Was und wieviel darf ich meinem Welpen/ Junghund zumuten?

  • Ihr Lieben,


    wir hatten ja schon fleissig darüber dieskutiert, obund wenn ja, wie häufig ein Welpe Treppen steigen darf.


    Ich war ja auch immer von der sehr vorsichtigen Fraktion und schleppte meine Welpen die Treppen hoch und runter. Wobei wir auch nur eine Treppe haben und die ist eben auch offen und meine Angst war auch, dass ein Welpe auf dem glatten Holz ausrutscht und dann auf der offnen Seite durchflutscht und dann auf den Betonboden fällt.


    Aber ich hatte gerade mit der Bommeline dadurch auch mal das Problem, dass sie eine Mini-Metalltreppe mit drei Stufen nicht hochlaufen wollte, weil sie das nicht kannte ... und ich war beladen wie ein Packelsel und hatte keinen Arm für den Hund frei - ein netter Mensch hat mir dann den Hund abgenommen (der war damals noch leichter, als meine 1000 Tüten - 6 Monate später hätte er wohl lieber die Tüten getragen 8o )


    Dann sah ich auch gestern wieder den Welpentrainer, der der Bordeauxdogge Charlie das Treppensteigen zeigte, weil er meinte, dass niemand diesen Hund mehr hochtragen will, wenn er erst mal 60 kg wiegt.


    Ich scheine also meine Hunde immer verweichlicht zu haben. Chia war auch schon 9 Monate alt, als ie die ersten Treppen steigen durfte ... und da habe ich sie dann wieder runtergetragen (und sie wog da auch schon über 20 kg).


    Bei den Leowelpen habe ich mich auch immer an die 5 Minuiten pro Lebensmonat-Laufregel gehalten. Bei Chia war das Wachstum aber nicht so extrem, wie bei den Leos und darum habe ich sie mit 5 Monaten auch auf die 3-Kilometer Gassirunde mitgenommen und einfach viele Pausen eingebaut, sodass wir dann am Ende auch fast 1,5 Stunden unterwegs waren - doppelt so lange, als normalerweise.


    Ich habe Chia ungern mit erwachsenen Hunden spielen lassen, die deutlich schwerer waren, als sie. Bene hatte zum Glück wenig Interesse an der Welpin und fand sie als Spielkameradin eher ungeeignet. Wir hatten aber das Glück, dass eine Bekannte eine zwei Monate ältere Schäferhündin hatte, mit der wir dann öfter zusammen laufen gingen ... aber die Runden waren auch immer auf die Welpen/ Junghunde angepasst und wenn einer der Hundebabys doch müde wurde, gab es auch immer genügend Leute, die sich fast darum stritten, wer den Welpen ein Stück tragen darf.


    Nun las ich aber bei Prada, dass ihre Hündin viel mehr läuft - unter anderem 11 Kilometer durch den Schnee - und ich frage mich dann, ob ich das Weichei bin, meine Hunde viel zu schonend aufgezogen wurden oder wie ihr das macht, wenn ihr Welpen oder Junghunde unter einem Jahr habt.


    Wieviel mutet ihr ihnen zu?

  • In der aktuellen Partner Hund ist ein Artikel

    " Früh übt sich, wer ein Sportler werden soll, das aber in Maßen"

    Darin steht, Welpen sollen und können Treppen rauf und runter steigen. Nur halt nicht ständig!

    Der komplette Artikel ist echt interessant.


    Unsere Hunde durften immer schon Treppen laufen, auch mit dem jeweils älteren Hund toben.

    Wir haben halt drauf geachtet, das sie genug Ruhe Phasen hatten

  • Unsere Welpen haben das auch von Anfang an gelernt. Anfangs noch Stufe für Stufe mit Leckerchen - denn fast alle fanden das total gruselig - und irgendwann auch mal am Stück. Am Stück hieß dann aber halt, dass sie die 6 Treppen ins Haus/auf die Terrasse/zur Treppenhaustür o.ä. gelaufen sind.


    Wir wohnen hier ja im 3. OG und da hab ich den Brummi immer mal wieder eins der drei Stockwerke hoch oder runter laufen lassen, weil der sonst einfach Angst bekommen hätte. Was aufgefallen ist, wenn wir mit dem woanders unterwegs waren, weil es eben andere als unsere Treppen waren.


    Jetzt ist der ja so lang (nicht mal hoch) geworden, dass ich WIRKLICH Probleme hab, den zu tragen bzw. überhaupt anzuheben. Der Husky wiegt das gleiche. Aber der ist sehr kompakt gebaut, da ist das gar kein Thema. Brummi ist einfach unhandlich.


    Auch bin ich mit dem Kerl von Anfang an ja recht viel gelaufen für sein Alter. Ich hab unsere Entdeckungstouren recht schnell auf 1h erhöht, aber das waren Strecken, die man in 20min gehen kann. Er hat das aber auch gebraucht, er hatte nämlich einige Defizite und das war die Garantie für anschließende 4h Tiefschlaf. Irgendwann hab ich dann nur die „Geschwindigkeit“ erhöht, so dass wir in gleicher Zeit weiter kamen. Nun mit 12 bzw 13 Monaten laufen wir so viel, wie wir lustig sind und das sich ohne „Pause“. Er bleibt ja immer mal wieder zum schnüffeln stehen. 1.5-2h gassi sind also die Regel 1x am Tag und da machen wir so 8-10km. Dann kommen noch die zwei anderen Gassis oben drauf, denn er kommt insgesamt 3x täglich raus.


    Beim Labbi wurde ja mit 6 Monaten die beidseitige, schwere ED festgestellt und auch der durfte und musste oft auch Treppen laufen. Er ist über 15 Jahre alt geworden und am Ende waren es nicht die Ellbogen, die Probleme machten, sondern ganz typisch für große, schwere und alte Hunde: die Arthrose, die sich ganz normal in den Hüften entwickelt hatte aufgrund des Alters und das Aufstehen erschwerten. Der Labbi durfte auch ganz normal spielen und toben, auch mit anderen Hunden.


    Ich hab Brummi auch mit größeren bzw. schwereren Hunden spielen lassen.


    Wenn sie noch sehr jung sind und alles grade lernen, ihren Körper entdecken und dabei physikalische Grenzen ausloten, sollte das natürlich alles langsam von statten gehen, sie müssen sich langsam an alles gewöhnen, die Intensität und Dauer steigert man dann allmählich. Dann haben sie als „Grosse“ auch weder muskuläre Defizite oder machen „schlapp“, wenn’s mal länger raus geht.


    Ich weiß nicht, ob das Einbildung ist, aber oft sehe ich Hund damit ca. Einem Jahr, die oft noch stolpern, als wären sie 8-12 Wochen alt, einfach so beim Rennen. Das war bei unseren Hunden quasi nie der Fall. Natürlich stolpert jeder Hund mal, aber nicht alle Nase lang. Und ausdauertechnisch sind viele Hunde nach 5min spielen mit anderen dann auch schon platt, weil sie kaum Belastung gewohnt sind.


    Die 5-min-Regel hätte bei uns nie geklappt. Ich hab ihn anfangs die 200m aber ins Feld getragen und dann erst dort selbst laufen lassen, auch weil wir ja über die schnelle Hauptstrasse mussten. Aber mit seinen kleinen Stummelbeinchen und dem „ich muss alles beobachten und entdecken“-Faktor haben wir teilweise oft 15min für diese 200m gebraucht. Natürlich ging es dann nur fix lösen und direkt wieder zurück (getragen) und das „war es dann an Eindrücken für den Tag“, aber das ist halt, was man von vielem abhängig machen muss. Insbesondere muss man gucken: wie verhält sich Hund nach Aktion X? Pennt der 4h? Ist er danach überreizt? Hat er noch Energie übrig? Ist er entspannt? Hat er am nächsten Tag Muskelkater? Und entsprechend muss man dann anpassen fürs nächste mal.


    Eindrücke - Schwierigkeit - vorhandene Fähigkeiten - zu erlernende Kompetenzen - örtliche Gegebenheiten… und noch viel mehr Faktoren spielen mit rein, was man einem Welpen oder Junghund zumuten kann.


    Selbst beim Labbi gabs damals halt die „kleine Runde“ und die finde ich im Nachhinein schon lang. Der Drops is die aber gelaufen - hat halt entsprechend lange gedauert. :D

  • Wir haben die Kondition schrittweise aufgebaut. Bei dem normalen Gassi wurde sehr auf die Zeit geachtet. Ab 11 Monaten haben wir dann mit 1 und 2 Stunden Touren an den Wochenenden begonnen und es dann gesteigert. Haben aber auch dann 20 km Touren gemacht als er 12 Monate alt war.

    Zu den Treppen ich wollte die Diskussion nicht mit einem 6 Monate alten Hund führen , also musste Loki das als Welpe lernen. Strukturiert und dosiert.

  • Ach und was mir noch einfällt:


    Mit gefühlt jedem Wachstumsschub musste Brummi „neu“ laufen lernen und auch die Koordination auf den Treppen war dann immer eine neue „Herausforderung“. Das galt aber für alles, was er so zu bewältigen hatte. Deswegen sind wir viele Dinge immer wieder abgelaufen unterwegs (Baumstämme, Brücken, Bänke, Unterholz), damit die Koordination fortlaufend trainiert und das Körpergefühl gefestigt wird. Er läuft ja auf Kommando auch rückwärts und so Scherze und hat durch all das ein sehr gutes Körpergefühl und geht sehr selbstbewusst durch die Welt. Selbst wenn was wackelt, dann wirft ihn das nicht aus der Bahn und er erklimmt mit mir vollen Mutes alles, was sich uns als Hürde in den Weg stellt. Das finde ich auch sehr wichtig. Wir hatten auch schon Hunde aus dem Tierschutz, die sich beim wandern schwer taten, wenn der Untergrund sehr uneben wurde oder die Angst hatten, über etwas wackligere Brücken zu laufen etc. Die waren dann im besten Falle nur unkoordiniert, im schlimmsten falle trat dann Panik auf, weil sie völlig überfordert waren oder weil sie nicht weiter kamen.

  • Gewiss ist es ja nicht zwingend so, dass man in einer Stunde 5 Kilometer läuft und so ist es mit der 5-Minuten-Regel auch schwer umzusetzen, denn wenn ich ohne Hunde 5 Minuten laufe, komme ich viel weiter, als mit den Hunden, die ja doch immer mal wieder stehen bleiben, schnuppern, Pipi machen, häufeln oder ausgelegtes Futter auf 5 qm suchen.


    Aber wenn ich das in Kilometern ausdrücken müsste, die ich mit Chia am Stück gelaufen bin, als sie so 6 Monate alt war, dann überschritt das vier Kilometer nie. Obwohl ich auch meistens 1,5 Stunden unterwegs war. Aber wir saßen dann auch mal auf dem Bänkchen beim Wasserwerk und picknickten.


    Und die Abendrunde ist auch keine 3 Kilometer lang und wäre in 30 Minuten zu schaffen ... mit den Hunden aber eher nicht, denn die trödeln gerne und "lesen Zeitung".


    Gut, Chia hatte immer mal wieder Besuch von ihrer Hundefreundin und dann spielten die Jungspunde hier auch mal 15 Minuten und gaben die wilde Wutz.


    Lyssis Hundeschule dauerte auch jeweils eine Stunde, aber es wurde da auch oft gesessen, gewartet, Platz gemacht und vermutlich war das kein Kilometer, den wir in der Zeit zurücklegten.


    Zeitlich habe ich also mit Chia und Lyssi die 5-Minuten-Regel gebrochen, aber mehr als 4 Kilometer am Stück bin ich auch mit Chia erst nach dem 1. Geburtstag gelaufen.

  • Ist und bleibt ein interessantes Thema :)

    Da lese ich doch mal mit :thumbup:

    Als Welpe bin ich echt wenig gelaufen, aber ab 6 Monate wurden die Runden dann schon grösser...obwohl man sagen muss das es im Prinzip keine Runden waren sondern da Prada immer dabei war so eben viel auf den Beinen war aber auch sehr viel geruht/geschlafen hat.

    Hab mal öfter eine GPS Uhr drangehängt 8) 3 km waren es mit 5 Monate schon , mit 6 Monaten 5 km und mit 7 Monaten 5 - 11 km , mal hoch mal nieder .....ein Tag 11 km ...ein Tag 3 km ...mehrere Tage 5 km ....so in etwa.


    Prada ist aber super fit, wenn die mit anderen rennt dann Schwächeln die anderen schon, egal ob älter oder jünger.


    Ob das jetzt alles so richtig ist weiss man auch nicht, hatte bis jetzt aber immer sehr fitte Hunde bis ins hohe Alter 11-13 Jahren.

    Ausgewachsen ab 2 Jahre laufen die auch mal 40 km locker mit und danach rannten die noch den restlichen Tag im Grundstück rum.

  • Ich habe Mikesch ja erst mit sechs Monaten bekommen.

    Treppe kannte er nicht, dazu musste unsere erst rutschfest gemacht werden.

    Für's Auto gibt es eine Rampe, rein hüpfen dürfte er, aber ich möchte noch nicht, dass er raus hüpft.

    Um Strecke mache ich mir noch keinen Kopf, der Kerle packt es mental noch nicht viel unterwegs zu sein. Deshalb sind unsere Strecken eh sehr kurz.

  • Ich habe Mikesch ja erst mit sechs Monaten bekommen.

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    Für's Auto gibt es eine Rampe, rein hüpfen dürfte er, aber ich möchte noch nicht, dass er raus hüpft.

    Ins Auto heb ich Prada auch immer rein und raus, laufen darf sie schon mehr aber runter und hoch springen vermeide ich.

  • Ich habe nach Lyssis Einzug auch eine Rampe fürs Auto gekauft und sie nurdarüber raus und reingeführt. Zwar hätteich sie noch locker tragen können,aber ich wollte, dass das für sie selbstverständlich wird.


    Chia benutzt die Rampe auch sehr gerne, aber Bene findet, dass man auch daneben hochspringen könnte. Da schont man sie in der Jugend, damit sie im Alter übermütig werden :/ ^^