Hund aus dem Tierschutz

  • Ja, das ist richtig auf Insta :thumbup: . Ein eigenes TH haben wir nicht, dafür sind wir viel zu klein und dafür muss man ein Verein sein. Wir sind noch in der Gründung des Vereins. Leider sind sehr viele Vetämter sehr gegen Tierschutz im Ausland, besonders in Rumänien. Das zieht Genehmigungen unheimlich in die Länge....unser Verein muss genehmigt werden und unsere Leute, die den 11er haben, müssen in auf Rumänien ausgeweitet bekommen.

    Falls hier irgendwelche Schweizer unterwegs sind: kennt Ihr Leute, die sich gerne als Notpflegestelle anbieten würden?

    Wir brauchen immer für jeden Hund, der in die Schweiz ausreisen soll, eine Notstelle. Falls mit dem Hund mal doch etwas nicht klappen sollte beim Besitzer. Die Schweizer sind leider auch immer ziemlich schnell mit einschläfern lassen, da braucht ein Hund nur mal schnappen oder eine Behinderung haben.

    Natürlich sind wir auch immer sehr dankbar für Notstellen in Deutschland und Österreich <3

  • Was ich nicht verstehe, warum aus Rumänien Hunde herholen wenn hier doch auch alles voll ist :/


    Denke auch das da eine Hundemafia besteht die ich nicht unterstütze.

    (Hab mal eine Sendung gesehen das dort Hunde /Tierheime von der EU subventioniert werden , Subventionen nach Anzahl der Hunde, heisst es besteht absolut kein Interesse das das aufhört mit den Strassenhunden.)



    Nicht falsch verstehen, hab mich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt da ich mir einen Schäferhund als Welpe hole oder wie auch schon ( 1 Tiere suchen ein Zuhause Sendung 5 Jährig ) 1 x zugelaufen Alter ca. 3 Jahre ....1 x Privat 14 Monate ....waren alle drei Super Hunde.

  • Weil die Tiere dort unter erbärmlichsten Umständen "leben" müssen und vor Ort kaum eine Chance auf Vermittlung besteht. In der Konsequenz werden sie wie am Fließband getötet. Du hast aber recht damit, dass es beim Auslandstierschutz schwarze Schafe (um es nett auszudrücken) gibt, die man natürlich unter keinen Umständen unterstützen sollte. Aber die gibt es im inländischen TS natürlich auch.


    Ich würde keinen Hund mehr vom Züchter holen. Schon gar nicht vom "Privatzüchter" sprich Vermehrer. Ich kann aber total verstehen, wenn man sich für einen entsprechenden Hund (SH für den Hundesport z.B.) vom Züchter entscheidet. Ich bin auch total glücklich mit meiner Nika (auch vom Züchter) aber nochmal würde ich das nicht machen. Zu uns kommt nur noch ein in dieser Welt "unerwünschtes" Wesen. Einfach weil ich wenigstens eine Seele retten will. Ich bin dabei offen für Hunde in DE aber auch für die aus dem Ausland. Nur was Schäfiartiges wäre schön- aber muss auch nicht unbedingt.

  • Ich hab hier gerade alles nur überflogen und lese mich morgen nochmal genauer ein. Aber Mein Bruder meine Mutter und ich haben alle jeweils einen Hund aus Rumänien von den Grenzenlose Notfelle eV. https://www.grenzenlose-notfelle-ev.de/

    und die sind echt TOP, die Prüfen die Hunde genau und schreiben gewissenhafte Beschreibungen der Tiere. Das Problem mit dem Alter vieler Hunde ist halt das bis ca. 5 Jahre alles recht gut geschätzt werden kann und danach selbst Hunde die vielleicht 6 oder 7 sind dann als 5 ausgegeben werden weil man sich entweder nicht ganz sicher ist oder aber auch die Hunde besser vermitteln kann. Das war leider bei der Hündin meiner Mutter der Fall, weil die Orga hier in Deutschland leider auch nicht alles zu 100% Kontrollieren kann. Da meine Familie durch die Drei Hunde die wir von der Organisation haben die Leute da doch Persönlicher kennen haben wir da auch mit ihnen drüber geredet und es ist halt alles leider nicht immer ganz einfach. Aber die machen das wirklich alles mit gutem Gewissen und die Beschreibungen der Hunde war bisher immer 100% zutreffend und die Hunde sind echt gut, die wählen halt das aus was sich vom Wesen her am besten Vermitteln lässt. Ich habe meine Hündin da vor vier Jahren geholt, meine Mutter ihre vor zwei Jahren und mein Bruder seinen Hund erst letzten Sommer, also in der Zeitspanne hat sich dort nichts verändert soweit ich das mitbekommen habe.



    EDIT: Ich denke übrigens bei Hunden aus Rumänien oder Ausland generell kommt es auch immer stark drauf an aus welcher Gegend genau sie kommen weil sich das ja auch viel auf die Wesen der Hunde auswirken kann und die Organisationen sich ja meistens immer nur auf ein Gebiet beschränken aus denen sie dann die Hunde holen.




  • Dieser Thread ist zwar schon etwas älter, aber da ich selber ein Fürsprecher für Tiere aus dem Tierschutz, egal ob aus einem deutschen Tierheim o.ä, oder aus dem Auslandstierschutz, möchte ich daher auch noch meine eigenen Erfahrungen wiedergeben.

    Meine erste Hündin Cora habe ich seinerzeit aus einem Tierheim, in welchem ich ehrenamtlich tätig war, adoptiert.

    Sie war damals knapp 3 und hat mich fast weitere 13 Jahre begleitet.

    Mein zweite Hündin war Sophie, sie habe ich damals von einer ungarischen Tierschutzorganisation adoptiert und sie war zu dem Zeitpunkt bereits etwa 8-9 Jahre.

    Auch ein absoluter Schatz!

    Nachdem ich, beruflich und privat bedingt die letzten 4 Jahre keinen Hund hatte, adoptierte ich vergangenes Jahr im November meinen Riku von einer kleinen Tierschutzorganisation welche Hunde aus Russland vermittelt.

    Ich war von vorne bis hinten sehr zufrieden mit dieser Organisation. Meine Vermittlerin Nicole, mit der ich auch heute noch in Konktakt stehe, hat sich viel Zeit genommen, wir haben viele Stunden telefoniert und ich habe viele Bilder und Videos von Riku vorab erhalten in verschiedenen Alltagssituationen usw.

    Zu keinem Zeitpunkt habe ich das Gefühl gehabt unter Druck gesetzt zu werden, alles wirkte sehr seriös und bestätigte sich dann auch.

    Auch gab es seitens der Orga einen Notfallplan, d.h. mir wurde versichert das man mir bei etwaigen Problemen mit Rat ubd Tat zur Seite stehen würde, und wenn alle Stricke reissen würden, man Riku auch zurücknehmen und in eine Pflegestelle bringen würde.

    Was ich sagen will, es gibt sicher leider auch viele schwarze Schafe unter den Tierschutzorganisationen, aber auch sehr viele welche sich sehr um das zukünftige Wohl ihrer Tiere sorgen und wirklich eine tolle Arbeit leisten.

    Für mich kommen nach wie vor nur noch Hunde aus dem Tierschutz in Frage, da es leider soviele arme Seelen gibt welche dringend ein Zuhause suchen.

    Sie sind, auch wenn es anfangs durchaus auch Arbeit bedeuten kann, so dankbar für ihr besseres Leben welches man ihnen gibt!

  • Hallo,


    ich glaube, das ist ein sehr schwieriges Thema. Einerseits sitzen in D die Heime voll mit Hund/Kate/Maus etc. zur Vermittlung, andererseits sind die Auslandshunde/-katzen die ärmsten Kreaturen in ihrem Land, die mitunter Mitleid erzeugen.
    So ja auch bei uns. Wir wollten erst einem Hund aus unseren Tierheimen die Chance geben, ein schönes Zuhause zu bekommen. Auf Nachfrage hieß es überall, wir bekommen keinen Hund, weil wir Anfänger sind.

    Nicht einmal zu Besuch durften wir kommen, um uns vorzustellen, mit der Bitte, das Tierheim möge uns doch einen passenden Hund aussuchen. Wir waren offen für alles.
    Leider wurde unser Wunsch verwehrt, wir bekamen keinen Hund aus dem Tierheim. Schade, man hat wirklich den Eindruck, die wollen ihre Tiere nicht loswerden.....


    Übers Internet kommt man dann ja auf diverse Vermittlungsseiten. Unsere Vermittlung war Paw Pazardjik, die Pflegestelle über hundert Km weg von uns. Ob dies seriös war oder ist, wissen wir nicht. Die Vermittlung war okay, wir konnten ihn mehrfach besuchen, ausführen und zum "Probewohnen" mitnehmen für einige Tage.

    Wir haben noch immer Kontakt zur Pflegestelle, sie steht uns nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite, genau wie alle unsere Trainer und Psychologen.


    Wir können jetzt nichts Negatives darüber sagen. Außer dass man ein Überraschungsei adoptiert. Denn letztendlich weiß ja niemand, wie der Hund wirklich tickt. Was hat er erlebt? Wer oder was hat ihm Schaden zugefügt? Wer oder was ängstigt ihn? Wie äußern sich seine Macken?

    Er wurde uns zwar als lieb, verspielt und hundeverträglich übergeben, aber auch das kann sich alles ja ändern.


    Fraglich, ob wir es wieder tun, einen Auslandshund nehmen. Vermutlich aber ja, denn jetzt, nach DIESEM Hund, der uns soviel Zeit, Nerven, Geld und Geduld kostet, sind wir wohl richtig gut darin einen weiteren Hund zu erziehen :thumbup: :saint:


    Mir tut´s einfach in der Seele weh, wie mit manch Lebewesen umgegangen wird. Das fängt im Kleinen an und hört bei Auslandshunden auf, die noch weniger "Rechte" haben als hier ein Hund bei uns in D.


    melli

  • Ich denke mal, dass man von keinem Hund die richtige Vorgeschichte kennt, egal ob aus Deutschland oder Ausland. Fakt ist jedoch, dass sie im Tierheim gelandet sind. Jedes Tier erzählt dann praktisch in seinen Reaktionen, seine Geschichte und das wird mitunter sehr anstrengend sein.


    Unsere Nelli wurde in ihrer Prägephase wohl von einem größeren Mann misshandelt. Wir bekamen sie mit ca. 8 Monaten und haben nur gewusst, dass sie einen sehr schlechten Platz hatte. Vieles wurde gut, darauf sind wir auch sehr stolz, aber manches blieb, weil es eben die Prägephase war. In ihrer eigenen Geschichte, die sie uns aufgrund ihrer Panik vor größeren Männern erzählte, wussten wir, dass es so ein Mensch gewesen sein muss und das hat sich auch nie mehr geändert. Unser Nachbar, sehr tierliebend, aber eben groß, konnte sie in diesen 18 Jahren, wo sie nun bei uns lebt, noch nicht ein einziges Mal anfassen.