Fragen zur Läufigkeit

  • Ich habe mal ein paar ganz dumme Fragen...


    Ich habe mit unserer Hex nun die erste intakte Hündin meines Lebens, vorher hatten wir nur Rüden oder kastrierte Hündinnen.
    Hexl wird jetzt zwei Jahre alt und wir haben sie vor 8 Wochen bekommen. Sie ist nun in ihrer 5. Läufigkeit, laut Vorbesitzer wird sie leider alle 4 Monate läufig und sie blutet sehr stark. Das kann ich auch bestätigen. Sie ist nun seit 13 Tagen läufig, 4 Monate nach der letzten Läufigkeit, sie blutet so stark, daß sie wirklich Pampers braucht, Einlagen reichen nicht und ohne Hose blutet sie die ganze Bude voll.
    Nun ist sie wohl seit Tag 10 in der Standhitze, sie baggert unseren kastrierten Rüden an, knickt die Rute weg, bietet sich an, er besteigt sie auch, so daß ich sie mittlerweile meist trennen muss. Alleine lzuahuse lassen geht so garnicht, ich musste kurzfristig Urlaub nehmen.:(
    Trotz der Standhitze blutet sie stark weiter und sie stinkt wirklich richtig stark. Das Blut ist knallrot, nicht kränklich bräunlich, aber es mufft so, daß mir von diesem Hündinnen-Geruch schon übel wird, die ganze Bude stinkt Auch wenn ich sie wasche und dann die Pampers ablasse, damit sie sie sich putzen kann mufft es genau so. Manchmal tropft sie stundenweise nur, dann kommt wieder ein richtiger Schwung Blut.


    Ist das normal? Kann das zu Problemen führen?


    Ich möchte sie eigentlich nicht kastrieren lassen, allerdings bin ich nicht sicher, ob ich das 9 Wochen im Jahr so ertrage....


    In die Zucht wird sie ohnehin nicht kommen, ich habe keinerlei Zuchtambitionen und sie hat ohnehin nur eine A2-fast normal-Hüfte.


    Vom Wesen her ist sie jetzt in der Läufigkeit gut drauf, sie ist zackig und triebig, futtergeil und sehr arbeitswillig.


    Ich habe jetzt mla Chlorophyll-Tabletten bestellt, um zu gucken, ob so der Geruch weniger wird.

  • Ich war gerade bei der Tierärztin.
    Also, so ungewöhnlich fand sie das alles nicht.
    Sie hat mehrere Hündinnen in der Praxis, die 3 mal im Jahr läufig werden und die meisten davon bluten auch sehr stark. Die Blutmenge ist absolut noch im individuellen Rahmen und der Geruch ist der typische "Brunftgeruch", der bei Hex einfach stark ausgeprägt ist. Das Blut sieht gut und frisch aus, das ganze wäre nicht infektiös oder ähnliches und Hexls Allgemeinzustand wäre top, kein Fieber, nix. Auch vom Wesen her war Hexl agil und gut drauf. Sie hat einfach nur eine kurzen und starken Zyklus.
    Auch das Durchbluten in der Standhitze kommt bei manchen Hündinnen vor. Wenn die Hündinnen durchbluten, dann wird das Blut in den Stehtagen oft dunkler, was bei Hexl ja auch der Fall ist. Wir sehen dann das Ende der Stehtage daran, daß sie sich Skip nicht mehr anbietet, dann wird auch die Blutung langsam weniger.
    Ich soll jetzt nur drauf achten, ob sie stark scheinschwanger wird und zwar könnte das bei einem kurzen Zyklus schon ab Woche 5 nach Hitze so sein. Wenn ja, dann sollten wir über eine Kastration nachdenken, weil 3 Scheinschwangerschaften pro Jahr doch die Gefahr einer Pyometra (Gebärmuttervereiterung) begünstigen.


    Wird sie aber nicht oder kaum scheinschwanger besteht nur durch eine häufige und starke Hitze keine erhöhte Gefahr!!!


    Sie hat mich sehr bekniet, die Hexl nicht voreilig kastrieren zu lassen, sie kennt zuviele Schäferhündinnen, die stark inkontinent geworden sind. Je größe die Rasse, desto größer die Gefahr und gerade bei so stark hormongesteuerten Hündinnen führe die Kastration zu oft zur Inkontinenz.


    Ansonsten wünscht sie mir gute Nerven und hofft, daß ich es einfach hinbekomme, die beiden dann eben dreimal im Jahr für eine Woche quasi zu trennen, wenn Hex zu aufdringlich wird.


    Tja.


    Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einer so starken Läufigkeit?

  • Persönlich nicht, bei einer Trainingskollegin ihrer Hündin war das auch so. Die hatte aber auch die Tendenz zur Scheinschwangeschaft. Kastriert wurde sie, weil es im gegebenen Umfeld nicht mehr anders möglich war.


    Ich würde auch nur bei gesundheitlichen Bedenke kastrieren, wobei ich gut reden habe. Meine Hündin wird nur zweimal im Jahr Läufig, blutet wenig und ist sehr reinlich. Einzig das sie vor der Läufigkeit etwas unsicher und anhänglicher wird, aber damit kann man leben...


    Also wenn sie jetzt erst 2 Jahre alt ist, würde ich solange die TA nichts anderes empfiehlt auf jeden Fall noch ein Jahr abwarten, ob und wie sich das einpendelt...

  • Ich kann mich deiner TÄ nur absolut anschließen...

  • Endlich mal eine Tierärztin die an den Hund und nicht an ihren Verdienst denkt! Klasse.


    Gruß

  • Ja, das hat mein vertrauen in die Tierärztin auch nochmal gestärkt.


    Habt ihr zufällig eine Idee wo man Schutzhosen in Schäfi-Größe herbekommt?
    Ich hatte soe eine billige schwarze mit Gummizug von Karli oder Trixie in XL gekauft, die hielt garnicht und die dünnen Einlagen die da rein passen sind ein Witz für ihre starke Blutung... dann hab ich jetzt Windeln und eune Schutzhose in XL von ...Solution, aber die passen auch nicht so richtig, weil Hexl einen etwas abfallenden Rücken hat und die Rute tief angesetzt ist. Das Loch für die Rute sitzt irgendwie vollkommen falsch.


    Sie ist nicht groß (58cm) und sehr schlank (27kg), trotzdem muss es XL sein, alles andere geht garnicht zu, da ich die Hosen nicht bis zur Taille ziehen kann.


    Ohne Schutzhose geht es nur stundenweise tagsüber und draußen. Sie kommt mit dem Putzen garnicht nach, sie spladdert teilweise so, daß wir schon im Treppenhaus Blut an den Wänden hatten und sie liegt auch auf der Couch und hat schon durch eine Decke geblutet im Schlaf.

  • Was die Schutzhose angeht......ich habe einfach eine alte Unterhose genommen. Dort kannst du das Loch für die Rute an der passenden Stelle selber rein schnibbeln, Damenflügelbinde rein und *taddaaaaa* feddisch ist das Schäferdackel Schutzhöschen smile

  • Meine Indira hatte bis vor ca 1 Jahr auch so Probleme mit der Hitze! Sie wurde alle 3 Monate heiß und hat auch wirklich stark geblutet. Zwar nicht die ganze Hitze durch, aber schon die ersten 2 Wochen. Zum Glück wurde sie nicht Scheinträchtig, aber Stress hatte sie schon. Hab sie dann vom TA komplett checken lassen und alles war ok.
    Mein TA hat mir damals gesagt das sowas des Öfteren bei Schäferhunden passiert und wenn sie keine größeren Probleme hat, würde sich das meist von selbst regulieren. Jetzt ist Indira gute 5 Jahre alt und hat nen normalen Zyklus und blutet auch nicht mehr so schlimm.


    Als Schutzhose hab ich am Anfang auch ne normale alte Unterhose genommen und da ne Damenbinde rein gemacht. Auf die Dauer hab ich aber dann doch drauf verzichtet weil meine Dame die Hose doof fand. Ich durfte dann täglich mehrfach dem Hund hinterher wischen ;)

  • So, heute ist Tag 19 der Hitze und sie ist seit 9 Tagen in der Standhitze...Unser kastrierter Rüde hat es sogar einmal geschafft sie blitzschnell zu begatten, als sie keine Hose anhatte, weil ich mit ihr von draußen kam...
    Sie baggert ihn auch unentwegt an...Ich hatte ja die Hoffnung, daß die Standhitze nicht gerade so lange dauert... :S
    Sie blutet auch die ganze Zeit durch, blutet immer noch. Letzte Woche musste ich teilweise alle zwei Stunden die Binde wechseln in der Schutzhose...
    Hier sind alle ziemlich gestresst mittlerweile, sowohl die Hunde (er im Liebeswahn und von der Rolle, sie vollkommen sexsüchtig) als auch wir ( angenervt vom Hunde ständig trennen, extra Urlaub nehmen müssen usw.).


    Ich muss ehrlich sagen, wenn das auf Dauer bei dem kurzen Abstand bleibt, dann werde ich doch über ein Kastration nachdenken. :S


    Hat jemand von Euch denn eine Hündin, die kastriert wurde mit negativen Folgen (Inkontinenz, Verhaltensproblemen etc.)?

  • Meine letzten beiden Hündinnen waren kastriert - Tierheim - und waren leider danach beide massiv inkontinent. Bei Lena kamen wir nicht mal mit Medikamenten so wirklich dagegen an. Bei Naomi half Caniphedrin recht gut, doch auch sie haben wir nicht 100% dicht bekommen, vor allem an nasskalten Tagen, konnten wir die Dosis auf Grund der Nebenwirkungen nicht so hochsetzen, wie sie es gebraucht hätte.

  • Meine Aika wurde mit 11 aufgrund eines Tumors am Eierstock kastriert, sie wurde nicht inkontinent.
    Ferrie ist seit einem guten Jahr kastriert, keine Inkontinenz, keine Wesensänderung. Nur endlich Ruhe daheim bei den Jungs hier... :rolleyes:

  • Meine Jenny wurde damals mit 8 Monaten aus rein medizinischen Gründen kastriert. Im Verhalten hat sich aber - glaube ich zumindest - nichts verändert. Leider war sie dann inkontinent zeitweise, aber als es kein TroFu mehr gab und sie entsprechend weniger trank, wurde es so gut, das nur ganz selten mal ein paar Tröpfchen im Schlaf auf der Decke landeten. Sie neigte dann auch zum Übergewicht und war verfressen ohne Ende (DIEB!!!)
    Verhaltensmässig war sie top drauf hat sogar den einen oder anderen bissigen (mit anderen Hunden) Hund resozialisiert, Welpen liebte sie abgöttisch und erzog alle meine Welpen hier, auch als Angel die Babys hatte, war sie ne super Tante. Also so richtig negative Auswirkungen hatte die Kastration bei ihr nicht, abgesehen von der leichten Inkontinenz.


    Ach ja die OP selber war nicht so klasse, sie hatte Wundheilungsstörungen im Sinne von sehr viel Wundwasser und leichter Entzündung...und sie hasste den Trichter :D

    LG Kerstin mit Angel, Cleo und Zwergi, sowie Jenny, Dando und Balou über der RBB

  • Die Läufigkeit dauerte 23 Tage, viel viel Blut bis zum 21. Tag. Nun nach zwei Wochen wird Madame mega zickig durch die Progesteron-Ausschüttung. gestern gab es fast eine Beißerei mit dem Rüden, es ging um mich, heute wurde ein Kong verteidigt...
    Also wenn sie wirklich alle 4 Monate läufig wird und dazwischen noch so zickig in der Scheinschwangerschaft und kurz danach schon wieder läufig...dann wird sie definitiv kastriert.
    Das bringt hier sehr sehr viel Unruhe rein und mein Rüde ist total verunsichert... :(

  • Nun 8 Wochen nach Läufigkeitsbeginn ist Madame scheinschwanger. Das Gesäuge ist angeschwollen (noch keine Milch) und sie ist mega zickig zu anderen Hunden. Kennt Ihr das auch?
    Sie bekommt bei jeder Hundesichtung ne Bürste, und will richtig Leinenpöbeln. Das hatte sie auch, als sie hier ankam, das war auch 2 Monate nach der Läufigkeit, das ging dann so nach 2- 3 Wochen weg, jetzt ist es wieder da. Diesmal sind die Milchleisten auch stärker angeschwollen, ob es daran liegt, daß mein kastrierter Rüde sie "gedeckt" hat? Sie leckt sich auch an den Genitalien, das tat sie beim letzten Mal auch. Ich finde das schon ziemlich krass, dreimal im Jahr so ein Zyklus? Ist das gut? Sie ist in jeder Phase wie ein anderer Hund...


    Da sie alle 4 Monate läufig wird, haben wir dann also 2-3 Wochen Ruhe und dann geht die Läufigleit wieder los. ;(;(;( Ich denke ernsthaft an eine Kastration.

  • Gerade wenn sie scheinschwanger wird ( das wird von Mal zu Mal stärker ), solltest du auf jeden Fall aus gesundheitlichen Gründen an eine Kastration denken.
    Vorallem im Sinne der Hündin.
    Scheinträchtigkeiten erhöhen signifikant das Risiko einer Gebärmutterentzündung und setzen, ab einer bestimmten Intensität, die Hündin starkem psychischen Stress aus.

  • ;( ;( ;( Ich denke ernsthaft an eine Kastration.

    Nachdem was ich gelesen habe, würde ich sie auch kastrieren lassen, ist unnötiger Streß für euch und vorallem für die Hündin

  • OK; Madame ist jetzt schon 3,5 Monate nach BEGINN der letzten Läufigkeit wieder läufig! ;( Wieder mi viel viel Blut, ohne Hose rumlaufen lassen geht garnicht, zeitweise verliert sie richtig schwallweise Blut und wenn sie dann läuft spritzt es bis zu Tapete...
    Heute ist Tag 9 und seit einer Stunde dreht sie unserem kastrierten Rüden wieder den Hintern zu, knickt die Rute ab und Monsieur weiß auch, was zu tun ist...Trennen geht nicht, ich werde also am WoE alleine zum Verwandschaftsbesuch fahren und sei mitnehmen, Mann und Rüde bleiben zuhause.


    Wir haben uns nun dazu entschlossen, sie kastrieren zu lassen, alle 3,5 Monate läufig, soviel Blut, soviel Stress mit dem Rüden und dann so eine heftige Scheinschwnagerschaft, daß sie voll aggro wird zu Fremdhunden, das geht nicht. Nicht für uns und nicht für sie.


    Ich habe mich nun über eine endoskopische Kastration erkundigt. Es sollen nur die Euierstöcke entfernt werden, da dann das Risiko einer Inkontinenz viel kleiner wird, da die Organlage und Aufhängungnicht verändert wird.Falls man bei der OP sieht, daß die Gebärmutter verändert ist, wird der Schnitt vergrößert und die Gebärmutter mit entfernt. Wenn nicht, bildet sie sich massiv zurück und wird winzig. Die mini Schnitte werden verklebt, die Hündin hat nur zwei Tage Leinenpflicht und darf dann wieder ganz normal toben und trainieren.


    Habt Ihr Erfahrungen mit dieser Art der endokopischen Teilkastration?

  • Also in deiner Situation mit deiner Hündin würde ich auch eine Kastration in Betracht ziehen. Aber mit dieser Art der endoskopischen Teilkastration habe ich keine Erfahrung und auch wenig gehört.
    Ich drücke Euch die Daumen, das die Maus alles gut übersteht.

  • ich würde sie nicht kastrieren lassen sondern erst mal einen Tierheilpraktiker aufsuchen, meine alte Dame hatte auch nen Zyklus von 4 Monaten und wurde scheinschwanger, nachdem ich beim Tierheilpraktiker war war ruhe damit das richtige Mittel hat die ganze Sache ins lot gebracht.


    LG Sabine