Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Die Biester werden leider ab Plusgraden von 10 Grad aktiv und darum habe ich schon vor einer Woche - als der Wetterbericht den verfrühten Frühling ankündigte - die Hunde mit Zistrosenkapseln angefangen zu füttern. Zusätzlich gibt es Schwarzkümmelöl (1 ml pro 10 Kg Gewicht) und wenn ich dran denke, reibe ich das Schwarzkümmelöl auch noch ins Fell. Aber regelmäßig mache ich das immer einmal wöchentlich, wenn ich die Hunde bürste. Dann gebe ich ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl auf die Glanzbürste.

    Heute morgen hatten wir auch ein Erfolgserlebnis. Bei unserer Morgenrunde graste ein Hase ganz entspannt auf dem Feld. Crazy sah ihn, er sah uns, Crazy blieb stehen und fixierte, der Hase hoppelte davon und Crazy drehte sich nach kurzem Hinterhergucken zu mir um :thumbup: Da gab es natürlich gleich erst mal eine Zergeleinheit zur Belohnung.


    Und dann noch ein kleines Erfolgserlebnis: Crazy ist (vorübergehend) auf dem Titelbild der SV-Facebookseite gelandet :)

    Das finde ich so großartig! Meinen herzlichsten Glückwunsch für diesen tollen Erfolg - und natürlich auch für andas Covergirl.


    Was das Maßregeln angeht, bin ich auch eher vorsichtig und die Wasserflasche ist ja ein Hilfsmittel, zu der Martin Rütter immer sagt, dass man sie nicht ohne Anleitung eines Trainers anwenden sollte, weil man den Hund damit durchaus auch traumatisieren kann.


    Ich hatte mir darum eine Rappeldose als Hilfsmittel genommen, um Chias Jagdleidenschaft zu minimieren. Sie rannte auch mit Begeisterung hinter unseren Katzen her und mit dem Rappeldoseneinsatz lernte sie das recht schnell zu lassen. Wobei ich zuerst eine Brandon McMillan Shake & BreakDose gekauft hatte https://www.zooplus.de/shop/hu…hoer/trainingsdisk/759816


    Leider ist die zum Mitnehmen recht unhandlich - funktioniert hat es aber gut. Ich hatte auch die Trainingsdiscs von Triexie ... das war eher keine effektive Hilfe, weil sie zu leise sind.


    Darum habe ich mir dann eine Pullmoll-Metalldose mit Edelstahl-Kugellagerkügelchen (Schrauben gehen auch) zusammengebastelt und bei unerwünschtem Verhalten gerappelt und wenn Chia reagierte, sofort eine Party gefeiert. Timing ist hier halt auch die große Kunst, denn das Rappeln soll ja keine Strafe sein (es geht nur um den Moment des Verharrens, der dann sofort belohnt werden muss) und muss auch sehr dosiert eingesetzt werden, weil sich der Effekt sonst auch abnutzt.



    Ich bleibe ja schon ein bisschen bei der Theorie, dass das Verhalten des Hundes auch sehr vom Besitzer beeinflusst wird ... gut, dagegen spricht, dass Babsi die Dogge mag, die Tilli mit Ignoranz straft. Vielleicht möchte der urbane Luxuscanide aber auch einfach nicht angesabbert werden ... wenn wir die Dogge Arthus treffen, sind meine Hunde stets mit Schleim bedeckt ^^^^


    Bei Pferden sagt man ja, dass beispielsweise die Farbe der Mutter die Vorliebe des Nachwuchses beeinflusst. So ein Pferd weiß ja nicht, wie es aussieht, aber wenn die Mutter ein Schimmel war, soll es wohl so sein, dass das Pferd sich zu Schimmeln besonders hingezogen fühlt. Ob aber ein Hund weiß, wie er aussieht? Oder ob der sich auch danach richtet, wie die Mutter und die Geschwister ausgesehen haben? Tatsächlich waren meine Leos Rassisten - alle Drei! Vor allem Elvis mochte eigentlich gar keine anderen Hunde, aber wenn wir zum Leotreffen fuhren, dann war er freundlich mit allen Anwesenden ... und auch mit der Bommeline verband ihn eine innige Freundschaft.


    Aber da wäre ja lediglich die Erklärung, dass der Hund sich am Bild seiner Mutter/ Geschwister orientiert.


    Ich habe also auch keine Antwort, die in jedem Fall Sinn ergibt und wissenschaftlich bestätigt werden kann, aber tatsächlich habe ich das Argument "Meine/r hat Angst vor Schäferhunden" auch schon öfter gehört und dabei sieht man hier nicht mal welche - sollte ich das also persönlich nehmen, dass es demzufolge speziell meine Hunde sind, die dem armen Wuff Angst einflößen? Darüber muss ich jetzt erst mal nachdenken ;)

    Nein meiner frisst nur pferdescheiße zum Glück

    Na dann bist Du, lieber Holger mit Loki herzlich eingeladen - das Büffet in unserem Stall ist täglich und rund um die Uhr geöffnet ;)


    Aber Spaß bei Seite. Es ist tatsächlich fast schon "normal" wenn junge Hunde Dinge fressen, die wir sehr ekelig finden. Es gehört zur oralen Phase, in welcher der Welpe alles kosten und probieren muss. Man kann homöopathisch dagegen angehen (im Homöopathiebuch von Dr. Wolff gibt es gute Tipps), aber bei unseren Welpen hat das auch relativ schnell wieder aufgehört. Natürlich habe ich auch darauf geachtet, dass sie nichts vom Boden aufnehmen und "getauscht" also belohnt, wenn sie etwas anzeigten, ohne es zu nehmen.


    Meine Bommeline stand eine Zeitlang auf Aas jeder Art und Chia köpfte sämtliche Blumen und kaute sie mit Genuß, wenn man nicht schnell genug "NEIN" rufen konnte.


    Irgendwann war das Interesse dann aber auch erloschen.


    Ich gehöre im Übrigen auch zu den Babymamas, die zeitgleich einen jungen Hund hatten. Ob ich heute - vor allem im Rückblick auf Chias Welpenzeit - die Nerven noch hätte, weiß ich nicht und bewundere jede Mutter, die sich das zutraut.


    Aber für unsere Tochter die exakt ein Jahr jünger ist, wie unsere damalige Hündin, was es ein großer Gewinn, mit dem Lieschen aufzuwachsen. Unsere Tochter war 14, als das Lieschen über die Regenbogenbrücke ging und ich denke, sie verlor mit ihr ihre beste Freundin und Trösterin. Mit den Fäustchen an Liechens Fell geklammer, lernte unsere Tochter das Laufen ... und Eis wurde immer geteilt: Einmal leckte das Kind, einmal der Hund. Unsere Tochter war nie krank.


    Allerdings hatten wir auch ein paar ungute Situationen auszustehen, wenn wir mit dem Kinderwagen oder dem Buggy unterwegs waren - Liese beschützte das Kind zur Not mit ihrem Leben. Einmal wollte ein freundlicher Helfer den Buggy in die Straßenbahn heben und hatte - kaum dass die Hand am Buggy war - die Zähne von Lieschen im Jackenärmel. Das ist leider auch häufig die Kehrseite der Liebe zwischen den Baby und dem Hund, der es beschützt und man muss dem dann auch mit aller Vehemenz entgegen treten. Wir haben damals sogar Einzeltrainingsstunden gebucht, um nicht mehr in die Situation zu kommen, dass unsere Versicherung eine Jacke bezahlen muss, nur weil der Besitzer derselben helfen wollte.

    Ich hoffe, dass die Wunde am Daumenballen inzwischen verheilt ist und das neue Spielzeug genauso geliebt wird, wie der Fußball - der definitiv als Kopfkissen bleiben muss ;)


    Heute muss ich aber auch mal eine Runde meine Freude mit Euch teilen, nachdem ich vorletzte Woche eine extrem frustiges Erlebnis mit Chia hatte, das mich wirklich in ein Loch schubste.


    Ich laufe ja häufig mit Gassigehfreundinnen und deren Hunden und am Montag vor zwei Wochen waren wir in Begleitung des Australian Shepherd-Berner Sennen-Mixes Lemmy unterwegs, als kurz vor unserem Hof, respektive auf dem Feld unseres Nachbarn ein Feldhase flitzte. Chia sah in, wollte hinterher, ich rief sie und sie blieb auch stehen ... doch dann rannte Lemmy los und Chia wie ein geölter Blitz hinterher. Das Schlimme an der Situation war - mal abgesehen davon, dass Chia mich ignorierte , dass das Feld exakt an die Schienen der Nordwestbahn grenzt, wo zweimal pro Stunde (5 vor und 5 nach zu jeder vollen Stunde) der Zug vorbeifährt ... und es war kurz vor sechs. Ich sah die Hunde schon tot auf den Schienen liegen.


    Irgendwann (wahrscheinlich war es nicht mal eine Minute, die sich aber wie eine Ewigkeit anfühlte), drehte Chia um und kam zu mir zurück und Lemmy folgte ihr dann auch.


    Sicher wäre Chia nicht nochmal losgerannt, wäre Lemmy nicht dabei gewesen und vermutlich war es nicht mal der Hase, den sie zu erlegen gedachte, sondern der Spaßfaktor, den es ihr brachte, mit Lemmy so richtig losrennen zu können. Trotzdem war ich extrem gefrustet, dass sie mich ignoriert hatte.


    Was mich aber nun sehr freut ist, dass in den letzten drei Tagen sowohl morgens, als auch Abends zahlreiche Kaninchen, Feldhasen und Rehe unterwegs sind und sich Chia perfekt abrufen lässt. Vorgestern saß ein Kaninchen sogar genau neben dem Weg im Gebüsch und schoß in dem Moment, in dem wir es passierten, genau vor den Hunden über den Weg und das daran angrenzende Feld. Chia war zwar sofort "on", aber ein "Nein!" reichte, um ihre Aufmerksamkeit wieder auf mich zu richten. Ich war so glücklich, dass ich wirklich ein Freudentränchen vergießen musste.


    Gestern liefen wir dann abends, als es schon langsam dämmerig wurde und auf dem Feld standen vier Rehe. Die Hunde sahen sie, schauten sich die Rehe auch an, die Rehe schauten zurück und das wars. Wir liefen entspannt weiter, die Rehe grasten genauso entspannt weiter. Kurz darauf schossen zwei Rehe direkt vor uns über den Waldweg. Wieder waren die Hunde zwar interessiert, blieben aber bei mir und versuchten nicht mal im Ansatz hinter dem Wild herzurennen.


    Das Beste war dann aber, dass wir kurz darauf eine Gassigehfreundin mit ihrem Berner Sennenhund Fredy trafen und prompt noch ein Reh über den Weg rannte. Fredy rannte mit aller Energie, die er aufbringen konnte, auch umgehend hinterher und Chia wollte Fredy gerade Gesellschaft bei der lustigen Jagd leisten, als ich sie rief und dann ging mir das Herz auf! Denn Chia blieb stehen und drehte zu mir um, während Fredy weiter in den Wald lief (ihm geht zum Glück sehr schnell die Puste aus, denn rückrufbar ist er nicht so wirklich gut).


    Ich war wirklich unendlich stolz auf meine kleine Chia ... und auf Bene bin ich es ja sowieso immer, denn die verkneift sich das Jagen zum Glück schon lange und kommt auch nur in absoluten Ausnahmefällen auf die Idee, hinter irgendwas herzurennen, wenn ich damit nicht einverstanden bin ... aber als sie zu uns kam, jagte sie alles, was sich bewegte und unsere Gassigänge waren drei Monate lang von Blut. Schweiß und Tränen geprägt, denn so oft, wie ich von ihr umgerissen wurde, wenn sie etwas Jagdbares entdeckte, wären die Stellen an meinem Körper ohne Blessuren deutlich weniger, als die mit Schürfwunden und blauen Flecken oder Brandblasen. Sie war eben auf den ungarischen Straßen zur Jägerin geworden und ich habe kurz nach ihrem Einzug mit Entsetzen gesehen, wie geschickt sie Mäuse fängt und killt.


    ... und Chia. Ja die ist ja wegen eines Vogels, den sie glaubte, fangen zu können, mit knappen vier Monaten in ein Weizenfeld gerannt und darin blieb sie dann auch erst mal verschwunden. Gefunden habe ich sie dann, weil sie wohl auch nicht mehr so genau wusste, wo sie uns wiedertrifft und sicherheitshalber nach Hause rannte ... über die Schienen der Nordwestbahn und die Straße vor unserem Hof!


    Meine Schleppleinen waren darum lange Zeit meine besten Freunde ... und ich bin unendlich froh und dankbar, dass ich sie nun nicht mehr brauche und auch Chias Aussetzer sich nicht manifestierte.

    Die teuerste und beste Atmungsaktive Jacke nutzt nix oder wenig, wenn die Kleidung unter der Jacke nicht Atmungsaktiv ist

    Das stimmt natürlich absolut, aber - und das ist nun auch nur wieder mein persönliches Empfinden - ich habe schon das Gefühl, dass ich in der atmungsaktiven Gore Tex Jacke beim und nach dem Gassigehen nicht so "dampfe", wie mit einer normalen Stepp- oder Windjacke - oder eben meinem länger geschnittenen Winterparka von Owney (der auch atmungsaktiv sein soll), der mir ehrlich gesagt auch zu dick, zu schwer und unkomfortabel ist.


    Wobei der Grund, weshalb ich mich für Gore-Tex entschied, auch eher darin lag, dass die Reitwachsjacken von Barbour auch bei regelmäßigem Nachwachsen an den Nähten das Wasser durchließen. Wir wohnen aber auch in einer Gegend, in der es eigentlich nie ganz windstill ist und so eine wind- und wasserdichte Jacke eine Anschaffung ist, die sich immer lohnt.


    Ich meine, die Schöffel Gore Tex Jacke lag im Preis bei knappen 300 €, aber ich habe die jetzt auch schon sicher drei Jahre und trage sie fast täglich, ohne dass sie usselig aussieht. Ab und zu wird sie mit Gore Tex-Waschmittel gewaschen und hinterher mit einer speziellen Imprägnierspülung für Funktionsklamotten "verwöhnt" und sieht dann wieder aus wie nue - ich wurde sogar schon gefragt, ob ich mir eine neue Jacke gekauft habe, als das gute Stück frisch gewaschen war.


    Wenn sich da mal ein Hundezahn im Ärmel verewigen würde, wäre das sicher schmerzlich, weil ich tatsächlich auch sehr an dieser Jacke hänge, aber dann würde der Riss halt geflickt. Ich trage die Jacke ja auch wirklich nur, wenn ich mit den Hunden oder den Pferden unterwegs bin und habe für "urbanere" Unternehmungen eher weniger funktionale Bekleidung im Schrank ... schon weil der "frisch gewaschen"-Eindruck immer rasch verfliegt, wenn meine Pferde ihre Möhrensabbernasen an mir reiben oder die Hunde mit ihren Dreckspatzenpfoten an mir hochspringen ... oder wir die Dogge Arthus treffen ;)

    Ich habe eigentlich so viele Funktionsjacken, dass ich fast wöchentlich eine andere tragen könnte. Aber meine "einfach immer"-Jacke ist eine Schöffel Gore Tex-Jacke, in der man nicht schwitzt, die aber absolut regendicht ist und super leicht. Im Winter trage ich halt einen dicken Pulli, eine Fleecejacke (vorzugsweise die mit der Wolfspfote ;)) und/ oder eine dicke Weste drunter.


    Wobei ich mich inzwischen auch von @Dimi27 inspirieren ließ und die Hundesportweste mit Rückentasche und vielen Taschen und Verstaumöglichkeiten, auch mal über meinem Schöffel-Jäckchen trage. So habe ich Platz für alles, was ich brauche und trotzdem schwitze ich nicht und werde auch bei Regen nicht nass.


    Im Sommer nutze ich dann aber auch einen Bauchgürtel (Bauchtasche mit diversen Taschen), den ich mit ein paar Leckerchenbeuteln erweitert habe. Wenn es regnet oder sehr windig ist, passt der auch über meine Schöffel-Jacke.


    Früher habe ich immer einen leichten Rucksack mitgeschleppt, aber mit zwei Hunden ist es manchmal ein bisschen mühsam, auch noch einen Rucksack am Arm zu tragen, um alles greifbar zu haben, was man gerade braucht.

    Ich habe ja beruflich bedingt viel Kontakt zu Hundehaltern aller Couleur und mit den unterschiedlichsten Rassen oder Mixen. Klar gibt es immer auch diejenigen, die keine Chance darin sehen, dass ihr Hund ihnen ihre Befindlichkeiten verdeutlicht, aber ich würde schon sagen, dass es nicht nur die Schäferhundhalter sind, die sich Gedanken machen, dass beispielsweise die eigene Frusttoleranz die des Hundes stark beeinflusst. Ich bin aber auch sicher, dass es auch Schäferhundhalter gibt, die nicht so reflektiert denken und auch nicht vom Hund auf sich selbst schließen ... wobei das aber auch wirklich schwer ist und echt an einem nagen kann, sich selbst zu hinterfragen .

    Ich denke jetzt mal aus der Tierheilpraktikersicht und überlege, ob es nicht sein könnte, dass Luna Magenschmerzen hat. Ich hatte das auch schon bei meiner jungen Hündin, als sie sich eine Magenschleimhautentzünfung zugezogen hatte. Zum einen suchte sie kühle Plätze auf und zum anderen zog sie sich im Haus zurück. Draußen spielte und tobte sie wie immer.


    Gerade das Metacam kann durchaus auch die Magenschleimhaut angreifen, wenn es über einen längeren Zeitraum immer mal wieder verabreicht wird.


    Bei Problemen mit dem Knochenwachstum würde ich auch eher den naturheilkundlichen Weg gehen, denn wenn der junge Hund jetzt schon mit allopathischen Medikamenten konfrontiert wird, kann das mit der Zeit auch das Immunsystem schwächen, weil die Darmschleimhaut unter der Chemie leidet und 60% des Immunsystems aus dem Darm gebildet werden.

    Babsi, ich liebe Deine Beiträge und lese sie am liebsten mit einer Tasse Tee, um sie dann auch wirklich genießen zu können.


    Ich gebe Dir auch durchaus Recht, dass jeder Hund seine eigene Persönlichkeit hat, wobei ich - und das ist nun auch nur meine Sicht und entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage - fast schon sicher bin, dass jedes Töpfchen das passende Deckelchen bekommt, damit wir uns entwickeln, reifen und lernen. Und wer könnte ein besserer Lehrer sein, als unser wunderbarster Spiegel, dem wir auch verzeihen können, wenn er uns unsere unangenehmen Seiten zeigt und hervorhebt? Meinen Hunden verzeihe ich eigentlich alles, was sich ein menschlicher Kritiker an meiner Person nicht erlauben dürfte, ohne zu rikieren, dass ich ihm den Rest meines Lebens gram bin.


    Aber meine Hunde zeigen mir, wo meine Problemzonen liegen (und ich meine nicht die Falten im Gesicht und den Speck auf den Hüften) und führen sie mir vor Augen. Sie reagieren auf jede meiner Emotionen und lesen mich wie ein weit geöffnetes Buch mit Großschrift für Senioren.


    Sicher sind Bene und Chia zwei ganz verschiedene Persönlichkeiten und insofern verdeutlichen sie mir meine Fehlbarkeit auf ihre ganz individuelle und zu ihrer jeweiligen Persönlichkeit passenden Art. Aber wenn ich mir unangenehme Situationen beim Gassigehen zuhause noch mal durch den Kopf gehen lasse und selbstkritisch reflektiere, stelle ich fest, dass sie im Grundsatz von mir ausgehen und ich mich von meinen negativen Gedanken so sehr beeinflussen ließ, dass meine Hunde sie aufnahmen und auf ihre Art umsetzten.


    ... und auch wenn ich das ungern zugebe: Meine Frusttoleranz ist kein Stück höher, als die von Chia und wir beide gehören nicht zu der Sorte: "Hinfallen, Aufstehen, Krönchen richten, Weitergehen", sondern sind eher von der Art: "Hinfallen, rumfluchen, beim Hochkämpfen über die Ungerechtigkeit des Seins jengeln, das Krönchen in den Dreck stampfen und wütend sein, dass nun auch noch der Kopfschmuck im Dutt ist".


    Bene ist hingegen nicht die Dramaqueen, die ihr Leid und ihren Frust nach äußen trägt. Sie ist eher die "Ihr seid sowieso alle doof und stinkt nach Pipi"-Vertreterin und geht auf Distanz, wenn sie dicke Luft spürt ... aber auch damit zeigt sie mir, dass ich mich gerade hinreißen lasse, meiner negativen Seite alle Rechte einzuräumen, mal wieder richtig auf die Pauke zu hauen.


    ... und genau dann begegnen mir all die Bekoppten, die sinnbefreite Fragen stellen oder auf meinen Nerven Geige spielen und mich an den Rand meiner Contenance treiben.

    ^^

    Aber ganz ehrlich? Ich habe eine liebe Freundin, die selbst Besitzerin eines Berner Sennenhund-Rüden ist und neuerdings begegnet uns, wenn wir zusammen mit den Hunden laufen gehen, des Öfteren mal ein Mann mit einer schwarzen Cane Corso-Hündin und zwei ebenso schwarzen French Bullys. Meine liebe Freundin sprach also neulich den Mann an, ob denn die Große die Mutter von den beiden Kleinen sei und ich bin vor Scham fast in den Erdboden versunken, denn der Hundebesitzer reagierte dann auch eher irritiert (Man sieht doch, dass das zwei ganz verschiedene Rassen sind!) und steckte uns vermutlich in die Schublade der Vollbekloppten.


    Dabei hatte ich mir gerade ein bisschen seiner Sympathie erarbeitet, denn als ich alleine mit Bene lief, erwiderte er nicht mal meinen freundlichen Gruß, wenn sich unsere Wege kreuzten und ich dachte schon, dass er kein Deutsch spricht und darum nichts sagt. Dann kam Chia und erwärmte sogar sein Herz, denn er fragte zumindest: "Na, hast Du jetzt noch einen Zweiten dazu geholt?" Gut, die Frage ist eigentlich auch irgendwie Peng, aber zumindest war ich in seiner Wertigkeit soweit gestiegen, dass er das Wort an mich richtete.


    ... und mit der Frage meiner Freundin war ich vermutlich auch wieder in seiner Wertigkeit gesunken :|

    Auch ich schicke Dir meine herzlichsten Willkommensgrüße und wünsche Dir viel Spaß beim Austausch.


    Mir gefallen Kaukasen optisch sehr gut, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mit der Eigenständigkeit der Rasse nicht doch überfordert wäre. Aber was Du schreibst, klingt eigentlich sehr entspannt und ich freue mich schon auf Berichte von Dir und darauf, wenn Du Deine Erfahrungen mit uns teilen möchtest.