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Von "TuT Nixen" und Hundehalter die schwer vom Begriff sind

  • Cuki
  • 25. Juli 2018 um 09:14
  • FlatHeart1256
    Gast
    • 23. Mai 2021 um 20:06
    • #1.216

    ich persönlich, ist aber nur meine Meinung finde alles was einem selbst Sicherheit gibt ist da richtig. Wenn das großräumiges ausweichen ist who cares, wenn das den Hund hinter einem ins Sitz bringen und Leckerli werfen ist who cares oder ob das Futtertreiben oder den Hund am Halsband, am Geschirr packen ist. Alles geht auf irgendeine Weise.

    Ich weiß, wenn ich Loki kurz halten kann er nicht zum anderen Hund hinkommen. Also habe ich die Sicherheit. Und wenn er randaliert na und

  • Micha369
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    27
    • 23. Mai 2021 um 20:23
    • #1.217

    es ist ja auch sicherlich nicht einfach.

    Ich müsste auch nochmal das gelernte festigen. Aber man denkt immer nicht dran, macht irgendeinen Quatsch anstatt mal so was gezielt zu wiederholen.

    Ich hab keine Ahnung, aber ich würde bei meinem Hund:

    Bällchen oder Lieblings-Triebsel zurechtlegen.

    Spritze zurechtlegen oder für ein kurzes aber kräftiges Donnerwetter bereit machen

    Mensch mit Hund anlaufen, dabei Leine schön fest ergreifen

    Frühzeitig erkennen, wenn der eigene Hund fixiert, steif wird.

    "Lass Das!" (Hund überhört / ignoriert es)

    "Lass Das!" + kurze aber energische Korrektur (Hund zeigt sich beeindruckt)

    Wegdrehen mit Hund und Spielzeug raus oder Futter

    Das Donnerwetter könnte sein: Energisch in den Nacken greifen und kurz schütteln.

    Wichtig ist, dass sein Verhalten rechtzeitig unterbrochen wird und er sich dann überreden lässt doch lieber mit mir, dem HH zu spielen.


    Ach, fast vergessen: am besten gleich noch ein zweites mal diese Situation üben.

  • HSH
    Beiträge
    951
    • 23. Mai 2021 um 21:48
    • #1.218
    Zitat von Ellionore

    ich persönlich, ist aber nur meine Meinung finde alles was einem selbst Sicherheit gibt ist da richtig.

    Wichtig ist das man authentisch ist, da die meisten Hunde ein sehr feines Gespür dafür haben wie die eigene Gemütslage ist. Wenn ich selbst Zweifel habe eine Situation zu meisten wird das in den meisten Fällen auch schief gehen. Ganz einfach weil ich dem Hund dann keine Führung geben kann, und er selbst mit der Führung (in den meisten Fällen jedenfalls ;) ) überfordert ist.

    Zitat von Micha369

    Bällchen oder Lieblings-Triebsel zurechtlegen.

    Und was machst du wenn ein Hund für solche Dinge grundsätzlich nicht empfänglich ist? :/

  • Micha369
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    • 23. Mai 2021 um 22:49
    • #1.219

    Na, als Halter eines 7 Monate alten Hundes wird man mit Sicherheit wissen, für was der Hund empfänglich ist. Es war ja ausdrücklich das Vorgehen beschrieben wie ich es mit meinem Hund machen würde. :)

    Ich denke mal, dass man auf jeden Fall viel mehr erreicht wenn man die negative Korrektur in der nächsten Sekunde in der der Hund sich beeindruckt zeigt und sein Starren bzw. Fixieren aussetzt, sofort positiv verstärkt, also meinetwegen auch nur verbal dolle feiern.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 24. Mai 2021 um 10:15
    • #1.220
    Zitat von Micha369

    Na, als Halter eines 7 Monate alten Hundes wird man mit Sicherheit wissen, für was der Hund empfänglich ist. Es war ja ausdrücklich das Vorgehen beschrieben wie ich es mit meinem Hund machen würde. :)

    Ich denke mal, dass man auf jeden Fall viel mehr erreicht wenn man die negative Korrektur in der nächsten Sekunde in der der Hund sich beeindruckt zeigt und sein Starren bzw. Fixieren aussetzt, sofort positiv verstärkt, also meinetwegen auch nur verbal dolle feiern.

    Das sind doch zwei paar Schuhe bzw. zwei vollkommen unterschiedliche Wege.

    Die einen sagen lass den Hund aus der Entfernung schauen und verringern dann langsam die Entfernung zu anderen Hunden.

    Kerngedanke ist wohl der, dass wenn der Hund sich schon aufregt, der Stress zu hoch ist etwas anzunehmen.

    Ich kann meinen nehmen wenn ich da das Fenster verpasse kann ich auch mit einem Rumsteak Samba tanzen das interessiert dann Null, ähnlich wenn der andere Hund fixiert oder pöbelt. Also brauche ich einen Plan B. Korrektur im eigentlichen gibt es dann nicht, weil wenn ich Loki vorbeischleife gibt es nur ein ruhig. Habe ich ihn kurz und er bleibt ruhig gibt es dann natürlich sofort eine Belohnung.

    Und klar bin ich da bei HSH ich muss authentisch sein, ich denke aber dass man für dieses Thema einfach viel Zeit und auch Glück braucht.

    Ich kann das mit meiner Elli 8 Jahre alt aus dem Tierheim mit ordentlicher Leinenaggro und Loki vergleichen. Bei Loki wird es langsam, wobei es auf den Hund ankommt. Elli war jeder Hund potenziell bedrohlich.

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 24. Mai 2021 um 10:47
    • #1.221

    Ich weiss, dass mein fast 7 Monate alter Hund in dem Moment für nichts empfänglich ist, was mir derzeit bekannt ist. Spielzeug lässt er aus dem Maul fallen und ich könnte es ihm ins Ohr stecken, das wäre ihm egal (bzw erschrickt vermutlich noch und schnappt nach hinten), da schaltet er komplett ab. Der Reiz des anderen Hundes ist da leider viel größer und zwar nicht, weil ich langweilig bin, sondern weil der andere Hund gruselig ist und er Schiss bekommt. Das gilt auch für Futter. Der andere Hund macht ihm einfach Angst. Das sieht man insbesondere auch dann, wenn ich ihm die 3m Leine lasse (weil das andere HuHa-Gespann vor uns und weg läuft in genügendem Abstand) und er voraus rennt und merkt, ich komme aber nicht nachgerannt, dann kommt er entsetzt wieder zurück, weil seine Rückendeckung nicht mehr bei ihm ist und dann geht’s von vorne los bzw er überlegt sich, ob er da noch mal hin will/muss und wuffelt dann irgendwie beklemmt und bedrückt nur noch neben mir nach vorne, zum Teil mit angelegten Ohren und unsicherer Körperspannung, erst da habe ich dann Einfluss und kann ihn umlenken in einen anderen Gedankenmodus. Das wäre ein Ansatz.

    Lasse ich Kontakt mit fremden Hunden zu (weil er sie nicht fressen will, sondern neugierig-interessiert-unterwürfig reagiert von Anfang an), pieselt er grundsätzlich unter sich, schon von Anfang an. Vor einiger Zeit sogar noch, wenn der Hund noch auf Distanz war (10 Meter), was mittlerweile zum Glück nicht mehr ist, bei Kontakt aber dennoch. Das machen kleinste Welpen, damit (souveräne) Althunde wissen/riechen: der Zwerg ist Baby, der ist keine Gefahr für mich oder mein Revier, da muss ich jetzt keine Ansage machen.

    Manchmal findet er Kinder unfassbar spannend und will da unbedingt(!) hin, da kann ich ihn aber easy ablenken, indem ich ihn auf mich aufmerksam mache durch ein spezielles Geräusch und ihn dann auf mich fokussiert in Interaktion mit mir ohne alles, nur durch mich, vorbei bekomme. Da bin ich interessanter als alles andere - aber da hat er auch keine Gefühle von Angst. Da ist es verdammt schwierig, zu ihm durch zu dringen. Was letztens super geklappt hat, aber das Setting habe ich im Feld nicht: links von mir war eine Mauer, am Gehweg eben. Da konnte ich ihn so sehr begrenzen, dass er neben mir laufen musste, nicht vor oder hinter mich konnte, weil umdrehen aufgrund der Begrenzung nicht ging und da ist er dann ganz toll und still geradeaus gelaufen, ohne aufstand zu machen. Natürlich war er unter Geschirr und Halsband eingehakt und ich hielt ihn da, konnte ich sehr schnell aber wieder loslassen. Im Feld stehen aber keine Mauern :D

    Und das ist bei Zwergi eben auch wieder dieses typische „die 0815-Vorgehensweisen die man nutzt und die auch ich kenne funktionieren bei dem einfach nicht“. Weil es eben nicht diese typischen 0815-Reaktionen sind, sondern weil das Gehirn aufgrund einer Fehlentwicklung/Verknüpfung so anders reagiert und funktioniert. Und da hoffe ich, dass die Trainerin Möglichkeiten und Ansätze hat. Denn es bringt nichts, ihn noch mehr zu verunsichern oder gar zu ängstigen, indem ich ihn auch noch anschreie/in die Seite Schubse etc (da ich solche harten Methoden anwenden müsste, vermute ich), da mir das die eigentlich sehr gute Bindung zwischen uns zerstört, was dann nicht nur solche Situationen völlig eskalieren lässt, sondern auch alle anderen Situationen, die wir dank dieser sicheren Bindung unter Kontrolle haben und in denen er sich führen lässt und sich immer wieder bei mir rückversichert und meiner Einschätzung dann auch völlig vertraut.

    Und seine Reaktionen, wohlgemerkt, sind ohne negative Erfahrungen entstanden, es gab keine einzige. Hunde waren immer toll, treffen für ihn immer positiv. Er war von Anfang an sehr unsicher (desto wichtiger waren ja positive Begegnungen) und ist es nun immer noch, mit dem Unterschied, dass Angriff die beste Verteidigung ist, obwohl er gar nicht selbst in einer tatsächlichen Bedrohungslage steckt. Eines der besten Beispiele ist der Löwenhund hier, mit dem er anfangs unfassbar gerne gespielt hat. Wenn er den nun von weitem sieht auch noch, aber bei 3m Abstand kippt auf einmal der Schalter und er will knurrend und bellend drauf los. Sind wir vorbei und er dreht sich um, wird wieder zum Löwenhund hingefiept, die Ohren angelegt, beschwichtigt und er erinnert sich, dass das sein einstiger Kumpel war, zu dem er nicht mehr kann, weil er im Angriffsmodus drauf los will.

  • Pinguetta
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    • 24. Mai 2021 um 10:58
    • #1.222

    @Azemba, bist du dir sicher, dass es Angst ist, was Aslan bei Begegnung mit anderen Hunden zeigt? Harras scheint für fremde Ohren sehr aggressiv zu bellen, wenn er andere Hunde sieht, egal ob an der Leine, im Auto oder sogar im Büro, wenn andere mit ihrem Hund vorbei gehen. Er tobt dann auch z. T. wie eine Furie, so dass andere an einer Begegnung mit ihm nicht interessiert sind. Aber was da so aggressiv klingt und aussieht, heißt nichts anderes als "da ist ein Hund, zu dem möchte ich hin, ich möchte ihn kennenlernen".

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 24. Mai 2021 um 11:21
    • #1.223

    Pinguetta man sieht ziemlich deutlich bei ihm diesen Wechsel in der gesamten Körpersprache (zb beim Löwenhund), wenn der Hund dann zu nah kommt. Wenn genug Abstand ist, der andere Hund ruhig und an ihm nicht interessiert ist, bekomme ich den sogar mucksmäuschenstill vorbeigeführt - ohne Bürste sogar, da ist er dann neugierig-unsicher-zurückhaltend.

    Als die Sache mit dem Labrador war, wo er 3m vorpreschen durfte und merkte, ich bin nicht mehr neben ihm, war die Rute ganz eng angelegt (noch nicht eingeklemmt) und das ist meistens der Fall (so weit ich in dem Moment nach hinten schauen kann auf seinen Bobbes, in der Regel lasse ich ihn ja nicht vorrennen bei den anderen Begegnungen). Wenn er Hunde (für mich grundlos) von Weitem (10+ Meter) verknurrt, steht er auch neben mir, beklemmende Haltung, sucht fast schon Deckung, indem er abrupt stehen bleibt, wenn er zu weit voraus und quasi an mir vorbei gelaufen ist, bis ich auf seiner Höhe bin, stellt die Bürste.

    Bei seinem best Buddy, den er von Tag 2 an kennt (unser Husky) gibt es das gar nicht. Da wird nur aus Vorfreude alles schrill zusammengeschrien, sobald wir im Eingang stehen, der wird aber nicht angeknurrt oder angebellt, die Rute bleibt auf normaler Höhe, keine Bürste.

    Letztens hat er mit einem dackelmädchen gespielt, gleichzeitig hatte er dabei oft die Bürste gestellt, ist ausgewichen, weggesprungen. Erst nach einer kurzen Weile hat sich das dann gelegt.

    Ich glaube nicht, dass es Aggression ist und ich bin sehr sicher, dass er dem Hund bei einer Begegnung nichts tun würde, würde der sich doch nähern, Zwergi würde wohl reissaus nehmen (oder versuchen) und irgendwo Schutz suchen. Wenn tutnixe auf uns zurennen und er merkt, die bleiben nicht stehen, geht er auch einen Schritt zurück, mit Bürste, aber hält den Schnabel. Wenn Hunde so stürmisch sind wie er, zeigt er eine eher beklemmte und zusammengestauchte Körperhaltung, legt die Ohren an, eher beschwichtigend.

    Ich brauche halt echt eine Trainerin, die sich das von außen mal anguckt. Vielleicht ist er ja doch aggressiv und ich deute das vööööööllig falsch :D Oder neugierig wie Harras und Knurren und urplötzlich auf Hunde drauf springen ist einfach nur seine Art hallo zu sagen. Nicht mal sarkastisch gemeint jetzt, das liest sich grade so, sondern vllt deute ich das ja wirklich falsch.

    Der Angsthund, mit dem ich vor vielen Jahren gassi ging, der war zb grundsätzlich sehr nervös, sehr wuselig, zögerliches bellen bei Begegnungen, aber Hunden durchaus zugeneigt und war der andere Hund ruhig, traute sie sich auch hin, wedelnd, aber sehr zurückhaltend, immer wieder Rückwärtsgang. Unser damaliger Schäfi, der wirklich alles Schreddern wollte in solchen Fällen, war tatsächlich aggressiv, der hatte eine große Körperhaltung, Rute raus, drohendes Fixieren, lautes Gebrüll NACH dem Knurren und keinen Mischmasch wie bei Zwergi etc. Dann gabs noch einen Rüden, bei dem die Sympathie entschied. Der ging neugierig und mit stark aufrechter Rute rein, war die Sympathie gut, entspannte sich der Körper und wenn nicht, gabs einen „drohangriffhüpfer“ mit Beller als Warnung und dann kam die Bürste, starre Körperhaltung blieb, wir gingen weiter. Der Husky ist grundsätzlich freundlich und entspannt, will manchmal aber unbedingt hin. Da wird auch mal gejaulbellt, Rute oben, wedelnd, ruhiger Körper.

    Hunde können so unterschiedlich sein, das meint man manchmal gar nicht (mehr), wenn man nur einen zuhause hat, auf dem der Fokus liegt :D

  • Verbena
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    • 24. Mai 2021 um 11:53
    • #1.224

    ich hatte mich ja in die vorsichtige Diagnose "Deprivationsschaden" ein bisschen eingelesen und die Hundehalter, deren Fellherzen von dieser Problematik betroffen sind, meiden möglichst Hundebegegnungen, die ihrem Hund Angst einflößen und suchen nur die Hundebegegnungen, die der betroffene Hund mit etwas Positivem verknüpft.

    Ich würde also auch nicht mit allen möglichen Trainingsmethoden rumprobieren, denn selbst jeder "normalentwickelte" Hund braucht eine auf seinen Charakter und sein Wesen abgestimmtes Training - eins für alle funktioniert meistens nicht.

    Aber bei einem Hund, der vermutlich bei Reizen, die ihn in Panik versetzen, weil er sie nicht mit Positivem verknüpft bekommt, ist es noch schwieriger, den passenden Weg zu finden.

    Es gibt viele Gründe, warum Hunde hin und wieder mal austicken. Bei Chia ist es definitiv Frust. Wenn sie was will und nicht darf, wird sie laut und motzig. Begegnet sie Hunden, zu denen sie dann auch hindarf, gibt es eine kurze Begrüssung und dann erlischt ihr Interesse an dem Kumpel meisten auch. Sie sucht keinen Streit, ist nicht angriffig gegen Menschen, aber sie will da hin. Jetzt! Sofort!

    Heute früh riss siemich mal wieder seit länger Zeit fast von den Füßen, weil ich meinen Nachbarn nicht gesehen hatte und der mir ein fröhliches "Moooin" zurief ... und Chia fand, dass wenn der uns schon ruft, sie da auch hindürfen sollte. Also startete der Topedo durch ... nur dass er an der Leine war, damit sie nicht immer in der gleichen Pfütze badet, bevor wir das Hoftor erreichen. Ich musste die Leine loslassen und mein Hund raste zu meinem Nachbarn und freute sich wie Bolle, dass er sie auch begrüsste ... ja, ganz blöd gelaufen. Aber ich weiß, dass ich "nur" an ihrer Frusttoleranz arbeiten muss und das ist leicht - im Vergleich zu dem, was Aslans Problematik sein könnte ... das ist nicht mit "normalem" Training zu lösen.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Micha369
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    • 24. Mai 2021 um 13:58
    • #1.225

    Aber hat der Kleine denn überhaupt diese "Deprivation" ?

    Das sollte man ja wohl erstmal eindeutig feststellen bzw. ausschließen, oder?

    Und ich meine 10 m Abstand sind extrem wenig. Wenn der Kleine so stark reagiert auf andere Vierbeiner dann versuch doch Ablenkungsmanöver zu starten wenn er noch nicht mit Fixieren angefangen hat. Also viel früher. Musst eben immer auf Deinen "Zwergi" gucken. Und wenn es nicht klappt, z.B. weil Fenster verpasst, dann wird er ja auch nicht gleich zu 100% reagieren bzw. ausflippen. Er startet mit Sicherheit ja erstmal mit Fixieren. Und dann muss gleich gegengearbeitet werden. Eben mit dem Abbruchsignal. Oder mach eine Kehrtwende und gehe erstmal weg und nähere Dich dann von neuem.

    Also vorausgesetzt der Hund ist nicht irgendwie krank (und das glaube ich nicht nachdem, was Du schreibst) dann wird es doch möglich sein mit dem Schäferhund Hundebegegnungen zu meistern.

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 24. Mai 2021 um 14:44
    • #1.226

    Vorhin waren es ungefähr 35-40m bei einem Chihuahua Micha und Zwergi ist durchgedreht (riesige Kreuzung, dreispurig, breite Straßen).

    „Ablenkungsmanöver“ klappen, bis er den Hund sieht, dann bekomme ich ihn bei einer gewissen Distanz nicht mehr „abgelenkt“. Darum geht es mir auch gar nicht, er kann den Hund hassen, lieben, Fürchten, er muss aber lernen, angemessen dran vorbei zu gehen. Und das geht auch, wenn eine gewisse Distanz nicht unterschritten wird. Dann ist er noch immer nervös etc, Aber springt nicht drauf los, bellt und knurrt nicht wie wild.

    Und er startet nicht mit fixieren, er sieht es und springt zeitgleich dann in die Richtung und knurrt oder bellt los.

    Das ist jedenfalls kein normales Verhalten.

    Wovor er absolut keine Angst hat sind zb Traktoren, da ist vorhin einer sehr schnell und mit vllt 2m an uns vorbei gebrettert, interessierte ihn überhaupt nicht und das Teil war riesig. Aber ein Chihuahua auf 40 Meter, der weit vor uns (anfangs waren das sicher über 60m Abstand) und dann auf gleicher Höhe läuft, keinen mucks macht, da wird er plötzlich nervös und stellt die Bürste und beginnt mit pöbelei, als wir nahe genug dran waren. Als wir vorbei waren und am Feld und die kamen von hinten (mit genügend Abstand), hat er dann nur noch geguckt und direkt wieder sein Ding gemacht. Als die uns „verfolgten“, blieb er stehen und schaute, aber ich konnte ihn zu mir rufen ohne Probleme. Manchmal verstehe ich das auch nicht, aber vielleicht war er nach all der Zeit sicher: okay, der hat mir die ganze Zeit nix getan, vermutlich will der mir generell nichts tun.

    Krank ist Zwergi nicht, aber das mit dem deprivationsschaden ist schon sehr wahrscheinlich. Davon geht die Welt aber auch nicht unter, es erfordert einfach mehr Rücksicht, mehr Training, längeres Training und vor allem ein Umdenken, da es mit diesem Hund eben nicht so klappt, wie mit anderen Hunden und das ist ja nicht erst seit drei Tagen so, sondern schon seit dem ersten Tag als er hier war. Damals dachte ich auch noch „okay, Schäferhunde sind ja eher aktive, wuselige, Arbeitsstunde, die haben andere Ansprüche und muss mir denen halt anders umgehen, denen muss man Ruhe beibringen“, aber es war sehr schnell klar, dass das nicht das ist, was vorliegt.

    Und ja, ich hab für diesen Hund vermutlich mehr Verständnis und Nachsicht als die meisten hier und erwarte deswegen nicht, dass er irgendwas können muss, weil er ja wie die anderen auch ein Schäferhund ist die das können oder sich „normal“ verhalten muss, wie die Hunde mancher anderer hier das tun und dass ich dafür dann auch wieder auf Unverständnis stoße, prallt mittlerweile an mir ab :D Zwergi war von Anfang an nicht „normal“, hat von Anfang an nicht so „funktioniert“ wie die anderen, ob man mir nun glaubt oder nicht. Ich kann nichts erzwingen, was nicht da ist und das ist auch nicht mein Ziel für diesen Hund. Er soll entspannt den Alltag bewältigen können und daran arbeiten wir seit Monaten.

  • Micha369
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    • 24. Mai 2021 um 14:50
    • #1.227

    Nun, das hört sich schon sehr speziell an. Aber warum macht er das? Das ist nicht schön. Hundetrainer kann funktionieren, muss aber nicht. Es gibt da ja auch solche und solche.

    Aber in einem Verein, die sich mit Schäferhunden auskennen sollte man Dir sicher helfen können.

  • FlatSnow1639
    Gast
    • 24. Mai 2021 um 15:02
    • #1.228

    Ich weiß nicht warum er das macht. Die Vermutung ist ja, dass er diesen Reiz „anderer Hund“ und wie man damit umgeht nie so lernen konnte, wie ein Hund das normalerweise lernt, der in den ersten 8 Lebenswochen normal aufwächst. Auch ist für Hunde mit deprivationsschaden bekannt, dass sie Lernerfahrungen nicht so umsetzen, wie Hunde, die das nicht haben und im schlimmsten falle - trifft auf Zwergi aber nicht zu - gar nicht umsetzen/verinnerlichen, was sie lernen sollen. Das ist auch kein Rasseproblem, da braucht es jemanden, der eine Weiterbildung für problematische Hunde hat (wie meine neue Trainerin) oder jemanden, der verhaltenstherapeutisch trainiert (habe ich hier noch nicht gefunden). Und da muss es dann halt einfach passen. :)

  • Verbena
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    • 24. Mai 2021 um 15:13
    • #1.229
    Zitat von Micha369

    Nun, das hört sich schon sehr speziell an. Aber warum macht er das? Das ist nicht schön. Hundetrainer kann funktionieren, muss aber nicht. Es gibt da ja auch solche und solche.

    Aber in einem Verein, die sich mit Schäferhunden auskennen sollte man Dir sicher helfen können.

    Micha, das glaube ich leider eher nicht, denn bei der Problematik brauchst Du einen Trainer/in, der/ die sich damit auskennt. Vielleicht sogar schon selbst einen Hund hatte/ trainierte, der diese Problematik hatte ... oder sich zumindest in irgendeiner Form damit oder mit Verhaltensforschung beschäftigt hat - à la Rütter, der Hundepsychologie studierte und sein Training ganz anders auf den Hund abstimmen kann, als ein "normaler" Hundetrainer, der nach einer bestimmten Trainingsweise arbeitet und da wenig flexibel ist, Wege zu gehen, die fernab seiner Methoden liegen.

    Damit werte ich niemandes Trainingsweise ab, aber ich denke halt wirklich, dass - um das jetzt mal ins Menschliche zu übertragen - die meisten Lehrer mit einem besonderen Schüler schneller überfordert sind, als eben mit einem, der weitgehend nach "Schema F" funktioniert ... und Aslan ist eben ein "besonderer" Hund.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

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    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Verbena
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    • 24. Mai 2021 um 15:15
    • #1.230
    Zitat von Azemba

    Ich weiß nicht warum er das macht. Die Vermutung ist ja, dass er diesen Reiz „anderer Hund“ und wie man damit umgeht nie so lernen konnte, wie ein Hund das normalerweise lernt, der in den ersten 8 Lebenswochen normal aufwächst. Auch ist für Hunde mit deprivationsschaden bekannt, dass sie Lernerfahrungen nicht so umsetzen, wie Hunde, die das nicht haben und im schlimmsten falle - trifft auf Zwergi aber nicht zu - gar nicht umsetzen/verinnerlichen, was sie lernen sollen. Das ist auch kein Rasseproblem, da braucht es jemanden, der eine Weiterbildung für problematische Hunde hat (wie meine neue Trainerin) oder jemanden, der verhaltenstherapeutisch trainiert (habe ich hier noch nicht gefunden). Und da muss es dann halt einfach passen. :)

    Du warst schneller ;)

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

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