Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Och nöh - das liest sich ja nicht ganz so schön. Gegen den gesteigerten Sexualtrieb könntest Du versuchen, homöopathisch mit Agnus Castus ein bisschen Ruhe reinzubringen. Mönchspfeffer in Ganze zu füttern, wäre zwar vermutlich noch effektiver, aber wenn der Brummi sowieso wenig Appetit hat, dann wird er sich nicht begeistert sein, wenn da noch irgendwelche Zusätze im Futter sind, die er erst recht nicht mag.


    Wobei ich ja auch festgestellt hatte, dass Lyssis Appetitlosigkeit im Zusammenhang mit der Juckerei stand. Seit sie sich nicht mehr ständig kratzen muss, frisst sie auch wieder ein bisschen besser (wobei die Antibiotika ihr wohl auch ein bisschen auf den Magen und den Appetit schlagen, denn gestern war der Kot weicher und sie hat sich gleich morgens übergeben).


    Bei Chia funktionierte es ganz gut, wenn ich jeden zweiten Tag einen Teelöffel Dorschlebertran übers Futter gab - das mochte sie sehr gerne, aber leider gab es trotzdem irgendwann den Punkt, wo sie auch der Dorschlebertran nicht mehr so wirklich überzeugte.


    Ich drücke die Daumen, dass die Tierärztin die Ursache fürs Jucken findet und die Behandlung dann rasch anschlägt.


    Aber eins muss man dem Brummi lassen: Ihm gehen zumindest die Ideen nicht aus, mit denen er Dich immer wieder vor neue Herausforderungen stellt ;)

    Nutzt/e Ruebchen nicht auch ein Target fürs Fuß? Ich meine das bei ihr auf einem Video gesehen zu haben und das hatte mich inspiriert, auch wieder mit dem Target zu arbeiten. Chia lässt sich sehr gut darauf fixieren - ich muss nur immer wieder darauf achten, dass sie im Takt bleibt und nicht aus dem Rhythmus gerät, weil sie auch gerne mal springt, um dem Target zu folgen.

    Oh ja! Dass Carla eine starke Persönlichkeit ist, sieht man ihr sofort an - dieser Blick! Eine echte kleine Hoheit!


    Dass es Diego soweit gut geht und er die eingeschränkte Bewegung so artig ajzeptiert ist wunderbar. Ich drücke ganz fest weiter die Daumen, dass er wieder so fit wird, dass er den Rentenantrag wieder zurückziehen kann und das Bein wieder voll belastbar wird und keine Lahmheit zurückbleibt.

    Ich bin auch nicht zwingend ein Freund davon, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und die Tierärztin weiß das und tat sich auch schwer, mit Antibiotika gegen die Bakterien vorzugehen, aber bevor sich so eine Dermatose noch weiter ausweitet, denke ich, dass es sinnvoller ist, gleich die wirkungsvollste Behandlung zu nutzen, als wochenlang zu experimentieren und dann zu noch stärkeren Medikamenten greifen zu müssen.


    Das Gute ist, dass das nicht ansteckend ist und Lyssi heute trotzdem zur Welpengruppe durfte.


    Zu meinem Leidwesen erwischten wir mal wieder die Trainerin, mit der ich mich etwas schwer tue, aber heute konnten wir uns dann trotzdem ganz gut miteinander arrangieren.


    Lyssis Freundin Amica, die Cockerdoodle-Hündin, war auch wieder da und in den Spielpausen hatten die Beiden jede Menge Spaß. Dei aus unserer Gruppe wechselten nun zu den Junghunden - darunter auch Ida, die Vizla-Hündin, Tony, der Großpudel (der tatsächlich aber ein Labradoodle ist) und einer der blonden Labbis ... und mit allen drei Frauchen war es immer besonders schön. Aber irgendwann wird auch Lyssi nachziehen, aber da sind dann auch so kräftige Rambos dabei, dass die Spielpausen für Lyssi auch kein Vergnügen wären. Wir werden also noch zwei Monate warten.


    In Sylvias Gruppe wurden wieder die Welpenspielzeuge und Hindernisse aufgestellt und ich habe ein wenig neidvoll rübergeschaut, denn die Welpen hatten mit ihrem Parcours ganz viel Spaß. In der Pause setzte sich Sylvia dann zu uns und ich gestand ihr, dass ich gerne bei ihr mittrainiert hätte und da meinte sie, dass wenn es mir nichts ausmacht, dass die Gruppe nicht ganz so weit ist, ich gerne auch mal bei ihr mitmachen darf. Ich glaube, das Angebot werde ich mal annehmen, denn Lyssi mit der Wackelbrücke, den Tunnels und all den anderen Hindernissen bekannt zu machen, wäre auch für sie mal eine tolle Abwechslung, denn heute schien es mir, als würde sie sich zwischendurch ein bisschen langweilen, denn Sitz, Platz, Hier und Bleib üben wir ja täglich und so ist das für sie keine Herausforderung.


    Aber bei Sylvia wurden Decken auf den Rasen gelegt und die Hunde mussten darauf liegenbleiben, sie wurden mit einem Planschbecken bespaßt und überhaupt war dort richtig Action.


    Heute war auch ein neuer Welpe dabei, in den ich mich sofort verliebt habe: Die Leonberger-Schäferhund-Mix-Hündin Paula. Sie ist so alt wie Lyssi, aber deutlich breiter und auch ein Stückchen größer, aber Lyssi fand sie gleich genauso toll, wie ich und ich hätte Paula am liebsten in mein Auto geschmuggelt und mitgenommen.


    Mit Michael, dem Trainer mit der Langhaarschäferhündin Mila konnte ich auch reden und ich kann nächstes Wochenende ein Training mit Chia mitmachen und trotzdem mit Lyssi ihre Welpengruppe besuchen.


    Ich habe ein gutes Gefühl dabei, wobei mein Göttergatte vor versammelter Mannschaft erklärte, dass Chia mich bis auf die Strümpfe blamieren wird ... wir werden sehen, wie das wird. Ich habe ja wenigsten einen Vorzeigehund, um nicht als Komplettversager dazustehen 8o


    Was mich aber schon sehr beruhigte war, dass ich Michael das mit der Bärenumarmung erzählt habe und er das im Grunde gut fand, weil er sagte, dass ich Chia Sicherheit geben muss. Wie ich das mache, ist nicht relevant, solange sie sich dabei entspannen kann.


    ... und dann sagte er noch, dass ich nicht vergessen darf, dass ich einen Schäferhund habe, der dafür gezüchtet wurde, auf "seins" aufzupassen und wenn Chia den Nachbarn verbellt, dann wäre es falsch, sie dafür auch noch zu strafen. Statt dessen soll ich mal versuchen, sie zu ignorieren und in dem Moment, wo auch nur für einen Moment aufhört zu bellen, sofort belohnen und damit das "Nichtbellen" bestätigen. Solange ich auf sie einrede, während sie den Nachbarn verbellt, bestätige ich sie, weil ich ihr meine Aufmerksamkeit schenke.


    Das leuchtet mir ein. Also werde ich versuchen, mich zu entspannen und mein Belohnen exakt zu timen, damit sie merkt: "Nicht-Bellen gibt Lob und Belohnung. Bellen wird ignoriert und bringt gar nichts."


    Er meinte auch, dass ich durchaus Hundebegnungen suchen soll, aber auch da soll ich sie nicht anmeckern, wenn sie Theater macht, sondern ruhig bleiben, gerne auch umarmen, aber sie nicht ansprechen, sondern erst in dem Moment, in dem sie sich entspannt, sofort loben und belohnen. Wenn sie dann ganz bei mir ist, dann darf sie auch zu anderen Hunden hin und mit ihnen spielen, denn das ist auch sehr wichtig für sie, denn sonst entwickelt sie irgendwann ein negatives Gefühl für Hundebegegnungen, wenn ich die nie erlaube. Erlauben also, wenn sie sich entspannt hat und ein positives Gefühl aufbauen, damit sie sich über andere Hunde freut, aber auch akzeptiert, dass nicht sie bestimmt, ob sie spielen darf, sondern ich das regle.


    Das klang für mich alles sehr schlüssig ... und vor allem hielt er mich nicht für komplett durchgeknallt, weil ich meinen Hund "bärenumarme".


    Gestern hatten wir dann noch Besuch von einer Freundin mit ihrer Mischlingshündin Paulina - für mich eine der zauberhaftesten Hundedamen, die ich kenne, denn Linchen ist cremefarben und um die Augen trägt sie dunklen Eyeliner und sieht aus, wie eine Diva. Sie kommt aus Griechenland und vermutlich ist ein Großspitz drin, denn sie ist gleich groß wie Chia, haarig wie Bene, hat spitze Öhrchen und ist die Sanftmut in Person.


    Bene hat ihre blonde Freundin mal versehentlich umgerannt und Paulina hat sich dabei weh getan. Danach ist sie wochenlang vor Bene geflohen, wenn wir uns trafen oder sie uns besuchen kam und ich musste ganz viele Kekse spendieren, um Paulina umzustimmen und die Freundschaft zu Bene wieder zu festigen.


    Bei Chia ist Paulina immer ein bisschen skeptisch. Die ist ihr meistens ein bisschen zu stürmisch. Inzwischen traut sich Paulina aber auch, Chia mal zurechtzuweisen, wenn die es mit der Aufdringlichkeit übertreibt.


    Allerdings habe ich dann gestern mit gemischten Gefühlen gesehen, dass bei einer solchen Zurechtweisung von Paulina gegen Chia, das kleine Lyssi mit Knurrbellen dazwischen ging, um ihrer Freundin den Rücken zu stärken und das fand ich nicht wirklich gut, denn das geht vielleicht irgendwann in die Richtung: "Gemeinsam sind sie unausstehlich!"


    Ich arbeite auch gerade bewusst mit Lyssi daran, dass sie sich nicht anfängt, wie die offene Hose zu benehmen, denn auch da riet mir der Trainer Michael, dass ich Lyssi sofort belohnen soll, wenn sie mit dem Knurrbellen aufhört und das unerwünschte Verhalten einfach ignorieren soll, weil ich sie bestätige, wenn ich mich ihr zuwende und mit ihr schimpfe.


    Im Prinzip weiß ich, dass genau der Weg einst mit meinem Spanierpony zum Erfolg führte, als ich mit dem Clickern anfing und alles Erwünschte belohnte und wann immer er Unerwünschtes tat, ihn einfach stehen ließ und wegging.


    Gut, weggehen und Lyssi allein stehen lassen wäre jetzt nicht so ideal, aber ich habe mich nun auch immer bewusst umgedreht und sie damit "in der Situation allein gelassen", was sie dann doch verunsicherte, weil ich ihr den Rücken eben nicht stärkte, wenn sie erwachsene Hunde anmotzte, sondern ihr zeigte, dass wenn sie Streit anfängt, sie damit auch alleine klar kommen muss ... und das wollte sie dann doch lieber nicht und nahm lieber die Belohnung fürs Klappe halten.


    Wie immer ist es aber die Konsequenz, die zum Erfolg führt und das ist etwas, das ich lernen muss ... auch wenn mir das Herz bis zum Hals pocht, wenn sie ausgerechnet die gewaltige Dogge anpöbelt und die sie mit blutunterlaufenen Augen mustert, während ich mich umdrehe, anstatt mein Hündchen vor dem Riesenhund zu beschützen.


    Es wird aber der einzige Weg sein, ihr jetzt schon das Pöbeln wieder abzugewöhnen, wenn sie merkt, dass sie nicht mit meiner Unterstützung rechnen kann, wenn sie Streit anfängt, aber ich trotzdem immer ihr Fels in der Brandung bin, wenn sie Hilfe braucht.


    Heute hatten wir schon so schöne Erfolge, dass ich zuversichtlich bin - sowohl, was Lyssi angeht, als auch was Chia betrifft.


    Und Benes Wunde ist nun eigentlich zu und die wild wuchernden Zellen ziehen sich auch wieder zurück. Ich darf nun bis Donnerstag jeden Abend den Verbandswechsel selbst machen und habe dafür genügend Material und ein Fläschchen Lotagen mitbekommen, das ich nun täglich anwende.


    Bei den Morgenspaziergängen ist sie nun auch wieder dabei und gestern durfte sie auch mit raus, als Paulina da war, denn Paulina springt nicht rum und animiert Bene nicht zum Toben ... das zu unterbinden wird nämlich zunehmend schwieriger, weil der Acker einfach zu verlockend ist und sie hin und wieder mal das Bällchen von Chia klauen muss, das sie sich dann selbst wirft.


    Ich bin ja dankbar, dass es ihr so gut geht, aber ein bisschen schonen sollte sie sich schon noch, bevor sie ihr zweites Leben wieder in vollen Zügen genießt.


    Und bevor ichs vergesse: Das Jucken bei Lyssi ist schon fast komplett weg, die Pickel sind auch nur noch als kleine Krüstchen vorhanden und die Antibiotika werden soweit gut vertragen - kein weicher Kot, kein Erbrechen.

    Ich gebe sowohl Holger @Ellionore , als auch Asnea Recht: Es ist gut, wenn ein Trainer auch zugeben kann, dass er Grenzen hat und die auch erkennt, denn das wäre mir lieber, als wenn er mit meinem Hund herumexperimentiert.


    Allerdings erwarte ich von einer Trainerin, die selbst einen Leinenpöbler hat, dass sie sich mit dem Thema beschäftigt - schon ihrem eigenen Hund zuliebe. Mein Vertrauen in ihre Fähigkeiten wäre doch etwas getrübt, wenn sie ihren eigenen Hund nicht korrigieren kann.


    Und klar, Holger, muss ein Lehrer oder Trainer nicht alles können - auch ich habe Fachgebiete, in denen ich sattelfest bin, kann aber auch nicht behaupten, dass ich Experte in jedem Gebiet meines Berufes bin. Wenn jemand etwas besser kann, empfehle ich denjenigen auch neidlos. Aber wenn ich selbst ein Problem mit meinem Hund habe, dann setze ich auch alles daran, es zu lösen und mache mich in dem Thema so sattelfest, dass ich auch anderen mit diesem Problem eine Unterstützung sein kann.


    Für mich ist es auch wichtig, dass sich ein/ Trainer/in in meinen Hund hineinversetzen kann und erkennt, ob der Hund tatsächlich aggressiv ist oder pöbelt, weil er unsicher oder frustriert/ gestresst ist. Ob diese/r Trainer/in den ultimativen Lösungsweg für das Problem bieten kann, ist natürlich für meinen Entscheid wichtig, von wem ich Hilfe bekommen und annehmen kann. Wenn mir aber jemand sagt, dass er ein anderes Fachgebiet bekleidet, aber eine Empfehlung für einen Kollegen/ Kollegin geben kann, dann ist das für mich o.k.


    Aber Luna den Eindruck, ob Du Dich in dem Verein wohl fühlst (was ich auch enorm wichtig finde, denn der Hund merkt auch jede Anspannung, wenn Du Dich unwohl fühlst) und ob es auch für Sam ein guter Weg ist, mit seinem Pöbeln aufzuhören, wirst Du erst wissen, wenn Du mit ihm dort trainierst und Erfolge siehst oder eben das Gefühl entwickelst, dass Euch das nichts bringt.


    Aber ich denke, dass Du Dich erst mal darauf einlassen solltest, um einen Eindruck zu gewinnen. Vielleicht bist Du ja dann doch total begeistert, wenn es super läuft und Du dazu auch noch nette Leute mit gleichen Interessen kennen lernst.


    Manchmal hilft auch der Austausch mit anderen Hundehaltern, einen Weg zu finden, denn die meisten, die ihre Hunde auch sportlich führen, haben ja auch schon ihre Erfahrungen gemacht und haben hier und da auch mal einen guten Rat.


    Ich nehme auch viel aus all Euren Beiträgen mit und versuche Ideen für mich umzusetzen. Trotzdem bin ich auch gerne im Verein, weil ich dort auch sehr nette Kontakte knüpfen kann und man sich jede Woche trifft und dabei auch zu einem "Wir" zusammenwächst.

    Nun bin ich endlich auch mal dazu gekommen, alles nachzulesen, was ich verpasst habe und ich habe ja wirklich viel verpasst.


    Aber ich komme ja gerade noch rechtzeitig zum Happy End mit dem Trainingstermin :thumbup:


    Vielleicht wäre die Trainerin aber sowieso ein Flop gewesen. Wenn sie so arbeitet, wie sie die Kunden hängen lässt, dann ist es gut, dass es nicht geklappt hat ... und ich glaube schon, dass wir manchmal Wegweiser in den Weg gestellt bekommen, um die passende Richtung zu finden und nicht weiter die falschen Ideen zu verfolgen.


    Ich bin auch sehr gespannt, was Du berichten wirst und welche Tipps Du mitnehmen kannst, die Dir helfen, das große Potential Deines Brummibuben in die für Dich passende Richtung zu lenken ... das ist ja die Crux mit den Übercleveren: Sie sind genial, aber oft auch anstrengend. Aber wenn man den Weg gefunden hat, ihre Energie und Intelligenz für Positives zu verwenden, dann kommt die Zeit des Jubelns.


    Wenn die Trainerin der Schlüssel zu Brummis positiver Entwickelung ist, kannst Du auch ganz sicher wieder in die IGP-Gruppe vom Hundeverein, denn im Grunde hattet Ihr Euch ja Beide dort wohl gefühlt und Brummi hatte ja auch Fortschritte gemacht.


    Die Ablenkung durch Spielzeug ist aber immer schwierig, wenn der Hund auf quasi jeden Umweltreiz reagiert und sich schlecht konzentrieren kann. Dann ist das, was eben noch super spannend war, mit einem Mal langweilig und etwas anderes fordert die ganze Aufmerksamkeit. Ich kenne das von Chia, deren Ball und Zergel ich heute früh entnervt in den Trainingsrock packte, weil sie den Ball mitten auf dem Acker parkte und den Zergel im Wald liegen ließ. Wenn man ständig schauen muss, ob der Hund noch sein Spielzeug trägt, stresst einem das auch und wenn man es mehrfach selbst holt oder erst mal suchen muss, nervt das und verdirbt die Stimmung ... und wir wissen ja leider auch, dass unsere Sensibelchen sehr empfänglich für unsere Emotionen sind und entsprechend auch darauf reagieren ... also bemühe ich mich, freundlich zu bleiben und packe die Spielies lieber weg, als mich zu ärgern.


    Wobei die Spielsachen auch immer dann besonders interessant sind, wenn ich sie habe und nicht hergebe :evil:


    Die Futterproblematik kenne ich ja nur zu gut. Aber ich weiß auch, dass ich meine Hunde selbst zu Mäklern erzogen habe, weil sie wissen, dass ich ihnen auch ein Büffet aufbaue oder eine Speisekarte anbiete, wenn sie mal wieder in den Hungerstreik treten.


    Ich weiß, dass es falsch ist, aber ich merke auch, dass wenn ich Chia das Futter anbiete, sie es nicht nimmt und ich es dann wieder wegräume, sie am nächsten Tag auch gerne mal Magensäure erbricht, weil die ja nichts zu tun bekommt und dann ihren Weg nach draußen geht.


    Nun gibt es zwar die These, dass die Magensäfte erst in Produktion gehen, wenn das Gehirn meldet, dass es gleich was zu tun gibt, aber mein Hypersensibelchen hat halt leider auch einen empfindlichen Magen und wenn sie nicht sehr regelmäßig Futter bekommt, erbricht sie und frisst gar nichts mehr, weil ihr dann der Bauch weh tut. Insofern experimentiere ich bei ihr auch nicht, denn wenn sie nicht frisst, brauche ich ihr auch keine Ulmenrinde oder sonstige Magenschoner anbieten. Bestenfalls etwas Rinderblut mit Kieselsäure-Magen-Darmgel nimmt sie dann noch.


    Es gibt Zeiten, in denen sie nur noch Rehhaxen nimmt - und nach der Läufigkeit nimmt sie manchmal nicht mal die. Dann bekommt sie dreimal täglich NutriPlus Gel, das sie dann aus meiner Hand leckt ... sie ist da leider konsequenter als ich und bevor sie zu viel abnimmt (nach der letzten Läufigkeit waren es 3 Kilo, die sie verlor), päpple ich sie halt.


    Klar habe ich auch mit dem Tierarzt darüber gesprochen. Da hörte ich aber auch nur: Hungern lassen, bis sie frisst! oder: Die bekommt ja genügend nebenbei und ist somit ja nie wirkllich hungrig.


    Vor einem halben Jahr meinte unsere Tierärztin auch, dass fast jeder junge Hund so eine Austest-Phase durchmacht, wo er alles - auch sein Futter - in Frage stellt und dass auch ihr Hund das Problem mal hatte, aber sie trotzdem konsequnt blieb.


    Ich bin aber ja froh, wenn Chia wenigstens noch ein getrocknetes Hühnerbruststück nimmt und nicht ganz streikt und gebe ihr das dann halt auch.


    Ich gebe aber auch zu, dass ich meine Hunde vielleicht auch vermenschliche und mir sage, dass ich ja auch nicht alles esse, was man mir auf den Teller schöpft - warum sollen meine Hunde also nicht aussuchen, was ihnen schmeckt? Klar sollten sie es auch vertragen und es sollte auch mit der Größe meiner Kühltruhe vereinbar sein, aber so ein Hundeleben ist, im Vergleich mit unserem Leben, so kurz, dass ich es gerne mit so viel Glück als möglich füllen möchte ... und zu diesem Glück gehört halt auch, dass sie Hunde sich aufs Futter freuen und nicht mit krauser Nase vor dem Napf stehen.


    Ich habe gerade das Experiment "Lachs und Krabben" gewagt und festgestellt, dass Bene das nur nimmt, wenn es wirklich keine Alternative gib. Lyssi sich ein paar Häppchen davon einverleibt - gerade so viel, dass der größte Hunger gestillt ist und Chia sich angeekelt abwendet ... vielleicht nehmen es ja die Katzen.


    Aber ich zwinge die Hunde nicht, etwas anzunehmen, das sie nicht mögen.


    Das mit dem Napf hatte ich bei Chia übrigens auch schon gedacht ... also: Der Napf spiegelt - kein Edelstahl, sondern Melamin-Napf kaufen (hat nichts verändert), der Napf ist zu tief - vom Teller gefüttert (mäßige Begeisterung), der Napf ist mit irgendwas Negativem verknüpft - aus der Hand gefüttert (klappt manchmal, aber auch nicht immer).


    Ich nehme einen Teil des Futters mit und gebe es unterwegs bei "Picknick-Pausen" - das funktioniert meistens - und ein Teil nehme ich für Suchspiele. Da wirkt dann der Futterneid, denn Bene ist schnell und hungrig.


    Allerdings weiß ich inzwischen auch, dass wenn Chia dieses Ekelgesicht bei dem Futter macht, das sie sonst gerne nimmt, dass das mit ihrem Magen zu tun hat und dann gibt es eben Kieselerdegel für Magen und Darm, gemischt mit etwas Rinderblut (ca. 50 ml) - zur Not auch mal direkt mit der Einwegspritze ins Mäulchen (dann aber ohne Rinderblut).


    Wenn ihre Fressunlust außerhalb der Läufigkeitsphase anhält, gibt es auch mal 5 Tage lang jeweils 6 Gastrosel-Tabletten auf drei Gaben verteilt. Die binden die Magensäure mit Magnesiumoxid und dann verschwindet auch der Ekel in ihrem Gesicht, wenn sie am Futter riecht.


    Aber wenn sie was nicht mag, dann zwinge ich sie nicht dazu, das trotzdem zu fressen. Sie mag das Fresco Trockenbarf und ein paar Barf-Menüs von Tackenberg und Perleberg und was anderes bestelle ich für sie auch nicht mehr, denn alles Nassfutter oder Hundewürste verweigert sie.


    Bene ist auch konsequent, in dem, was sie mag oder nicht mag. Auch da bestelle ich eben nur das, was sie gerne nimmt und das frisst sie dann auch.


    Lyssi lässt sich auch mal überreden, etwas zu kosten, aber wenn ich schon merke, dass sie es nur aus Höflichkeit nimmt, kaufe ich es nicht mehr.


    Man kann daraus schlussfolgern, dass meine Hunde mich dazu erziehen, ihnen die Speisekarte zu geben, aber solange es immer etwas gibt, was sie gerne nehmen, gut vertragen und meinen Vorstellungen von gesundem Futter entspricht, bekommen sie das eben.

    Ihr Lieben,


    bei Lyssi hätte der Hundefriseur tatsächlich keine Veränderung bewirkt, denn sie hat eine Pyodermie - also eine bakterielle Dermatose und dagegen helfen leider nur Antibiotika, die sie nun auch bekommt.


    Was diese Hautkrankheit auslöst, ist nicht ganz sicher zu sagen. Fakt ist, dass sie bei Welpen sehr häufig vorkommt, was vermutlich mit einem noch nicht so ausgeprägten Immunsystem zu tun hat. Allerdings können auch Milben diese Bakterien übertragen und darum haben wir auch dagegen vorsichtshalber noch was mitbekommen.


    Dass Lyssi in den letzten Tagen schlechter fraß, kann aber tatsächlich damit zusammenhängen - obwohl der Tierarzt sie nicht für zu dünn hielt und mit 14 kg aktuellem Gewicht hat sie seit Dienstag auch 500 g zugenommen und liegt damit wieder im grünen Bereich von +/- 150 g Zunahme täglich.


    Flöhe hat sie definitiv keine und wenn es Milben waren, welche die Infektion ausgelöst haben, dann waren es Grasmilben, denn auf Demodex- oder Sarkoptes-Milben gab es keinen Hinweis und die mit dem Flohkamm ausgekammten Haare waren auch sauber.


    Was auch in Frage kommt, wären Verletzungen und die hatte Lyssi ja tatsächlich am Bauch, als sie mit Chia durchs Stoppelfeld gerannt ist und die Stoppeln lauter Kratzer auf der nackten Welpenhaut hinterließen - ich tippe also am ehesten darauf.


    Benes Wunde heilt auch gut und das wilde Fleisch wird weniger und der Verband kleiner. Ab morgen werde ich den Verbandswechsel selbst machen und täglich neu Lotagen auftragen und am nächsten Donnerstag haben wir dann wieder einen Termin zum Nachschauen.


    Heute kam auch die erste Abrechnung vom Tierarzt bis Ende August und die war deutlich geringer als gedacht und damit erfreulich, denn ich war von 2000 € ausgegangen und auf der Rechnung steht auch "besonders schwere OP".


    Mein "dickes Dodo" ist auch wieder aus der Werkstatt zurück und darf jetzt wieder 15.000 Kilometer bis zum nächsten Service fahren.


    Also: Alles Bestens!

    Ganz lieben Dank für die Fotos - Du hast aber auch eine ganz süße Welpin, die wir gerne bewundern.


    Das mit dem Socken anbieten hätte ich auch eher als zu risikoreich gesehen. Ich habe zwei Kunden, deren Welpen Socken verschluckt haben. Bei einem war es ein dünnes Kindersöckchen, das auf natürlichem Weg nach draußen fand und sogar da erst als fehlend bemerkt wurde , aber bei einer kleinen Berner Sennenhündin war eine Not-OP nötig, weil die zusammengebündelten Tennissocken aus dem Wäschekorb zu einem Darmverschluss geführt hatten.


    Darum gebe ich lieber geknotete Taue zum Spielen, die nicht gefressen werden (wobei ich auch immer ein Auge auf den Welpen habe, wenn ich ihm Kausnacks oder Spielzeug gebe) zum Tausch gegen die unerlaubten Dinge, die sich auch meine Welpin gerne mal aus dem Wäschekorb nimmt.


    Zum Thema Sofa kann ich auch nichts beitragen ... meine Hunde dürfen aufs Sofa und ins Bett, aber wenn ich ein Verhalten unterbinden möchte, dann gibt es nur den Weg über stete Konsequenz ... und dann glauben meine Hunde, dass ihr Name "Nein!" ist oder "Lass das!" :D

    Luna

    Das war mein erster Gedanke auch - gerade nachdem weder das Ardap, noch das Mittel vom Tierarzt Wirkung zeigte.


    Allerdings wasche ich ihr aktuell nach dem Laufen und nachdem sie draußen war, den Bauch mit warmem Wasser ab und reibe nach dem Trockenen dann Exner ins Fell. Seitdem ist das Jucken so gut wie weg und das spricht eher für Grasmilben.


    Zumal sie ja auch gebarft wird und nur Rind und Huhn bekommt. Ziege kannte sie ja bei maica auch, aber sie bevorzugt ihr Welpenbarf von Tackenberg. Auch Leckerchen gibt es nur die getrockneten Hühnerstreifen oder die Rinti-Käsewürfel mit Huhn oder eben sonstiges, in dem nur Huhn oder Rind verarbeitet wurde. Sie hatte zwar vor zwei Wochen den Katzen das Fresco Katzenfutter mit Lachs weggefuttert, aber zum einen begann das Jucken später und zum anderen war das wohl auch nur ein Akt der Missgunst, denn als ich ihr das Katzenfutter noch mal anbot, weil ich dachte, dass sie es liebt (die Katzen mögen es nicht so gerne), roch sie nur angewidert dran ... und die Dorschtaler mag sie auch nicht ... selbst das Fertigbarf mit Lachs und Krabbern überlässt sie Bene und Chia sehr gerne.


    Für Rehhaxen kann sie sich zwar auch noch erwärmen, aber die gibt es für sie zu selten und dann wäre mir auch aufgefallen, dass das Jucken sich verstärkt, wenn sie Reh bekommen hat. Bei Bene wird der Kot nämlich schon am nächsten Morgen weicher, wenn es abends Rehhaxen gab.


    Es wäre also ein kleines Desaster, wenn sie auf Rind oder Huhn allergisch reagieren würde, denn was anderes nimmt sie nicht und ihre geliebten Brustbeinknochen oder die Rinderkehlköpfe vom Speiseplan zu streichen würde sie mir wohl nicht verzeihen.


    Allerdings hatte ich unter ihren Achseln und im Innenbereich der Hinterbeine, sowie am kahlen Welpenbauch auch kleine Pickelchen entdeckt und die kenne ich von meinem Spanier, der auf Grasmilben allergisch reagiert ... zeitlich würde das ja auch passen.


    Heute sind wir aber sowieso beim Tierarzt und dann sollen die sich das mal anschauen.


    @Azemba

    Genau das Küsschen fand ich auch so zauberhaft und war schwer enttäuscht, dass das Foto so wackelig geworden ist ... zumal es ja auch Seltenheitswert hat, dass mal alle Drei auf einem Bild zu sehen sind. Chia und Lyssi haben ja nie Zeit, mal still zu sitzen - außer wenn es dem Gehorsam geschuldet ist und dafür Kekse zu erwarten sind. Aber in der Spielzeit habe ich wenig zu melden ;)


    Boss

    Vermutlich liegt es daran, dass Lyssi so plüschig ist und die Leute nur den Stockhaar-DSH kennen. Allerdings ist Mila, die LSH-Hündin von dem Trainer Michael ja auch langhaarig und die ist ja im Verein auch bekannt. Sie ist aber eher so ein Seidenfellchen wie Chia und die wurde auch immer als DSH erkennt ... aber die war auch nie sooo plüschig, wie Lyssi das ist.


    Ich staune auch immer, wie hochbeinig sie geworden ist und dass der Unterschied zu Chia gar nicht mehr so riesig ist, aber bei den Fotos von Ganja und Boss dachte ich auch, dass von Ganja zu Boss auch nicht mehr so arg viel fehlt ... unsere Mädels werden irgendwie viel zu schnell erwachsen :(


    Momentan ist Lyssi ein richtiger Schlaks: Hochbeinig und schlank. Vor allem dann, wenn sie nass ist, wirkt sie richtig schmal. Aber die Eltern Matze und Jojo sind nicht riesig und Lyssi war ja eher der Floh im Wurf und die Kleinste neben ihren vier Brüdern. Ich denke also, dass sie nicht größer wird als Chia und Bene das sind und im normalen DSH-Hündinnenmaß bleibt - also so 60 bis 63 cm Schulterhöhe erreicht. Micha meint zwar, dass schon unser Joe aus maica s Zucht trotz der normal großen Eltern deutlich aus dem Maß wuchs und Lyssi ihm vielleicht nacheifert, aber das hoffe ich eher nicht. Klar würde ich sie nicht weniger lieben, wenn sie zu groß, zu klein, grün-lila-kariert oder schlappohrig geblieben wäre, aber wenn sie sich weiter an die Wachstumstabellen hält, dann sind die 60 bis 63 cm realistisch und das wäre auch in meinem Sinn.


    Heute früh hatte übrigens Chia das Kötzeln. Ich dachte schon gestern, dass sie nicht ganz fit ist, weil sie morgens Durchfall hatte. Ich gab ihr dann das Pro Kolin ... Nachmittags musste ich ihr dann helfen, weil der Kot dann so hart und trocken war, dass sie sich kaum noch alleine lösen konnte. Abends waren die Häuflein wieder normal, aber sie mochte kein Futter, nahm aber dann ihr Drittel vom Rinderkehlkopf und etwas Rinderblut mit Kieselsäure-Magen-Darmgel.


    Heute früh wollte sie erst gar kein Futter und keine Kekse, dann übergab sie sich unterwegs. Es war aber nur weißer Schaum und danach wollte sie dann auch die Kekse und ihren Anteil vom Fresco Trockenbarf. Nachdem sie auch über den Acker preschte und mit Lyssi spielte, aber immer wieder Gras fraß, gehe ich davon aus, dass die Magensäure ein bisschen viel war. Darum probiere ich nun auch erst mal, sie nicht fasten zu lassen, sondern die Magensäure zu beschäftigen.


    Bene durfte auch wieder mit zur Morgenrunde und ich musste sie immer wieder bremsen, weil sie unbedingt mit Chia und Lyssi mittoben wollte. Im Grunde bin ich darüber sehr glücklich, denn sie ist wieder so, wie ich sie kenne und würde sie hinter uns herlatschen, ohne nach dem Bällchen zu verlangen oder nach Keksen zu betteln, würde ich mir Sorgen machen. Aber sie zu ermahnen, fällt mir auch schwer, weil ich in ihren Augen diese große Lebensfreude sehe und die auch lieber fördere, als sie einzuschränken ... und Bene weiß ja nicht, dass die Zurückhaltung nur der Heilung der Wunde geschuldet ist und sie nur momentan noch langsam machen muss.


    Aber der Teilbody ist eine geniale Lösung für sie. Der Trichter war ja in ihren Augen die Strafe für etwas, was sie nicht getan hat und sie bewegte sich damit ja so gut wie gar nicht und wenn, dann rammte sie ihn vor irgendwelche Türen, Möbel oder Knie.


    Jetzt bewegt sie sich frei und ungehindert, trinkt, wenn sie Durst hat und geht wieder mit raus, wenn die Haustür geöffnet wird. Das ist für mich auch schöner, als mir Gedanken zu machen, wie ich meinen depressiven Hund wieder aufheitern kann, ohne dass ich riskiere, dass sie die Wunde anknabbert.

    Was hat Bene denn da an?

    Sieht cool aus und hilft bestimmt das sie nicht ans Bein kommt.

    Alex, das ist ein OP-Body für ein Vorderbein.


    Bene ist ja mit ihrem Trichter extrem unglücklich gewesen und weigerte sich, damit zum Pieschern raus zu gehen und vor ein paar Tagen hat sie dann auch noch die Zimmertür damit zugeschoben, als sie raus zum Trinken wollte und sich die ganze Nacht eingesperrt.


    Das mit dem T-Shirt war auch keine ideale Lösung, denn Bene hat rasch gemerkt, dass man den Ärmel hochschieben kann und so auch wieder an den Verband gelangt.


    Unsere Tierärztin hatte dann noch die Idee, das Bein einer Kinderstrumpfhose drüber zu ziehen, aber das rutschte sofort runter, wenn Bene sich bewegte und so habe ich dann nach "OP-Body Vorderbein" gegoogelt und bin bei Medpets fündig geworden. Ich habe dann auch gleich zwei unterschiedliche Modelle gekauft - zum Wechseln, denn das Teil wird sicher öfter mal gewachen werden müssen.


    Die Tierärztin war gestern ganz begeistert und notierte sich die Marke und nun hoffen wir alle, dass der Beinbody ausreicht, um Bene vom Lecken und Knabbern abzuhalten.


    Zumindest trägt sie ihn nicht ungern - also er stört sie nicht und heute früh wollte sie dann auch unbedingt zur großen Morgenrtunde mit. Nachdem gestern die Tierärztin meinte, dass wenn sie nicht übermäßig rennt und springt, sie auch eine größere Runde laufen darf, weil das dann auch für den Stoffwechsel und die Durchblutung gut ist.


    Also durfte Bene mit. Ich musste sie zwar ein paar Mal ermahnen, weil sie mit den anderen Beiden mitrennen und auch einen Ball geworfen bekommen wollte, aber wir einigten uns dann darauf, dass sie einen Ball tragen darf und damit war sie dann auch zufrieden.


    Die einzige Problematik ist nun nur noch, dass sich ein bisschen wildes Fleisch angefangen hat zu bilden und wir nun alle zwei Tage einen Lotagen-Verband beim Tierarzt anlegen lassen müssen ... aber das bekommen wir ganz sicher auch noch gewuppt - falls mein Auto heute wieder aus der Werkstatt kommt, denn den musste ich heute Früh abgeben, damit der Zahnriemen gewechselt wird und irgendwie klang das nicht nach "Du kannst ihn heute Abend wieder abholen", was mir der Werkstattmeister sagte ... eher nach: "Frag halt heute Abend mal nach, ob er fertig ist und ansonsten rufen wir morgen an, wenn Du ihn holen kannst".


    Vermutlich wird also Micha morgen fahren, weil ich seinen BMW möglichst nicht freiwillig bewege und ohne Dodo bin ich echt "unmobil".

    Am Dienstag war Elysia 16 Wochen alt und so langsam beginne ich schon den Welpen zu vermissen, denn sie wird immer hochbeiniger und schlaksiger und immer mehr Teenie. Zwar findet ein Ohr immer noch nicht so richtig in den Stand und stützt sich auf das Stehohr, aber man erkennt schon, dass sie mal ein Osterhasenhund werden möchte. Wobei ich doch tatsächlich letzten Samstag wieder gefragt wurde, was sie denn für ein Mix sei ... dabei sieht man ihr den Schäferhund nun wirklich immer mehr an, aber offensichtlich gtibt es zu wenig Schäferhunde, als dass man weiß, wie die als Welpe aussehen ... oder es liegt am Plüsch und die Langhaarvariante ist hier im Oldenburger Münsterland unbekannt. Obwohl ein Trainer ja auch eine Langhaarhündin hat :/


    In der letzten Woche nahm Lyssi allerdings auch ein bisschen weniger zu, als das sonst der Fall war, aber sie nöckelte auch ein bisschen mit dem Futter rum und die vierte Mahlzeit mochte sie gar nicht mehr. Sie bekommt nun also drei Mahlzeiten und als Snack zwei Hühnerhälse oder was Trockenes zum Kauen.


    Ich hatte auch ein wenig den Eindruck, dass sie sich vor 1,5 Wochen, als sie auf dem regengefluteten Rasen saß, zitterte und winselte, eventuell doch was weggeholt hatte, denn sie stand auffällig oft vor der Tür und wollte zum Pieschern raus.


    Wahrscheinlich habe ich tatsächlich einen Weichei-Hund und sollte zukünftig einen Schirm über sie halten und sie in ein Schlauchboot setzen, damit sie ums Fahrgestell rum nicht nass wird, wenn es regnet.


    Was momentan auch auffällig ist, dass sie sich häufig kratzt und beisst. Ich habe sie quasi in Ardap getränkt, was nur dazu führte, dass sie mich den Rest des Tages sehr doof fand, sich aber trotzdem juckte. Dann habe ich Exner genommen und sie damit eingeprüht, was zumindest einen Tag lang half, aber mein Welpe roch dafür auch wie Erbrochenes im warmen Auto.


    Schlussendlich hatte ich dann den Tierarzt gefragt, als ich mit Bene zum Verbandswechsel dort war und der gab mir ein Mittelchen zum Auftropfen mit, das rein planzlich sein soll ... zumindest hat es Lyssi nicht geschadet, dem "wasauchimmer den Juckreiz auslöst" aber auch nicht, denn Lyssi juckte sich weiter.


    Also trage ich mit Fassung, dass mein Hund ein Odeur von vergorener Milch verströmt und sprühe ihr Exner ins Fell ... selbst Chia geht dann auf Abstand.


    Aber ich habe heute beim Verbandswechseltermin mit Bene beim Tierarzt besprochen, dass ich Lyssi am Freitag Nachmittag mitbringe und wir dann mal schauen, ob es Grasmilben sind oder doch anderweitig Behandlungsbedarf besteht.


    Ansonsten ist Lyssi auch ausgesprochen munter und agil und mit 13,5 kg ist sie ganz sicher auch nicht zu dünn, aber sie ist in der vergangenen Woche auch ganze drei Zentimeter in die Höhe geschossen und misst jetzt 48 cm, die ich diesmal sogar mit einer CD-Hülle auf der Schulter (deren Dicke ich dann wieder vom Gesamtmaß abzog) am Büroschrank markierte und dann den Zollstock an das Möbel anlegte, um doch mal eine genaue Schulterhöhe zu bekommen.


    Mir fällt aber auch auf, dass sie gar nicht mehr so viel kleiner als Chia ist und ihre Beine fast schon die gleiche Länge haben - da wundert mich dann auch nicht, dass sie immer schlaksiger wirkt.


    Fotos zu machen ist ein wenig schwierig, weil das Hundekind nicht stillhalten kann und lieber mit Chia spielt, als fotografiert zu werden ... und so ist leider auch das Foto, das mir gut gefallen hätte, total verwackelt:


    Luna Luft kommt momentan keine dran, weil drunter noch der Verband ist. Der Body dient erst mal der Vorsorge, dass sie den Verband dran lässt und wir hoffen, dass wenn der Verband abgenommen wird (was aktuell eher noch nicht der Fall sein wird, weil auf die Wunde Druck ausgeübt werden soll, damit sie sich ohne wildes Fleisch schließt), sie die Wunde in Ruhe lässt, denn sonst müsstew sie den Trichter dauerhaft tragen und da sie damit weder trinkt, noch Futter nimmt und auch nicht Pipi macht, ist das mit dem Trichter die für uns anstrengendere Variante, weil wir ihn ständig abnehmen müssen, wenn Bene Hunger, Durst oder Blasendrang hat und ihn anschließend wieder überziehen, was Bene ziemlich boykottiert. Letzte Nacht hat sie den Lampenschirm sogar irgendwie selbst ausgezogen ... aber die Tierärztin sagte heute auch, dass sie eben ganz besonders clever ist und der Body vermutlich für uins alle der bessere Schutz für den Verband und die Wunde.


    Der Body bleibt also auch dauerhaft drauf und wird nur immer mal gewechselt, wenn er schmutzig ist und gewaschen werden muss. Dann kommt Body Nummer 2 zum Einsatz.