Beiträge von Knickohr

    Ich finde das auch total ok von der Größe und dem Gewicht her, auch von der Fütterung. In dem Alter würde ich noch nicht auf Adult umstellen. Man hat oft unter Wurfgeschwistern teil ziemliche Größen- und Gewichtsunterschiede. Das geht auch im Wachstum immer mal hin und her, mal sind sie richtige Brummer, dann kommt ein Wachstumsschub und sie sind klapperdürr. Kenne ich auch alles.

    Meine beiden sind auch größer und schwerer als ihre jeweiligen Wurfgeschwister, obwohl sie entsprechend vorsichtig gefüttert wurden.

    Ich finde deine Maus absolut ok und super süß:love:

    Hallo und herzlich willkommen hier:*

    Unser Quacks war auch so ein Bomber. Der hatte mit 8 Wochen 11kg, das käme also hin. Wenn die Elterntiere auch groß und kräftig sind, ist das bei den Welpen, mit Ausnahmen, auch so.

    Ich wünsche dir viel Spaß hier:)

    @Kleine Mama: klar, so ausführlich, wie du es jetzt geschrieben hast, denke ich dann auch, daß sogar LZ passen könnte. Entweder habe ich das vorher überlesen oder du hattest es evtl nicht geschrieben? Egal.

    Hier wird niemand, incl. mir, von dir als eine wetterfühlige Couchpotato denken:). Es ist nur so, daß man bei DSH - Neulingen immer bedacht darauf ist, den Unterschied zwischen LZ und HZ deutlich aufzuzeigen. Wie der Post von Ellionore von DSHN beweist,kann halt eine Anschaffung von einem LZ HUnd schneller in die Hose gehen als bei einem HZ Hund.

    Wer bestimmte Erfahrungen gemacht hat, ist daher immer bemüht, klar zu machen, daß es da halt Unterschiede gibt. Und gerade, wenn auch noch kleine Kinder im Spiel sind, ist es schon eine Aufgabe mit einem Arbeitshund allgemein und einem LZ Hund im Besonderen. Aber so wie dein letzter Post rüber kommt, denke selbst ich als Pessimist, daß das wohl klappen könnte.:) Noch mal an dieser Stelle ein großes Kompliment an dich, dass du dir vorab so viele Gedanken machst! Finde ich toll! Hut ab!

    das haben die wirklich sehr gut und ehrlich beschrieben, Kompliment! Da sind wir dann wieder beim Thema, warum Rüde und LZ nicht für DSH Anfänger. Es können schon echt ganz andere Nummern sein als HZ Hunde.

    Was beim Training noch hilfreich sein könnte: auf was steht er total? Vielleicht eine besondere Leckerei? Oder ein Spielzeug?

    Ich hatte bei meinen Hunden 2 mal sehr starken Jagdtrieb, auch jetzt bei unserer Peggy ist er doch ziemlich vorhanden. Aber da sie schon fast 4,5 Jahre alt ist, haben wir das super im Griff.

    Bei den anderen beiden Hunden, die haben sich im Jagdmodus für nichts mehr interessiert, da sie aber sehr auf mich fixiert waren, hat dann immer geholfen: "Tschööhöö" brüllen und weg. Am besten funktioniert das mit dem Fahrrad. Kaum sahen die mich in eine andere Richtung fitzen, war denen Jagen egal und sie kamen hinterher. Das haben wir schließlich so eingeübt, daß nur noch das Wort "Tschö" reichte und sie kamen angeflitzt. Dann ein tolles Lecker zur Belohnung.

    Bei Peggy klappt am besten eine Belohnung mit Spielzeug. Egal welches. Also ein handliches genommen, was immer in der Bauchtasche mit kann. Wenn sie anfängt zu stöbern, rufe ich sie ab und werfe ihr das Spielzeug. Das hat bei ihr unglaublich schnell geklappt.

    Das ist, wie ich finde, eine sehr wichtige Sache beim Training und Rückruf: Wissen, wie man sich in so einer Situation am interessantesten macht. Dann klappt das Training viel leichter.

    Kann ich nur bestätigen, was Schwedenfan und Ellionore schreiben.

    Meine Rüden waren immer extrem an Duftspuren läufiger Hündinnen interessiert, auch wenn sie nie gedeckt haben.

    Auch, daß ein Rüde schwieriger zu führen ist, gerade wenn man noch keine DSH-Erfahrung hat, kann ich nur bestätigen. DSH sind halt keine Berner, Collies oder Retriever. Ein DSH Rüde ist meist mit viel mehr Schutztrieb ausgestattet als eine Hündin. Und man muss bedenken, daß gerade beim DSH, im direkten Vergleich mit den og genannten Rassen, meist die Verträglichkeit mit Artgenossen bei Einsetzen der Geschlechtsreife aufhört. Ein " Freundeskreis" der von Welpenzeit an besteht, besteht auch meist weiter. Ausnahme können gleichgeschlechtliche Hunde sein, die nach der Geschlechtsreife plötzlich keine Freunde mehr sind, bestenfalls noch geduldet werden.

    Super geschrieben, Babsi:thumbsup:. Das ist dann auch das Problem beim Rüden während der Läufigkeit der Damenwelt: meist Ohren auf Durchzug weil Nase am Boden. Das kann schon megaanstrengend werden! Und das dann nicht nur mal ein paar Wochen im Jahr. Mittlerweile ist die Damenwelt ja nicht nur im Frühjahr und Herbst läufig, sondern doch einige auch im Sommer und Winter.

    Richtig, Odin !!:thumbsup:

    Mal abgesehen davon, daß ich die Posts von HuehnerHalter eh durchweg fragwürdig finde, erinnert mich irgendwie an einen Ehemaligen, wäre das bei uns ganz einfach: meine Hunde beherrschen das Kommando " Aus" bombastisch! Daher hätte ich mit sowas Null Problem.

    Übrigens, nur mal so am Rande: ist der Einsatz vom Stromhalsbändern in Deutschland verboten weil tierschutzwidrig. So viel mal dazu.

    Meine persönliche Meinung dazu ist: ich würde mir als DSH-Anfänger in keinem Fall einen Rüden holen. Was das Läufigkeitsproblem angeht, hast du bei einem Rüden den Fall, daß er die meiste Zeit im Jahr abgelenkt ist, weil irgendwo eine Hündin läufig ist. Bei einer Hündin hast du das Thema nur für 2 mal ca 3 Wochen. Trainieren kannst du in der Zeit natürlich, klar, nicht auf einem Hundeplatz oder in der Hundeschule, aber zuhause oder auf dem Spaziergang, klar.

    Für die Zeit der Läufigkeit kannst du evtl irgendwo anders laufen, wo nicht so viele andere Hunde sind. Kommt ein anderer Hund, vorsichtshalber anleinen. Andere Rüden können sehr aufdringlich sein und mit anderen Hündinnen wird in der Läufigkeit gerne mal gezickt.

    ich würde dir auf jeden Fall zu einer Hündin raten, am besten auch aus der Hochzucht. Leistungszucht ist schon einiges anspruchsvoller. Da würde ich mich als DSH-Anfänger noch nicht rantasten wollen. Wenn ein HZ Hund dich schon voll auslastet, dann weißt du dann, daß LZ nichts für Euch ist. Und sollte dir ein HZ Hund zu wenig Pep haben, kannst du dir als nächsten Hund einen LZ nehmen. Aber anfangen würde ich mit LZ in keinem Fall, das könnte schnell eine Überforderung werden, gerade wenn noch kleine Kinder dabei sind, für die man auch noch jede Menge zeit haben muss. Es ist ja auch eine Frage, ob du auch regelmässig / täglich ein paar Stunden Zeit hast, alleine etwas mit dem Hund zu machen oder ob du immer die Kinder auch mit dabei haben wirst. Hättest du die Möglichkeit, alleine mit dem Hund auf dem Platz zu trainieren? Oder, wenn er ausgewachsen ist, kannst du alleine mit ihm Rad fahren? oder 2 Stunden am Stück durch Feld und Flur laufen?

    So langsam gerät das hier aber doch sehr Off-Topic.

    Wie gesagt, ich werte ein Explodieren, ein kurzes Explodieren, an der Leine, wenn ein fremder, intakter Rüde zu nah kommt, nicht als Ungehorsam. Quacks geht zwar hoch, hört aber auf ein "Schluß" von mir auch sofort auf und geht normal weiter. Ist Platz genug da, wird seine Individualdistanz nicht unterschritten, kann ich auch mit beiden Hunden frei laufend bei Fuß ganz normal und ruhig dran vorbeigehen, ohne daß meine mit der Wimper zucken. Nicht mal, wenn der fremde Hund volle Möhre loslegt.

    Ellionore: du hast deine Einstellung, die sich absolut mit meiner deckt, mehrmals wunderbar erklärt. Irgendwie will der ein oder andere das halt nicht verstehen, scheint mir.

    Es gibt schließlich auch noch etwas zwischen Wattebällchenwerfer und Gewalt. So wie ich auch dazwischen liege. Auch ich brülle schon mal oder rupfe am Halsband oder am Nackenfell oder stupse an. Aber Schläge, Tritte oder Strom kämen bei mir nie zum Einsatz. Ich halte so was für armselig. Ich hatte bisher 7 DSH und es ist immer anders gegangen, ohne Gewalt.

    Sehe ich genauso wie Ellionore. Ich habe schon zu viele "nette" Methoden auf SV-Plätzen kennengelernt und auch im Reitsport. ich möchte, daß meine Hunde mir vertrauen, statt sie zu brechen, daß sie Angst vor mir haben. Meine Hunde haben Respekt, ja, aber keine Angst.

    Unser Züchter kann sich das Verhalten von Quacks auch nicht erklären. Aber gut, sollte dort mal etwas mit Mop oder Besen passiert sein, sprich man hat die Welpen mal damit verdroschen, würde das auch eh niemand zugeben. Zu seinem anderen Verhalten heisst es, übersteigerter Schutztrieb. Liegt in den Genen.

    Wir haben versucht, mit ihm zu trainieren, auch mit sehr renommierten Trainern, die selber Mallis züchten und ausbilden. Auch dort wurde uns gesagt, man könne es nur händelbarer machen. Und das haben wir seitdem trainiert und trainieren das natürlich auch täglich weiter.

    Explodieren tut Quacks nur, wenn er zu nah an einem anderen intakten Rüden vorbeigehen muss, wenn ein Ausweichen nicht möglich ist. Ich sehe das nicht als Ungehorsam an. So würde ich auch niemals ein Knurren bestrafen, der Hund teilt sich ja mit und das soll er können und dürfen. Würde ich Knurren bestrafen oder unterbinden, was wäre die Folge???

    Es ist seine persönlichkeit, die kann ich nicht ändern. Ich lebe damit, ich habe es für uns alle händelbar gemacht, meide bestimmte Situationen und gut ist.

    Pinguetta: es ist nicht Peggy, sondern Quacks :). Die andere Hündin, die Distanzierte mit dem Höllenjagdtrieb, war unsere Fanny:). Peggy ist ein Labbi in DSH-Gestalt:thumbsup:. Die kann man noch in jeden Kinderwagen dazulegen^^. Meine anderen Hunde auch, nur Quacks ist die Ausnahme. Dein Harras ist Quacks sehr ähnlich, nicht nur äußerlich, das habe ich schon oft gedacht. Es gibt solche Hunde, damit muss man umgehen können. Das ist oftmals schwer. Deshalb sitzen ja auch einige Rüden im Tierheim. Daher würde ich einen DSH Rüden auch nur für DSH-Erfahrene empfehlen. Denn wenn so ein großer, doch massiger Hund eben auch noch viel Schutztrieb hat, ist man schnell überfordert. Ich hatte bereits vorher einen Rüden, da liegen Welten zwischen! Bei meinem Mann und vor allem bei mir ist Quacks ein Lamm, er lässt sich alles viel geduldiger machen als Peggy oder sonst ein anderer Hund.

    Aber bei allem und allen anderen ist absolute Vorsicht angebracht! Gott sei Dank hat er was von den Herdenschutzhunden: wenn er etwas als Bedrohung ansieht, bleibt er erstmal stehen. Immer. dadurch kann ich ihn wunderbar frei laufen lassen. Ich muss ihn nur ständig im Auge behalten. Er gehorcht auch erstklassig, daher kann ich ihn sofort zurückrufen und anleinen oder festhalten. Er braucht eine gewisse Distanz, in der man ihn dann auch ganz easy vorbeiführen kann. Hat er das nicht, ist Kraft gefragt. Er explodiert dann sofort.

    Mal ein Beispiel: auf unserer Runde stand plötzlich ein anderer, wie ich später erfuhr: 2jähriger, unkastrierter DSH-Rüde vor uns. Meine Hunde bekamen von mir das Signal " Stop" und "Hinter" (hinter mich stellen). Klappte. der fremde Rüde kam näher. Meine Hunde standen ruhig da. Weitergehen oder Bogen gehen war unmöglich, da neben uns ein Stacheldrahtzaun war ( Rinderweide), an der anderen Seite der Fluß. Prima! Der fremde Rüde schlich geduckt auf uns zu, umkreiste uns. Ich konnte ihn auch nicht vertreiben. DSH halt :). Sein Frauchen war immer noch weit weg. Sie rief ihn, das interessierte ihn aber null. Dann ging alles ganz flott und es kam, wie es kommen musste: der fremde Rüde wurde steif, fixierte, legte die Zähne frei und griff Quacks an! Quacks war deutlich schwerer und hatte noch seine Schwester dabei, die ihm in solchen Situationen natürlich tatkräftig zur Seite steht:S. sekundenlang heftiges Gebrüll, dann wurde der fremde Rüde kurzerhand von den beiden Geschwistern in die Rur befördert:). Das wars dann, Thema erledigt. Keiner verletzt. Endlich kam auch mal sein Frauchen angelatscht, entschuldigte sich 1000 Mal und wir haben uns noch unterhalten.

    Bei Quacks ist es mit anderen Hunden nicht mal so schwierig. Es hängt halt daran, wie der andere sich verhält. Quacks sucht von sich aus keinen Streit oder gar Kampf. Schon gar nicht, wenn genug Platz da ist. Sieht er aber seine Schwester oder mich, aus seiner Sicht, bedroht, dann brennen die Sicherungen durch. Mal schnell. mal dauert es, wie Gott sei Dank bei oben beschriebenem Beispiel. Mit dem fremden DSH war er ja geradezu vorbildlich. Aber das problem ist, daß man das nicht voraussetzen kann. Er reagiert immer anders, da spielen so viele Faktoren eine Rolle.

    Bei Menschen hingegen sieht er immer rot. Wenn ihn schon jemand nur ansieht, ist es für ihn bedrohlich. Er geht dann sehr viel schneller und vehementer nach vorne als bei anderen Hunden. dazu ein Beispiel: wenn wir mit den Hunden in Urlaub sind, gehen wir auch mal gerne essen:). Wir fahren meist im Mai oder september, sodass man gut draußen sitzen kann. Man wähle dann mit Quacks einen Tisch, wo drunkerum etwas mehr Platz ist als üblich:). Peggy legt sich sofort hin und pennt. Quacks sitzt die ganze zeit und scannt. Menschen an Nebentischen sind egal. Neuankömmlinge mit Hund auch. Kellner, die herumlaufen auch. Aber Kellner, die an unseren Tisch kommen: da geht er fast über den Tisch drüber! Klare Bedrohung, der kommt frontal und schnellen Schrittes auf mich und meine Familie zu. Das ist Worstcase. Und das kann man üben bis zum Erbrechen, es nutzt nichts. Wieder mal ein großer Dank an die unendlich geduldigen und verständnisvollen Niederländer auf Texel! Wir sind tatsächlich noch nirgendwo hinausgeflogen:thumbsup:. Im Gegenteil, wir dürfen sogar immer wieder kommen. Obwohl es uns natürlich totpeinlich ist. Wir bieten dann schon immer an, uns alles selbst zu holen, damit keiner mehr an unseren Tisch braucht. Aber die sind so cool und meinen, kann ja nix passieren, ihr haltet den ja fest. Mach das mal in Deutschland, da fliegste nicht nur raus, sondern kriegst noch ne Anzeige.


    Was hiervon themenrelevant ist: mit so einem Hund kanste natürlich nicht mal eben überall oder gar in den Ferien oder mit Kindern Urlaub machen. Ich denke, daß bekommt nicht mal hin, wenn man Drahtseile als Nerven hat.

    Die Tierärtze fassen Quacks nicht mal an, trotz dass er natürlich immer Maulkorb trägt. Ein einziger schafft es tatsächlich, ihn wenigstens zu impfen. der einzige TA, der auf mich hört :). Quacks nicht angucken, an ihm vorbeilatschen in Richtung Peggy, ich dreh Quacks etwas, TA geht hinter mir rum und piekst Quacks dann von hinten in den Hintern:). So gehts. NUR so. Leider halten sich Viele nicht daran, ihn nicht anzugucken. So wie er sich benimmt, hält man ihn wohl besser im Auge:). Nur regt ihn das noch mehr auf. Wenn nur Peggy behandelt wird liegt er ganz ruhig dabei und sagt keinen Ton. Außer, Peggy bekommt Angst und gibt ein Tönchen von sich, dann isser voll da. Oder sie wird narkotisiert....alles ist gut, bis Peggy leicht in Schräglage geht und sanft in Bauchlage gleitet. Dann schreit er "Du hast meine Schwester umgebracht". Der TA sollte dann beiseite treten und Quacks an seiner Schwester schnüffeln lassen, damit er sieht, daß sie nur pennt:). Tut er dann auch und der Koloss beruhigt sich wieder.

    Wir kennen ihn so, wir nehmen ihn so. Auch wenn es oft schwierig und stressig ist. Aber solch ein Hund bei Leuten, denen einfach die Erfahrung oder auch die Ruhe fehlt? Nicht auszudenken! Und hätte ich eigene Kinder noch hier herumlaufen, hätte ich das gar nicht machen können, dann hätte ich ihn weggeben müssen! Das hätte nie und nimmer, auch nicht mit den besten Trainern, funktioniert. Für die Kinder viel zu gefährlich. Besucherkinder wären absolut nicht möglich gewesen etc. pp.

    Solche probleme hatte ich niemals bei einem meiner Tierschutzhunde - aber bei einem Welpen, der von einem guten, renommierten Züchter stammt und mit 8 Wochen hier einzog.

    SO kann es eben auch gehen. Ist natürlich die absolute Ausnahme, aber es gibt sie eben.

    Jein, im Großen und Ganzen, ja, kann ich voll zustimmen. ABER: der superwichtige Punkt Züchter ist eben der, um sich alles dreht. Wenn da etwas nicht richtig läuft, bekommt man einen Welpen, dessen Erziehung sich deutlich schwieriger gestalten kann als die eines Hundes aus zweiter Hand.

    Klar, ein Hund aus dem Auslandstierschutz,wie Terrortöle es beschreibt, ist nochmal was anderes, was Vergangenheit und zuküftige Arbeit angeht. ich vertrete daher auch die Meinung, daß gerade Auslandshunde oft nicht unbedingt für Anfänger geeignet sind, sondern meist Hundeerfahrene Menschen brauchen, weil es echt nicht einfach ist.

    Ich persönlich habe bei 2 meiner Hunde, die ich als Welpe bekam, wesentlich mehr Arbeit investieren müssen, als bei meinen Tierschutzhunden und der Privatabgabe.

    Die eine Hündin war von einem durchschnittlichen DSH Züchter. Im Welpenzwinger ihre 8 Wochen gewesen, kannte ausser Füttern und mal kurz "Hallo" sagen absolut nichts. Diese Hündin war von Anfang an extrem distanziert,dazu noch gesegnet mit einem unwahrscheinlichen Jagdtrieb. Bis ich sie soweit hatte, wie ich es von meinen anderen DSH kannte, vergingen gut 3 Jahre!

    Ein Rüde, den ich als Welpen bekam, war von Anfang an extrem misstrauisch allen Fremden gegenüber, hasste Kinder schon als Welpe und war und ist beim Tierarzt bis heute kaum zu händeln und muss für alles in Narkose. Er ist mit viel Wach- und Schutztrieb ausgestattet, ist aber eine Kombi aus geballtem Selbstvertrauen plus Unsicherheit. Hat dazu eine sehr niedrige Reizschwelle. Dieser Hund ist mein 7. DSH und stellt mich vor herausforderungen, von denen ich bisher nicht mal geahnt habe! Trotz aller Erfahrung, viel Arbeit und Training ist er bis heute ein Hund, dem ich keinen Anfänger zumuten würde! Der auch never zu Kindern könnte. Und das, obwohl er mit 8 Wochen zu uns kam und das von einem Bombenzüchter!

    Er hat bis heute furchtbare panik vor Besen und Schrubbern / Mop. Da hier nie ein Zwischenfall war, muss man vermuten, daß irgendetwas beim Züchter passiert ist. rasenmäher und Staubsauger lassen ihn kalt. Auch sonst ist er zu 80% mutig und geht eher vor. Das tut er aber auch bei den 20%, in denen er unsicher ist.

    Unser TA und unsere Physiotherapeutin, die mit Peggy arbeitet, sagen immer, wenn der Hund nicht bei uns gelandet wäre, wäre er längst im Tierheim als unvermittelbar oder schon tot. Man kann seine Aggressivität schlecht voraussehen, lenken schon gar nicht. Nur festhalten und durch. Trainierbar ist da leider gar nichts, auch nicht mit Experten. Kann man nichts machen, liegt in den Genen, so mehrere TÄ und Trainer. Also damit klarkommen. Für uns kein Problem. Ich selber bin kräftig genug, um ihn in jeder Situation absolut zuverlässig zu halten, bei 53kg und 70 cm schon eine Nummer. Kinder haben wir keine. Aber ich wage nicht , daran zu denekn, wenn dieser Hund bei einem Anfänger oder einer Familie gelandet wäre! Ich kann mich auf ihn einstellen, ihn nehmen, wie er ist. mein Mann auch. Aber wir sind eben auch für uns alleine und haben nicht noch die Verantwortung für Kinder.

    Alle meine anderen 6 DSH hätten problemlos zu Familien mit kleinen Kindern können, auch wenn sie es hier nur von Besuchen her kannten. Auch meine Hunde aus dem Tierschutz. Die hatten zwar auch ihre Baustellen, aber das hätte sich relativ leicht in ein Familienleben einfügen können. Dieser Welpe hingegen absolut nicht!

    Daher bin ich nicht mehr ganz so blauäugig, daß Welpen immer unbedingt der einfachere Weg sind. Im Normalfall mag das gelten, ist auch eigentlich total logisch, aber wenn beim Züchter, sei er auch noch so gut, etwas schiefläuft, kann man mit einem "gebrauchten" Hund wirklich besser beraten sein. Man muss nur etwas geduldiger suchen und braucht vertrauensvolle und ehrliche Infos.

    Manchmal braucht es einfach nur mehr Zeit und mehr Geduld, egal ob Welpe, JUnghund oder älterer Hund. Selbst ein Welpe kann schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, von denen man nichts weiß. Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrungen mit älteren Hunden aus dem Tierschutz berichten, daß selbst alte Hunde noch gerne und willig lernen, es braucht halt manchmal nur etwas länger. Und, klar, besser sind immer gute oder keine Erfahrungen, als schlechte gemacht zu haben. Aber nichts ist unmöglich:thumbsup:

    Ja, das leben wäre schon deutlich einfacher, wenn es nicht so viele depperte andere Enden der Leine gäbe:). Wenn denn dann überhaupt eine Leine dran ist:). Auf unserer morgendlichen Runde treffen wir regelmässig ein Gespann Frauchen mit Jagdhundmischling. Mittlerweile, nach über einem Jahr. leint sie wenigstens an, wenn sie uns kommen sieht. WENN sie uns im wohl morgendlichen Tran kommen sieht. Ihr Hund ist ätzend. Schon von weitem stellt er die Rute steil auf, kriegt ne Mega Bürste und legt die Zähne frei. Laut Frauchen ist er soooo lieb und will nur Hallo sagen....<X. Nachdem dieses Viech uns mehrmals unangeleint Hallo sagen durfte, habe ich der Dame dann gesagt, entweder leint sie künftig an und liest mal ein gutes Hundebuch um zu verstehen, daß dieser Hund alles gerne machen möchte, nur nicht Hallo sagen, oder lasse ich meine Hunde künftig auch unangeleint ihrem Hund Hallo sagen, dann dürfe sie sich aber um sein Ende als Hackfleisch auch nicht wundern. seitdem leint sie wenigstens an. Aber auch nur, um den Hund dann an lockerer Leine genau frontal auf uns zukommen zu lassen:cursing:. Quacks kriegt dann jedes Mal einen Anfall, worauf die Dame dann immer meint: Oh, was sind das böse Hundis. Da soll man selber echt keinen Anfall kriegen! Es fällt mir dann echt schwer zu denken : immer lächeln, du kannst nicht alle töten:). Aber die ist echt zwecklos, die kann man abheften.

    Ohligschläger und Rütter halte ich auch für eine sehr gute Idee! Zumal die ja auch nach Hause kommen. Und die Entfernung von Euskirchen aus wäre ja auch machbar um auch selber hinzufahren.

    ich will auch nicht alle Hundeplätze per se verteufeln. In der SV-Ortsgruppe, in der unsere Züchterin trainiert, geht es auch anders zu. Dort würde ich auch trainieren und Schutzdienst machen. Leider unmöglich, da die einfach Strecke 380km beträgt. Bei uns im Umfeld habe ich leider noch nichts gefunden, was ohne extreme Härte und Bestrafungen arbeitet. Daher lasse ich es ganz sein, das möchte ich meinen Hunden nicht antun. Gewalt erzeugt Gegengewalt, bzw. agressives Verhalten des Huha löst aggressives Verhalten beim Hund aus, was ja auch logisch ist.

    Wir sind da auch ganz entspannt und geduldig unterwegs, aber wie gesagt, bei uns sind es auch schon DSH 6 und 7. Mit der zeit wird man cooler:).

    Labbis sind irgendwie immer ein "leidiges" Problem, das habe ich auch festgestellt. Die sind immer extrem kontaktfreudig und kommen fröhlich angeschossen. Dabei total resistent gegen jegliches Abwehr- und Drohverhalten anderer Hunde. Fast immer gehalten von Leuten, die diese umwerfende und immerwährende Fröhlichkeit auch bei allen anderen Hunden auf diesem Planeten voraussetzen und zutiefst entsetzt sind, daß es Hunde gibt, die nicht jeden freundlichst empfangen und immer und zu jeder Zeit und in jeder Situation spielen möchten.

    Also, ich bin da voll und ganz bei Paw ! Nach mittlerweile 7 DSH habe ich halt auch die Erfahrung gemacht, daß außer zügig weiter laufen alles nichts bringt. Und da ich meist 3 DSH gleichzeitig hatte und auch an der Leine hatte, musste ich etwas finden, daß schlicht und ergreifend und immer funktioniert. Sonst wäre das tüchtig in die Hose gegangen, gerade bei Dreien gleichzeitig, die sich ja auch noch gegenseitig hochpuschen. Hunde an die Leine, Kommando Fuß und zügig weiter. Kein Drama, keine Diskussion. Alles andere hat schlichtweg nicht funktioniert.

    Auch ich möchte meine Hunde auf einer Vertrauensbasis führen und führen können. Ich habe auch Schlimmes auf Hundeplätzen gesehen, das möchte ich nicht , auch nicht ansatzweise nachmachen.

    Großartig, Paw! Einfach weitergehen ist das beste, was man machen kann. Alles ignorieren, so tun als wäre nichts und weiter. So habe ich das auch immer gemacht. Auch das mit dem ins Halsband fassen, da hat man den Hund einfach viel besser im Griff. Ich befürchte, daß das mit einem Geschirr nicht mehr so gut funktioniert. Aber das muss man ausprobieren. Was ich ein tolles Untensil finde, ist die Gripleine von Trixie. Die habe ich mir zugelegt und bin total begeistert. Alles andere an Leine ist irgendwie und irgendwann immer flutschig. Diese Gripleine ist super, auch bei Regen. Kriegst du bei Fressnapf oder Futterhaus. Da habe ich sogar an einer Leine beide Bomber dran und es klappt super.