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Ein Rat ist Gold wert

  • stephi
  • 22. Januar 2014 um 16:07
  • stephi
    Beiträge
    36
    • 22. Januar 2014 um 16:07
    • #1

    Hallo zusammen,

    habe mal eine Frage an euch.

    Am Wochenende hatten wir das Schniffeldog Seminar in unserer OG. Wir durften die Übungen mit unseren Hund nacharbeiten. Hat auch bei allen super geklappt außer bei mir. Mein Jerry war so abgelenkt und hippelig das war richtig nervig. Bei jedem ach so kleinen Geräusch und Hund war wieder abgelenkt.

    Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Jerry war zwar schon von klein auf, etwas aufgeregt und ein kleiner Gummiball aber so extrem war es noch nie. In unserer OG wurde Jerry verhalten mit Temperament abgestempelt. Doch nun denke ich das es andere Gründe hat, die mit Sicherheit auch mit mir selbst zu tun haben. Denn sobald wir den Hundeplatz betreten oder andere Hunde sehen bin ich sehr angespannt und nervös und werde gleich genervt.

    Auf dem Hundeplatz hält er kurz Blickkontakt, dennoch macht er seine Aufgaben super und lernt schnell, klingt nach einem Widerspruch, dennoch bin ich mit der Leistung zufrieden. Nur das ständige Umschauen stört mich.

    Bei anderen Hunden habe ich ihn soweit unter Kontrolle, dennoch nimmt er keinen Blickkontakt auf und ich merke wie er sich anspannt. Auch mit Leckerli oder Beißwurst keine Chance.

    Habe im Netz etwas gestöbert und gelesen das es quasi eine Krankheit sei, oder der Hund unterfordert sei. Was ich persönlich nicht behaupten würde. Er bekommt viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung


    Habt ihr Tipps und Trick oder vielleicht sogar selber Erfahrungen, wie wir zusammen entspannt auf den Hundeplatz können und an anderen Hunden vorbei ?

    also haut in die Tasten und lasst mich lesen :)

    Liebe Grüße Stephi

  • Barbara
    Gast
    • 22. Januar 2014 um 23:03
    • #2

    Das mit der Krankheit ist Quatsch und an Unterforderung mag ich auch nicht glauben.
    Vermutlich hat er es nie konsequent gelernt, dass er sich auf Dich konzentrieren soll.
    Es ist mühsam, aber meine Hunde müssen zunächst lernen, dass das Kommando "Fuss" bedeutet, dass sie korrekt neben mir sitzen und mich anschauen. Erst wenn das auch unter Ablenkung sicher klappt, gehe ich einen Schritt vor oder zur Seite. Dauer manchmal lange, ist aber dafür dann immer wieder abrufbar.
    Suche gezielt die Ablenkung und mache die Übung erst ohne und dann mit Ablenkung und entsprechend toller Bestätigung, wenn es gut klappt.

  • Kyra
    Gast
    • 23. Januar 2014 um 09:42
    • #3

    Wenn er so arg hibbelig und unaufmerksam ist, würde ich wohl zunächst üben, dass es nicht gleich bedeutet Hundeplatz -> Aufdrehen
    Würde gezielt daran üben, dass er zur Ruhe kommt auch wenn um ihn rum was los ist.
    Mit der richtigen "Energie" kann er dann auch konzentrierter Arbeiten.
    Das ist leider oft ein Hundeplatzphänomen. Ich bin mit meinen Shelties die ersten male beim Agi einfach nur da gesessen und hab sie zuschauen lassen. Ruhiges Verhalten belohnt.
    Wenn sich das Verhalten bereits eingebürgert hat, brauchst du wohl einen langen Atem , konsequenz und Geduld :) Ungeduld ist in der Hundeerziehung/umgang fehl am Platz :)

  • schwedenfan
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    • 23. Januar 2014 um 11:16
    • #4

    Ich kann mich den anderen nur anschließen, du sollstest unbedingt zuerst Ruhe, dann Konzentration auf dich auf dem Hupla üben.
    Mir stellt sich aber auch die Frage, wie verhält er sich bei der Begegnung mit anderen Hunden beim Spazieren gehen. Ist er ruhig und sicher oder eher unsicher? Zeigt er vielleicht aggression und du denkst beim Anblick von anderen Hunden daran was passieren könnte? Wenn ihr beide in solch einer Situation nicht ruhig und gelassen seid, werdet ihr erst daran arbeiten müssen.

    Viele Grüße aus Bayern
    Silvia mit Hank (DSH *2008)+ Arik (Herder *2015)
    (Jacky +29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016, Rusty 2000-09.04.2019)
    Natürlich kann man ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühmann)

  • stephi
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    36
    • 23. Januar 2014 um 13:37
    • #5

    Danke für eure Antwort, :thumbup:

    Mit anderen Hunden ist er unsicher, als Welpe wurde er mit 9 Wochen von den Nachbarhunde die frei rumlaufen durften gebissen. Mit Hunden die er vor dem biss kennen lernte versteht er sich sehr gut.
    Habe mir einen Video von einem Trainer in Youtube angeschaut, der bei einer 11 jährigen Hündin es schaffte das sie ruhig an anderen Hunden vorbei läuft. Anderen Hunden ausweichen, und belohnen. Bin gestern extra an Tierheim gefahren um zu trainieren und muss sagen hat super geklappt, hat zwar geschaut ab und an, aber hat auch schön auf mich geachtet.

    Werde es auf jedenfalls mal probieren mit dem zuschauen auf dem Platz.
    Leider ist es auch so bei uns in der OG das man nur auf Prüfungen arbeitet aber nicht auf die eigentlichen Probleme die Hund und Besitzer haben.

    auch Zuhause trainieren wir das Schniffeldog, selbst da habe ich gemerkt das es für Jerry eine super Konzentrationsübung und ganz besonders eine ruhige und entspannte arbeit ist (auch für mich :) )

  • Maeuschen90
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    • 23. Januar 2014 um 17:28
    • #6

    Sorry für die dumme frage aber was ist schniffeldog was muss ich mir drunter vorstellen? ?(

    LG sarah

  • stephi
    Beiträge
    36
    • 23. Januar 2014 um 23:56
    • #7

    Schniffeldog ist quasi neu auf dem Markt. Sie ist eine super Beschäftigung für Zuhause. Enstanden von einer Krebsstudie wo Hunde Lungenkrebs erschnuppern sollte. Die abgewande Variante ist nun Schniffeldogn. Der Hund hat später mehrere Gerüche z.b Cola, Kümmel soll aber den Geruch Kamille anzeigen.

    Vorstellen musst du die es du stellst fünf Kunststoff Becher in eine Halterung, alle den gleichen Abstand in jedem ein anderer Geruch und dein Hund sollte dann den Geruch Kamille verweisen z.b. mit sitz, platz ist ganz egal. Darauf musst du aber erst mit deinem Hund hin arbeiten. Wir üben jetzt 2 mal täglich momentan sind wir dabei das jerry denn geruch Kamille warnimmt und gleich die nase an den becher tut.

    Weiter findest du aber unter der Homepage :)

  • Maeuschen90
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    • 24. Januar 2014 um 08:35
    • #8

    Okay dann versteh ich das.
    War unsere Vorarbeit zum suchen erst kaffee und dann tabak

    LG sarah

  • feuerteufel
    Beiträge
    155
    • 24. Januar 2014 um 09:33
    • #9

    Hallo,
    nach Deiner Beschreibung hast Du einen sehr triebigen Hund, versuch doch mal seine lebhaftigkeit in die Arbeit auf dem Platz zu
    kanalisieren, in der UO soll der Hund ja eigentlich nicht ruhig sein, sondern unter Spannung laufen, dann hat man das Bild vom freudigen
    Hund. Wenn er große Probleme mit der Anwesenheit der anderen Hunde hat, gib ihm die Möglichkeit nach einer guten Übung wenn er
    seinen Ball hat, sich die anderen Hunde in Ruhe anzuschauen. Das Problem hatte ich schon öfter, hab es immer über den Trieb zum Ball
    in den Griff bekommen. Zuerst lernen sie mit mir zu spielen obwohl andere Hunde auf dem Platz sind, bevor das nicht geht kann ich in
    der Arbeit keine Aufmerksamkeit erwarten. Der zweite Schritt ist "Sitz" und sofort Ball wenn der Hintern den Boden berührt, immer Blickkontakt halten, alles um sich herum ausblenden, das gilt für beide, es gibt nur mich und den Hund. Sitz dann nach und nach verlängern, der Hund
    bleibt dabei noch vor mir, wenn er das macht, so 20-30 Sekunden, fange ich an den Blick vom Hund mitnehmend mich neben den Hund zu stellen. Ball sobald ich daneben stehe, senkt der Hund den Blick, ein freundliches "Fuß" schaut er, sofort Ball. Auf die Art kannst Du einen
    kribbelkopf dahin bringen sich zu versammeln ohne den Trieb runterzufahren, mein Ziel ist es immer den Hund nach seinem eigenen
    Naturell zu formen und nicht den Hund in ein Schema oder ein Arbeitsweise zu drücken die ihm nicht liegt.
    lg
    feuerteufel

  • chriing
    Gast
    • 11. April 2014 um 10:22
    • #10

    hallo... wie läufts bei euch...ist das Verhalten besser geworden.. würd mich über Antwort freuen, hab auch selber ein Problem... :(
    lg aus Österreich

  • stephi
    Beiträge
    36
    • 13. Juni 2014 um 17:51
    • #11

    Hallo zusammen,

    zu der Frage wie es läuft.... super :thumbup:

    hab mich bei einer Züchterin ins Training eingeklingt, diese trainiert super ihre Hunde. Wir haben angefangen mit der Beißwurst richtig Aktion zu machen. Dann habe ich die Beißwurst unter die Achsel geklemmt, sobald er zu mir hoch schaute habe ich die Beißwurst fallen lassen. Zur Bestätigung wurde richtige gezwerft und gespielt. Danach wurde wieder die Beißwurst unter die Achel geklemmt... und jetzt nach 3 Monaten schaut mein Hund mich an.
    Auch im Schutzdienst durfte er erst Revieren, Verbellen usw. wenn er mich vorher angeschaut hatte.

    durch das viele Spielen und Lachen während der Übungen haben wir eine noch bessere Bindung bekommen und Jerry konzentriert sich automatisch mehr auf mich. :thumbup:

    LG Stephi

  • Silvana
    Gast
    • 13. Juni 2014 um 22:01
    • #12

    Dies hört sich doch super an :) Schön, dass ihr es geschafft habt.

    Wenn es nicht geklappt hätte, dann hätte ich eine Schildrüsenuntersuchung vorgeschlagen. Eine Hunde sind bei Unterfunktion dieser so hibbelig und können sich kaum konzentrieren.

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