Hund aus dem Tierschutz

  • Ich trage mich schon lange mit dem Gedanken, einen weiteren Hund, diesmal aus dem Tierschutz, aufzunehmen. Dabei wäre es wichtig, dass der Hund sich mit den vorhandenen Tieren versteht und sich eben auch ansonsten gut einlebt. Daher würde ich den Weg als Pflegestelle wählen mit der Option, dass der Hund dann bleibt. Ich tendiere zu einem Auslandshund. Ein Grund dafür ist, dass diese Hunde häufig unter schlimmen Bedingungen vegetieren. Zudem habe ich damals ziemlich lange nach einem "second hand" SH in der Umgebung gesucht und KEINER sollte an Kinder vermittelt werden. Die Hunde aus dem Ausland sind häufig sehr verträglich. Ich kenne persönlich vier Familien mit (tlw. vielen) Hunden aus Rumänien, Griechenland. Alle diese Hunde sind Goldstücke. Ich bevorzuge einen SH oder SH Mischling. Die haben es ja als TS Hund nochmal schwerer aufgrund ihrer Rasse/Größe. Natürlich ist mir bewusst, dass es TS Organisationen im Ausland gibt die Schindluder betreiben und ich möchte verhindern an einen solchen Verein zu geraten. Daher meine Frage an euch: Habt ihr Erfahrungen mit TS Orgas? Wie erkenne ich eine seriöse Orga? Das ganze Projekt hat noch Zeit, da wir erst noch umziehen werden. Ich weiß- man soll nicht aus Mitleid einen Hund nehmen- aber ich habe Mitleid und möchte unbedingt wenigstens die Welt für einen Hund retten.

  • Ich habe einen Hund aus Rumänien. Ich liebe sie wirklich sehr, aber würde mir keinen mehr aus Rumänien holen. Ich würde mir vielleicht Hunde aus dem tieeheim meiner Umgebung anschauen,die haben meistens auch viele schlimme Dinge erlebt und manche sehnen sich nach einem liebevollen Zuhause...

  • Ich habe einen Hund aus Rumänien. Ich liebe sie wirklich sehr, aber würde mir keinen mehr aus Rumänien holen. Ich würde mir vielleicht Hunde aus dem tieeheim meiner Umgebung anschauen,die haben meistens auch viele schlimme Dinge erlebt und manche sehnen sich nach einem liebevollen Zuhause...

    Danke für deinen Beitrag. Magst du mir auch die Gründe verraten, warum du es nicht wieder machen würdest? :)

  • Also ich habe Stella von einer orga die sagen wir es mal so... Hunde mehrfach vermitteln um an ihnen richtig geld zu verdienen.... Ich hatte viele Probleme anfangs war Stella ein echt aggressiver Hund wollte meine Hunde beißen und die Katze fressen... Sie war kastriert aber falsch zugenäht...hatte eine massive scheiden Entzündung hätte normalerweise Nicht ausreißen dürfen... Ich habe außerdem raus gefunden wie sie das alles so betreiben.... Mir wurde gedroht, Stella wurde versucht bei mir raus zu holen und ich hatte probleme... Mittlerweile ist das 4 jahre her und ich habe ruhe. Stella waar älter als angegeben und ist gesundheitlich nicht auf der Höhe. Deswegen... Nie wieder!

  • Das örtliche Tierheim hat meistens ein Partnerprogram mit Auslandstierheimen. Da ist der Hund dann schon in einem deutschen Tierheim vor Ort. Das Hamburger Tierheim macht sowas öfter.

    Ansonsten je nach Rasse, die eigenen Nothilfeseiten ansehen. Hannover/Osterode und Bremen mein ich haben zur Zeit dsh vor Ort leider.

  • Danke für eure Beiträge. Ja, die deutsche SH Hilfe kenne ich. Dort war allerdings nie ein Hund zu finden, der gleichzeitig Katzen, andere Hunde (Rüde und Hündin) und auch noch Kinder (die jüngste ist 11) -tauglich war. Ich folge einigen Orgas auf Insta, dort sind die Hunde meist sozial (zumindest in der Beschreibung).

    Bruno Pet werde ich mir mal ansehen, danke Cinja . Hast du persönliche Erfahrungen mit der Orga? Ich denke, dass es viele Orgas gibt, auch im Ausland, die gute Arbeit leisten und unterstützungswürdig sind. Das die schwarzen Schafe nicht mit ihrem miesen Geschäft werben ist auch klar. Daher wären persönliche Erfahrungen super!

  • Ich würde vermutlich auch nie mehr einen Hund über eine Auslandstierschutzorga zu mir nehmen.


    Wir fanden Bene über Animals United, die vor allem ungarische Tierheime unterstützen.


    Bene war zum einen älter, als angegeben und zum anderen fand ich erst raus, dass sie mit Herzwürmern infiziert war, als ich zufällig auf die ungarische Seite des Tierheims stieß und den Google Übersetzer bemühte.


    Bene wurde damals auch über einen Tierschutzhof in Nienburg angeboten und ich war sicher, dass wir sie dort kennenlernen können. Eine Telefonnummer gab es nicht - nur eine Emailadresse und nachdem ich dorthin geschrieben hatte, wurde ich dann von einer Dame aus Hessen angerufen, die mir gestand, dass der Hund nicht in Nienburg sitzt, sondern in einem Ungarischen Shelter.


    Ob sie Katzen zum fressen gerne mochte, konnte man uns nicht sagen. Auch nicht, ob sie mit anderen Hunden verträglich ist, aber - und die Erfahrung habe ich tatsächlich dann auch gemacht - die Hunde, die in kleinsten Käfigen zusammengesperrt werden, respektive auf der Straße in Rudeln lebten, vertragen sich mit anderen Hunden in der Regel problemlos, denn sie sprechen eine sehr klar verständliche Hundesprache und verstehen die auch.


    Dass wir Bene dann trotz Herzwürmen zu uns holten (ach? Das hatte man Ihnen nicht gesagt? Naja, aber das ist doch aber auch kein Problem, das man nicht behandeln lassen kann), lag daran, dass wir uns schon so auf sie eingeschossen hatten, dass wir uns nicht vorstellen konnten, sie nicht zu uns zu nehmen. Genau darauf bauen diese unseriösen Orgas aber: Auf das Mitleid der Leute, die sich schon hoffnungslos verliebt haben.


    Später habe ich dann von einer der ehemaligen Ehrenamtlichen, die aus der Orga ausstieg, weil sie mit dem Betrug nicht mehr leben konnte, erfahren, dass sogar bewusst läufige Hündinnen zu den Rüden gesperrt werden, weil die dämlichen Deutschen die Geschichte von dem Wurf, den man in einer Mülltonne fand, ja zu gerne glauben und dann für so einen Welpen auch gerne die 600 € Gebühr bezahlen, für die der Welpe aber nur in den Besitz, nicht aber ins Eigentum des Adoptanten geht!


    Ich habe den Vertrag auch erst später mal durchgelesen und da stand dann tatsächlich, dass der Adoptant eine Schutzgebühr von (für Bene) 450 € bezahlt, aber zum Schutz des Hundes vor Weitergabe nicht ins Eigentum des Adoptanten übergeht, sondern weiterhin der Orga gehört, die jederzeit Zugriff auf den Hund nehmen darf, wenn sie das für angemessen hält!!!


    Wir haben dann mit dem Anwalt gedroht, denn die Herzwurmbehandlung, von der man uns erzählte, dass das keine 200 € kostet, schlug mit 1.100 € zu Buche und Bene war zwei Jahre älter, als angegeben und hatte überdies gerade Welpen gehabt, die definitiv nicht nur im Tierheim geboren wurden, sondern auch dort gezeugt worden waren.


    So wurde der Vertrag dann umgeschrieben, denn das Risiko, dass da plötzlich jemand meint, er könnte den Hund wieder abholen, war mir zu groß.


    Mir wurde dann ja auch noch der Mali-Mix gebracht und da sollten wir ja zumindest die Futter- und Tierarztkosten erstattet bekommen und der Hund wurde als herzwurmfrei bei ins abgegeben. Er hatte aber ebenfalls Herzwürmer und die Futter- und Tierarztkosten haben wir nie erstattet bekommen. Im Gegenteil: Man wollte uns noch vorschreiben, zu welchem Tierarzt wir mit dem Hund fahren müssen, als er wässrigen Durchfall bekam und ich natürlich gleich einen Termin bei unserem Tierarzt vereinbarte (im Transport waren Welpen, die Parvo-infiziert waren).


    Zum Glück war es dann doch nur eine Magen-Darm-Infektion, aber die Orga weigerte sich, die Kosten zu bezahlen, weil ich nicht zu dem Tierarzt fahren wollte, den man uns vorschrieb.


    Was ich aber ganz schlimm fand war, dass von jedem Transport immer wieder Hunde zurückgegeben wurden, weil es einfach nicht passte und man über die Hunde keine Informationen bekam.


    Ich erinnere mich noch gut, dass ich fragte, welche Halsbandgroße ich für Bene brauche (man sollte ja ein Halsband und ein Geschirr zur Abholung mitbringen) und da wurde ich quasi ausgelacht und mir wurde gesagt, dass man bei 500 Hunden doch nicht bei jedem die Halsbandgroße nachmessen kann :(


    Ich spreche auch oft mit Kunden, die ebenfalls Hunde über Orgas aus dem Ausland kommen ließen und keine guten Erfahrungen machten. Das fängt bei Angsthunden an und hört da nicht auf, wo man eben im Vorfeld nicht weiß, ob die Hunde Katzen und Kinder oder Artgenossen mögen.


    Ich würde auch jederzeit wieder einen bereits älteren Hund zu mir nehmen, aber im Zweifelsfall würde ich eher bei Züchtern nach "ausrangierten Zuchthunden" schauen oder kucken, welche "Promis" Tierschutzorgas im Ausland unterstützen und ihr Gesicht dafür hinhalten. Der Welpentrainer fuhr auch zweimal für Interessenten ins Ausland und empfahl seriöse Orgas. Und Panagiota „Jota“ Petridou unterstützt griechische Tierschützer. Ich meine, dass auch Martin Rütter mit seriösen Auslandsorgas zusammen arbeitet.


    Bei den Not-Seiten muss ich allerdings auch sagen, dass die Hunde ja auch nicht von den Betreibern der Seite angeboten werden, sondern teilweise privat zur Vermittlung stehen, teilweise in Tierheimen sitzen.


    Tierheime scheiden für mich allerdings aus - da sind meine Erfahrungen auch grottenschlecht - ich hatte das Gefühl, dass man da gar keinen Hund vermitteln möchte und nach Gründen sucht, warum man einen Hund nicht bekommt.

  • Verbena : Das ist ja echt heftig, was Du mit Bene erlebt hast. Mir kommen da echt immer die Tränen , wenn ich solche Geschichten hören. Ich kann mir auch nicht lange diese Bilder von Tierschutzhunden ansehen, an dem Leid verzweifelt man.


    Oskar&Nika : Ich halte es auch für sehr schwierig, aus dem Ausland einen Geeigneten Hund zu finden. Gerade wenn auch noch Kinder mit im Spiel sind und bereits vorhandene Hunde. Ich denke auch, dass man da am ehesten in Deutschland über Schäferhund-Nothilfen etwas findet. Wo man den Hund dann auch vorher kennenlernen kann.


    Ich selber habe mit „second Hand“ Schäferhunden aus Deutschland zumindest zwei gute Erfahrungen gemacht. Das ist inzwischen allerdings auch ein paar Jahre her.