Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit

  • Nein, daraus ergibt sich kein Winkelproblem, vorausgesetzt der Hund hat kein prinzipielles Winkelproblem. Du machst das ja auch nur solange, bis sie es erwartet, dann reduziert du es wieder. Du könntest auch versuchen, das Futter offen zu legen, also nicht eindrücken, das sie nicht zu langsam wird, damit du keinen Tempounterschied bekommst, wenn sie sonst eher flott ist. Weiter weg vom Winkel würde ich es nicht legen, bei mir hat das eher dazu geführt, das die Hunde noch schneller wurden

    Danke, dann probiere ich das mal aus. Ja, das weiter raus legen fördert auf jeden Fall das schneller werden. Vielleicht kann ich da ja auch generell einfach mehr variieren, mal liegt es weiter, mal dichter hinterm Winkel.


    Das Thema haben wir ja generell, bei den Winkeln war es nur ein Beispiel. Uns wurde immer angekreidet, dass der Hund sich konstanter im Tempo zeigen müsste. Aber es ist wirklich Detailarbeit, unsere Prüfungen waren konstant im niedrigen V, wetter- und bodenunabhängig.


    Durch das Bestätigen nach den Winkeln, ist sie schon sehr auf der Suche nach Winkeln, prüft auch entsprechend viel, was das Tempo sicherlich auch so unkonstant werden lässt, weil sie eben ein schnelles Grundtempo aufweist.


    Deshalb würde ich gerne das Grundtempo verlangsamen, damit die Unterschiede nicht so krass ausfallen.

    Ein Vorschlag war auch, seitens der Vereinskollegen, die Fährte eine ganze Zeit unberechenbarer zu gestalten. Grade nach den Frühjahrsprüfungen ist sie natürlich sehr "im Schema".

  • habe das gleiche Problem jetzt auf der Prüfung deutlich bemerkt, nach GS und Winkel gehts erstmal etwas zu flott weiter, Hera hüpft förmlich wieder in die Fährte.

    Da Mona s Konzept bei der Hera die GS wieder unwichtiger werden lassen würde habe ich mir überlegt mal eine Zeit lang im Training ganz kurz nach dem GS einen Winkel zu legen bzw. nach dem Winkel einen GS.

    Vielleicht erhöht das mit der Zeit die Aufmerksamkeit?

    Oh, das klingt sehr nach Rica. Ich hab eine zeitlang mit kleinen Verweisern gearbeitet. Sehr klein geschnittener Kong, viel kleiner als normale GS. Das hat das intensive Suchen auch sehr gut gefördert. Das wäre auch etwas, was ich wieder ins Training aufnehmen könnte.


    EDIT: Hast du schon mal probiert, die Fährten extrem lang zu legen? In der Hoffnung, dass der Hund dann lernt sich besser einzuteilen? War auch eine Überlegung von mir :/

    Einmal editiert, zuletzt von Secans ()

  • Schafring wenn dann die Gegenstände zu unwichtig werden bzw mir das Verweisen nicht gefällt, mache ich Trieb auf die Gegenstände. Wenn der Hund am Gegenstand liegt ziehe ich ihn der Brust nach hinten und motiviere mit der Stimme sich anzustrengen. Das kennen meine Hunde vom Aufbau des Verweisens. Das kann man auch zwei dreimal machen, bis das Verweisen so ist das es mir gefällt, dann bestätige ich erst den Gegenstand. Evtl. wird der Hund dann zum Gegenstand zu schnell, dann muss man da wieder gegenarbeiten. Es bleibt ein ewiges Gefummel :D

  • Eine Zeitlang habe ich auch verstecktes Futter nach den GS gelegt, in der Hoffnung, dass sie damit nicht so reindonnert beim Wiederansatz. Aber sie riecht es und es hält dann auf Prüfung einfach nicht. Selbst eingetretenes Futter nimmt sie wahr, wenn es zu dicht am GS liegt, was es ja müsste, damit es einen Effekt hat. Auch bei der Arbeit mit den Kongstücken finde ich krass, wie gut Hunde das wahrnehmen. Die Stücke sind teilweise 1mm groß, eingetreten und der Hund kann sie riechen.

  • Durch alles unberechenbare wie Winkel kurz nach Gegenstand etc bekommt man dann leider wieder mehr prüfen, was dir zumindest bei IGP Fährten auch wieder gezogen wird. Das würde ich deswegen nicht zu oft machen. Ich (versuche :D ) das Grundtempo über die Leine zu kontrollieren, sobald der Hund schneller wird, korrigiere ich.

  • Durch alles unberechenbare wie Winkel kurz nach Gegenstand etc bekommt man dann leider wieder mehr prüfen, was dir zumindest bei IGP Fährten auch wieder gezogen wird. Das würde ich deswegen nicht zu oft machen. Ich (versuche :D ) das Grundtempo über die Leine zu kontrollieren, sobald der Hund schneller wird, korrigiere ich.

    Ja, das ist auch wieder eine befürchtung. Irgendwann macht man sich ja echt viel Kopf :D

    Wir haben auch nicht das Problem, dass sie Futter übersuchen würde. Sie riecht es, sie ist nicht unkonzentriert oder unaufmerksam. Sie ist nicht kopflos schnell, sie macht ja auch super Winkel.


    Aber es wirkt dadurch einfach "ruckelig". Ich muss ihr irgendwie vermitteln, dass sie langsamer sein soll. :D :S

  • Mona, nein, nein, ich bin mit der Art wie die GS verwiesen werden eigentlich zufrieden, ganz selten dass im Training mal einer überlaufen würde.

    Das Ziel ist ja bei Secans und mir dass der Wiederansatz danach und auch der "flow" nach dem Winkel ruhiger, dem Tempo der allgemeinen Suche angepasster wird.

    Bei vielen Hunden scheint das ja mit dem Futter nach dem GS zur Entschleunigung zu funktionieren, bei meiner hat sich im Kopf verankert -ähh nach dem GS kommt Futter - warum soll ich mich dann erst an dem doofen GS ablegen.

    Dazu sei gesagt dass ich mittlerweile eh mit relativ wenig bis gar keinem Futter arbeite.

  • Bei vielen Hunden scheint das ja mit dem Futter nach dem GS zur Entschleunigung zu funktionieren, bei meiner hat sich im Kopf verankert -ähh nach dem GS kommt Futter - warum soll ich mich dann erst an dem doofen GS ablegen.

    Dazu sei gesagt dass ich mittlerweile eh mit relativ wenig bis gar keinem Futter arbeite.

    Ja, genau. Futter entschleunigt das Ganze hier auch weniger. Und dazu kommt, dass es auf Prüfung einfach nicht hält, weil ich noch kein Futter finden konnte, dessen Anwesenheit sie nicht mitschneidet. Auch die ganzen Dinge mit GS gegen Futter tauschen, Augen zuhalten und co habe ich schon durch. Es ist perfekt im Training, aber sie merkt sofort, wenn da kein Futter mehr liegt und fällt direkt ins alte Verhalten.


    GS sind super, mit Futter danach habe ich auch Angst, dass sie das überlaufen anfängt.

  • Versteht mich nicht falsch, ich baue auch mit Futter auf und es hilft natürlich auch an vielen Stellen, aber an dem Punkt kommt ich da bei unserem aktuellen Stand gefühlt an die Grenzen. Letztendlich muss sich das Verhalten ja auch auf Prüfung bewähren und das ist dann leider immer wieder der Punkt, dass es im Training wunderbar ist, wir aber nicht mal zum abbauen kommen, weil sie durch das viele Futter gefühlt noch aufgeregter wird und dann einfach ist wie sie ist :D Beim Ansatz klappt es natürlich gut, sie verweilt da sehr intensiv. Aber nach dem GS oder Winkel soll sie ja eher nicht verweilen ^^

  • Hinter die Gegenstände lege ich auch kein Futter, dann springen meine auch in die Fährte. Ich mache das ein bisschen nach Jürgen Essers, das ich den Hund quasi im Fressen wiederansetze.

  • Secans ich denke du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du lebst mit dem hohen etwas ungleichmäßigen Tempo und nimmst die drei bis vier Punkte in Kauf, die du dadurch verlierst. Oder du gehst nochmal ein paar Schritte zurück und arbeitest prinzipiell am Tempo. So wie es sich anhört sind alle deine Probleme Folgen des zu hohen Grundtempos

  • Secans ich denke du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du lebst mit dem hohen etwas ungleichmäßigen Tempo und nimmst die drei bis vier Punkte in Kauf, die du dadurch verlierst. Oder du gehst nochmal ein paar Schritte zurück und arbeitest prinzipiell am Tempo. So wie es sich anhört sind alle deine Probleme Folgen des zu hohen Grundtempos

    Vor der nächsten Prüfung haben wir ausreichend Zeit, so dass der Weg auf jeden Fall sein wird, sich nur auf das Grundtempo zu fokussieren. Als Rückschritt betrachte ich das gar nicht. :)

    Ansonsten arbeite ich momentan nur an Bildern. Unterschiedliche Winkel, Unterschiedliche GS und unterschiedliche Lagen des GS. Teilweise absolut nicht PO-konform.

  • Ich danke euch für den Input.


    Ich werde die Fährten jetzt eher gestalten wie bei einem Junghund und gezielt am Tempo arbeiten und nicht darüber gehen, dass ich die Schwierigkeit der Fährte steigere oder Unvorhergesehenes einbaue. Am GS werde ich den Wiederansatz erstmal so arbeiten, wie von Mona beschrieben, das klingt gut.