Cauda Equina Syndrom

  • Update zum TA Gespräch vom 30. September 2024


    Und Axels Zustand heute:

    Ja, ich gebe zu, ich habe so lange gebraucht für das Update.


    Axel geht es hervorragend. Er ist voller Energie (ich wäre mit einem Viertel davon auch zufrieden :rolleyes: ) Er bewegt sich offenbar schmerzfrei, ich muss höllisch aufpassen, weil er lässt keine Gelegenheit zum springen aus. Wir gehen nach wie vor nur im Garten "spazieren", d.h. ich fahre mit dem Tretroller und trainiere gleichzeitig meine Beine, Axel rennt frei. Ich fahre etliche Male hin und her, mein Grundstück ist ca. 160m in der Länge. Anschliessend bleiben wir einfach noch eine Weile draussen und die Hunde tragen irgendwelche dicken Äste herum oder schnüffeln und machen sonstigen Hundekram. 2x täglich diese längeren Action-Runden und dann noch mehrmals kurze 5 - 10 Minuten Pipirunde mit meinem Mann oder mir. Ah ja, jeden Morgen machen Axel und Alma eine kleine Runde Wrestling auf dem Teppich.


    Ich meine zu sehen, dass er wieder etwas mehr Muskel gewinnt, wenn auch zaghaft insgesamt sind seine Bewegungen aber kräftig. Ich hatte mir vorgenommen Fahrrad in die Berge zu fahren mit ihm, im Schildkrötentempo, max. 4km (2 hin, 2 zurück), eher 3km am Anfang aber heute kann ich nicht, weil ich mich nicht so gut fühle.


    Die TÄ meinte beim letzten Gespräch (von dem ich noch nicht berichtet habe), dass sie den Diagnosen/Prognosen der hiesigen Tierärzte zustimmt, da Axel eine Asymmetrie am Kreuzbein hat. Dadurch bin ich im Prinzip wieder zurück auf Feld 1. Eine grosse OP mit allem drum und dran, Knochen mit Platten fixieren, die Wirbelsäule zurechtfräsen, Bandscheiben zähmen usw. würde sich im Kostenbereich von um die 8000 Euro bewegen. Dazu käme eine sehr empfehlenswerte CT mit ca. nochmals 1000 Euro. Dann Reha etc. Das kann ich mir schlicht und einfach nicht leisten. Zumal es nicht 100% sicher ist, dass das Ergebnis optimal wäre bzw. wie lange Axel dann beschwerdefrei bliebe.


    Sie meinte, es wäre sicherlich nicht das Schlechteste jetzt den Axel so zu lassen, da er sich ja gut fühlt und keine Schmerzen hat und auch keine Lähmungserscheinungen, und weiterhin zu schauen, dass er keine extremen Anstrengungen macht, ihn langsam und vernünftig wieder mehr zu bewegen, etc und dann zu sehen wie es sich entwickelt, warscheinlich doch noch eine ziemliche Weile lang es ihm gut gehen sollte.

  • Das klingt doch trotz der niederschmetternden Diagnose ganz vorsichtig optimistisch.


    Schön zu lesen, dass es Axel soweit gut geht!

  • Also ganz ehrlich, so gut wie es dem Axel jetzt geht, würde ich selbst beim halben Preis keine OP machen. Zumal du jetzt rein für den Sport nach OP und Reha vielleicht 2 Jahre gewonnen hättest, wenn es optimal verläuft. Er ist jetzt 5, richtig? Wie viele DSH laufen den länger als mit 8 Jahren noch im IPO.

    Fahrrad fahren, Physio, evtl Fährten und mit Alma spielen auf eurem großen Grundstück ist doch kein sooo schlechtes Leben :)

    Und du kannst deine Energie in Alma stecken, da hören sich deine Berichte vom Training zunehmend positiv an <3

  • mich freut es für Axl das es ihm grad super geht total. Echt Bombe.

    Muss aber mal noch eine Beschwerde anbringen, erstens Fotos und zweitens beim nächsten Hund bitte keinen Namen der Guns and Roses assoziiert. ;)

  • Ach wie schön, dass es Axel gut geht und er wieder mehr Energie bekommt. Wobei die vermutlich nie weg war aber aufgrund der Schmerzen sich diese eben nicht ausleben liess. Dein Bewegungsprogramm tut ihm gut, er stabilisiert sich zusehends, die Schmerzen werden weniger, das sind doch sehr schöne Nachrichten.

    Dir gute Besserung❣️ Mit Alma hast du noch eine tolle Sportoption, da kannst du dich austoben😄 Und gut, dass du sie zu die geholt hast. So schliesst sich der Kreis, das Leben geht seine eigenen Wege.

    Longieren, davon träum ich auch oft. Wenn ich zuhause den geeigneten Platz hätte, dann wäre das die Option schlechthin für mich. Also, ne, meine Hunde. Aber du hast ja den Platz, das ist schon die halbe Miete. Hund wird kontrolliert bewegt, er ist gefordert und muss sich konzentrieren. Eine tolle Auslastung, physisch und psychisch.

  • Axman : Hoffentlich ist meine Frage nicht daneben, aber ich beschäftige mich aus aktuellem Grund gerade mit dem Thema und möchte gerne wissen wie es bei euch in den vergangenen 2 Jahren weiterging.

  • Axel hatte sich nach dem 1. Auftreten der Symptome innerhalb einiger Monate wieder recht gut erholt. Er hatte Gabapentin bekommen. Das habe ich dann auch abgesetzt weil ich sehen wollte wie es ohne Medikamente aussieht und er war auch ohne ziemlich gut drauf.


    Das war ja dann die Zeit wo der kleine Ioshy zu uns kam und da war Axel sehr fit. Ich nahm Axel dann auch fast das ganze erste Jahr von Ioshy mit zum Training und er durfte immer kleine "Trosteinheiten" machen. Kein Springen natürlich und kein Schutzdienst, nur Fährte und die anderen Unterordnungsübungen.


    Dann beobachtete ich eine Verschlechterung von Axels Zustand. Er hat wohl Schmerzen bekommen, keine konkreten Symptome, also keine Lähmungen oder so und auch sein Gang war nicht unkoordiniert.


    Ich weiss nicht ob das Light-Training für ihn halt doch zuviel war oder der schwerer werdende Junghund, der auch viel an Axel hingesprungen ist. Oder einfach nur so eine Verschlechterung kam.


    Ich gab wieder Gabapentin und nach vielleicht 3 Monaten ging es Axel wieder besser. Genaugenommen kann ich auch nicht genau wissen ob es das Gabapentin war oder es Axel dann einfach wieder besser ging weil ich ihn nicht mehr mit zum Training nahm und sehr darauf geachtet habe dass er nicht durch Ioshy zu mehr Bewegung getrieben wurde als er selber gewählt hätte.


    Jetzt im Moment geht es Axel sehr gut. Er scheint keine Schmerzen zu haben, das merke ich auch mit daran, dass er viel geduldiger und netter mit Ioshy ist.


    Insgesamt rennt Axel aber nicht mehr viel herum. Also er hat seine Bewegung von selber eingeschränkt. Er trabt und geht im Schritt, manchmal eine nicht so lange Galoppstrecke, das wars.


    Ich hatte ihn vor dem Wochenende nochmal mit beim Training, weil er hätte den perro en blanco, den "Blindenhund" machen sollen für die Prüfung. Es hat ihn sehr glücklich gemacht ein bisschen auf den Platz zu gehen, Fuss laufen zu dürfen (ich habe eher sowas wie Transport gemacht, damit er keine so hohe Aktion beim Fusslaufen zeigt) und in der Ablage Belohnung verdienen und Positionen. Dann war sein Einsatz doch nicht notwendig am Samstag und ich war auch froh drum.

  • Es hat ihn sehr glücklich gemacht ein bisschen auf den Platz zu gehen,

    Das freut mich. Enzo nehme ich ganz selten mal mit zum Platz, wenn es manchmal anders nicht geht. Das glaubt niemand der keine solchen "Arbeitstiere" hat wie dein Axel oder mein Enzo dieses glücklich sein, die Augen leuchten und nach den Minitrainingseinheiten eine innere Zufriedenheit :love: