteiligt sind!


    Zitat von Waschbär

    Wenn ich übrigens in die Situation kommen würde daß sich ein Kleinkind auf meinen Hund stürzt, dann würde ich meinen Hund einfach ablegen und das Kind auffangen und auf den Arm nehmen.

    Sorry, da hinke ich wohl mit meiner 6 Monate alten Hündin etwas hinter her, was die Ausbildung und Erziehung anbelangt - sie kennt die Ablage noch nicht....

  • Bronxter
    Beiträge
    947
    • 27. September 2012 um 20:13
    • #90

    schäm dich :D

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