Der "Hundekindergarten" - Ein Erfahrungsbericht

  • Hey Ihr :)


    ich hörte von einer lieben Arbeitskollegin das ihr Hund nun in den Hundekindergarten geht - Und ich so "Hä??? Wie Hundekindergarten???" Sie erkläre mir das der Hund abgeholt wird und auch zurückgebracht wird und es ist da eben wie in einem Kindergarten. Ich hab lange überlegt ob ich mir das mal mit Nero anschaue, zumal ich zugeben muss das ich ein wenig Bammel hatte weil Nero naja ich möchte mal sagen etwas "forscher" ist bei der Begrüßung ;) Aber ich fand es im ersten Moment eine gute Gelegenheit um nochmal andere Rassen und Charaktere kennen zu lernen...


    Ich also am freien Tag mit Nero hierhin...


    http://www.der-hundekindergarten.de/


    Scheiße waren da viele Hunde!!!! :D Und ich muss sagen Nero hat sich gut angestellt für seine Verhältnisse...Auch mit den beiden unkastrierten Rüden die gerade da waren gab es keinerlei Probleme - kurz geschnüffelt - wunderbar :) Die Betreuer sind auch sehr nett.
    Kurz nebenbei: Ich habe mich in den Asko verliebt :love: der ist nicht nur schön, sondern auch total cool, ausgeglichen & einfach nur toll!!!


    Naja denn noch werde ich da wahrscheinlich nur so am Sonntag hinfahren, wenn nur ein paar Hunde da sind, so zum "Gassi gehen" - denn auch wenn es mal eine tolle Erfahrung war - finde ich das die meisten Hunde sozialtechnisch nicht sehr förderlich wären, wenn ihr wisst wie ich das meine ;)


    Mich würde interessieren wie ihr zu sowas steht??

  • Hundekindergarten??? Bei uns im Verein nennt sich das "Welpenstunde".
    Der Besuch der Welpenstunde sollte doch wohl eine Pflicht für jeden Welpenhalter sein.


    Auch die großen Hunde lassen wir nach dem Training zusammen auf dem Platz rum toben, dadurch wird auch die Sozialisierung unter den Hunden gefördert.


    VG
    Klaus und Kira

  • ansich ne gute sache wenn´s dann auch so gut funktioniert. grade im schichtsystem würde ich mir wünschen das ich jemanden hätte der in nachtschicht vormittags geht.
    vorallem bräuchte ich das aber in de spätschichten da vormittags zwar nen bisschen spazieren gehen angesagt ist aber den ganzen nachmittag dann im zwinger ist auch nicht der hit.

  • Ich bin gar kein Freund von Welpenspielstunden!!!
    Denn die meisten sind einfach sch***. Da wird schon unter Welpen gemobbt was das Zeug hält und die Leute stehen dabei und finden es süß wie die Hunde "spielen"... :blerg:
    Ich war bisher in genau einer GUTEN Welpengruppe, da wurde vorallem an der Beziehung Halter-Welpe gearbeitet und in den freien Spielphasen waren min. 2 Trainer dabei die nur auf die Welpen geachtet haben und Mobbing sofort unterbanden, während einer den Haltern erklärte was da gerade passiert und das dass KEIN Spiel ist.
    Das war mit Boomer.


    Mit meiner Aika, die eh schon ein extrem starker, selbstbewußter Welpe war, war ich in einer besagten "Spielgruppe", wo mein Mädchen gaaanz toll innerhalb von 30 min gelernt hat wie man andere buttern kann und wieviel Spaß das macht...ich wollte damals eingreifen, aus dem Bauch heraus, und es hieß, nee lass mal, die regeln das schon, die müssen da durch!!! Wenn ich da heute dran denke krieg ich die Oberkrise!!! Denn erstens, was soll bitte ein Welpe, der Verhalten lernen muss, von anderen Welpen die genauso lernen müssen lernen?! Und zweitens "muss" mein Welpe mal gerade durch sowas "nicht durch"!!!! Damit schon gleich der Grundstein für Artgenossenaggression gelegt wird oder was?! Gaaaanz toll. :whistling:


    Mit Ferrie wollte ichs besser machen, ging woanders hin, aber da der gleiche Mist. Ferrie war eher ängstlich, und wurde jedesmal von den anderen Welpen regelrecht überfallen-bis sie nur noch weg wollte, weil es auch da hieß als ich sie schützen wollte, "die muss das lernen". Heute denke ich nur-mein Gott mein armer Hund!!!


    Bei Boomer hatte ich dann schon deutlich mehr Ahnung und auch die Stärke zu sagen nein so will ich das nicht für meinen Welpen, und da hatte ich dann ja auch wirklich die gute Welpenschule gefunden und war sehr zufrieden.


    Generell kann ich aber jedem nur raten--souveräne Althunde sind VIEL VIEL VIEL besser und die sind wirklich unersetzlich wie jedes unkontrollierte Welpengetobe!


    Mein nächster Welpe wird keine Welpengruppe sehen ( Boomers gibts leider nicht mehr ), da bin ich mir ganz sicher!

  • Ach und zu dem Hundekindergarten...
    Nette Idee, aber wäre für mich gar nichts...Boomer würde die Krätze kriegen, Chero auch und Ferrie hätte sicher mehr Stress wie schön.
    Und dass die die frei laufen lassen, teilweise wohl auch im Park- :pupillen: das würde ich bei meinen Hunden bei Fremden unter keinen Umständen gestatten.
    Wenn ich ein Zeitproblem hätte, würde ich mir eher einen privaten Gassigeher suchen, der dann NUR mit MEINEN Hunden läuft und das auch an der Leine nach klaren Instruktionen... :rolleyes:

  • Ich halte da auch überhaupt garnichts von. Entweder eine gut geführte Welpengruppe, wo wenige Welpen sind und Mobbing nicht zugelassen wird, oder lieber nur ausgewählte Kontakte zu bestimmten Artgenossen.
    Diese Großgruppen haben nichts mit vernünftiger "Sozialisierung" zu tun und außerdem sollte bei der Sozialisierung des Hundes der Hundefüher anwesend sein, damit der Welpe lernt, daß dieser ihn auch schützt, verteidigt und auch evtl maßregelt.


    Mein Herderrüde war ein extrem unsicherer, aber prollender Welpe und Junghund, der sich gerne noch Schwächere gesucht hat, um seine Unsicherheit und seinen Frust an diesen auszuleben und sie unterzubuttern.
    Ich hätte ihm diesen "Kick" von Anfang an verwehren sollen und besser das Spiel konkret nur im ausgesuchten Zweierkontakt regeln sollen, ihn evtl. nur mit selbstsicheren nicht mobbinggefährdeten Hunden spielen lassen sollen, aber ich hatte vor drei Jahren noch keine Ahnung und hab der Trainerin geglaubt, daß die Hunde das unter sich regeln...


    Heutzutage bin ich dabei, ihm das Mobbben im Spiel wieder abzugewöhnen (zum Glück auch schon mit ganz gutem Erfolg).


    ALso für mich: Hundekindergarten; HuTa oder Pension mit Großgruppen, klares NEIN.

  • hmmm..........
    ich habe mir die HP mal angeschaut und muss sagen, ich finde die Idee gut!


    Wenn ich die HP richtig deute, geht es nicht um Welpen, sondern um *erwachsene*, *sozialisierte* Hunde mit einem gewissen Grundgehorsam, deren Besitzer Vollzeit arbeiten
    und froh sind, das es eine Möglichkeit gibt, das die Hunde tagsüber nicht alleine sind, betreut und beschäftigt werden, unter Ihresgleichen sind, wenn man schon keine Nachbarn/ Freunde hat, die sich um den Hund während der Abwesenheit kümmern können.


    Und das auf einem abgesichertem Gelände unter Aufsicht.
    siehe den Punkt Freilauffläche auf der HP.
    ...


    Auszug aus der HP:
    Um es noch einmal zu verdeutlichen: Wir sind keine Hundeschule (sondern eben ein Hundekindergarten). Wir gehen davon aus, dass unsere Schützlinge mit einer gewissen Grunderziehung zu uns kommen. Jeder Hund hat aber (genau wie jeder Mensch) kleine Macken. Diese zu erkennen und gegebenenfalls zu korrigieren, gehört auch zu unseren Aufgaben, insofern die Harmonie im Rudel dadurch beeinträchtigt wird. In einer Kennenlernphase wird ein neuer Hund erst einmal mit der Schleppleine laufen. Diese dient sozusagen als verlängerter Arm des Hundesitters und beeinträchtigt weiterhin kaum.
    ........


    Mir gefällt die Idee :)


    Vorraussetzung, ich würde mir das vorher genau anschauen, mit Hund, ob die HP/ der Hundekindergarten, hält, was sie verspricht
    und ob es wirklich passt.

  • Meine Meinung zu Hundekindergarten: Ich bin überhaupt kein Freund davon. Ich war mal in der Lage, dass ich Karli berufsbedingt in einem solchen an einem tag geben musste. es war 600 km von hier entfernt, so dass ich vorher nicht gucken konnte, die HP versprach natürlich gutes. Mir war es wichtig, dass die Hunde tagsüber eben nicht spazieren geführt werden, sondern in einem eingezäunten gelände sind. Ich früh morgens Karli hin gebracht, sagte mir die Betreiberin, dass an dem Tag ja noch 30 andere Hunde kommen... wäre es nicht im sommer gewesen und hätte ich in dem moment eine andere Möglichkeit gehabt, ich hätte Karli sofort wieder mitgenommen, nur leider ging es nicht anders. Der Geschäftstermin war für mich ein Kraus, ich hatte nur auf die Uhr geguckt, wann es endlich vorbei ist und ich meinen Hund holen kann. In der Huta wieder angekommen, sagte mir die Betreiberin, dass alles gut geklappt hat, aber Karli ja ein sehr unsicherer Hund ist, der erst einmal auftauen musste... ähm ja, Karli mein Proll unsicher? Mir war in dem Moment klar, was ich den ganzen Tag schon gedacht habe, Karli hatte Stress ohne Ende, sonst hätte er nicht so reagiert. Von dem Tag an hab ich dann bei Tagesbetreuungen, die irgendwo in Deutschland waren immer gefragt, wie das dort abläuft und wieviel hunde zusammen sind. Ich hab lieber eine Betreuung gesucht, wo meine beiden Hunde zusammen in einem zwinger waren und nur mal ne halbe stunde allein (also ohne Fremdhund) auf der Freilauffläche toben konnten, als wieder so einen Hundekindergarten.


    Es mag Hunde geben, die damit echt klar kommen, von meinen beiden glaube ich es nicht, Karli ist es zu stressig und Hutch würde wahrscheinlich von den anderen Hunden gemobbt werden, wenn beide zusammen dann in einem Hundekindergarten wären, wäre das glaub ich dann erst recht die ungünstigste Kombi, die es geben kann.


  • Das unterschreibe ich SOFORT! Ich bin auch kein Fan davon. Meine Angel hatte gezielte Kontakte in freier Wildbahn - und ist der sozialste Schäfi, den es gibt - und der souveränste. Cleo hat ein oder zweimal eine Welpenschule besucht - wo allerdings auch Mobben unterbunden wurde -. Na ja sie ist recht unsicher im umgang mit anderen. Zwergi hatte gezielte Einzelhundkontakte ala Angel, nur nicht so viel (bei Angel wohnte ich in Großstadt, jetzt aufm Dorf) . Er hat eher Angst vor fremden Hunderassen - pöbelt aber nicht oder zerrt. Er versucht eher abzuhauen, wenn er kann . Ehrlich gesagt, ich weiß nicht warum das so ist. Vllt weil er absoluter Rudelhund ist und auch bei der Züchterin Rudel gewöhnt war? Wenn er alleine ist hat er jedenfalls Schiss (nur vor Schäfis nicht) .


    Die Idee der tagesstätte (find ich besser als Hundekindergarten ;) ) ist nicht neu - aber nicht schlecht. Ich war selber mal in Not und Musste Jenny tagsüber unterbringen ...

  • ich bin der gleichen Meinung wie z.B. Ferrie. Es mag vielleicht schön und praktisch sein wenn man beruflich verhindert ist zu wissen das sein Hund betreut ist. Aber ich finde es bedenklich das alle Hunde und dann noch so viele auf diesem doch sehr großen Gelände zusammen rum rennen. Auch wenn sie vielleicht unter Aufsicht sind heißt es ja nicht das die "Betreuer" auf diesem großen Gelände in jede Situation eingreifen können.


    Ebenso finde ich es schwierig, dass "Fremde" mit meinem Hund auch in den Park gehen und ihn dann wenn ich es richtig verstanden habe frei laufen lassen. Auch wenn ein Hund ein guten Grundgehorsam hat, heißt das noch lange nicht, dass er auf alles und jeden hört und reagiert. Mein Duke hört natürlich auch auf mich und auf die Leute die er gut kennt aber "Fremde" das ist schwierig.


    Ich glaube auch nicht wenn da beispielsweise 30 Hunde rum laufen es damit getan ist, dass da 2 oder 3 "Betreuer" dabei sind. ich finde das sollte sich irgendwie schon annähernd ausgleichen.


    Das heißt nicht das Duke nicht auch mit anderen Hunden "spielen" darf, aber dann doch bitte wenn ich dabei bin und selber entscheiden kann was ich meinem Hund zumuten möchte und was nicht und selber eingreifen kann wenn was schief laufen sollte.


    Für mich wäre das also nichts. :thumbdown:




    LG


    Sabrina

  • nach meiner Erfahrung dort, sehe ich das auch wie der Großteil von euch - die Idee an sich finde ich auch gut aber ich würde es mit eher kleineren Gruppen evtl. besser finden. Denn das Grundstück ist echt groß und der Typ und seine eine (!!!!) Betreuerin können bei teilweise 30 (!!!!) Hunden nun mal nicht immer an allen Stellen wo evtl. gemobbt wird oder so, gleichzeitig sein.


    Als ich das erstemal da war ist direkt son kleines Terrier-Ding immer kläffend hinter Nero her, da wurde dann nur scherzhaft sowas gesagt wie "Fifi das glaubt dir eh" keiner - das kleine Ding hab ich dann teilweise selber verscheucht - obwohl ich sagen muss das Nero sehr geduldig war für seine Verhältnisse ;) Aber nein danke das brauch ich nicht nochmal - für Nero ist das auch nur Streß...


    Und es sind dort wirklich nur erwachsene Hunde, wo die Halter eben ´mal blöde Arbeitszeiten haben oder so. Welpen habe ich die zweimal wo ich da war nicht gesehen. Das mit dem Park fand ich auch komisch ?( Würde ICH auch auf gar keinen Fall wollen!!!