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Rudelstellung- was haltet ihr davon ?

  • pesu
  • 4. Februar 2012 um 22:13
  • Fischkopf
    Gast
    • 27. August 2013 um 17:17
    • #31

    Also meine Hunde wären nicht für Schutzdienst geeignet. Das hat aber nichts damit zu tun ob sie beim Spazierengehen vor mir gehen oder hinter mir, sondern damit, dass sie rein gar nichts mit einem Ärmel oder ähnlichem anfangen können. Was man nicht fressen kann, wird von meinen weder gebissen noch aufgehoben.

  • AceNeela
    Gast
    • 27. August 2013 um 19:15
    • #32

    Meine könnten auch nichts mit Schutzdienst anfangen, wenn ich ihnen nicht gezeigt hätte, was sie machen sollen. Und beissen tun sie nicht, weil sie iwas fressen wollen, sondern weils um Beute geht. Neela will kämpfen und Chandor einfach nur mit der Beute/Ärmel rumstolzieren und sich freuen, dass er gewonnen hat. Einer läuft vorne beim Gassie, der Andere hinten, aber beissen tun beide. :P

  • Simone Krüger
    Gast
    • 27. August 2013 um 21:33
    • #33

    Hallo Fischkopf,

    in diesem Thread geht es nicht um Schutzhunde und beißen. ;) Wenn du mehr dazu wissen möchtest, dann ließ dich doch einfach mal durchs Forum oder mache ganz einfach einen neuen Thread mit diesen Themen auf. Danke!

  • gweny
    Gast
    • 22. Dezember 2013 um 07:35
    • #34

    möchte das Thema noch mal aufgreifen, denn eines kann ich euch sagen wer sich wirklich damit beschäftigt und sich daran hält wird deutliche Veränderungen bei seinen Hunden feststellen.

    Ich war auch zum Einschätzen und versuche nun meine Hunde stellungsgerecht zu behandeln, was auch prima klappt und die Veränderungen sind einmalig, keine Ohrenentzündugen mehr, kein Humpeln mehr nur als kleine Bsp.
    Und ich persönlich als Züchter würde mir wünschen, das viel mehr Züchter ihre Hunde einschätzen lassen würden und auch zusehen das die Hunde an die richtigen Halter kommen. Denn Leithunde brauchen viel mehr ansprache als Bindehunde, und die 3 er Stellungen gehören nicht in die Zucht,
    Wenn wir wirklich was verändern wollen in der Zucht, dann sollten wir darüber mal intensiver nachdenken.

  • E&C
    Gast
    • 22. Dezember 2013 um 12:45
    • #35

    Natürlich muss sich in der Zucht einiges ändern, das sollte man aber bitte nicht auf irgendwelche obstrusen Erblehren gründen, die vor zwanzig oder dreißig Jahren ein Gärtner in die Welt gesetzt hat :rolleyes:
    Und wenn ich lese, dass vollkommen harmonische Hundepaare und Gruppen die jahrelang friedlich zusammen gelebt haben auseinander gerissen werden sollen nach so einer Einschätzung, wird mir übel.

    Und der Charakter... egal beim Kauf, Hauptsache eine selbsternannte Gurutante hat nach einem Foto vom Wurf die Rudelstellungen zugeordnet und bestimmt welche Welpen bei mehr als sieben Tieren separat von Geschwistern getrennt aufgezogen werden müssen...

    Ne sorry, ich frage mich echt wie man das ernst nehmen kann

  • denada
    Beiträge
    161
    • 22. Dezember 2013 um 12:53
    • #36

    Was meinst du genau mit "stellungsgerecht behandeln". Kannst du das bitte mal kurz anhand eines Beispiels erklären?


    bien vivir!

  • gweny
    Gast
    • 22. Dezember 2013 um 13:05
    • #37
    Zitat von E&C

    Natürlich muss sich in der Zucht einiges ändern, das sollte man aber bitte nicht auf irgendwelche obstrusen Erblehren gründen, die vor zwanzig oder dreißig Jahren ein Gärtner in die Welt gesetzt hat :rolleyes:
    Und wenn ich lese, dass vollkommen harmonische Hundepaare und Gruppen die jahrelang friedlich zusammen gelebt haben auseinander gerissen werden sollen nach so einer Einschätzung, wird mir übel.

    Und der Charakter... egal beim Kauf, Hauptsache eine selbsternannte Gurutante hat nach einem Foto vom Wurf die Rudelstellungen zugeordnet und bestimmt welche Welpen bei mehr als sieben Tieren separat von Geschwistern getrennt aufgezogen werden müssen...

    Ne sorry, ich frage mich echt wie man das ernst nehmen kann


    Das kann ich dir sagen, diese harmonischen Hundepaare haben sich arrangiert, beobachte mal deine Hunde dann wirst du merken, wieviel Stress die haben, die beobachten sich dauernd, der eine kann nicht weggehen ohne das der andere mitrennt, und nun glaub mal nicht das das passiert, weil die sich so lieb haben. Guck dir so einen Workshop mal live an und wenn du wirklich willst das es deinen Hunden gut geht und nicht dir, wirst du den Unterschied sehen,

  • denada
    Beiträge
    161
    • 22. Dezember 2013 um 13:11
    • #38

    Nochmal meine Frage von oben: Bitte mal anhand eines Beispieles dieses "stellungsgerecht behandeln" erläutern.


    bien vivir!

  • gweny
    Gast
    • 22. Dezember 2013 um 13:13
    • #39
    Zitat von denada

    Was meinst du genau mit "stellungsgerecht behandeln". Kannst du das bitte mal kurz anhand eines Beispiels erklären?

    ja das kann ich, aber ohne zu wissen was es für Stellungen gibt ist das schwer zu verstehen.

    Ich nehme mal als Bsp. den Nachrangleithund.

    Dieser Hund sichert im Rudel mit seinem Bindehund Nachrang 3 das Rudel nach hinten ab, wenn du einen solchen Hund hast und ihn dazu nötigst ohne deine oder Sicherung seines Bindehundes nach vorne zu aggieren, wird er auf Dauer ein Angstbeisser werden, er wird nervös sein wenn er immer vorne weg rennen soll, er wird nie richtig zur Ruhe kommen können, denn er braucht Führung von vorne.

    Somit bedeutet stellungsgerechtes behandeln, du musst für diesen Hund immer da sein, Dinge die von vorne kommen immer erst begucken mit ihm zusammen und wenn Gefahr droht diese abwenden.

    Ob ihr dran glaubt oder nicht ist mir eigentlich egal, denn für mich ist es eindeutig der richtige Weg, wieder einen nervenfesten, gesunden und in allen Lebenslagen klaren Hund zu züchten.

  • E&C
    Gast
    • 22. Dezember 2013 um 13:15
    • #40

    Ich habe den Spaß live miterlebt und innerhalb von 5 Minuten oder weniger (es gab nicht mal den Spaziergang mit eingeschätzten Hunden, wie Barrack in beschrieb) wurden Hunde willkürlich eingeordnet von der Dame und wo mir die Galle überging, war dass dann wirklich Leute angefangen haben dort vor Ort die Hunde entsprechend den passenden Rudelstellungen unter einander zu tauschen.

    Ich finde es immer wieder erschreckend, wie schnell gebildete, vernünftige Leute bereit sind, einem selbsternannten Guru nachzudackeln, wenn dieser seine Geschichte nur mit genug Inbrunst verbreitet.

    Verhaltensforscher und Experten erarbeiten seit Jahren Forschungen über das Sozialleben der Caniden... sind wohl alles Stümper, denn auf die magischen 7 Stellungen des Rudels, die man schon in der Wurfkiste sehen kann, bevor die Welpen auch nur die Augen offen haben, kam ein Gärtner, der diese geheime Lehre nur an eine Dame weitergab, die dieses Wissen seit dem mit gut zahlender Kundschaft teilt.

  • gweny
    Gast
    • 22. Dezember 2013 um 13:25
    • #41

    das sagt doch keiner, das das Stümper sind, es zwingt niemand irgendwen seine Hunde abzugeben, das ist doch gar nicht wahr, das kann doch jeder selbst entscheiden, es ist ein Rat, genauso wie manch ein Ausbilder dir rät mit diesem Hund keinen SD zu machen, ob dus machst ist doch deine Sache, aber nur weil man es nicht verstehen kann oder will, alles als schmuh hinzustellen ist auch nicht richtig, es ist wie bei allem im Leben es wird Leute geben die finden es richtig und andere nicht, ich finde es richtig und logisch.

  • denada
    Beiträge
    161
    • 22. Dezember 2013 um 13:53
    • #42

    Da ich ja ein wenig weitab von den Beratungsund Erziehungstrends in Deutschland bin, erlaube ich mir meine Aussenseitersicht:

    Kein verantwortungsbewusster Züchter wird seinen Alpha im Wurf einer schwachen Oma oder einer Hundeneulingsfamilie geben, ebenso wenig, wie den zurückhaltensten oder gar ängstlichen Welpen. Die Erfahrung, das Fingerspitzengefühl und die Beobachtungsgabe machen einen guten Züchter aus. Er wird den Käufer einschätzen und befragen und dahingehend beraten und ihm den passenden Welpen geben.

    Kommt der Welpe in eine neue Familie, bzw Rudel, dann ist wieder dieses Beobachten, Einschätzen und der Menschen- und Hundeverstand gefragt.

    Literatur und Heilslehren zum Hund gibt es mittlerweilen wie Sand am Meer. Neu erfunden hat das alles keiner.
    Es ist eher wieder so eine Geschichte wie "alter Wein in neuen Schläuchen".
    Klassiker wie z. B. "Der Hund" von Erik Zimen beschreiben sehr gut das Verhalten und die Stellung im Rudel.

    Das es funktioniern mag, ist ja o.K. und ist bestimmt keine Sache

    Zitat von gweny

    Ob ihr dran glaubt oder nicht ist mir eigentlich egal,

    und eine Glaubenssache ist es bestimmt auch nicht^^

    eher ein hübsche Verpackung einer ganz normalen Sache ;)


    bien vivir!

  • Maeuschen90
    Beiträge
    1.202
    Bilder
    4
    Videos
    4
    • 22. Dezember 2013 um 13:53
    • #43

    Ich finde es auf jedenfall interessant.
    Hatte auch schon mal überlegt chaina einschätzen zulassen und da ja nun odin hier lebt wäre es wirklich mal einen versuch wert sich damit mehr auseinander zusetzen.

    LG sarah

  • AceNeela
    Gast
    • 24. Dezember 2013 um 20:55
    • #44

    Mir ist es relativ egal wie Andere meine Hunde einschätzen, hauptsache ich weiss wie ich die Beiden in welcher Situation zu händeln habe. Neela hat sehr schnell die "Bossrolle" übernommen und so werden sie auch von mir behandelt. Chandor ist der Nachläufer - auch wenn mir das auf den Keks geht. Ich habe die Hunde lieber neben oder vor mir. Aber er geht eben hinten, so what. Meiner Führung ist es wohl zu verdanken, dass er kein Angstbeisser ist, sondern auf das reagiert was ich ihm ansage. Ich erziehe meine Hunde immer noch wie vor 30 Jahren als ich 11 war, aus dem Bauch heraus und dafür brauche ich keine Gurus. Andere würden vll einen Anfall bekommen, was die zu Hause alles dürfen, aber mir egal, uns geht es so prima und keiner der Beiden will die Weltherrschaft anstreben.

  • angieblau
    Beiträge
    267
    • 25. Dezember 2013 um 09:16
    • #45

    also grundsätzlich habe ich KEINEN Nachläufer, weil ich meinen Hunden beibringe VOR mir zu Laufen und zwar von Anfang an und dies hat nichts mit der "Stellung" im Rudel zu tun. Hunde unterscheiden ganz klar zwischen Hund (Artgenosse) und Mensch. Auch hier sollten wir differenzieren. Ich als Mensch sage ob jetzt Gehorsam dran ist oder Freiheit, wo sie zu Laufen haben etc. pp.

    Meine Erfahrung seit Jahren in der Rudelhaltung: Die Regelung untereinander von Artgenosse zu Artgenosse lies ich die Hunde IMMER untereinander ausmachen. Aber die Regelung zwischen Hund und Mensch (mir z.B) regelte ich ganz klar! Gehorsam mussten ALLE meine Hunde sein, unabhängig von der "Rangstellung" im Rudel.

    Ich hatte das Glück eine souveräne Alphahündin zu haben, die leider dieses Jahr verstorben ist und da auch eine Lücke hinterlassen hat :-(( . Sie hat die "Probleme" innerhalb das Hunderudels ganz klar und eindeutig gelöst ohne je Verletzungen auszuteilen. Ihr Rang hat sie auch "verteidigt" bis ins hohe Alter und obwohl sie kaum noch konnte. Was ich allerdings festgestellt habe ist: Kurz vor ihrem Tod hat sie meiner Lütten immer mehr diese Aufgabe "übertragen" und hat sich selbst mehr im Hintergrund gehalten.

    Zum Hundesport: Dunja war ein absolut eigenständiger Hund der selbst entschieden hat wie, wo und warum usw. Für den Hundesport war sie überhaupt NICHT tauglich und es war ein Krampf den Hund diesbezüglich auszubilden. Deshalb lies ich es irgendwann bleiben. Mein Instinkt sagte mir damals: Bilde zum Rettungshund aus -> aber es wurde mir von allen Seiten abgeraten. Hätte ich es getan, ich weiß es wäre die richtige Entscheidung für meine Alpha-Hündin gewesen! Denn das Selbständige Arbeiten und Handeln war einfach IHRS und das ein Leben lang ...

    Ich könnte noch viel mehr erzählen. Aber ich halte wenig von irgendwelchen "Gurus" mit Einschätzungen bezüglich Rudelhaltung und deren Stellung. Bei mir im Rudel entscheide ich das und greife durch, wenn es wirklich mal Hart auf Hart kommen sollte. Gerade der Hund lebt im Zusammenhang mit dem Menschen in einem ganz anderen Verbund, wie z.B. Straßenhunde. Hier könnte und würde ich meine Beobachtungen ansetzen und nicht in einem Rudel das mit Mensch und Hund zusammengefügt ist.

    Angelika

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