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  1. Das Schäferhund Forum
  2. Ausbildung & Erziehung
  3. Verhalten & Erziehung

Ab wann ist ein Hund ein Balljunkie?

  • Kimmo
  • 7. Februar 2021 um 10:05
  • Kimmo
    Beiträge
    1.585
    Bilder
    6
    • 12. Februar 2021 um 18:22
    • #46

    Frank meint Ball werfen, ich meine Nasenarbeit....ein dritter meint wieder was anderes....jeder soll seinen Weg finden.....und meiner bleibt, KEIN Balljunkie.

    Wie bestätigt eigentlich ein Schäfer seinen Hund,?

    Wie lange arbeitet der von Bestätigung bis zur nächsten Bestätigung?

    Oder arbeitet er weil er Spaß daran hat und braucht nicht andauernt Bestätigungen?

    Fragen über Fragen, vielleicht weiß das ja jemand oder ich frage TanteGoogle

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. Februar 2021 um 19:08
    • #47

    Naja welcher Schäfer? In Schottland und der Grenzregion wo der Border herkommt ist viel mehr Platz, der Hund muss viel mehr machen. Beim Australian Sheperd das selbe. Und dann die klimatischen Verhältnisse. In Schottland ist Winter denke ich auch wirklich Winter. Da stehen die Tiere im Stall. In Deutschland wird etwas anderes gebraucht, deshalb sind die Arbeitsrassen doch auch so Grund verschieden. Schon zwischen dsh und den altdeutscheuschen Hütehunden sind riesige Unterschiede

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 12. Februar 2021 um 19:50
    • #48
    Zitat von Kimmo

    Wie bestätigt eigentlich ein Schäfer seinen Hund,?

    Wie lange arbeitet der von Bestätigung bis zur nächsten Bestätigung?

    Oder arbeitet er weil er Spaß daran hat und braucht nicht andauernt Bestätigungen?

    Unsere Hunde mußten beim Kühetreiben nicht andauernd bestättigt werden. Wenn sie das Kommando bekamen die Kühe zu holen, war es für die Hunde schon eine Freude. Wenn die Hunde mal zu schnell trieben und man rief sie zurück, dann bekamen sie natürlich auch Lob, daß sie gekommen sind.

    VG
    Klaus und die Bea

  • Kimmo
    Beiträge
    1.585
    Bilder
    6
    • 12. Februar 2021 um 20:08
    • #49

    Ahhh Ok, bei richtiger Arbeit an der Herde braucht ein Hund kein Objekt, Interessant!

    Ich verstehe es noch nicht richtig, wieso muss ein Hund beim Hundesport auf ein Objekt verrückt gemacht werden und der Schäfer braucht kein Objekt?

    Wenn dem Hund der Sport so viel Spass macht, warum macht er es dann nicht einfach, ähnlich dem Hund an der Herde?

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 12. Februar 2021 um 20:34
    • #50

    Das Tier ist bestimmt das Objekt Kimmo

  • Frank
    Beiträge
    13
    • 13. Februar 2021 um 07:00
    • #51
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Kimmo

    Wie bestätigt eigentlich ein Schäfer seinen Hund,?

    Wie lange arbeitet der von Bestätigung bis zur nächsten Bestätigung?

    Oder arbeitet er weil er Spaß daran hat und braucht nicht andauernt Bestätigungen?

    Unsere Hunde mußten beim Kühetreiben nicht andauernd bestättigt werden. Wenn sie das Kommando bekamen die Kühe zu holen, war es für die Hunde schon eine Freude. Wenn die Hunde mal zu schnell trieben und man rief sie zurück, dann bekamen sie natürlich auch Lob, daß sie gekommen sind.

    Es ist richtig, das der Border in Elionores Beispiel abschaltbar sein sollte. Man sagt "Schluß" und dann ist Schluss. Der Border lebt aber nun mal dort wo er lebt und der Mann versucht, das Beste draus zu machen. Niemand ist freiwillig blöd.

    Wie bestätigt nun der Schäfer seinen Hund? Ganz einfach. Als erstes hat jeder Schäfer (...) einen Fluss hinter der Scheune oder es hängt die Flinte in der Scheune. Hunde, die auf dem Land Schwierigkeiten machten, wurden nicht alt. Einige gute Hunde gingen zu den Behörden oder an die Grenze. Der Rest erlitt halt einen Autounfall, epileptische Anfälle und der Tierarzt sah nur eine Lösung oder der Hund lief fort, hm. Ist heute noch so. Oder der Große Schweizer Sennenhund endete im Kochtopf.

    In Holland arbeitet man sehr hart mit den Hunden. Sie sind deshalb als Selektionsergebnis über der Prüfungen intrinsisch motiviert zu arbeiten. In Frankreich geht man mit Hunden, die sich dauernd streiten, zusammen ins Vereinsheim und siehe da, die Tiere liegen ruhig nebeneinander. Bei der DDR-Polizei saßen 25 Hunde ohne Streit miteinander auf der Ladefläche des Lkw. Heute dagegen sind die meisten Diensthunde der Polizei eine Belastung für die Hundeführer im Einsatz, beispielsweise beim Fußball und der Begleitung der Fans.

    In Holland, in Belgien und Frankreich gibt es Hunde, die nie eine Prüfung machen können, da sie von allem zu viel haben. Die braucht man aber für die Zucht. Kommt nun so ein Herder aus dem KNPV hierher nach Deutschland und macht ernsthafte Schwierigkeiten, braucht man ihn eigentlich nicht reparieren, denn irgendjemand muss den Hund danach haben wollen und führen - können. Die Behörden wollen solche Hunde oft nicht. Die alten Hundeführer, die den Umgang mit der Schippe können, sterben aus. Für den Nachwuchs sind härtere "sture" Hunde häufig schon mental zuviel. Manche Hunde haben das Glück, auf einen Menschen zu treffen, der sie versteht und dem sie hier folgen wollen. Andere eben nicht.

    Hier im Board gab es einen Artikel über Wertmessziffern und 4-er, 5-er Hunde. 5-er Hunde sind das Ideal. In sich ruhend, arbeitsbereit und -willig, hart im nehmen, aber auch im austeilen - je nach Rasse. Der Schäfer teilt auch aus, der Labbi ist nur hart. So ein Hund muss den Hundeführer aber auch ausreichend ernst nehmen, dass auch die exzessiven Inselbegabungen durch den Hundeführer kontrolliert werden können.

    Die Gesellschaft hat sich so verändert und von der Clickerfraktion vor sich hertreiben lassen, dass die Leute mit solchen Hunden Schwierigkeiten haben. Deshalb vermehren sich zunehmend die 3-er oder 7-er Hunde. Sehr viel Furcht mit ggf. Restschärfe, wenn er in der Ecke steht oder Phlegma, dass er zu lahm ist, wegzulaufen.

    Dieses Verhalten wird oft in jahrelanger "Ausbildung" verstärkend trainiert bzw. modifiziert.

    Der Mann mit dem Border im obigen Beispiel war wenigstens so klug, sich einen Hund in einer altersgerechten Gewichtsklasse zu kaufen. Dann sieht er sehr wohl das Problem der Auslastung und beginnt nach seinen Vorstellung davon mit der Umsetzung. Das verdient Anerkennung und Respekt!

    Das Hauptproblem meiner Meinung nach ist, dass es in der öffentlichen (Hundeschul-) Meinung verpönt ist, dem Hund bei Bedarf die Ohren langzuziehen. Man setzt sich damit in das gesellschaftliche aus. Die Beschränkungstheorien etc. haben als Gegenstand der Betrachtung immer weiche, furchttendierte Hund, die einfach unsortiert sind - da sie nie reglementiert wurden und die Leute das auf Grund der öffentlichen Meinung auch für falsch hielten - und nun dankbar für einen Rahmen sind. Für alle anderen Hunde gibt es die Kategorien überzüchtet, Balljunkie - also verrückt. Es wird übersehen, dass 500 PS-Autos einfach andere Bremsanlagen benötigen als der 1-er Golf.

    Nun wird der Einwand kommen, dass auch diese 500 PS - Hunde mit "fehlerfreiem" lernen und "triebfreier" Ausbildung zwangarm erzogen und ausgebildet werden können. Das stimmt. Das sind die Profis. Es ist aber bei uns verpönt, mittels Berührungen dem Hund beispielsweise "Sitz" beizubringen und Futter halt wegzulassen. "Aus" ist in meiner Welt nicht verhandelbar und ob der Hund die Ohren anlegt, ist mir gleich - eigentlich ist das gut und wünschenswert. Es bedeutet, ich füge mich.

    Im Menschenleben muss ich mich auch fügen. Warum? Weil nicht alle Menschen Kommunikationsprofis sind. Der Profi führt mich mit Worten und der einfache Nachbarsjunge sagt: "Sagst Du das nochmal, schmeiß ich dich von der Rüstung!" Das war die friedliche Variante. Und sie funktioniert.

    Deshalb sollte man zulassen, dass jeder seinen Hund so führt und führen darf, dass er mit ihm zurecht kommt, der Hund ihm, seiner Familie und der Umwelt keine zusätzliche Belastung und Plage ist und der Hund in der Öffentlichkeit und auf Reisen ein immer ein gern gesehener Gast ist. Das Ergebnis wären durch ausmendeln 5-er Hunde.


    PS: Ich möchte mich hier in keinen Streit einarbeiten. Ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch ist eine feine Sache. Für den Mann mit dem Border hätte ich einen Vorschlag, wenn man ihn trifft: "Ich sehe, sie haben einen feinen Hund. Der hat viel Spaß am Ballspielen. Ich habe einen Vorschlag für Sie, wie es ihrem Hund noch mehr Spaß machen würde. Wollen Sie ihn hören?" Die meisten Menschen sagen "ja" und sind dankbar.

  • Frank
    Beiträge
    13
    • 13. Februar 2021 um 07:13
    • #52

    Schaut mal hier: Der obige Link enthält ein sehr schönes Foto.

    https://s3fs.bestfriends.org/inline_images/…ll-dog-2048.jpg

    https://bestfriends.org/stories-blog-v…aving-fun-balls

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 13. Februar 2021 um 07:26
    • #53
    Zitat von Frank

    Es ist aber bei uns verpönt, mittels Berührungen dem Hund beispielsweise "Sitz" beizubringen und Futter halt wegzulassen.

    Nun bin ich aber doch neugierig, wer mit "bei uns" gemeint ist.

    Der KNPV?

    Zitat von Frank

    Aus" ist in meiner Welt nicht verhandelbar und ob der Hund die Ohren anlegt, ist mir gleich - eigentlich ist das gut und wünschenswert. Es bedeutet, ich füge mich.

    Tja, und auf den Prüfungen wird eine freudige Arbeit verlangt, keine unterwürfige Arbeit.

    Mit einem unterwürfigen Hund in geduckter Haltung mit angelegten Ohren braucht man auf einer Prüfung gar nicht erst antreten.

    VG
    Klaus und die Bea

    Einmal editiert, zuletzt von ostholstein (13. Februar 2021 um 07:40)

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 13. Februar 2021 um 07:39
    • #54
    Zitat von Kimmo

    Ahhh Ok, bei richtiger Arbeit an der Herde braucht ein Hund kein Objekt, Interessant!

    Ich verstehe es noch nicht richtig, wieso muss ein Hund beim Hundesport auf ein Objekt verrückt gemacht werden und der Schäfer braucht kein Objekt?

    Du hast es immer noch nicht verstanden. Im Hundesport werden keine Hunde verrückt gemacht.

    Die Hunde sind voll ansprechbar und nehmen Kommandos an und führen die Kommandos auch aus.

    Im Hundesport müßen die Hunde mitdenken und haben nicht nur den Ball im Kopf.

    Beim Schäfer sind die Schafe das Objekt, die der Hund gerne treibt.

    Die Unterordnung im Hundesport macht man mit einem Motivationsobjekt dem Hund schmackhaft.

    VG
    Klaus und die Bea

  • FlatHeart1256
    Gast
    • 13. Februar 2021 um 09:26
    • #55

    Sorry aber ich stehe bei diesen Zahlen auf dem Schlauch. Ich kenne links und rechtslastige Hunde als Begriff. Zum Rest was den Fluss oder Kochtopf angeht das sind Dinge die für mich zurecht inakzeptabel sind. Ich bin kein Watte Werfer aber Hunde töten ohne das diese jemanden schwer verletzt haben geht in meiner Welt gar nicht. Und selbst dann sollte man den Hunden wenn möglich noch eine Chance geben.

    Vieles hier bestätigt mich aber darin mir als nächsten Hund weder einen Herder noch Mali zu holen.

  • Frank
    Beiträge
    13
    • 13. Februar 2021 um 09:30
    • #56

    @ Ellionore,

    da sind wir einer Meinung.

    Nur die Vergangenheit war so, grob verallgemeinert. Da muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende (Bei den smileys fehlt die Winkehand)

    Zu 5-er Hunde: Wesensveranlagung links,-und rechtsstehend

    Einmal editiert, zuletzt von Frank (13. Februar 2021 um 09:39) aus folgendem Grund: Link ergänzt

  • Frank
    Beiträge
    13
    • 13. Februar 2021 um 09:32
    • #57
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Frank

    Es ist aber bei uns verpönt, mittels Berührungen dem Hund beispielsweise "Sitz" beizubringen und Futter halt wegzulassen.

    Nun bin ich aber doch neugierig, wer mit "bei uns" gemeint ist.

    Der KNPV?

    Zitat von Frank

    Aus" ist in meiner Welt nicht verhandelbar und ob der Hund die Ohren anlegt, ist mir gleich - eigentlich ist das gut und wünschenswert. Es bedeutet, ich füge mich.

    Tja, und auf den Prüfungen wird eine freudige Arbeit verlangt, keine unterwürfige Arbeit.

    Mit einem unterwürfigen Hund in geduckter Haltung mit angelegten Ohren braucht man auf einer Prüfung gar nicht erst antreten.

    Alles anzeigen

    Ich finde den KNPV, seine Prüfungsordnung und seine Hunde gut. "Bei uns" ist unsere durchschnittliche Gesellschaft.

    Ansonsten muss jeder für sich selbst entscheiden, was er mitmachen will und was nicht. Mir ist IPO gleichgültig.

  • Frank
    Beiträge
    13
    • 13. Februar 2021 um 09:37
    • #58
    Zitat von ostholstein
    Zitat von Kimmo

    Ahhh Ok, bei richtiger Arbeit an der Herde braucht ein Hund kein Objekt, Interessant!

    Ich verstehe es noch nicht richtig, wieso muss ein Hund beim Hundesport auf ein Objekt verrückt gemacht werden und der Schäfer braucht kein Objekt?

    Du hast es immer noch nicht verstanden. Im Hundesport werden keine Hunde verrückt gemacht.

    Die Hunde sind voll ansprechbar und nehmen Kommandos an und führen die Kommandos auch aus.

    Im Hundesport müßen die Hunde mitdenken und haben nicht nur den Ball im Kopf.

    Hier widerspreche ich Dir mal und reiche die Begründung nach.

  • Kimmo
    Beiträge
    1.585
    Bilder
    6
    • 13. Februar 2021 um 10:39
    • #59

    ostholstein, du bist doch so ein toller Kerl, der sogar mit dem Mali ohne Leine durch die Fussgängerzone läuft, egal ob andere Menschen Angst haben......lass doch einfach mal dein Objekt weg und trainiere einige Monate komplett ohne, nur du und der Hund und dann erzähle uns wie toll dein Mali noch im Gehorsam steht, ist ja dein Lieblingswort.

    ICH akzeptiere NUR.....wenn weg, dann weg (das Objekt der Begierde)....alles darüber hinaus kommt bei mir nicht in Frage.

    Und ich hatte 2 Hunde mit starken Trieb....

    Wie scheinheilig ist das eigentlich, in der IPG Prüfung darf kein Ojekt benutzt werden aber im Tarining schon, ansonsten würde kein Hund ne Prüfung bestehen, jeder weiß das der Hund nur gut ist, weil er verückt nach einen Gegenstand ist aber bei der Prüfung ist es nicht Erlaubt, wie lächerlich.

    Ist so ähnlich zu sagen, Sportler dürfen/müssen Doping zu sich nehmen um Spitzenleistungen zu erreichen, jeder weiß es ABER beim Wettkampf bitte nicht.

    Lex von den zwei Steinen, geb. Juli 2019

    Lika von der Tötungsstation, wieder geb. Nov. 2023

  • ostholstein
    Beiträge
    1.556
    • 13. Februar 2021 um 16:04
    • #60
    Zitat von Kimmo

    Wie scheinheilig ist das eigentlich, in der IPG Prüfung darf kein Ojekt benutzt werden aber im Tarining schon, ansonsten würde kein Hund ne Prüfung bestehen, jeder weiß das der Hund nur gut ist, weil er verückt nach einen Gegenstand ist aber bei der Prüfung ist es nicht Erlaubt, wie lächerlich.

    So ist es aber nun mal, laut Prüfungsordnung wird eine freudige Arbeit verlangt.

    Und diese Scheinheiligkeit finde ich tausendmal besser, als wenn der Hund zum Erfolg geprügelt wird, so wie es früher mal gemacht wurde. Früher hat kein Leistungsrichter darauf geachtet, ob der Hund in unterwürfiger Haltung mit angelegten Ohren oder in freudiger Haltung neben seinem Hundeführer lief.

    VG
    Klaus und die Bea

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