Aber wie weit geht der "Gebrauchshund" DSH wirklich mit beim IPG?
Voll und ganz.
Was das Anspruchsvolle ist, ist schlicht der Gehorsam und die Selbstkontrolle.
Könnte Das aber nicht auch ein Zeichen dafür sein das im IPG eigentlich (mehr) gegen die Interessen des Hundes gearbeitet wird?
Natürlich kann man argumentieren, dass es gegen die Interessen des hundes ist, nicht in den Helfer packen zu dürfen, wann immer er will, aber dann wäre jede Erziehung und Ausbildung bei der der Hund sich nach den Wünschen des Halters (und der Gesellschaft) richten muss, gegen seine Interessen.
Im Sport werden die Bedürfnisse des Gebrauchshundes bedient, aber eben zu Regeln, die der Mensch aufstellt und das ist der Dreh- und Angelpunkt, der die Ausbildung so anspruchsvoll macht, der Hund muss Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz lernen und wenn man sich so umschaut, ist es genau das, woran die moderne Hundeerziehung einfach krankt. es ist verpönt, mal klar eine Grenze zu ziehen, auch mal etwas einfach ersatzlos zu verbieten, unter Strafe zu stellen und "nein" zu sagen.
Ich krieg ehrlich Pickel, wenn ich auf Seiten von Hundetrainern "Meine Philosophie" oder etwas ähnliches lese. wer eine eigene Philosophie rund um Training entwickelt (oder von nem Ausbildungsfranchise gekauft hat), hat mMn die Grundfesten von Ausbildung nicht verstanden. Die Lernpsychologie ändert sich nicht, egal wie man es dreht und wendet, am ende baut sie immer noch auf den selben vier Quadranten auf, die Thorndike und Skinner erorscht haben und wenn man sich in der modernen Zeit einreden will, man kann eine belastbare Verhaltensänderung (und nichts anderes sind Erziehung und Ausbildung) unter Einsatz nur EINES dieser Quadranten erreichen, ist man einfach auf dem Holzweg.