Beiträge von Knickohr

    Bei mir war es auch so, als ich noch Vollzeit gearbeitet habe, hatte ich eine große Parterrewohnung mit großem Garten, den auch nur ich alleine benutzte. Dazu kam meine Mutter immer mal wieder rüber zum Hund. Sie ging zwar nicht mit ihm, hat sich aber viel damit beschäftigt. Ich bin dann morgens halt sehr früh vor der Arbeit eine große Runde (1,5 Stunden) gegangen und nach der Arbeit nochmals so lang. Vor allem aber habe ich mir in dieser Zeit, auch als ich halbtags gearbeitet habe, nur ältere Hunde aus dem Tierschutz oder von privat geholt, die das Alleinebleiben kannten. Dann kann so was auch gut funktionieren. Aber eben auch nur dann. Vor allem ist man ja nicht nur arbeiten, sondern hat auch ansonsten mal was vor, geht aus, hat Termine..... Da kann man ja nicht immer den Hund alleine lassen!, schon gar nicht einen jungen Arbeitshund, der Beschäftigung braucht.

    Tja, solche Überraschungen sind natürlich logisch, wenn der Hund das Alleinebleiben nicht kennt oder es nicht ausreichend trainiert worden ist. Bekommt man das nicht in den Griff, kannst du gut und gerne das problem in 10 Jahren immer noch an der Backe haben. Ihm ist einfach langweilig. Er ist jung und braucht Action und die Nähe zu seinem Rudel. Da sind Einsperren und Wegsperren nicht die richtigen Wege. Erst einmal muss er geduldig an das Alleinebleiben herangeführt werden. Dann sollte er, wenn er alleine bleiben muss, entsprechend ausgelastet werden, damit er keine Langeweile hat.

    Hast du die Möglichkeit, daß sich in deiner Abwesenheit jemand um den Hund kümmern kann? Der entweder zu Euch kommt oder evtl jemanden, bei dem er tagsüber bleiben könnte? Oder so was wie eine Hundetagesstätte in erreichbarer Nähe?

    Denn die ganze Zeit in der Box geht echt nicht! Das ist schon grenzwertig! Bestimmte Bereiche in der Wohnung kann man gut mit Türgittern abtrennen, wie man sie auch für kleine Kinder hat. Aber die Zeit ohne Beschäftigung ist für einen jungen HUnd, der zudem noch in der Pubertät ist, einfach viel zu lange! Zudem müsstest du die Wohnung auch entsprechend absichern. Heisst, wenn nirgendwo was herumsteht oder liegt, kann er damit auch keinen Unfug machen. Cola oder Schokolade gehören so gesichert weggestellt, daß Hund nicht drankommt. Aber wenn das problem der Langeweile bleibt, dann wird er immer wieder nach Wegen suchen, sich zu beschäftigen.

    Welche Lösung hättest du denn für den Fall parat, daß er krank wird? zB er hat mal Durchfall o.Ä. ??

    Oscar2018 : dann lass sie auch guten Gewissens kastrieren:thumbup:. Heutzutage ist es normal, daß bei der kastration nur die Eierstöcke entfernt werden, wenn die Gebärmutter nicht verändert ist. Deshalb wird bei jungen Hündinnen auch sehr oft per Laproslopie operiert. Da gibt es nur 3 kleine Löcher, die ganz fix abheilen. Dabei sind 2 Löcher für die Eierstockentnahme gedacht und eines für die Kamera. Bei älteren Hündinnen wird meist ein Bauchschnitt gemacht um die Gebärmutter besser beurteilen zu können um sie im Zweifelsfall mit herausnehmen zu können.

    Die Hormone werden nur in den Eierstöcken gebildet. Keine Eierstöcke mehr= keine Läufigkeit mehr. Durch die dann fehlenden Hormone wird die Gebärmutter mit der Zeit zurückgebildet, sodass davon ausgegangen wird, daß sich dort keine Entzündung mehr bilden kann. Bei älteren Hündinnen, bei denen die Gebärmutter drin bleibt, sollte man jedoch trotzdem hin und wieder aufmerksam bleiben was Ausfluß betrifft, da sich ab einem bestimmten Alter die Gebärmutter eben nicht mehr zurückbildet sondern sich dennoch entzünden kann, auch ohne Läufigkeit. Daher halt auch die Annahme, daß bei früh kastrierten Hündinnen keine Krankheiten an der Gebärmutter mehr vorkommen.

    Wichtig ist, zu bedenken, daß es trotz einer frühen Kastration immer noch zu Mammatumoren kommen kann! Das Risiko ist zwar minimiert, aber nicht ausgeschlossen.

    Die Wissenschaft sagt, daß je früher eine Kastration durchgeführt wird, das Risko für bestimmte Krebsarten sinkt. Jedoch finde ich die Praktiken, wie sie zB in den USA Gang und Gäbe sind, die Hündin schon im Welpenalter zu kastrieren, völliger Schwachsinn. So hat das Tier keine Möglichkeit, sich zu entwickeln. 1 oder 2 Läufigkeiten sollte man schon abwarten.

    Eine Kastration beim Rüden geht zwar operationstechnisch deutlich einfacher vonstatten, jedoch ist der Eingriff in den Hormonhaushalt bei einem Rüden deutlich riskanter. Beim Rüden hat man eher das Problem, daß intakte Rüden gesünder sind als kastrierte. Einzig das Risiko Hodenkrebs geht natürlich gegen 0 weil ja keine mehr da sind. Die Prostata kann aber trotzdem auch beim Kastraten Probleme machen, wenn auch insgesamt mit geringerem Risiko als beim intakten Rüden. Wohl ist es so, daß die Wegnahme der Hormone beim Rüden auf Bänder und Knochen geht. Daher würde ich persönlich immer eher die Hündin kastrieren lassen als den Rüden. Gerade beim Rüden sind nach der Kastration unerwünschte Verhaltensänderungen möglich.


    gerne wird ja auch immer wieder darauf hingewiesen, Kastration sei nicht natürlich. Leute, die damit argumentieren, sollten sich mal bewusst machen, daß eine Trennung des 7 vom Rudel (s) ja wohl absolut nicht natürlich ist! Wildlebende Hunde oder Wölfe pflanzen sich dann eben fort. Nur eben das sollte man als Hundehalter vermeiden.

    Und gerade heutzutage, wo jeder Depp meint, einen Hund haben zu müssen und diesen auch frei laufen lässt, auch wenn er null im Gehorsam ist, ist man leider mit einer läufigen Hündin echt oft gearscht. Denn man kann seine Hündin zehnmal an der Leine haben, wenn einen ein aufdringlicher Rüde verfolgt, der ums Verrecken nicht gehorcht, hat man dann auch Probleme, leider Gottes! Ist mir selber schon sehr oft passiert.

    Mein Vorschlag: alle mal tief durchatmen:)

    Klar, Kastration ist und bleibt immer ein hochbrisantes Diskussionsthema. Es gibt Hundehalter, die lassen tatsächlich aus Bequemlichkeit alles kastrieren ohne Nachzudenken. Vor allem diejenigen, die tatsächlich nur einen Hund haben und entweder keine Arbeit mit der Läufigkeit haben wollen oder aber meinen, ihr Rüde würde dadurch vom Rambo zum Softie. Für sowas habe ich auch kein Verständnis!

    Hier aber liegt der Fall anders und kann ich das schon sehr gut nachvollziehen, da auch bei uns immer mindestens 2 Hunde lebten und auch immer Paare. Wenn man dann das Problem hat, daß man entweder gar nicht trennen kann oder die Hunde durch die Trennung derart in Stress geraten, daß sie beide leiden, würde ich persönlich auch kastrieren lassen.

    Die TS lässt ja nicht kastrieren, weil SIE Stess mit der Trennung hat, sondern DIE HUNDE !! Und das finde ich schon was ganz anderes!

    Ich gehe mal davon aus, daß es sich um eine Kastration handelt, statt um Sterilisation, da letztere ja nur unfruchtbar macht und das Problem des Stresses nicht lösen würde. Diesen denkfehler machen ja leider immer noch viele, die voraussetzen: weiblich= sterilisieren, männlich= kastrieren.

    Hier war auch immer einer von beiden oder sogar beide Hunde kastriert. Mal waren sie es schon, weil erwachsen übernommen, mal musste aus gesundheitlichen Gründen kastriert werden, mal auch tatsächlich wegen Stress durch Trennung während der Läufigkeit. Und da war auch bei uns klar der Weg der Kastration der hundefreundlichere. Leichtfertig kastrieren lassen haben wir nie, sondern bei jedem Hund individuell Vor-und Nachteile durchdacht und mit verschiedenen TÄ besprochen.

    Bereut habe ich keine einzige Kastration! Denn bei unseren Hunden haben sich nie Nachteile gezeigt, wie sie so oft befürchtet werden. Im Gegenteil habe ich in früheren zeiten, als ich nur Einzelhunde hielt, viel mehr gesundheitliche Probleme bei Hunden (Hündin und Rüde) gehabt, weil sie nicht kastriert waren (weil eben einzeln gehalten) als bei den Kastraten. Die Kastraten waren alle durchweg nicht nur viel verträglicher mit Artgenossen, sondern waren insgesamt viel relaxter, gesünder und sind auch alle einige Jahre älter geworden als die unkastrierten Artgenossen.

    Bei anderen Tierarten wie Nagetiere, Pferden (Hengsten) und Katzen wird ja, Gott sei Dank, gar nicht lange überlegt mit dem Kastrieren, da es diesen Tierarten ein deutlich besseres Zusammenleben ermöglicht und auch die Nachkommenschaft deutlich eindämmt.

    Klar, ein Hund ist nochmal etwas anderes, da das Zusammenleben mit ihm ja völlig anders gestaltet ist, als bei freilaufenden Katzen oder einer Kaninchengruppe. Aber dennoch, so meine Erfahrungen, kann es sehr sinnvoll sein zu kastrieren, auch wenn keine Krankheit vorliegt, einfach wenn es schlußendlich dem TIER dadurch besser geht!

    Asnea : da bin ich ganz bei dir! Der Hund ist nun mal ein Allesfresser und braucht unbedingt Fleisch! Nicht nur, klar, aber zum großen Teil. Bei Katzen ist dieser Vegan/Vegetarisch-Hype ja noch gefährlicher, das sind ja reine Fleischfresser.

    Als Mensch sich vegetarisch zu ernähren finde ich gut. Ich wünschte, ich könnte das auch durchziehen. Mir fällt es immer noch sehr schwer. Ich kann zwar auf Fleisch gut verzichten, aber ohne Wurst geht nur bedingt, leider. Ich versuche wenigstens, so viel wie geht, den Fleischkonsum einzuschränken und wenigstens Bio zu essen.

    Hier gibt es auch regelmässig Milchprodukte. Vor allem Käse, Quark, Hüttenkäse, laktosefreier Joghurt......alles, was es laktosefrei zu kaufen gibt, bekommen sie auch laktosefrei. Der meiste Käse ist sowieso von Natur aus laktosefrei, also auch kein Problem. Produkte, die ich nicht laktosefei bekomme, füttere ich auch, aber dann eben nicht so oft und kleinere Mengen.

    Wenn Dein Hund so auf das Trofu reagiert, kann es auch gut sein, daß es eine allergische Reaktion auf Trofu allgemein ist. Hättest Du die Möglichkeit, auf Nassfutter oder Barf umzustellen?

    Das kommt mir alles sehr bekannt vor....:). Mach dir keinen großen Kopf, das ist die Pubertät - Glückwunsch!:). Nach mittlerweile 7 DSH gehe ich damit wohl etwas lockerer um, eben weil ich weiß: es geht tatsächlich auch wieder vorbei:thumbsup:. Ist alles ganz normal, totnervig zwar, aber normal. Versuche, ruhig zu bleiben und die Nerven zu behalten. Schalte einen Gang zurück, erwarte und verlange im Moment nicht zu viel von ihr. In nicht allzu langer Zeit wird sie wieder völlig normal sein.

    Bei meinem ersten Hund war ich in der Zeit auch total verzweifelt, mittlerweile, wie gesagt, bin ich um Erfahrungen reicher und gehe das ganze locker an und mit Humor.

    Oh ja, DAS kenne ich auch: bei unserer Züchterin gab es alte Decken und Ähnliches zum Draufpieseln......das hat bei Quacks echt gedauert, bis er geschnallt hat, daß man nicht auf alle Decken, Teppiche etc. pinkelt. Das sind so Sachen, die ich echt bei einem Züchter nicht nachvollziehen kann. Denn es kommen ja schließlich, Gott sei Dank, nicht alle Schäferhunde in einen Zwinger.....Das hat es uns damals echt unnötig sehr schwer gemacht. Denn wenn so ein Welpe es von Anfang an so beigebracht bekommt, ist es ja nun mal sehr schwer, ihm beizubringen, daß es so eigentlich nicht erwünscht ist. Quacks war damals echt ganz schön konfus und völlig durcheinander.

    Peppermint : ich bin absoluter Niederlande-Fan und finde die Niederlande generell schön, von daher.....:). Ansonsten ist da im Umfeld jetzt nichts so Berauschendes.

    Waschbär : ich habe im großen Umkreis von Heinsberg, Aachen, Mönchengladbach, Düsseldorf und Köln alles abgefragt.

    Da aber die Niederlande eh näher an uns dran sind als die größeren Städte war mir das denn letzlich auch egal. Wir fahren eh viel nach Echt in die Klinik und von daher bin ich superglücklich, daß ich dort den Lepto-Impfstoff einzeln bekomme. Das reicht mir dann auch völlig. SHP lasse ich alle 3 Jahre machen, ich würde die Titeruntersuchung wohl sowieso nicht machen. Gerade Quacks ist ja absolut nicht tierarztkompatibel, sodass ich schon froh bin, wenn er geimpft ist:). Bei ihm würde ich nicht noch zusätzlich die Titeruntersuchung machen.Und da bei uns in Zukunft nur noch ältere Schäfis aus dem Tierschutz einziehen werden, kann ich das Thema Welpenimpfung auch abhaken.:)

    Ich habe auch noch mal genau in den Impfpässen nachgeschaut: Peggy und Quacks sind zwar jeweils mit 8 Wochen bei der Züchterin mit einem Lepto-Einzelimpftoff geimpft worden, aber zeitgleich haben sie auch die Kombi SHPPi bekommen. Also eigentlich auch der Knüller.

    Das hast du schön und gut geschrieben, Waschbär. Ist auch eigentlich logisch. Jedoch gibt es bei uns im Umkreis von 60km keine Praxis oder Klinik, die Lepto einzeln impft. Hier gibt es überall nur Kombipräparate. Meine sind als Welpe beim Züchter noch mit 8 Wochen geimpft worden und zwar auch so wie von dir beschrieben. Im Saarland ist das scheinbar möglich. Hier nicht. Laut TÄ und Helferinnen wird das wohl auch von Huha nicht nachgefragt bzw auch nicht gewünscht.

    Da ich zwar die Lepto jährlich im Frühjahr geben lassen möchte weil meine doch schon mal aus Pfützen und im See trinken und hier bergeweise Ratten sind....aber ich möchte halt SHP nur alle 3 Jahre impfen lassen. Hier dann leider nur in NL möglich. Sonst nicht, im Gegenteil, man wird nur in heftige Diskussionen verwickelt wie man so böse sein kann, SHP nicht jährlich zu impfen.Man wäre ja dann mit Schuld an Ausbrüchen von Parvo, Staupe:cursing:. Was ja völliger Blödsinn ist!

    ich kenne das leid hier auch. Tollwut wird zwar überall einzeln geimpft, aber das war es auch schon. Um die lepto einzeln zu bekommen, fahre ich in die Niederlande, da ist das ganz normal. Die SHP habe ich aber bisher auch noch nie einzeln bekommen. Ich habe sofort mal nachgefragt, durch Waschbärs super posting. Die Antworten waren alle dieselben: nö, das sei zuviel Aufwand, den man nicht betreiben würde, zumal alle anderen Kunden da wohl scheinbar keinen Wert drauf legen sondern weiter schön brav jährlich alles impfen lassen.....:cursing:.

    Ja, beim Thema Knochen bin ich auch noch immer unsicher. Vor allem, da ich ja nur noch Knochenbrei und gewolfte Knochen füttere. Da bin ich mir auch unsicher was die Menge angeht. Normalerweise sollte Quacks 150g Knochen pro Tag bekommen, Peggy 120g. Aber wie rechne ich das in gewolfte Knochen und Knochenbrei um????