Cinja
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Beiträge von Cinja

    Wie gesagt, ich kenne das von Crazy auch. Lässt sie sich zu sehr ablenken, kommt auch bei der UO ein "Nein, lass es" von mir. Es geht halt nicht von heute auf morgen. Meine Devise ist "Der Weg ist das Ziel" und dann kommt man auch da an, wo man hinmöchte. Auch wenn es mal etwas länger dauert. Und es gibt, wie auch in der Fährte, gute und und nicht so gute Trainings.


    Gestern unsere Fährte z. B. rd. 1200 Schritte, 10 GS, vier Verleitungen, Spitzwinkel, Bogen, Schlangenlinie, auf Feld mit Zwischenfrucht. Beim Legen noch ganz leicht frostig, aber die Sonne schien schon. Sie schien weiter und weiter, was natürlich so sehr schön war. Hat die Fährte aber nicht einfacher gemacht.


    Crazy war teilweise unkonzentriert, hat die meisten Winkel um eine Länger überlaufen (obwohl es windstill war), war nicht sauber auf der Schlangenlinie. Aber alle GS absolut überzeugend verwiesen, die Verleitungen ignoriert. Wenn sie die Fährte verloren hat, hat sie sich wieder reingesucht.


    Natürlich war vor allem die Winkelarbeit nicht gut, aber ich ziehe trotzdem das Gute aus dem Training, nämlich das tolle Verweisen, das Ignorieren der Verleitung und auch dass wir am Ende angekommen sind. Und für mich die Erkenntnis, dass wir auf Flächen mit Bewuchs mehr üben müssen. Mir ist wichtig, das Training vor allem für Crazy und dann auch für mich positiv abzuschließen.

    Dann würde ich die GS-Fährten öfter machen. Es nützt ja nichts, mehrere Probleme auf einmal anzugehen. Dann lieber an einer Sache arbeiten, dafür aber richtig. Und sich dann, wenn das eine sitzt, dem nächsten zuwenden.


    Crazy ist auch ein reaktiver Hund und lässt sich leicht ablenken. Wenn sie mal in der Gegend rumgucken will, kommt ein "Nein" und dann "Such", ist die Nase wieder aktiv, kommt das Lob.


    Bezüglich des Ablenkens auf dem Platz haben wir dir, glaube ich, schon mal den Tipp gegeben, schneller zu bestätigen, also solange er noch gut bei dir ist, und die einzelnen Einheiten nicht zu lang zu machen. Warum nicht einfach auch mal nach zwei Schritten bestätigen, wenn er bei dir war? Oder direkt aus der Grundstellung, wenn er schön guckt? Er muss immer mit der Bestätigung rechnen können. Und am Anfang muss die halt schneller kommen, wenn er noch Probleme hat, sich länger zu konzentrieren.


    Du trainierst für dich und Witus und da ist es nebensächlich, ob andere Hunde länger konzentriert suchen oder in der UO konzentrierter sind. Wie schon mal gesagt, man holt den Hund da ab, wo er steht. Und nicht da, wo andere stehen.

    Micha369 Ich würde es mit der Hand am GS versuchen, hat hier auch jemand so gemacht. Hast du denn mal eine GS-Fährte gemacht? Also alle 20 bis 30 Schritte ein GS und nur Geradeaus, dafür mindestens 10 GS?


    Verweisen im Stehen ist erlaubt. Dafür muss der Hund aber wirklich fest stehen. Verweisen im Platz finde ich persönlich sicherer. Verweise im Stehen würde ich aber trainieren, wenn ich das Gefühl habe, dass dem Hund das Hinlegen und Aufstehen schwerer fällt.

    Dann würde ich entweder anderes Futter nehmen, was er leichter und schneller abschlucken kann oder ihn blocken, bis er gekaut hat. Was aber wieder doof ist, wenn noch viel Futter liegt, so kommt dann auch keine vernünftige Suche zustande. Aber kauen und suchen zusammen verträgt sich ja doch nicht so gut :)

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich das Problem auflöst, sobald du weniger Futter legst.

    Ja, wir haben überwiegend Ackerflächen. Ich kann zwar auf ein paar Wiesen, aber die beiden Prüfungen sind auf Acker, daher gehe ich erst danach wieder auf Wiese.


    Heute waren wir trotz Sturm los, Zwischenfrucht, die z. T. schon recht hoch war, aber nicht überall dicht gewachsen war. Und an einem leichten Berg. Also richtig schwierig für sie. Ich habe Crazys Fährte nicht ganz so lang wie die letzten gemacht und auch nicht so winkelig. Sie war ziemlich übermotiviert und ich musste sie ganz schön halten. Sie hatte teilweise leichte Schwierigkeiten, der Fährte sauber zu folgen, überlief Winkel, war manchmal leicht neben der Fährte. Da konnte man heute sehr gut sehen, wie schwierig es bei starkem Wind ist.


    Aber sie hat bis auf einen GS (der war im Bogen) alle super verwiesen, sich ruhig eingesucht, wenn sie die Fährte verloren hat und hat nicht einmal aufgegeben. Von dem her war ich trotzdem zufrieden 😀

    So, in diesem Jahr werden wir noch zwei Prüfungen gehen. In knapp vier Wochen bei uns im Verein noch mal die FH 2, und Anfang Dezember werden wir noch mal die IGP FH in Angriff nehmen und dabei hoffentlich dann beide Prüfungen bestehen.

    Schauen wir mal und üben fleißig weiter, auch wenn es vom Gelände her immer schwieriger wird, da immer mehr durch Einsaat nicht mehr zur Verfügung steht ?(

    Micha369 Du kannst Witus auch mal von der Fährte nehmen, wenn er gerade richtig schön dabei ist. Also nicht bis zum Ende suchen, sondern ihn von der Fährte nehmen z. B. am ersten GS, auch wenn er weiß, dass da noch mehr Futter kommt. So erzeugst du ein bisschen Frust und motiviert ihn vielleicht für das nächste Mal.

    Ist auch nur eine Idee :)