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Tierschutzrelevant Ja oder Nein?

  • Kimmo
  • 14. November 2020 um 16:55
  • Kimmo
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    • 14. November 2020 um 16:55
    • #1

    Hallo @alle,

    wenn ich eine bestimmte Strecke laufe, komme ich immer an einem Schrebergarten vorbei, in der ein Schäferund im Zwinger gehalten wird.

    Seit einem Jahr habe ich dort noch nie jemanden gesehen.

    Ich vermute der Hund bekommt ein oder zwei mal am Tag was zu Fressen und ist dann immer alleine.....

    Ich finde das sehr grausam für den Hund aber ist das bereits Tierquälerei?

    Wer kennt sich aus mit den Gesetzen?

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Luna
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    • 14. November 2020 um 17:10
    • #2

    ruf beim zuständigen veterinäramt an (landratsa t dieser gemeinde), sag ihnen deine beobachtungen, am besten noch ein foto machen und das dann per email senden und evtl hundehalter. Strasse und gemeindeteil sind auch noch wichtig. Die kümmern sich, weil zwingeranlagen besondere bestimmungen haben.

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 14. November 2020 um 17:12
    • #3

    vorweg wirklich Ahnung habe ich nicht, aber mal wen anzurufen und darauf aufmerksam zu machen wird nicht Schaden. Es wird dann auf die Zwingergröße und so ankommen vermutlich. Dein Tierarzt könnte sich mit sowas auskennen. Wenn ich stutzig bin würde ich halt mal das Ordnungsamt oder die Polizei informieren.

  • PlainDust1429
    Gast
    • 14. November 2020 um 17:34
    • #4

    Abgesehen von der Beschaffenheit des Zwingers ist hier wahrscheinlich Paragraph 2 der Tierschutz Hundeverordnung relevant:

    § 2 Allgemeine Anforderungen an das Halten

    (1) Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen.
    (2) Wer mehrere Hunde auf demselben Grundstück hält, hat sie grundsätzlich in der Gruppe zu halten, sofern andere Rechtsvorschriften dem nicht entgegenstehen. Von der Gruppenhaltung kann abgesehen werden, wenn dies wegen der Art der Verwendung, dem Verhalten oder dem Gesundheitszustand des Hundes erforderlich ist. Nicht aneinander gewöhnte Hunde dürfen nur unter Aufsicht zusammengeführt werden.
    (3) Einem einzeln gehaltenen Hund ist täglich mehrmals die Möglichkeit zum länger dauernden Umgang mit Betreuungspersonen zu gewähren, um das Gemeinschaftsbedürfnis des Hundes zu befriedigen.
    (4) Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Satz 1 gilt nicht, wenn die Trennung nach tierärztlichem Urteil zum Schutz des Muttertieres oder des Welpen vor Schmerzen, Leiden oder Schäden erforderlich ist. Ist nach Satz 2 eine vorzeitige Trennung mehrerer Welpen vom Muttertier erforderlich, sollen diese bis zu einem Alter von acht Wochen nicht voneinander getrennt werden."(https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html)

    Den Hund dort so zu halten, wie du es vermutest, wäre also durchaus tierschutzrelevant.

    Was geht nur in den Menschen vor- jedes Kind weiß, dass ein Hund ein Rudeltier ist. Das arme Wesen!

    Ich würde es auf jeden Fall melden!

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 14. November 2020 um 17:48
    • #5

    naja dieser Hund könnte auch gefährlich sein und deshalb im Zwinger sein. Manche Menschen leben auch unerlaubterweise in ihrem Gartenhäuschen. Also ob der da wirklich nur alleine hockt müsste man herausfinden und dazu muss jemand auf das Grundstück. Und bei aller Tierliebe mir zu heikel, zur Not lieber etwas wie Ruhestörung kreieren und die Polizei hinschicken.

  • PlainDust1429
    Gast
    • 14. November 2020 um 18:03
    • #6

    In der Tat wird es schwer zu beweisen sein, dass der Hund den ganzen Tag oder auch überwiegend ein einsames Dasein fristet. Dazu müsste man sich auf die Lauer legen und Beweise sammeln. Evtl. kann der örtliche Tierschutzverein befragt werden- evtl. nehmen die sich dem Hund an.

  • Kimmo
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    • 14. November 2020 um 18:27
    • #7

    Ich bin 1.90m und habe bereits mehrfach über den Zaun geschaut, da lebt definitiv niemand.

    Ich müsste also auch mal mittags, nachmittags und abends dort vorbei schauen, bevor ich das OA einschalte.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Luna
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    • 14. November 2020 um 19:18
    • #8

    Du bittest das zuständige Vetamt um zeitnahe Kontrolle, da dieser Hund ständig im Zwinger untergebracht ist und Du noch nie einen Menschen bei ihm gesehen hast und Du dir um diesen Hund große Sorgen machst. Du darfst dieses Grundstück nicht betreten, das wäre Hausfriedensbruch. Aber Du solltest von außen ein Foto von diesem Hund machen, auf dem diese Umstände erkennbar sind und es dem Vetamt schicken. Das Ordnungsamt ist nur für ständige Bellereien und Ruhestörungen zuständig, aber wenn es ums Tierwohl geht, dann das Vetamt.

  • Waschbär
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    • 14. November 2020 um 23:38
    • #9
    Zitat von Kimmo

    Ich bin 1.90m und habe bereits mehrfach über den Zaun geschaut, da lebt definitiv niemand.

    Ich müsste also auch mal mittags, nachmittags und abends dort vorbei schauen, bevor ich das OA einschalte.

    Selbst wenn Du mehrmals am Tag dort niemanden siehst bedeutet das nicht dass sich der Hundehalter nicht zu anderen Zeiten um seinen Hund kümmert. Theoretisch könnte der Hundehalter seinen Hund sehr früh Morgens dort in den Zwinger tun und sehr spät Abends wieder abholen. Und den Hund Nachts zu Hause haben. Oder er kümmert sich sehr früh morgens um den Hund und dann wieder Abends. Oder halt zu anderen Zeiten als denen zu denen Du dort vorbei gehst.

  • Kimmo
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    • 15. November 2020 um 06:20
    • #10

    Deshalb habe ich auch bisher nichts unternommen.....der Bursche tut mir halt sehr Leid.

    Ich werde mal nach Tierschützern schauen, die sind eventuell Interessiert und können sehr hartnäckig sein.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Luna
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    • 15. November 2020 um 08:10
    • #11

    du kannst deine anzeige anonym beim vetamt mitteilen. Brauchst nur anrufen. Die schauen dann nach.

  • Waschbär
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    • 15. November 2020 um 10:09
    • #12
    Zitat von Mona

    du kannst deine anzeige anonym beim vetamt mitteilen. Brauchst nur anrufen. Die schauen dann nach.

    Das hängt ganz von der diesbezüglichen Dienstanweisung des jeweiligen VetAmts ab. Im übrigen kann man, wenn man wirklich denkt ein Tier wird nicht tiergerecht gehalten, der Behörde gegenüber auch zu seiner Meinung stehen. Wenn man nicht mal den Hintern in der Hose hat, sollte man seinen Mund halten. Dann kann der Ernst der Lage ja nicht so dramatisch sein.

  • Waschbär
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    • 15. November 2020 um 10:25
    • #13
    Zitat von Kimmo

    Deshalb habe ich auch bisher nichts unternommen.....der Bursche tut mir halt sehr Leid.

    Ich werde mal nach Tierschützern schauen, die sind eventuell Interessiert und können sehr hartnäckig sein.

    Jupp, die sind teilweise regelrechte Stalker... Letztendlich dürfen die aber das Grundstück nicht betreten und nicht videoüberwachen etc. Machen sie manchmal trotzdem, dadurch werden sie aber auch nicht sympathischer...

    Ich würde mich an Deiner Stelle erst einmal näher über den Hund und dessen Halter erkundigen. In Schrebergärten gibt es i.d.R. relativ strenge Satzungen bezüglich Tierhaltung. Such doch erst einmal das Gespräch mit den Gartennachbarn und jemandem vom Vorstand und erkundige Dich über die Haltungsbedingungen des Hundes. Geh mal regelmäßig zu ganz anderen Zeiten dort lang, vielleicht triffst Du dann auch den Halter. Und wenn Dein momentaner Eindruck bleibt, dann schalte das VetAmt ein, aber nicht irgendwelche "autonomen Tierschützer", die sich durch Nacht- und Nebelaktionen nur profilieren wollen.

    Manchmal ergibt es sich bei der Recherche auch dass man erkennt dass ein Hundehalter in Not geraten ist. Krankheit, Tod des Lebensgefährten (der sich bisher hauptsächlich um den Hund gekümmert hat) etc... Möglicherweise kann man dann mit etwas Hilfe (z.B. in Bezug auf die Haltung des Hundes bzw. dessen Vermittlung) dem Hund und auch dem Halter helfen ohne dass ein Einschreiten der Behörden notwendig wird.

  • Kimmo
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    • 15. November 2020 um 10:34
    • #14

    Das ist kein Kleingartenverein oder ähnliches und in Not gekommen glaube ich auch nicht, weil ich bereits ein Jahr dort langlaufe.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • Verbena
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    • 15. November 2020 um 10:54
    • #15

    Ich finde es vom Grundsatz her schon fragwürdig, wenn ein Hund mehr oder minder ausschließlich im Zwinger gehalten wird. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das auch von den Behördern durchaus toleriert wird. In der abgelegenen Straße, in der ich früher wohnte, stand außer unserem Haus nur noch die Anlage des Kleintierzuchtvereins und da lebte jahrelang ein Deutscher Schäferhund als Schutz vor Einbrechern. Er lief auf der Anlage zwar frei, aber im Sommer war sein Wasserschälchen oft leer und irgendwie wurde es dann auch oft nicht aufgefüllt, obwohl die Leute dort sich ja auch um ihre Kaninchen und das Geflügel kümmerten und die Tiere mit Wasser versorgte. Ich habe da dann auch öfter mal beim Vorstand angerufen, damit jemand dem Hund Wasser gibt.

    Als der Schäferhund dann in die Jahre kam und anfing, deutlich zu lahmen, respektive nur noch schwer alleine hochkam, hat eine Bekannte meiner Mutter den Vorstand gebeten, ihr den Hund zu überlassen, weil es offenbar kein Kleintierzüchter wichtig fand, den Hund mal einem Tierarzt vorzustellen. Die waren aber wohl froh, den alten Hund abgeben zu können und bei der Bekannten hatte er auch noch eine schöne Zeit ... das Traurige daran ist, dass dann halt wieder ein neuer Schäferhund in den Kleintierzuchtverein einzog und sich auch nichts an seiner Haltung änderte.

    Trotzdem reagiere ich auch ein bisschen allergisch auf die Gutmenschen aus den Tierschutzvereinen oder die Amtsveterinäre, deren Vorstellung von artgerechter Tierhaltung oft recht krude ist und ich würde vermutlich auch schon darum nie auf die Idee kommen, die einzuschalten. Eher würde ich vermutlich versuchen rauszufinden, wem der Hund gehört und direkt mit dem Besitzer sprechen.

    Liebe Grüsse von der Kräuterbine mit den Langhaarmädels Verbena und Chia und Elysia (11.05.2021 - 07.09.2021) für immer im Herzen

    Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    (Antoine de Saint-Exupéry)

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