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  1. Das Schäferhund Forum
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  3. Zucht & Aufzucht

degenerative Myelopathie

  • Alphi
  • 9. September 2013 um 12:27
  • Alphi
    Gast
    • 9. September 2013 um 12:27
    • #1

    Hallo, kann es hier nicht soooo perfekt wieder geben, aber es gibt diese Rückenerkrankung, von der auch der DSH betroffen ist. Nun ist das Genpaar, welches dafür verantwortlich ist, gefunden und kann analysiert werden. Darüber wurde ausführlich im dsh-spezial berichtet, aber man kann es auch googeln. Durch Zuchtlenkung kann relativ einfach die Krankheit "degenrative Myelopathie" eingedämmt werden, weil das krankmachende Gen rezessiv ist. Es ist ähnlich wie bei LSTH: beide Eltern müssen das rezessive Gen weitergeben, damit der Nachkomme die Auswirkung zeigt. Und ähnlich wie bei der Vererbung von LSTH kann man auch auf die DM jetzt einen Gentest machen lassen, eine Speichelprobe reicht, die Kosten liegen mit Zertifikat bei ca. 60 Euro!

    Am Samstag kam von unserer Hydra das Ergebnis: Sie hat N / DM - das bedeutet sie trägt das dominante "gesunde" Allel und versteckt das "kranke" Allel. Sie ist nicht krank, kann aber theoretisch DM vererben. ES SEI DENN, ihre Zuchtpartner sind N /N - reinerbig gesund. Dann kann der Vater ja immer nur das dominante gesunde N weitergeben und Hydra wahrscheinlich je zur Hälfte ebenfalls das dominante gesunde N und das versteckte kranke DM. Aber es werden KEINE Nachkommen mehr geboren, die DM / DM als Genpaar haben und somit hochgefährdet sind, wirklich an degenerativer Myelopathie zu erkanken!

    Es wäre wirklich toll, wenn soviele Züchter wie möglich ihre Hunde testen lassen, damit wir in wenigen Generationen nur noch mit N/N - Schäferhunden züchten! Mit so wenig Aufwand können wir das erreichen!

    Liebe Grüße von der Liebenburg


    Cristine

  • Kiara
    Gast
    • 9. September 2013 um 13:08
    • #2
    Zitat von Alphi

    ........................Es wäre wirklich toll, wenn soviele Züchter wie möglich ihre Hunde testen lassen, damit wir in wenigen Generationen nur noch mit N/N - Schäferhunden züchten! Mit so wenig Aufwand können wir das erreichen!

    Liebe Grüße von der Liebenburg

    Das wäre wirklich wünschenswert ........... Man sollte diese Untersuchung zur Pflicht machenwenn man die Hunde kören lässt !!! :thumbup:

  • Skip
    Gast
    • 9. September 2013 um 16:01
    • #3

    Das finde ich auch!

  • Waschbär
    Moderator
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    1
    • 9. September 2013 um 16:24
    • #4

    Ich hatte das schon mal eingestellt:

    An die Züchter und Deckrüdenhalter

    Es ist nicht notwendig nur mit N/N-Hunden zu züchten. Es muß lediglich vermieden werden daß DM/DM-Hunde geboren werden. Selbst mit einem DM/DM-Hund kann man züchten, wenn der Zuchtpartner N/N ist. Denn die Hunde, die das mutierte Allel nur einmal im Erbgut tragen, erkranken nicht an DM.

    Wichtig ist nur daß die Züchter und Deckrüdenhalter den Genotyp ihrer Hunde kennen und N/DM- und DM/DM-Hunde nur mit N/N-Hunden verpaaren. Und wenn man den Genotyp seines Hundes nicht kennt, sollte man vorsichtshalber auf einen Zuchtpartner zurück greifen, der getestet ist und den Genotyp N/N besitzt.

    Für Schäferhunde, die im Zuchtbuch des SVs eingetragen sind, kostet diese Genotypisierung übrigens nur 35 Euro, wenn man sie über das Zuchtbuchamt bei Generatio in Auftrag gibt. Es muß dafür keine Blutprobe eingeschickt werden, Generatio ist das Vertragslabor des SVs und die Blutproben der im Zuchtbuch eingetragenen Hunde sind dort eingelagert.

  • BirgitF
    Beiträge
    374
    • 9. September 2013 um 19:22
    • #5

    gibt es dafür einen vordruck oder reicht eine handschriftliche notiz,die mit den blutproben zusammen weggeschickt wird?
    anfang 2014 ist mein youngster mit röntgen dran, und ich möchte den dm test machen lassen..

    lg,birgit

    LG, Birgit und ihr Trio Infernale

  • Waschbär
    Moderator
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    • 9. September 2013 um 19:45
    • #6

    Du mußt überhaupt keine Blutprobe einschicken für den Test auf DM, wenn Dein Hund im SV-Zuchtbuch eingetragen ist. Geh mal auf den Link "An die Züchter und Deckrüdenhalter", da habe ich das Procedere beschrieben. Du schreibst eine Mail an das Zuchtbuchamt daß Du den Hund Sowieso mit der Zuchtbuchnummer Sowieso auf Degenerative Myelopathie testen lassen möchtest. Die leiten das weiter an das Vertragslabor Generatio, bei dem bereits eine Blutprobe Deines Hundes vorliegt (ich denke mal er gehört zu denen, die bereits gechippt und nicht mehr tätowiert sind). Ca. eine Woche später hast Du das Ergebnis im Briefkasten und die Rechung (35 Euro) wird über den SV abgerechnet.

  • BirgitF
    Beiträge
    374
    • 9. September 2013 um 21:18
    • #7

    beim hauptröntgen wird neuerdings sehr wohl eine blutprobe abgenommen für irgendeinen test..
    aber wenn eine mail reicht ist das ok,das krieg ich hin.. :)
    danke für die info!

    LG, Birgit und ihr Trio Infernale

  • Waschbär
    Moderator
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    • 9. September 2013 um 22:55
    • #8

    Beim Hauptröntgen wird eine Blutprobe für "wissenschaftliche Zwecke" abgenommen. Ohne diese erhälst Du die Ahnentafel mit den Ergebnissen nicht zurück. Diese Blutprobe hat aber nix mit der Blutprobe für das DNA-Verfahren zu tun. Bereits beim Chippen der Welpen wird eine Blutprobe auf einer sog. Go-Card abgenommen und eingelagert. Vor Zuchtverwendung muss der Eigentümer eines Hundes die Auswertung für das DNA-verfahren beantragen (= Abstammungsüberprüfung). Zudem kann diese Probe auch für diverse Genotypisierungen verwendet werden, z.B. in Bezug auf Degenerative Myelopathie, MDR1-Defekt, Haarlänge, Fellfarbe etc. Das kann alles über das Zuchtbuchamt beim Vertragslabor in Auftrag gegeben werden, und die Abrechnung erfolgt dann auch über den SV. In Bezug auf DM ist es dann auch billiger als wenn man selbst eine Blutprobe oder einen Abstrich der Mundschleimhaut in einem Labor einreicht.

  • BirgitF
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    374
    • 10. September 2013 um 04:25
    • #9

    na sag ich doch..für irgendeinen test... ;)

    LG, Birgit und ihr Trio Infernale

  • Waschbär
    Moderator
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    • 10. September 2013 um 16:39
    • #10

    Nein, nicht für "irgendeinen Test". Die Blutprobe "für wissenschaftliche Zwecke" wird schon seit vielen Jahren beim Hauptröntgen abgenommen. Sie dient zum Aufbau einer Datenbank, auf die für laufende und zukünftige wissenschaftliche Studien zurück gegriffen werden kann.

    Wenn Du in einer Uni-VetKlinik röntgen läßt, dann kann es sein daß noch eine zweite Blutprobe abgenommen wird. Z.B. in Gießen derzeit für die HD-Studie. Die ist aber zusätzlich und dafür zahlt man auch nix.

  • Simone Krüger
    Gast
    • 14. August 2014 um 15:11
    • #11

    Ich suche den Link, wo man seinen getesteten Hund( DM) in einer Datenbank eintragen lassen kann.

  • Waschbär
    Moderator
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    • 14. August 2014 um 16:09
    • #12

    Link zur niederländischen Datenbank:

    http://www.gezondeduitseherder.nl/database-duits.html

    http://www.duitseherderdatabase.nl/modules/xforms/index.php?form_id=1

    Und hier zu "DSH Spezial":

    http://www.dsh-spezial.de/degm/degmy.php

    Beide wollen das Zertifikat des Labores. Die Niederländer auch die Ahnentafel (kann alles gescannt werden, auch die Ahnentafel in 4 Teilen)

  • Simone Krüger
    Gast
    • 15. August 2014 um 20:33
    • #13

    Danke Dir!

  • Alphi
    Gast
    • 16. August 2014 um 06:56
    • #14

    Also mittlerweile hat sich meine Begeisterung über die Möglichkeit, auf DM testen zu lassen deutlich gelegt..... Denn wenn ich auf dem Schreiben von Generation über die DNA - Profil Anlagen unten den Zusatztext lesen, wird mir klar: Nix Genaues weiß man nicht. Ungefähr das hatte mir nämlich vor einem Jahr schon mein Tierarzt erzählt, als ich ganz stolz sagte, dass meine Hündin getestet wurde.

    Generatio schreibt: "Der Test bestimmt die SOD1:c:.118G>A als einen Risikofaktor für das Auftreten von DM. Der DM - Test ist kein diagnostisches Mittel, da sowohl Tiere mit den Ergebnis "betroffen" nicht an DM erkrnaken, als auch "frei" getestete Tiere eine DM entwickeln können. Eine eingehendere Berechnung des Risikos ist mit den gegenwärtig verfügbaren Daten nicht möglich."

    VG
    Cristine

  • Waschbär
    Moderator
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    • 16. August 2014 um 09:26
    • #15

    Für jede Erkrankung kann es mehrere Faktoren geben, die diese auslösen. Z.B. kannst Du auch an Darm- oder Brustkrebs erkranken wenn Du die Genkonstellationen, die damit in Zusammenhang stehen, nicht trägst. Aber dieses Risiko ist, im Vergleich zu den Menschen, die diese Genkonstellationen tragen, um ein Vielfaches geringer.

    Genau so ist es mit der Degenerativen Myelopathie. Es hat in Einzelfällen Hunde gegeben, die daran erkrankt sind, die aber lt. Testergebniss nicht "at risk" waren. Aber diese Fälle waren bisher sehr selten. Zudem besteht die Möglichkeit der Verwechselung von Proben. Z.B. in den USA entnehmen die Halter/Züchter die DNA-Proben mittels Mundschleimhautabstrich. Und auch im Labor kann es mal zu Verwechselungen kommen. Es muss sich nur mal jemand z.B. verpippetieren. Deswegen ist es wichtig dass bei der Probenentnahme auf die Identität jedes einzelnen Hunden genau geachtet wird. Ebenso muss das Labor entsptrechend zuverlässig sein.

    Zudem weiss man inzwischen dass sich bei manchen Rassen auch andere Genmutationen als Ursache für die DM erweisen können. So wurde beim DSH bisher nur die Mutation Exon 2 des SOD1-Gens (= E40K) als genetischer Hauptrisikofaktor lokalisiert. Aber z.B. beim Berner Sennenhund weiss man inzwischen dass es zusätzlich eine weitere Mutation gibt, die ebenfalls Ursache für eine DM sein kann, nämlich eine Mutation in Exon 1 des SOD1-Gens (= T18S). Beim DSH wurde die aber bisher nicht gefunden.

    Die Erkenntnisse der Wissenschaft entwickeln sich zwar relativ schnell, aber es braucht halt trotzdem alles seine Zeit. Wann wurden die Studien veröffentlicht, in denen über Hunde mit dem Genotyp N/N oder N/DM berichtet wurde, die an DM erkankt sind? Stammen die aus der Zeit vor der Lokalisation der Mutation in Exon 1 (= T18S)? Oder danach? Und handelt es sich dabei um DHSs? Oder um Hunde einer anderen Rasse?

    Und auch wenn in Einzefällen Hunde mit dem Genotyp N/N oder DM/N erkrankt sind (wobei man nichts genaues weiss über die tatsächliche Art der Mutation, den Zeitpunkt und die Rasse dieser Hunde): Das Risiko für die "at risk"-Hunde liegt um ein Vielfaches (sehr Vielfaches!) höher! Weswegen man in der Zucht vermeiden sollte dass Hunde mit diesem Genotyp geboren werden.

    Ich mache ja auch nicht die Augen zu beim Überquerern einer 4-spurigen Strasse, nur weil ich auch mit geöffneten Augen überfahren werden könnte...

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