Dieser Umwelt-Marathon wird meiner Meinung nach auch überbewertet. Ein Hund, der dir vertraut, der selbstbewusst ist und ein stabiles Nervensystem besitzt, der wird nie Umweltprobleme haben. Ein Nervenschwacher Hund dagegen schon und wenn diese dann noch mit zig Umweltreizen konfrontiert wird, so wird dieser schnell damit überfordert sein und noch mehr Probleme zeigen.
Sehe ich auch nicht so. Einen Welpen mit verschiedenen Umweltreizen zu konfrontieren und ihn daran zu gewöhnen halte ich für wichtiger als ihm das Apportieren oder sonstiges beizubringen.
Ein Welpe der an Fahrradfahrer, Menschenansammelungen, Kontakt zu Artgenossen, Jogger, Skaterfahrer, spielende und kreischende Kinder, Besuch eines Fußballspieles usw. gewöhnt wurde, zeigt auch im erwachsenen Alter hier weniger Probleme.
Einen erwachsenen Hund an die ganzen unterschiedlichen Umweltreize zu gewöhnen ist viel schwieriger als beim Welpen.
Wenn ein Welpe der auf die unterschiedlichen Umweltreize total gleichgültig reagiert, braucht man sie ja auch nicht zu üben.
Dann lese dir doch noch mal die Hundemagazin. ch durch.
Ich zitiere mal:
Je mehr Umwelteindrücke der Hund also erfährt, desto mehr stabile Verknüpfungen entstehen und desto leistungsfähiger sind nachher der Hund, sein Gehirn und sein Organismus. Hunde, die in dieser Phase die für sie und ihre Umwelt richtigen und wichtigen Reize präsentiert bekommen, können sich ihr Hundeleben lang besser auf Stress und wechselnde Lebensbedingungen einstellen. Zu diesen Reizen gehören zum Beispiel der Lebensraum, Artgenossen, Menschen, Geräusche, Futter und vieles mehr. Die Qualität und die Quantität der erfahrenen Umwelteindrücke bilden dann quasi ein Referenzsystem aus, das bei allen späteren Entscheidungen herangezogen wird. Positive Lernerfahrungen, die besonders in dieser Zeitspanne enorm wichtig sind, vermitteln dem Welpen ein Gefühl von emotionaler Sicherheit und Kontrolle über die an ihn gestellten Anforderungen und stärken dadurch sein Selbstvertrauen.