Ein Schäferhund-erfahrener sieht einiges, einem Neuling sagt das vermutlich nichts
Auch als Anfänger solltest du erkennen können, ob sich der Hund auf dem Weg zum Eingang anderen Hunden gegenüber freundlich, neutrak oder aggressiv verhält, ob er offen auf Fremde zu geht, ob er aggressiv auf Menschen reagiert.
Es geht ja nicht drum da beim Training zu zu sehen, sondern darum, mit den Hundehaltern zu reden.
ich habe es noch nie erlebt, dass da jemand bei einem Interessenten gesagt hätte, nö, du kannst nicht mit auf die Gassirunde vorm Training kommen und mit mir reden, wenn man nicht gerade in ne Prüfung reingeplatzt ist.
wenn Leute die dezitiert einen Schäferhund möchten aber vielleicht nicht grad die größte Sportskanone dann ganz schnell mal eine gaaaanz andere Rasse mit deutlich anderem Wesen empfohlen bekommen.
Nur weil Leute etwas unbedingt wollen, heißt das halt nicht, dass man das unterstützen muss.
Auch hat die Aussage "Schau dir lieber nen Labi an" nix mit Labi-Bashing zu tun oder "meine Rasse ist besser als deine". Manchmal passt halt ein DSH einfach nicht zu den Vorstellungen mancher Leute und dann gibt es eben noch über 400 andere Rassen, von denen 200 besser zu den Vorstellungen passen, als der DSH, aber halt nicht ins Bild des Interessenten passen.
Da sind wir halt mal wieder beim Thema, dass das Leben kein "wünsch dir was" ist.
Ich sehe grad wieder, was passiert, wenn Leute halt unbedingt nen DSH haben wollen und es nicht passt. Da dachte man auch, das geht schon, DSH sind ja so vielseitig. Ja, aber halt im Rahmen ihres Charakters. Das ist kein Lego Bauset, aus dem man alles zusammenbasteln kann, was man sich vorstellt.
Und nochmal, Empfehlungen und Ratschläge sind schwer bis unmöglich, wenn Interessenten nicht ihre Hausaufgaben gemacht haben und wissen, was sie eigentlich wollen.
Ja, die meisten schmeißen da mit den immer gleichen Schlagworten um sich, können aber in der Realität nicht sagen, was das genau sein soll.
Darum - auch wenn das immer keiner hören will - ist da der einzig vernünftige Rat an Anfänger: Kilometer schrubben, möglichst viele Hunde kennenlernen und dann entscheiden, was man davon wirklich will.
Denn der gemäßigte LZ DSH ist halt immer noch mehr Gebrauchshund mit mehr Eigenschaften, die beim Begleithund schwere Probleme machen können, als der durchschnittliche KHC oder Labrador und da muss man als Interessent einfach erstmal selber die Arbeit leisten, wirklich nachzuprüfen, ob die eigenen Vorstellungen von "gemäßigt", "freundlich", "nervenstark" mit dem übereinstimmen, was diese Hunde mitbringen. Das ist einfach nicht Aufgabe von Außenstehenden.
Und nicht nur beim Pferd, auch beim Hund macht eben die Erziehung und Ausbildung einen sehr großen Teil aus.