Ich hab mir damals die erste Pension hier bei uns in der Gegend angeschaut ohne direkt den Hund mitzunehmen, ich wollte erstmal sehen wie es dort so ist ... war auch gut so, denn die gingen gar nicht
Hundevermehrer, ehemaliger Landwirtschaftsbetrieb mit Scheunen und hof, die Hunde in einer kalten dunklen Baracke in Einzelhaft auf kaltem dreckigen Steinboden und kamen dann nur für 2 x 15 minuten am Tag raus auf die Hofwiese - alleine.
Futter musste mitgegeben werden, Barf ging dann nicht und gekostet hätte der Spaß dann 20 €/Tag.
Klar das ich mein Baby dort nie abgegeben hätte. Also haben wir weiter gesucht.
Da das wo wir hinmussten in der Nähe von Bonn war, hab ich dann beim ersten mal wo es notwendig war den Hund in der Hundepension von Günter Bloch untergebracht bekommen. Die sah aus wie ein Tierheim, der Hund war aber den ganzen Tag mit anderen Hunden zusammen.
Hunde die nicht verträglich waren kamen in einzelne Zimmer. Die Zimmer waren hell, sauber und warm, Decken lagen auch drin und es gab Durchgangsmöglichkeit zu einem kleinen Aussenbereich.
Ansonsten gab es vormittags und nachmittags Ausgang in der großen Gruppe, da wurden dann mehrere der kleinen Gruppen die zusammen in einem Zimmer waren auf die große Wiese gelassen zum spielen. Futter musste mitgegeben werden.
Die waren freundlich und bemüht und haben die Hunde gut versorgt. Ich hab den Hund dann entspannt und nicht gestresst zurückbekommen. Allerdings fettgefüttert - die haben einfach in der einen Woche den ganzen Sack verfüttert für den ich normalerweise 3 Wochen veranschlagen würde. (Barf ging auch dort nicht, also musste ich aufgrund der Unverträglichkeit irgendein halbwegs verträgliches Trofu für die Zeit besorgen)
Im Grunde waren die nicht so verkehrt, aber ich wollte für meinen Hund das Beste, also hab ich dann nochmal geschaut was es noch so an Pensionen gibt und bin in Köln fündig geworden. Und dort dann auch hängen geblieben, auch wenn das bedeutet ich muss 300km fahren um den Hund dort abzugeben.
Großes Areal mit Haus in dem (damals noch Ehepaar jetzt nur noch er) 2 Hundetrainer wohnten, die dort eine Hundepension und Hundeschule betrieben. Auf dem Grundstück und im Haus konnten die Hunde sich den ganzen Tag in einem Rudel frei bewegen. Es ist immer ein Mensch da der ein Auge drauf hat. Gefüttert wird Barf (war im Preis inbegriffen) oder das was der Hund eben mitbringt.
Auf dem Gelände gabs nen Tümpel zum baden, viele Bäume , Sand zum buddeln usw. so dass die Hunde den ganzen Tag Spass miteinander hatten. Die Hundetrainer haben sich auch Tagsüber immer wieder mit den Hunden beschäftigt und die Gruppe beobachtet, so dass man am Ende vom Aufenthalt das Gefühl bekamm, ja der hat meinen Hund in der Zeit wirklich gut kennengelernt. Die waren/sind supernett und ich hab jedes mal einen Hund zurückbekommen der vor Glückseligkeit strahlte.
Es gab sogar die Möglichkeit das man den Hund per Video sehen konnte auf dem Aussengelände.
Das ganze hat 24 €/Tag gekostet und ich fand das war ein sehr fairer Preis, dafür wie gut es der Hund da hatte.
Da wir ja eine ziemlich lange Anreise dorthin haben, haben wir vorher telefonisch verabredet gehabt, dass wir das Kennenlernen und Probetag ausfallen lassen. Das Kennenlernen machen die für den Hund, ob der überhaupt woanders bleiben will und nicht weil sie die Befürchtung haben er wäre unverträglich. Da haben sie auf meine Aussage vertraut. (ich kannte das Gelände vorher schon, daher musste ich es mir auch nicht extra vorher anschauen)
Ich hatte einen mit Menschen problematischen Hund, der aber im Rudel mit anderen Hunden gar keine Agressionen gegen Menschen zeigte - das war völlig unproblematisch wurde angesprochen und haben sie drauf geachtet. Ich habe jedes mal wenn er dort war die Rückmeldung bekommen das er ein ganz lieber problemloser Hund sei. ![]()
Ich würde bei der Suche nach einer Betreuung darauf achten, dass der Hund a) nicht alleine untergebracht ist und b) wenn möglich Familienanschluss hat. Dann würde ich darauf achten, dass der Hund auch weiterhin sein gewohntes Futter bekommen kann während des Aufenthaltes.
Der Vorschlag von Azemba den Hund mitzunehmen und dort eine Huta zu suchen für tagsüber finde ich gut!
vll. helfen ja so Seiten wie betreut.de .
Hat dein Wuffi einen Hundekumpel/Hundefreundin - eventuell kann man da mal fragen ob die bereit sind gegen Bezahlung den Hund für ein paar Tage zu betreuen?
Oder die ansässigen Hundetrainer, die machen sowas auch manchmal.
Viel Erfolg bei der Suche!