Schutztrieb ?

  • Trotzdem erfüllt der Einsatz von Pfefferspray in einem Fall wie dem geschilderten lt. Strafrecht den Tatbestand der schweren Körperverletzung. Im besten Fall... Im schlimmsten Fall könnte die Frau wegen des Einsatzes des Pfeffersprays z.B. vor ein Auto laufen (sofort oder auch erst etwas später) und tödliche Verletzungen erleiden. Das würde den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung mit Todesfolge erfüllen. Nicht lustig, da wird man seines Lebens nicht mehr froh...


    Pfefferspray darf nur in absoluten Notwehrsituationen gegen Menschen eingesetzt werden. Und dass eine solche vorgelegen hat, das muss dann derjenige gerichtssicher beweisen können der es eingesetzt hat. Eine Nötigungssituation, selbst WENN man diese gerichtssicher beweisen könnte, wird nicht ausreichen um vor Gericht aus so einer Nummer raus zu kommen. Bei einer schweren Körperverletzung ohne Todesfolge kann man noch mit einem blauen Auge aus der Verhandlung heraus kommen (bei einem Strafmaß von max. 2 Jahren Gefängnis KANN die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden). Bei einer schweren Körperverletzung mit Todesfolge geht man auf jeden Fall in den Bau, weil das Mindeststrafmaß bei 3 Jahren beginnt.


    DAS sollte man wissen bevor man Pfefferspray gegen Personen einsetzt!

  • Sowas soll wirklich nur im absoluten Notfall eingesetzt werden und sollte eher meiner Frau etwas Sicherheit geben

    Selbstverteidigung/Kraftsport würde mir hier einfallen :) Niemand sollte dazu gezwungen werden, das zu müssen um sich zu verteidigen, aber wenn es auch noch Freude macht... Das hat auch im Auftreten eine Wirkung, sowohl körperlich als auch was das Selbstbewusstsein angeht. Ist auch praktisch, wenn der Hund mal hohl dreht und mit geballter Kraft ins die Leine steigt :D


    Ich kann die Situation natürlich nicht beurteilen, hab aber die Erfahrung gemacht, dass freundliche Kommunikation oft hilft. Deeskalation und so. Anpampen kann man immer noch, wenn absolut gar nix hilft - also keine Einsicht herbei zu führen ist. Ist aber Off topic...


    Hund ist hier auf jeden Fall keine Lösung :)

  • Bei Yuma ist das Territorialverhalten schon ziemlich ausgeprägt. Er bellt auch unsere Nachbarn an, hier interveniere ich aber auch gleich.

    Gestern hatten wir alle Nachbarn bei uns im Garten, da hat er sich ganz vorbildlich verhalten.

    Er ist halt anders als unser Labrador, welcher "Everybodys Darling" sein möchte (man stellt ihm bestimmt in der Siedlung mal ein Denkmal auf).

    Das ist auch ok so, würde er noch mehr aggressives Verhalten zeigen wäre es "too much".

    Von daher passt das schon so, wollte halt nur wissen ob der Beschützerinstikt schon angeboren wird.

  • Waschbär vielen Dank für die Info mit dem Pfefferspray, kannte bzw. kenne mich da (wie die Meisten) nicht so aus.

    Wie gesagt, meine Frau hat da ziemlich "Respekt" vor dieser Frau und es soll ihr eher Sicherheit geben.

    Die Gefahr ist ja auch, dass der Hund etwas abbekommt. Diese haben ja noch ein wesentlich feineres Näschen.

    Das mit dem Hundesport werden wir im Frühjahr wahrnehmen. Hatten wir eigentlich schon im Herbst vor aber haben da keinen Platz gefunden.

    Werden da auch unseren Labrador auch sicherlich dann auch noch trainieren.