KleineMama
  • Mitglied seit 29. Januar 2020

Beiträge von KleineMama

    Micha369

    Ich hab ihn mit Rinderkopfhaut bestochen. :S Wir stehen mit dem WoMo direkt neben den Schafen.

    Wenn die Lämmer fröhlich über die Weide springen ist es schon SEHR schwer für ihn. Aber er will gefallen und tut, was ich ihm sage (mega Decken-Training-Situation :thumbup: ). Nur aus den Augen lassen darf ich ihn nicht. Dann kann er sich nicht beherrschen. Klare Ansage von mir und es herrscht dann zwar wieder Ruhe, aber das muss ja nicht sein. Die armen Schafe.

    Ich glaube, dass der Schritt von "zuhause" zum HuPla (welchen sie ja noch nicht gut kannte) zu groß war.

    Es ist noch nicht gefestigt, dass sie sich auch unter Ablenkung auf dich konzentrieren soll.


    Ich fühle da echt mit dir. Kobold ist auch ein Hund, der es mir eigentlich immer recht machen will, aber der sich von Ablenkung sooo mitreißen lässt, dass ich mit meinen "Forderungen" einfach im Hintergrundrauschen verschwinde, weil sein Fokus dann ganz wo anders liegt.

    Ich arbeite seit Monaten an dieser Baustelle. Es wird besser. Stück für Stück für Stück. Aber es dauert und es sind Mini-Schritte.


    Was uns wirklich gut geholfen hat war die Übung "10 Leckerli":

    Wenn der Hund auf etwas anderes als mich konzentriert ist, lege ich kommentarlos ein Leckerli auf den Boden vor mich. Dreht er sich zu mir, sagte ich "Nimm's dir" und er darf es fressen. Bleibt er danach mental bei mir, kann er sich dafür noch ein paar Zusatzleckerli verdienen.

    Warum "10 Leckerli"?

    Wenn der Hund nach dem ersten Leckerli noch immer vom Reiz abgelenkt ist, lege ich ein zweites dazu. Dann ein drittes, ein viertes, etc. Liegen vor mir 10 Leckerli und der Reiz ist immer noch so groß, dass der Hund sich nicht dafür interessiert, sammel ich die 10 Leckerli wieder ein und wir gehen ein Stück. Dann machen wir die Übung nochmal.

    Das führt dazu, dass der Hund insgesamt mental eher bei mir ist, er weiß ja nie, wann das tolle "Spiel" wieder gespielt wird. Außerdem bekommt er für Zuwendung zu mir bei hohem Reiz auch mehr Belohnung, weil ich ja schon vier, fünf, sechs Leckerli vor mich gelegt habe.


    Wichtig ist auch hier in reizarmer Umgebung zu starten und dann zu steigern und die Übung auch nicht immer nur bei Extremreizen zu machen, sondern auch mal einfach neben einem Baum, der offenkundig interessant riecht.


    Die meisten Leckerli die mal vor mir lagen, waren sechs Stück, da hatte Kobold einen freilaufenden Hund im Blick, der relativ nah an uns dran war (da der andere aber andere Hunde nicht abkann und keinen Kontakt sucht, wusste ich, der kommt auch nicht zu uns).


    Ist halt wieder "Futterautomat". Aber für uns hat es wirklich gut funktioniert.

    Ich bewundere auch immer wieder Ruebchen s Geduld und Ausdauer alles sauber aufzubauen.

    Ist halt immer die Frage, was man will.


    Möchte man den Hund "einfach nur" beschäftigen? Dann ist es egal, ob er etwas schief oder auf der Hüfte liegt.


    Hat man an sich selbst den Anspruch, das was man tut möglichst (sehr) gut zu machen und bei den Prüfungen, die man läuft (auch wenn sich diese "nur" im Regionalbereich bewegen) möglichst gute Punktzahlen zu bekommen? Dann MUSS man an solchen Feinheiten arbeiten. "Schlecht(er)" wird es dann in der Prüfung von allein wieder.

    Außerdem ist der saubere Aufbau ja auch wieder eine Art der Beschäftigung. ;)

    Ich hab noch ein paar schwierigere Ideen, aber wie wäre es für den Anfang mit "Wäsche abhängen"?


    Also auf die Leine geklammerte Wäsche abzupfen (und als Zusatzaufgabe in einen Korb legen)?


    Oder torpediert das zu viel Erziehung?

    Nicht dass am Ende bei allen die frische Wäsche auf dem Boden liegt? ^^

    Ich selber habe auch eine Box und würde nichts anderes wollen, da die Aluboxen den Hund/die Hunde auch im Falle eines Auffahrunfalls einfach am besten schützen.

    (Ich kenne ein Foto von einem Kombi, auf den ein LKW aufgefahren ist. Vom Kofferraum war fast nichts mehr übrig. Die Alubox ragte unversehrt aus dem zerstörten Heck des Fahrzeugs. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass der Hund, der während des Unfalls in dieser Box saß, außer ein paar Prellungen keine Verletzungen davon getragen hat. Das hätte ohne die Box in diesem Fall VÖLLIG anders ausgesehen...)


    Aber Micha hatte ja nach Gittern zur Absicherung der Hecktüre gefragt, deshalb hatte ich den Link zu Kleinmetall eingestellt.

    Ich denke (Laienmeinung...), dass das ein Problem von Zucht im Allgemeinen ist.

    (Ich führe das noch aus, bitte nicht gleich steinigen...)


    Der Rassestandard sagt, die Hinterhand muss gewinkelt sein und die Kruppe (leicht) abfallend. Welche Hunde verpaare ich also - zunächst aus rein ästhetischen Gesichtspunkten? Richtig, zwei mit einer guten Winkelung und einer schön abfallenden Kruppe. Dann hab ich vielleicht einen Nachkommen, bei dem diese Merkmale sehr ausgeprägt sind und ich denke: Toll, das hat ja gut funktioniert, mit dem/der mache ich weiter. Und so schleicht sich, Generation für Generation, ein, dass diese Merkmale immer ausgeprägter werden. Vielleicht bemerke ich das als Züchter nicht mal, weil es ja schleichend geht und ich den Hund aus der 5. Generation u.U. gar nicht mehr live mit seinem Urahn vergleichen kann.

    Eben selbes mit dem Trieb: Toll, der hat viel Trieb, mit dem züchte ich. Und Stück für Stück werden die Nachkommen so triebig, dass es irgendwann die viel zitierten "Nerven" sind und nicht mehr ein guter Trieb.


    Selbes ist doch in den vergangenen Jahrzehnten auch bei Rassen wie dem Mops passiert, wo die Nase immer kürzer und kürzer wurde.


    Ich denke, heutzutage ändert sich viel in der Zucht. Die Züchter haben Zugriff auf umfassende Gesundheitsdatenbanken, es ist viel geforscht und publiziert worden, wer möchte und interessiert ist, kann sich (auch als Welpenkäufer) einlesen, das Internet bringt Zugang zu diesen Informationen, die vor ein paar Jahrzehnten nicht vorhanden oder der breiten Masse nicht zugänglich waren.

    Verantwortungsvolle Züchter gehen nicht nach rein optischen Gesichtspunkten sondern berücksichtigen Gesundheit, Abstammungslinien, Arbeitswillen, etc. etc. etc.


    Aber mMn war es früher schwieriger bzw. gab es einfach kein Bewusstsein dafür, dass "Aussehen" und "Trieb" eben nicht alles ist.

    Es gibt eine Decke, aber Kobold liegt tatsächlich meist daneben irgendwo. :S


    Und wie ich oben schon schrieb:

    insgesamt arbeiten wir an "Ruhe" im Garten, auch indem ich z.B. seine Decke mit raus nehme und ihn darauf schicke

    Das klappt dann auch einigermaßen (zumindest nicht viel schlechter als drinnen; ich bin eine totale Versagerin im Deckentraining...).


    Also ja, es gibt draußen auch eine Decke, wo ich ihn drauf schicke. Aber auch das halt aktuell in einem Trainingsmodus. Das Grund"problem" ist mir ja durchaus bewusst: Garten bedeutet insgesamt eher Erregungslevel als Chillen.

    Und genau daran arbeite ich ja.

    Auch, aber eben ganz bewusst nicht immer, um da keine Erwartungshaltung rein zu bekommen.

    Im Wohnzimmer wird ja auch mal trainiert, aber eben auch entspannt, wenn kein Training angesagt ist...

    Natürlich sind die Reize draußen nochmal höher, Nachbarn sind auch im Garten oder es geht jemand vorbei, es fliegen Insekten...

    Aber deshalb arbeiten wir ja an Ruhe und "geht dich nix an". Das ist für ihn auch echte Arbeit, die Reize liegen zu lassen. :S

    "In meinem nächsten Leben werde ich in Australien wiedergeboren. Dort ziehe ich dann in einen Eukalyptus-Wald und habe den ganzen Tag unzählige Koalas um mich herum; einer davon will sicher immer kuscheln....ja, genau.


    So mach ich das."