Dokumentarische Bücher über Hunde

  • Dieser Ansatz von Fauser und Kainz ist ja auch der, der mich deshalb besonders interessierte-

    daher hatte ich mir die Bücher ja auch besorgt.

    Doch alle Fragen können sie auch nicht beantworten, und ich muß auch zugeben, daß ich nicht

    ohne Kommandos auskomme. Aber das finde ich auch nicht schlimm,so lange man weiß,wie man es

    einordnen sollte -nicht als Gehorsam, sondern Konditionierung.

    Und natürlich ist es das Wichtigste, vom Hund komplett anerkannt zu werden. Wenn das erreicht ist,

    ist wahrscheinlich alles ganz einfach.

  • Beide Bücher kommen in guten Rezensionen sehr schlecht weg.

    Hi Wolf,


    wie kannst Du wissen, ob eine Rezension gut ist, wenn Du das Buch nicht kennst, auf das sie sich bezieht? Hast ein Beispiel?

    Liebe Grüße

    Lupus


    P.s. Frohe Weihnachten euch allen:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Lieber Lupus,


    ich kenne beide Bücher und gute Rezensionen erkennt man an ihrer Länge und ihrer Fähigkeit zu differenzieren, meist sind das Bewertungen mit zwei oder drei Sternen.

  • Lieber Lupus,


    ich kenne beide Bücher und gute Rezensionen erkennt man an ihrer Länge und ihrer Fähigkeit zu differenzieren, meist sind das Bewertungen mit zwei oder drei Sternen.

    Hi,


    da interessiert mich deine Ansicht dann aber weit mehr als die irgendwelcher Rezensenten, von denen ich nicht mal weiß, ob sie überhaupt einen Hund haben, oder welche Motivation dahinter steht, eine Rezension zu schreiben.


    Ich hab mir, auf deinen Hinweis hin, mal die 1 und 2 Sterne-Bewertungen zu Kainz auf Amazon angeschaut.


    Was findet man dort? Zwei Fraktionen. Die eine, die sich fragt, wo beim Hund der Knopf ist, den sie drücken müssen, damit der Hund endlich funktioniert. Das sind oft auch diejenigen, die sagen, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen natürlich, dass ein Hund 2000 bis 3000 Wiederholungen braucht, bis der Automat Hund richtig justiert ist. (Mal im Ernst: Würden Hunde so viele Wiederholungen brauchen, um zu verstehen, was Sache ist, wären die so dämlich, dass sie bereits vor Jahrhunderttausenden ausgestorben wären.)

    Dieses (zutiefst angelsächsische) Denken gibts auch oft bei LehrerkollegInnen: Sie denken, dass die richtige Methode, das richtige Arbeitsblatt, die richtige Sozialform, Vergleichbarkeit, Transparenz, etc. gefunden werden muss, damit die SchülerInnen funktionieren. Vor der Klasse scheitern sie dann, trotz all der hippen Methoden. Und was bleibt dann, außer die Kinder zu konditionieren? Dann wird belohnt (über Noten oder über Smilies ins Heftchen kleben, oder darüber, dass man zu den Netten auch nett ist, zu den anderen nicht, etc.) oder es wird eben bestraft (wieder über Noten, mit Elterngesprächen, Liebesentzug, etc.). Gescheitert wird dann immer noch, aber die SchülerInnen funktionieren wenigstens halbwegs.

    Finde diese Parallelen total spannend und versuche, zu verstehen, warum dem so ist.


    Die zweite Fraktion schließt da an und erzählt was vom Stand der Wissenschaft (als Wissenschaftler weiß man den ja einzuordnen: In der Wissenschaft, wie der Name schon sagt, ist das, was heute "WIssen" ist, morgen längst überholt. Wer also diesen "Erkenntnissen" mehr vertraut, als seiner eigenen Wahrnehmung oder gar meint, diese könnten die Wahrnehmung ersetzen, wird scheitern müssen).


    Also sagen die Einen, dass Kainz nirgends sagt, wo dieser Knopf ist und die Anderen, dass es Punkte bei Kainz gibt, die nicht dem Stand der Forschung entsprechen. Nun, beide haben recht!

    Nur, das ist eben in meinen Augen vollkommen irrelevant.


    Wäre da eine Rezension, in der detaiiert beschrieben wird, dass man diesen Ansatz gelebt hat und doch gescheitert ist - das wäre in der Tat lesenswert.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hi,


    ein weiteres Buch, das ich empfehlen kann:


    John Badshaw: "Hundeverstand".


    Edit: Link (vergessen): https://www.hundebuchshop.com/…radshaw-Hundeverstand.htm


    Es ist ein am Stand der Forschung orientiertes Buch, in dem man viel lernt über Hunde, ihr Verhalten, ihre Abstammung, wie sie denken und fühlen. Man bekommt hier für sein Geld wirklich viele interessante Informationen, aus denen sich auch Erziehungsmöglichkeiten ableiten lassen.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hi,


    und noch eins, bitte nicht virtuell steinigen:


    Maya Nowak: "Abenteuer Vertrauen".

    Link: https://www.maike-maja-nowak.de/buecher


    youtube-Trailer:


    Ich weiß bis heute nicht, was ich von der "Rudelstellungstheorie" halten soll. Diesbezüglich werden hier u.a. Hundetypen besprochen und daraus Erziehungstipps abgeleitet.

    Spannend fand ich aber weniger diese Theorie als vielmehr den grundsätzlichen Ansatz von Nowak, der auch sehr viel Wert auf Intuition und Vertrauen legt.

    Man lernt hier einmal mehr, dass weniger oft mehr ist und dass wir eigentlich alle alles haben, um Hunde gut zu erziehen, dass dies nur manchmal überdeckt ist von allen möglichen Gedanken und Konzepten.

    Mal ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Wenn ich innerlich ruhe und mir ganz sicher bin, dass Gaius jetzt "brav bei Fuß geht" - dann tut er das auch. Und sowie ablenkende Gedanken auftauchen, wirkt sich dies auch sofort auf den Hund aus....


    Ein lesenswertes Buch, auch wenn es nicht so in die Tiefe geht wie zB Bradshaw.


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Wollte noch etwas zu dem von Cuki empfohlenen Buch "Teddy

    oder wie ich lernte, die Menschen zu verstehen "von Cid Jonas Gutenrath sagen.

    Ein wunderbares Buch,welches mich sehr beeindruckt hat !

    Der Autor,Polizist durch und durch und durch und durch sympathisch, erzählt eigentlich keine Hundegeschichten. Er erzählt aus der Sicht des Hundes, sein Leben als Polizist. Dabei schwingt zwischen den Zeilen ein solches Vertrauen und Verstehen zwischen ihm und Teddy mit, von dem die meisten Hundehalter nur träumen können. In "Teddy"war ich sofort verliebt. Ein prachtvolles Exemplar eines alt-

    deutschen Schäferhundes. Unserem Basko sehr ähnlich !

    Und, bei einem Interview mit dem Autor bricht er eine Lanze für den deutschen Schäferhund. Nichts gegen die Malis, sagt er, aber bei manchen eben nicht so freundlichen "Kunden "wirkt ein gestandener

    deutscher Schäferhund doch noch anders als der zierlichere Mali. Der zweite Platz ist nicht der

    des Schäferhundes ! (Da ja der Mali bei der Polizei in der ersten Reihe steht )

    Kurz, ein Buch,das ich jedem empfehlen kann und das mich tief berührt hat,

  • Nori , deine Ausführungen zu "Teddy oder wie lernte, die Menschen zu verstehen" hat mich neugierig gemacht. :) Ich habe mir das Buch bestellt. Wenn ich Glück habe, kommt es noch bis Diesntag, so dass ich es im Krankenhaus lesen kann.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Ja, liebe Pinguetta, und liebe Kimba 2001 Hasso, dann hoffe ich,daß es Euch auch so gefällt ! Die Geschichten sind eigentlich einfach erzählt.

    Wenn man sie gelesen hat, entsteht ein merkwürdiger Nacheffekt : Man denkt darüber nach. So war es bei

    mir und das ist es, was mich so beeindruckt hat. Das war die Berührung.

  • Ja, liebe Pinguetta, und liebe Kimba 2001 Hasso, dann hoffe ich,daß es Euch auch so gefällt ! Die Geschichten sind eigentlich einfach erzählt.

    Wenn man sie gelesen hat, entsteht ein merkwürdiger Nacheffekt : Man denkt darüber nach. So war es bei

    mir und das ist es, was mich so beeindruckt hat. Das war die Berührung.

    Bin aus dem Krankenhaus zurück und das Buch “Teddy...“ ist da. Habe gleich angefangen und bin schon am Heulen. Toller Schreibstil und sehr berührend.

    Danke euch für den Tipp:thumbsup:

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Cuki und Nori , ich habe "Teddy oder wie ich lernte, die Menschen zu verstehen" gestern komplett verschlungen.

    Der Cid Jonas Gutenrath hat eine tolle Art zu schreiben. Ich finde das Buch echt klasse und kann es zu 100% weiter empfehlen.

    Ich danke euch nochmal für den Tipp.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Nachdem mir “Teddy oder wie lernte die Menschen zu verstehen“ gelesen habe und mir der Schreibstil zusagte, habe ich mich mal informiert, was der Cid Jonas Gutenrath noch geschrieben hat. Zwei Bücher aus seiner Zeit beim Telefonnotruf 110 und ein Thriller, der wohl der Anfang zu einer Serie werden soll. Ich habe mir alle drei Bücher bestellt. Hat zwar nichts mit Hunden zu tun, aber der Vollständigkeitshalber wollte ich das mal erwähnen.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Nori , ich habe jetzt “110 Ein Bulle hört zu“ und “110 Ein Bulle bleibt“ dran“ ratz fatz durchgelesen. Schreibstil und Denkweise von dem Cid Jonas Gutenrath sind wie bei “Teddy oder wie ich lernte, die Menschen zu verstehen“.

    Alle drei Bücher habe ich verschlungen und kann sie sehr empfehlen. Und in den Büchern über den Notruf kommen auch ab und an Hunde vor.


    Nun lese ich den ersten Roman “Skorpione“ von ihm, ein Thriller. Stil ist ähnlich. Aber er springt sehr in verschiedenen Zeiten umher. Das macht es etwas anstrengend.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Liebe Pinguetta,


    lieben Dank für die Infos ! Das Buch über den Notruf hatte ich mir schon vorgemerkt.

    Einen Thriller werde ich aber nicht lesen, und zu viel Zeitensprünge gefallen mir auch nicht.

    Danke nochmal, ich hatte schon dran gedacht,daß Du Cid Jonas noch weiterliest.