KleineMama Profi
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Beiträge von KleineMama

    Danke, Ellionore , das Stehgassi fand ich auch so eine tolle Sache, dass ich das noch gut auf dem Schirm habe. Im Wald mach ich das ganz oft so, dass er einfach mal eine Sache sooooo lange anschauen, erkunden, erschnüffeln darf, bis er fertig damit ist und weiter geht.

    Wobei das Erschnüffeln momentan bei einem Blatt, auf das vorher ein Hund gepieselt hat, momentan auch mal gefühlt Stunden dauern kann. :D

    Ich glaube, Muriel meinte außerhalb der eigentlich zu bearbeitenden Stressituation, Situationen mit kleinerem, sozusagen kontrolliertem Stress herbeizuführen.

    So ähnlich wie es unser Züchter ja mit den Welpis gemacht hat. Mal war der Weg zum Futternapf mit lauter Blumenuntersetzern mit Wasser gepflastert und wer fressen wollte musste da eben durch. Oder musste über einen Gitterrost laufen.

    Oder der direkte Weg wurde "verbarrikadiert" und die Welpis mussten kapieren "außen rum geht's!".


    Hier war Kobi übrigens immer einer der ersten, der auf die Lösung kam und er war in 25 Jahren Zuchtgeschichte der einzige (!!) Welpe, der es mit schöner Regelmäßigkeit geschafft hat, aus dem Welpenauslauf auszubrechen. Ich weiß also selbst nicht genau, WO ich es so versaut habe, dass aus dem gelassenen, entspannten, klugen und lösungsorientierten Welpen ein so hibbelig-aufgeregter Junghund geworden ist. Vermutlich bin das einfach ICH.

    Natürlich war ich in dem Moment schon vorher irgendwie genervt.

    Die Bellerei nehm ich tatsächlich inzwischen relativ entspannt hin, aber heute war einfach schon so ein Tag...

    Ich hatte schon seit gestern Abend - wie bereits erwähnt - irgendwie das Gefühl, die ganze Welt hätte sich gegen mich verschworen und es lief nix mehr so richtig glatt. Klar bin ich da negativ und ja, klar ist das nicht schön und man sollte immer schön optimistisch und fröhlich und positiv und gut gelaunt UND vor allem ruhig sein. Bin ich aber nicht. Ich bemüh mich, aber ich kann das nicht. Ich hoffe immer noch: NOCH nicht. Ich bin impulsiv und emotional. NATÜRLICH ist mein Hund auch so.

    Und dass zu diesem ganzen Müll, der mich seit gestern Abend ärgert und sich aufhäuft und gefühlt immer mehr wird auch noch ein Wildfremder meint, sich ein so negatives Urteil über uns zu erlauben, das hat mich sehr geärgert. Und ja, ich hab mich dann auch über mich geärgert, weil ich mich über ihn geärgert hab, statt ihm "Potzblitz" hinterher zu rufen (oder es zu denken) und es dabei bewenden zu lassen.

    Wer sagt denn, dass mein Hund nicht erkunden, spielen und sich frei bewegen durfte?

    :/

    Ich hab uns übrigens auch mit Kommandos keinen "Stress" gemacht. Hat ja schon Gründe, warum der Hund z.B. bei Ablenkung schlecht abrufbar ist, weil wir wenig üben und viel einfach so in den Tag hinein leben.


    Das "warum" ist aber, wie schon gesagt ja nun eher zweitrangig, denn nun ist es schon so.

    Hättest du, Muriel , da auch ein konkretes Beispiel für so kleine Aufgaben?

    Ich bin da offenkundig nicht besonders kreativ...

    Pfffff....

    Heute ist so ein Tag zum abhaken, wo sich irgendwie die ganze Welt gegen mich/uns verschworen zu haben scheint...

    Der ganze Tag lief schon irgendwie blöd und alles sch***...

    Dann war ich eins der wenigen Male allein mit Hund und Kind unterwegs (sonst hat sich mein Ex irgendwie immer noch erbarmt und die Kinder gehütet oder ist mit). Der knapp Dreijährige trotzt grad massiv, also hat er im Wald erst mal einen üblen Wutanfall bekommen und sich geweigert auch nur einen einzigen Schritt zu laufen. Und egal, was ich probiert habe, nicht mal die extra mitgeführten Bestechungsgummibärchen, er blieb wütend und blieb stehen. Also war das für Kobi eben eine "Ich muss das schreiende Etwas da ertragen, obwohl ich lieber was anderes machen würde"-Lektion. Und dann kam genau da so ein blöder Hobby-Ullrich. Ich hab ihn zum Glück rechtzeitig gesehen, konnte Kobi ins Geschirr greifen, seitlich ausweichen war nicht drin, konnte ja mein Kleinkind nicht allein aufm Weg stehen lassen. Und Kobi hat halt Rabatz gemacht und dann fängt dieser......(ohne Worte) an, uns von seinem Rad runter zu beschimpfen. Und zwar komplett durch, bis er außer Hörweite war. Was er genau gesagt hat ist in Kobis Gebell untergegangen, außer "scheiß Töle" hab ich nix verstanden. Macht auch nix, geärgert hab ich mich trotzdem.

    Klar sollte Kobi keine Radfahrer anbellen. Klar ist SEIN Verhalten in dem Moment falsch.

    Aber beschimpfen? Ernsthaft? Es ging ja nicht mal eine Gefahr von Kobi aus, ich hatte ihn zu jeder Zeit sicher am Geschirr, er konnte nicht hinspringen und auch sonst nichts machen.

    Der Heinz in seinen bunten Klamotten hatte Glück, dass er mir nicht nochmal begegnet ist, sonst hätt ich ihm den nächstbesten Ast in die Speichen von seinem scheiß Drahtesel gesteckt und danach hätt ich Kobi Erste Hilfe leisten lassen. :evil:


    So, das musste jetzt mal raus. :cursing:

    Hm. Also jetzt in der Übung wo Kobi auch noch nicht soooo weit Suchen muss....würde ich sagen 200 bis max. 400m? Ich bin aber ganz, ganz schlecht im Entfernungen schätzen, ich lern das grad erst, denn für die Staffel ist es schon wichtig, das zu können. Also ich würde sagen im Normalfall 200 m, können aber auch mal bis zu 400 sein. Später dann auch deutlich mehr, aber bei uns jetzt am Anfang eher diese Größenordnung.

    Ich kann natürlich mit Kobi auch einen kleinen "Umweg" zum Auto laufen. Wohl gemerkt einen kleinen, denn es soll ja nach der Suche keine Gassirunde folgen. Also Ziel ist es möglichst zügig und direkt zum Auto zu kommen, aber ich denke wenn es anfangs notwendig sein sollte wäre ein Bogen dabei möglich. Bei dem nachfolgenden Hund hab ich dann sowieso keine Helferaufgaben, weil ich ja erst mal meinen Hund versorgen muss und erst beim übernächsten wieder einsteige. Also von daher ist schon auch ein bisschen Zeit da.

    Ich bräuchte mal noch Hilfe:


    Folgende Situation: Kobold ist bei der Rettungshundestaffel in der Suche, findet seine VPs, danach soll er ins Auto zurück. Er ist da noch sehr, sehr aufgeregt, er geht auch gerne ins Auto zurück. Aber so gerne und mit der hohen Aufregung, dass er mich da echt voll hinterher schleift. Das ist nicht ganz ungefährlich, ich muss im Wald darauf achten können, wohin ich trete, die Verletzungsgefahr (für mich) ist sonst enorm hoch.

    Das Problem daran ist: bekommt er in dieser Situation permanent von mir eine auf den Deckel, ist das ganze gute "Yeah, wir haben erfolgreich zusammen gearbeitet"-Gefühl weg, weil er negativ ins Auto gehen muss. Und das müssen wir vermeiden.

    Die einfachste Option, die sich einige HF so handhaben, nämlich nach der Suche ableinen und so zurück zum Auto gehen ist bei uns schwierig. Oft holt nämlich schon der nächste HF seinen Hund aus dem Auto, lässt ihn pieseln und ein bisschen warmlaufen. Und Kobi ist (momentan) nicht abrufbar, wenn er einen anderen Hund sieht. Die Hunde sollen aber vor und nach der Suche keinen Kontakt zu einander haben (der Konzentration wegen, also vor allem der andere Hund, der vor der Suche ist, darf durch meinen Hund nicht abgelenkt werden).

    Also war jetzt die Idee, dass ich ein Spieli habe, das Kobi liebt und er lernt Frauchen hat das Spieli, das gibt's aber nur für brav mitlaufen. Führ ich mich auf, ist das Spieli weg.

    Er bekommt also nach der Suche ein "Ende"-Kommando, das kennt er, da weiß er Übung beendet. Und dann kommt quasi die nächste Übung nämlich anständig mit Frauchen zum Auto.

    Sein heiß geliebtes Tau würd ich da jetzt nicht nehmen, denn das verbindet er mit Zergeln. Und wenn er zergelt, lauf ich sicher nicht entspannt durch den Wald. ^^

    Also hab ich zwei neue Spielis besorgt: einen Gummiball mit Schlaufe, eine relativ lange Beißwurst. Beides kennt er aktuell noch nicht.


    Jetzt hab ich zwei Optionen:

    1. Er bekommt z.B. den Ball ins Maul und a) habe ich die Schlaufe und "führe" ihn damit quasi zum Auto zurück oder b) er trägt ihn einfach so, von mir aus fliegt der dann am Ende nochmal, er darf ihn holen und dann fröhlich ins Auto.

    2. Ich zeige ihm: Ich hab das Ding! Und er soll bei mir bleiben und bei mir laufen und dann darf er am Auto, wenn er brav mitgelaufen ist, nochmal Ball holen oder kurz mit der BW zergeln und dann fröhlich ins Auto.

    Der Plan soll sein, wenn er eben nicht brav mitläuft, gibt es diese "Zusatzbelohnung" nicht.


    Keine Ahnung, ob das funktioniert und er die Verknüpfung hinbringt, aber ich denke grundsätzlich ist es einen Versuch wert.


    Nun müsste ich mich aber für einen Weg entscheiden und das dann (wir sind gerade mal wieder im Lockdown und dürfen nicht üben, ich hab also eine gute Gelegenheit sowas mit Kobi zu erarbeiten) entsprechend aufbauen.

    Welcher Weg meint ihr denn, dass zielführend sein könnte?

    Und wenn z.B. Weg 1a, wie baue ich das auf, dass Kobi den Ball trägt ohne dass er mit mir zergelt sondern dass er schön mitläuft? Grundsätzlich muss er ja schon Bock auf diesen Ball haben, sonst hat er keine Motivation ihn zu tragen. Ich hab aber die Sorge, dass ich ihm zu viel Trieb auf den Ball auftrainiere, wenn ich ihm jetzt zeige: Hey, guck mal, das Ding fliegt! Oder bei der BW jetzt mit ihm zergel, weil er soll ja dann erst mal NICHT mit mir zergeln sondern nur tragen.

    Trage ich das Spieli, weiß ich nicht wie er reagiert, manchmal neigt er da noch zu einem frechen "Hey, wenn du es mir nicht gibst, hole ich es einfach!" oder er sagt "Hier, siehst du diese mittlere Kralle, genau, die schiebst du dir jetzt sonst wo hin, denn wenn du mir mein Spieli nicht gibst.....hier gibt es definitiv genug anderes, das seeeeehr interessant für mich ist!!!".

    Also auch hier die Frage: Wie baue ich das auf?


    Vielleicht hat jemand ne Idee oder einen guten Rat. :)

    Oh, ihr seid so lieb. Danke für euren Zuspruch. <3


    Was für mich extrem positiv ist: selbst wenn sich Kobold aufregen muss, weil z.B. direkt wenn wir im Wald ankommen der Förster mit seinem BMW durch den Wald brettert (zum Glück nur vorne auf dem Querweg, so dass wir noch sehr viel Abstand hatten; aber Autos im Wald sind für den kleinen Polizisten an meiner Seite ein ganz, ganz, ganz schlimmer Regelverstoß, der sofort sehr lautstark geahndet werden muss), bleibt Kobold doch irgendwie ansprechbar. Er ist zu erst bei mir geblieben, als das Auto dann quasi schon weg war, musste er trotzdem in die Richtung springen und bellen, hat sich von mir aber sofort zurück rufen und ins Platz schicken lassen. Er hat dann noch ein paar mal meine Standfestigkeit getestet, indem er doch nochmal los gesprungen ist (da war ich dann froh um den Brustring am Geschirr in welchen ich am belebteren Eingang vom Wald i.d.R. einhänge).

    Aber er ist da nicht mehr so hoffnungslos in einem Tunnel und es reicht eine relativ kurze Zeitspanne, damit er sich wieder beruhigt und wir weiter gehen können. Eine Zeit lang hat er dann noch 15 Minuten später wie ein Irrer an der Leine gezogen, daran habe ich immer gemerkt, dass er eben nicht wieder ganz runter gefahren ist.


    Außerdem haben wir im Wald einen Herrn mit zwei sehr wohl erzogenen Frenchies getroffen, an einem strategisch äußerst günstigen Punkt: da ist so ein "Wegdreieck" mit ein paar kleinen Nadelbäumen, die so dicht stehen, dass man nicht durchgucken kann. Der Herr stand auf dem Weg dem wir entlang kamen, aber eben dort, wo dieses Dreieck ist. Hat uns kommen sehen, seine Hunde bei sich behalten, Kobi hat interessiert geschaut, es aber irgendwie dankend angenommen, als ich ihn auf den abzweigenden Weg gelotst habe. Und das obwohl wir da schon relativ nah waren. Und während wir quasi den längeren Weg ums Gebüsch genommen haben sind der Herr und seine Kleinen weiter dorthin, wo wir her kamen und das alles schön außer Sichtweite und als Kobi sich umgeschaut hat, dorthin wo die gerade waren, da waren die schon so weit weg, dass es ihn nicht mehr wirklich interessiert hat. Dafür kamen dann vier Radfahrer, ich dachte, ok, da waren grad Hunde, jetzt die Radler (die nach Kobis Meinung auch gaaaar nix im Wald verloren haben), das gibt Gebell. Egal. Er hat das Geschirr an und dann bleiben wir halt hier stehen, bis er sich wieder beruhigt hat.

    Aber nix da. Kobi hat die nicht mal wirklich beachtet. Ich hab mich zwar mit ihm seitlich auf die Lichtung bewegt, um etwas Abstand zu gewinnen, aber das war offensichtlich genau richtig.

    Etwas später hat ein freilaufender Viszla auf dem Parallelweg Kobis Aufmerksamkeit erregt. Ich glaube, Kobi hätte einfach gerne mit ihm gespielt. Der andere tollte da so ausgelassen rum, aber ich trau mich einfach gerade nicht, Kobi von der Schlepp zu lassen, wenn der halbe Wald voll Waldarbeiter und ihren Fahrzeugen ist (und heute war eeeecht viel los). Sonst hätte ich vielleicht schon gefragt; der Hund und sein Frauchen sahen so nett aus, ich konnte Kobi schon verstehen. Da gab's dann auch einen Frustbeller von ihm und fast einen Sitzstreik.


    Dann sind uns noch ein Zwergpudel und ein Weimaraner begegnet, an einer Stelle, an der wir nicht ausweichen konnten. Ich hab Kobi seitlich "geparkt" und ihn sich halt aufregen lassen. Wie gesagt: das Schöne ist, dass er danach relativ schnell wieder runter kommt.

    Und die Waldarbeitermaschine, die ganz am Ende zwar relativ weit weg von uns aber doch in Sicht- und Hörweite weggefahren ist, war schon "nur noch" einen aufgeregten Blick wert (ok, vielleicht war das Hundekind da auch schon etwas platt, aber das allein hält ihn ja erst mal nicht unbedingt davon ab, sich aufzuregen).


    Wenn ich das jetzt so schreibe: ganz so entspannt und "wir tun nix" war es heute im Wald wohl doch nicht. ^^


    Also im Großen und Ganzen empfinde ich es schon auch als durchaus positiv, wie es gerade läuft. Es geht in Minischritten, aber sie sind da und ich sehe sie, und das ist das Wichtigste, weil das motiviert. :)


    Gute Nacht, ihr Lieben.

    Wir haben ja ein Geschirr mit Brustring, aber auch da, wenn Kobi in seinem Tunnel ist, ist er drin. Der einzige Vorteil am Geschirr ist dann, dass ich ihn da einfach besser greifen und unter Kontrolle halten kann, als nur mit Halsband.

    Unser Ruhetraining machen wir aber aktuell nur mit Halsband, da ich irgendwie das Gefühl hatte, dass Kobi das Geschirr direkt mit Randalieren in Verbindung bringt. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein.

    Wir fahren jetzt erst mal, nachdem nach den Schneeflocken von heute morgen doch noch die Sonne raus kam, erst mal für eine ausgiebige Spiel-, Wander- und Einandergenieß-Runde in den Wald und machen NICHTS, außer uns gemeinsam zu bewegen und Sachen zu entdecken. 8)