Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Aber ich fühle mich schon wie eine zerquetschte Rosine, wenn ich den Nachbarn nur sehe und Chia ihn anbellt und damit bestätigt, was für ein böser Hund sie ist - da kann ich wissen, dass er keine Ahnung hat und mit zwei Hunden beweisen können, dass ich keine Flachpfeife bin, die ihren Hund nicht im Griff hat, aber mein Selbstwertgefühl sinkt auf den Tiefpunkt und ich lese in jedem Blick, dass er nichts Gutes über Chia denkt.

    bellt Chia eigentlich andere Menschen auch an oder weiß Chia was für ein "böser" Dein Nachbar ist? Schau es doch einfach mal von dieser Seite an!

    Nein, andere Menschen bellt sie nicht an - aber die stellen sich ja auch nicht vor sie hin und herrschen sie an. Es dürfen Jogger, Stöckeschwinger, Fahrradfahrer, Kinder, Spaziergänger an ihr vorbeilaufen und sie bleibt gelassen.


    Gut, wenn die Post kommt oder jemand auf den Hof kommt, wird der auch angebellt, aber draussen hat sie mit Leuten meistens nichts zu tun. Es sei denn, sie haben einen Hund dabei.


    Im Grunde ist der Nachbar ja auch nicht böse, sondern sehr hilfsbereit, aber er versteht halt nicht, dass er bedrohlich wirkt, wenn er sich vor den Hund hinstellt und sie anherrscht. Aber würde ich ihm sagen: "Geh mal in die Hocke und sprich freundlich mit ihr - dann fühlt sie sich nicht bedroht", würde er mir eher den Vogel zeigen, als meinem Vorschlag zu folgen.


    Bene macht das halt nicht und an der misst er jeden unserer Hunde ... und mich, von der er glaubt, dass ich mit einem Hund vielleicht noch klar kam, aber mit Zweien schon überfordert war ... der Dritte kann erziehungstechnisch nur voll in die Hose gehen :(

    Ihr Lieben,


    ich habe je drei Hunde mit ganz unterschiedlicher Fellbeschaffenheit:


    Bene hat dichtes, festes Grannenhaar, viel Unterwolle und flusige Hosen und Fahnen, sowie feine Haare am Bauch, die schnell verknoten und in denen sich auch immer alles sammelt, was Bene vom Waldboden auffegt.


    Chia hat ein weiches "Teflon"Seidenfell und kaum Unterwolle. Sie sieht immer aus, als hätte ich sie gerade gekämmt und glänzt wie eine Speckschwarte. Nur im Fellwechsel merkt man, dass sie doch ein bisschen Unterwolle hat - aber wenn ich sie wöchentlich kämme und bürste, ist das in drei Wochen kein Thema mehr. Sie verfilzt auch nicht und an ihr rutscht auch alles ab, was sich bei Bene zu Filzlappen verwirkt.


    Lyssi hat einen flusigen Welpenpelz und wohin die haarige Reise geht, weiß ich noch nicht, aber ich bürste sie jeden Tag zwei bis drei Minuten, damit sie sich daran gewöhnt und die Prozedur so genießen lernt, wie Bene das tut, die dabei immer einschläft und schnarcht, während ich sie kämme und bürste.


    Das Problem ist aber, dass ich inzwischen eine große Plastikbox mit diversen Kämmen, Bürsten, Striegeln und sonstigem Tamtam gefüllt habe, weil ich für jeden Hund ein anderes Pflegeequipment brauche, um der Fellstruktur gerecht zu werden.


    Nun habe ich bei Bene den größten Erfolg bei Rausziehen der Unterwolle, wenn ich den Coatking verwende, aber der, der am besten funktioniert (mit 30 Zähnen) gab es einst nur in schmal und damit arbeitet man ewig im Fell herum. Also habe ich vor sechs Wochen den Activet Undercoater Duo bestellt, weil der sowohl den entfilzenden Mat Zapper, als auch den Unterwolleentfernenden Coat Grabber vereint. Die Lieferzeit wurde mit mehr als 5 Tagen definiert und ich dachte mir, dass ich das Päckchen wahrscheinlich vier Wochen nach der Bestellung erhalten. Aber nach sechs Wochen konnte man mir immer noch keinen Liefertermin sagen und ich bestellte den Coat King in Professional Doppelbreit mit 30 Zähnen ... der auch nicht lieferbar zu sein scheint.


    Ich habe für Chia ja auch eine ActiVet Bürste, den grün-goldenen Silkcoater, den ich auch für Lyssi verwende und bin sehr zufrieden damit und nachdem der Coat King nun auch nicht lieferbar war, habe ich für Bene halt den roten Mat Zapper und den silbernen Coat Grabber bestellt und den Undercoater Duo storniert.


    Die Bürsten sind gestern angekommen und ich bin gespannt, ob sich die Investition gelohnt hat und Benes Unterwolle weniger wird.


    Zu den Bürsten verwende ich auch diverse Kämme von Spratts:

    Nummer 66 mit long Pins und Nummer 69 mit kürzeren Pins (grobe Zahnung) für Bene

    Nummer 70 (feinere Zahnung) für Chia

    Nummer 68 mit kurzen und langen Pins (feine Zahnung) für Lyssi, wenn sie wieder mal total verklebt ist

    und ich hatte letzte Woche für Lyssi noch die Nummer 80 bestellt, damit ich eine grobere Seite fürs erste Entfernen der Zauseln habe und die feine Seite zum Nacharbeiten.


    So langsam kann ich hier einen Grooming-Salon aufmachen, aber die Spratts-Kämme sind einfach unschlagbar effektiv und wenn ich mit dem Silkcoater und dem Mat Zapper und dem Coat Grabber von ActiVet wirklich alle Fellstrukturen meiner Hunde bearbeiten kann, könnte ich vielleicht doch meine Plastikbox ausräumen, den Inhalt dem Tierschutz spenden und in Zukunft mit 3 Büsten und 5 Kämmen wieder mehr Platz haben ... wobei der Coat King vermutlich auch noch irgendwann nachgeliefert wird. Ich habe mich noch nicht getraut, den auch zu stornieren, weil ich noch nicht sicher bin, ob die ActiVet-Bürsten so effektiv sind, wie es der schmalere Coat King ist ... der Furminator hat allerdings für eine lichte Stelle in Benes Grannenhaar gesorgt, weil ich da zu lange an einer Stelle die Unterwolle rausziehen wollte und dabei die oberen Haare abschnitt.


    ... über meine Haarpflege mache ich mir übrigens nur halb soviele Gedanken, wie um die meiner Hunde :rolleyes:

    Ich kann mich ja auch sehr gut in @Azemba hineinversetzen. Das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, ist belastend und wenn man gute Ratschläge bekommt, ist das sicher hilfreich, aber die Unsetzung ist eben auch schwer. Da braucht es auf jeden Fall jemanden vor Ort, der mit viel Empathie ans Training herangeht, denn wenn die Haut dünn ist und die Nerven schon angekratzt, ist es schwer, sich nicht als Totalversager zu fühlen und nicht sofort in die Verteidigungsposition zu gehen. Da kann jeder nioch so hilfreiche Rat als Angriff missverstanden werden, weil das eigene Wertgefühl im Keller sitzt und auf bessere Zeiten wartet.


    ... ich höre täglich von meinem allerbesten Ehemann von allen, dass ich mich doch nicht so von unserem Nachbarn unter Druck setzen lassen soll und das was der zu mir sagt, zum einen Ohr rein- und zum anderen wieder rauslassen soll.


    Aber ich fühle mich schon wie eine zerquetschte Rosine, wenn ich den Nachbarn nur sehe und Chia ihn anbellt und damit bestätigt, was für ein böser Hund sie ist - da kann ich wissen, dass er keine Ahnung hat und mit zwei Hunden beweisen können, dass ich keine Flachpfeife bin, die ihren Hund nicht im Griff hat, aber mein Selbstwertgefühl sinkt auf den Tiefpunkt und ich lese in jedem Blick, dass er nichts Gutes über Chia denkt.


    ... und genau das ist ja das ganz Fatale dabei: Man liebt seinen Hund über alles und ist wirklich alles bereit zu tun, was die Situation verbessert. Man kauft Trainingshilfen und bezahlt Einzelstunden, fährt Kilometerweit, steht mit dem Hahnenschrei auf, um seine Ruhe zu haben und dann benimmt sich das Tierchen wie offene Hose und fällt einem damit auch noch in den Rücken ... und während wir unseren Hund wie ein Löwe verteidigen, straft der unsere Worte Lügen und bestätigt, dass jeder Recht hat, der an unseren Fähigkeiten zweifelt und den Hund für einen direkten Nachfahren des Hundes von Baskerville hält ... das tut so weh.


    Da braucht man manchmal einfach nur jemand, der Verständnis zeigt und einen wieder aufbaut, denn runter machen wir uns ja leider immer wieder selber.


    Darum hier meine Umärmelung an @Azemba - ich kenne das Gefühl und kann wirklich nur immer wieder den Wunsch formulieren, dass der Trainer Dir eine gute Unterstütung sein wird und er auch Dich aufbauen kann, damit Du Dich selbst und mit Deinem Brummi gut fühlst.

    Danke für Deine Anregung.


    Mein Göttergatte hatte die Ladefläche ausgemessen, die Angebote für die Boxen angeschaut und dann den Beschluss gefasst, dass keine drei große Boxen in den Combo passen und die kleineren Boxen ihm einfach zu klein und zu eng sind, denn die Hunde könnten sich darin kaum umdrehen und das gefällt Micha gar nicht.


    Darum die Idee mit den Absperrgittern, denn die kann man flexibel einhängen, je nachdem, wie viele Hunde ich dabei habe.


    Micha hat zwei Schienen eingeschraubt - eine kurz vor den Hecktüren, sodass ich hinter dem Absperrgitter noch eine Kiste mit dem Krimskrams, den ich mitnehme hinstellen kann und eine weiter hinten, direkt bei der Schiebetür, wo dann ein Autohundebett reinpasst und zwei Hunde nebeneinander liegen können.


    Zum Tierarzt bin ich jetzt auch schon mit allen drei Hunden gefahren und die liegen entspannt in ihren zwei Autohundebetten und turnen nicht im Laderaum rum.


    Ob das die endgültige Lösung ist, kann ich noch nicht sagen, aber zur Not ist eine Doppelhundebox auch schnell gekauft oder Rotti-Sven muss doch noch kreativ werden, denn der Gedanke, die Boxen immer rin und rausheben zu müssen, finde ich nicht so beglückend.

    Claudia, der Verein ist in Langförden und von "meiner" Autobahnseite (A1 - Osnabrück - Bremen) aus, fahre ich die Ausfahrt Cloppenburg raus. Du hättest den doppelten Weg, den ich habe, denn von Bremen sind es 61 Kilometer bis Langförden:



    Allerdings könntest auch Du vorwiegend Autobahn fahren und wenn die frei ist (eng ist es meist zwischen Lohne und Neuenkirchen, weil da aktuell die große Baustelle ist), dann bist Du in 45 Minuten da.


    Der Verein bietet vier kostenlose Probetrainings an, bevor man sich entscheiden sollte, Mitglied zu werden.


    Der Link dazu ist https://www.hundesportverein-lohne-langfoerden.de/


    Von dem Zusatz Lohne hatte ich mich auch zuerst irritieren lassen und gedacht, der Verein wäre in Löhne ... aber da waren sie früher und mussten dann den Platz räumen. In Lohne fanden sie dann kein Grundstück (Hundegebell ist ja unerwünscht in der Nachbarschaft - auch im Industriegebiet) und darum zogen sie nach Langförden und liegen damit näher an Cloppenburg, als an Lohne.


    Danke für Dein Feedback zur Dodo-Werbefolie. ich wollte eigentlich ein bisschen mehr Dynamik bei den Tieren, denn sie sollen ja Vitalität ausstrahlen. Micha hatte sogar die Idee, mein Konterfei noch mit aufs Auto zu kleben - Schockschwerenot! Auf keinen Fall will ich mit einem Bild von mir auf dem Auto rumfahren =O


    Ob das nun aber die finale Variante ist, weiß ich noch nicht. Micha wollte erst mal Angebote einholen und dann entscheiden, wie die Folie ganz genau aussehen soll. Irgendwas an der Schrift ist noch nicht so, wie es sein soll und Rotti-Sven soll dann irgendwelche Buchstaben zusammenbauen - wie auch immer. Das überlasse ich den Profis und hoffe, dass ich mich dann noch traue, Dodo aus der Garage zu holen, ohne mich mit Hut und Sonnenbrille verkleiden zu müssen, damit mich niemand erkennt :D

    Ich denke aber auch, dass ein Hund nich zwingend Freilauf braucht, wenn er anderweitig ausgelastet wird - sei es mit Wanderungen, wie Holger sie unternimmt oder mit spannenden Spielen unterwegs.


    Meine brauchen den Freilauf, weil sie ihn kennen und verlangen, aber ich kenne auch genügend Leute mit Jagdhunden, die nie von der Leine kommen oder meine Bekannte mit den Huskies - die sind weg, wenn der Karabiner der Leine aus dem Halsband gehakt wird. Trotzdem sind diese Hunde nicht unglücklich.


    Aber ich treffe ab und an jemanden, der seinen Hund am Fahrrad auspowert oder hinterm fahrenden Auto herrennen lässt. Die Hündin ist deswegen auch nicht zufriedener oder besser zu händeln und wenn sie uns sieht, geht sie ihrem Herrchen auch von der Fahne, weil nur hinterherrennen sie vielleicht müde macht, aber nicht ausgleicht.

    Holger, ich gebe aber auch Mona Recht: Du machst richtige Wanderungen an der Leine mit Loki - da ist er vermutlich körperlich mehr ausgelastet, als meine Hunde, die täglich Freilauf beim Spazierengehen und auf dem Hof haben, wo sie draußen sind, wenn wir die Pferde versorgen.


    Aber genau weil ich meinen Hunden keine Harzwanderungen biete (um die ich Dich ein bisschen beneide, weil Du und Loki und Deine Frau tolle gemeinsame Erinnerungen dabei sammeln könnt) mit Steigungen und anspruchsvollem Gelände, wurmt mich die Brut- und Setzzeit so sehr, denn meine Hunde brauchen das freie Rennen, Spielen und Bällchenjagen draußen vor dem Hoftor - und mich wurmt nicht, dass die Brut und die Jungtiere geschützt werden sollen, sondern dass bei uns auf dem Hof die Fasane brüten und keine Brut gefährdet wird, obwohl die Hunde hier frei laufen und die Rehe vor der Haustür grasen und auch da keine Gefahr von den Hunden ausgeht. Aber ab dem 1. Mai dürfen die Jäger wieder Böcke abschießen und das ist dann nicht so schlimm, wie ein freilaufender Hund, der auf den Wegen bleibt ... aber das ist ein anderes Thema.


    Um aber auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, wünsche ich @Azemba, dass das mit dem Trainer jetzt klappt und Brummi seinen Trieben und Möglichkeiten entsprechend die Aufgabe findet, die ihn ausgleicht und zufrieden macht.

    Luna , ich glaube nach meiner letzten Erfahrung, dass ein offenes Wort durchaus auch Schranken abbauen kann und darum würde ich wahrscheinlich nach der ersten Übrungsstunde mit Deinem Trainer sprechen, dass Du durchaus viel Interesse und Begeisterung für den Hundesport in Richtung IGP hast, aber mit Sam halt eingeschränkt bist und da auch kein Risiko eingehen wirst. Dann hat der Trainer oder die Trainerin schon einen ersten Eindruck von Euch gewonnen, aber weiß für die nächste Trainingseinheit auch, dass Du auf Deinen Hund Rücksicht nehmen musst und nichts mit ihm anstrebst, was mit der HD nicht vereinbar ist. Wer weiß? Vielleicht sind ja noch mehr Hundebesitzer dort, deren Hund ein bisschen eingeschränkt ist und ihr könnt alternative Aufgaben bekommen?


    Wenn Du nicht über die HD sprichst, gehst Du das Risiko ein, dass der Trainer denkt, Du hättest keine Lust auf Schutzdienst oder lehnst ihn ab und dann wäre ein ganz falscher Eindruck geboren. Aber ich bin sicher, dass Du auf Verständnis triffst, wenn Du auf Deinen Hund Rücksicht nimmst und vermutlich sogar die Achtung derer gewinnst, die ihre Hunde auch als Familienmitglieder sehen und nicht nur als Sportgeräte.


    Du und Sam werdet sicher viel Spaß haben und eine tolle Gemeinschaft finden, wo ihr gerne trainiert! Tschakahhhhh!

    Gestern war meine "Hundeplatzwelt" wieder wunderbar in Ordnung :love:


    Zwar wurde die Gruppe wieder geteilt und ich kam nicht wie erhofft zu Sylvia, sondern zu Alex, aber das war tatsächlich eher eine Auszeichnung. Als wir nämlich rund um die Trainerinnen standen, meinte Sylvia, dass die Gruppe geteilt wird in die älteren Hunde, die schon ein bisschen was können und die jüngeren Hunde, die noch am Anfang stehen. Also zeigte sie auf sechs Hundebesitzer, die mit ihren Welpen mit ihr auf den vorderen Welpenplatz kommen sollten und weil Lyssi eigentlich auch zu den Jüngsten gehört, meinte Alex, dass ich doch eigentlich auch mit Sylvia mitgehen sollte ... und da dreht sich Sylvia um und sagt: "Lyssi? Nein, die gehört zwar zu den Jüngsten, kann aber schon so viel, dass sie bei den Älteren schon fast unterfordert ist. Die bleibt bei Dir!"


    Hach ... das sind die Momente, in denen all die kleinen Rückschläge mit Chia leicht wie eine Feder werden und ich im ganz großen Hundeglück schwelge, mit dem Lyssi ausgleicht, was manchmal mit Chia nicht so gut läuft.


    Diesmal ging es ums Freilaufen und Abrufen aus dem Spiel mit den anderen Welpen. Lyssi ist als Jüngste manchmal ein bisschen schüchtern, wenn die teilweise sechs Monate alten Rüdenrüpel von der Sorte Labrador sich balgen und zusammen toben, aber in einer Labradoodelin, die acht Monate alt ist und so groß wie Lyssi und einer 5 Monate alten Großpudelin fand sie zwei tolle Spielgefährtinnen, mit denen sie sich richtig wohl fühlt ... nur der Rückruf wurde dadurch ein bisschen schwieriger. Solange Lyssi das Spiel mit den anderen eher mied, war sie ja immer sofort bei mir, wenn ich sie rief. Nun, wo sie mit ihren neuen Freundinnen herumtollen kann, bin ich nicht mehr ganz so spannen und der Rückruf wird eher zögerlich umgesetzt.


    Das führte zu einer neuerlichen Empfehlung der Trainerin, das "Hier" quasi als endgültiges Kommando und das "Komm" als vorläufiges Kommando zu nutzen, weil sich das "Hier" zu schnell abnutzt, wenn man es in der Phase, in der die Pubertiere eher mal hinterfragen, ob sie wirklich müssen, was sie sollen, immer wieder rufen muss.


    Diesmal habe ich gedacht: "Kläre Deine Bedenken und rede mit der Trainerin!" In der Pause sprach ich sie also an und sagte ihr, dass ich ungern das "Komm" installieren möchte, weil Lyssi das "Hier" kennt und befolgt und ich das "komm" immer dann nutze, wenn sie mir aus dem "SItz" oder "Platz" folgen soll. Soll sie mir nicht folgen, hört sie auf das "Bleib!" und das nun umzumodeln, wäre aus meiner Sicht nicht sinnvoll.


    Und da sagte Alex, was auch Schafring schon schrieb: "Ich weiß, dass Du mit Deiner Schäferhündin natürlich einen anderen Anspruch hast, als manche der anderen Hundebesitzer und darum ist das für mich auch vollkommen in Ordnung, wenn Du die Kommandos nutzt, die Lyssi kennt. Es ist halt nur so, dass hier teilweise Ersthundebesitzer trainieren, die das erste Mal einen Welpen erziehen und die auch nicht mehr wollen, als dass der Welpe kommt, wenn man ihn ruft und dass er sitzt, Platz macht und Pfötchen gibt ... die meisten springen irgendwann ab, wenn der Welpe ein halbes Jahr alt ist. Manche kommen noch ein paar Mal zur Junghundegruppe, aber das sind nur wenige und in die Sportgruppen wechseln höchstens ein oder zwei von ihnen. Darum richte ich das Training erst mal nach denen, die geringe Ansprüche an ihren Hund stellen, denn ich weiß, dass diejenigen, die mehr wollen, selten Ersthundebesitzer sind, sondern solche, die ihren Hund mit der Welpengruppe auf die nächsten sportlichen Schritte vorbereiten und auch zuhause weitertrainieren und so viele Vorkenntnisse haben, dass sie die Welpengruppe eigentlich nicht bräuchten. Aber die anderen würden ihrem Hund 10 x "Hier" hinterherschreien und 20 x den Namen rufen und beides wird den Hund nicht interessieren, weil sich die Kommandos abnutzen, wenn man sie zu oft benutzt, ohne dann auch konsequent zu bleiben."


    Ich bin froh, dass ich mit Alex gesprochen habe, denn jetzt verstehe ich auch die Trainerin der letzten Sonntagsstunde, die halt wirklich die mitnimmt unhd bei Null abholt, die keine Ahnung haben und denen es egal ist, ob der Hund links oder rechts läuft und ob man "Komm", "Hier" oder sonstwelche Kommandos ruft, weil der Hund eh nicht zuhört.


    Ein weiterer Vorteil des Gesprächs ist nun auch, dass ich mit Lyssi auch anspruchsvollere Aufgaben gestellt bekomme. Ich will ungern jetzt schon in die Junghundegruppe wechseln, weil beim Spiel mit den anderen jetzt schon fast alle kräfte- und körpermäßig überlegen sind und Lyssi mit den Junghunden richtigen Rambos begegnet und die hat sie ja auch zuhause und mir geht es darum, dass sie unter Gleichaltrigen ist und nicht wieder mit pubertären Raufbolden klar kommen muss.


    Ich konnte dann aber auch das Thema "zusätzliches Training mit Chia" ansprechen und erhielt den Rat, zu warten, bis Michael aus dem Urlaub zurück ist, weil der schon immer selbst Schäferhunde hat und am besten einschätzen kann, wie man Chias Frusttoleranz erhöhen kann.


    Eventuell kann ich dann ausnahmsweise einmal zusätzlich zur Welpengruppe mit Lyssi, einmal mit Chia zum Junghundetraining kommen und dann würde man zusammen überlegen, wie, wann und mit wem ich Chia trainiere.


    Zu meiner großen Freude erfuhr ich auch, dass auch immer wieder Wochenendkurse mit bekannten Trainern angeboten werden und da möchte ich dann sehr gerne dabei sein.


    Aber die zwei Stunden Hundeverein hätten auch fast dramatisch geendet, denn während Lyssi im Auto war, hatte ich die seitliche Schiebetür etwas geöffnet, damit sie viel frische Luft bekommt und was zu Kucken hat.


    Micha hatte ja die Idee, dass er Türgitter kauft und die vor den Autotüren befestigt, weil er meint, dass wenn drei Boxen ins Auto passen sollen, die so eng wären, dass die Hunde sich darin kaum drehen und vermutlich auch nicht stehen können. Abgesehen davon müsste ich die Boxen immer ins und aus dem Auto heben, weil er Dodo ja auch nutzt, um damit Waren zu holen, Pferdefutter zu transportieren und Großeinkäufe nach Hause zu fahren. Dabei braucht er die ganze Ladefläche und die Boxen würden stören und den Platz beschränken.


    Also schlug er vor, dass er Türabsperrgitter kauft und die vor die hinteren Türen und vor die Schiebetür schraubt und so die Hunde die ganze Fläche zur Verfügung haben, aber trotzdem gesichert sind und nicht einfach aus dem Auto hüpfen können. Gleichzeitig müsste man aber nichts ausbauen, wenn man Dodo zum Einkaufen und Transportieren nutzt.


    Ursprünglich sollte Rotti-Sven ja Maßgitter anfertigen, aber nachdem er vor Wochen schon Maß nahm und einen Rahmen bauen wollte, aber ich schon vorletztes Mal auf dem Hundeplatz überlegte, ob ich Lyssi bei geschlossenen Türen im Auto lassen kann oder doch besser eine Box miete, fand Micha, dass das mit den Türgittern die schnellste und einfachste Lösung ist.


    ... und wie sicher sie ist, habe ich dann gestern feststellen können.


    Ich hatte, wie bereits erwähnt, die seitliche Schiebetür geöffnet, während Lyssi im Auto war und als ich sie zum Welpenspielen holte, schob ich die Schiebetür zu. Als wir nach Hause fuhren, krachte es plötzlich hinter uns und ich schaute in den Rückspiegel und sah, dass die Schiebetür sperrangelweit offen stand!!! Vermutlich war das Schloß nicht ganz eingerastet und darum hatte eine Bodenwelle gereicht, um die Tür aufgehen zu lassen.


    Micha hielt sofort an und mir war ganz schlecht, als mir bewusst wurde, dass ohne das Absperrgitter meine Lyssi bei voller Fahrt aus dem Auto hätte fallen können ... was für ein Alptraum!


    So lag sie hinter der sicheren Absperrung und freute sich, als sie mich sah. Es schien aber, dass sie trotzdem froh war, dass ich die Schiebetür mit Nachdruck schloss, denn mit offener Tür war es sicher sehr zugig und was man draußen so sieht, kann für einen Welpen ja auch sehr bedrohlich sein.


    Nach dem Erlebnis würde ich immer dazu raten, auch bei einem Kombi ein zusätzliches Schutzgitter nach hinten anzubringen, denn wie schnell schließt man die Heckklappe und prüft nicht, ob die wirklich eingerastet ist ... wenn eine Bodenwelle reicht, um die Tür aufgehen zu lassen, wird mir noch im Nachhinein wieder schlecht bei der Vorstellung, wie oft ich das Risiko eingegangen bin, dass meine Hunde im Freien stehen.


    Die nächste Anschaffung fürs Auto ist dann die Folierung mit der Werbung für unseren Shop. Wir haben schon was zusammengestellt und ein Angebot eingeholt und wenn das passt, dann wird Rotti-Sven das Folieren übernehmen, damit das auch gut aussieht:



    Nach langer Diskussion über die Notwendigkeit einer Rampe für die Hunde, ist auch die jetzt bestellt ... Micha findet zwar, dass alle Hunde ins Auto springen können und die 160 € eine eher unnötige Ausgabe sind und er auch im Hundesportverein noch nie jemanden sah, der seinen Hund über eine Rampe aus dem Auto laufen lässt, aber nachdem ich jetzt alle drei Tage wegen Benes Verbandswechsel zum Tierarzt fahre und Bene jedes Mal ins und aus dem Auto hüpfen muss und Lyssi so langsam echt schwer wird und Micha ja vielleicht auch mal nicht mit zum Hundesportverein fährt, um Lyssi ins Auto und wieder heraus zu wuchten, hoffe ich, dass das Paket vor dem nächsten Tierarzttermin ankommt oder spätestens vor dem nächsten Welpentraining.


    Ich konnte es mir aber nicht ganz verkneifen, im Hundesportverein vor versammelter Männerunde auf Michas Frage, ob ich auch was trinken möchte zu antworten: "Nein, ich bleibe bei Wasser und Brot, weil ich ja die Rampe bekommen habe und jetzt gespart werden muss!" :D


    Bei der Gelegenheit erfuhr Micha aber auch, dass die meisten Besitzer der großen Hunde eine Rampe dabei haben und die nicht so unnötig ist, wie Micha das denkt ... und ich konnte meinen inneren Reichsparteitag feiern :D

    Verbena und @all, genau so sehe ich das jetzt auch dass die wegstrecke kein problem ist und ein gemeinsames kaffeetrinken mit sicherheit auch schön ist. Was mir hauptsächlich gefällt, dass dort die rassen vertreten sind, mit denen man echt trainieren muss und die leute davon ahnung haben müssen und keiner angst haben dürfte und wenn mir den verein schon mal die trainerin empfiehlt, weil wir eben hundebegegnungen dort am einfachsten üben können und alles andere das dazu gehört auch, dann kann dieser verein nur gut für uns sein.

    Und das richtige miteinander macht ja auch spass im verein und bringt einen weiter.

    Ich bin echt gespannt auf nä samstag :)


    Dass es dir in dem jetzigen verein so gut mit elysia gefällt und du den aus deiner nähe vorgezogen hast, verstehe ich sehr gut verbena. Mit elysia und chia brauchst du ja auch einen verein, der euch fördert. Freut mich echt und ist auch für mich ansporn, das richtige zu finden :). Sam ist zwar kein arbeitstier, aber er braucht trotzdem sein training mit anderen hunden.

    Ich denke, es ist wichtig, gerne hinzugehen und sich aufs gemeinsame Training freuen zu können - wenn das der Fall ist, dann merkt das auch der Hund und ist entspannter. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du am Samstag vor Begeisterung strahlend von Deinen Erfahrungen berichten wirst.


    Ich hatte ja im Grunde auch noch die Option einer OG vom SV, die auch näher gelegen gewesen wäre, aber in welche Richtung ich mit meinen beiden jungen Hunden gehen möchte, weiß ich noch nicht. Es ist halt eine Zeitfrage, denn wenn ich sportlich wirklich was machen möchte, dann bin ich vier mal in der Woche mit zwei Hunden auf dem Platz und das wird dann eng, wenn ich auch noch Zeit für die Pferde haben will.


    Wenn ich aber eher in Richtung "BH und mal sehen, was dann wird" unterwegs bin oder doch Agility in Frage kommt, wäre ich in einer OG vermutlich der Klotz am Bein, der alle beim Training behindert, die nach Erfolg streben ... und im Hundesportverein, in dem ich Mitglied bin, ist die Ausrichtung nicht so sportlich, aber es kommen immer mal wieder bekannte Gasttrainer zu Wochenendkursen und die Angebote nehme ich dann ganz sicher gerne wahr.


    Insofern wäre ein Verein, in dem nur Arbeitshunde sind, wahrscheinlich für mich eher ungeeignet, weil ich ja weiß, wie ich als Turnierreiterin war, als mich der Ehrgeiz noch antrieb und nur Erfolge zählten ;)


    Mich schreckte ab, dass man mir schon am Telefon - ohne Chia je gesehen zu haben - gleich zum "Erziehungshalsband" riet und die Verwendung vom Geschirr, um den Hund zurück in die Aufmerksamkeit zu bekommen, als "Unsinn" bezeichnete.


    Ich glaube, wenn ich dort die "Bärenumarmung" erwähnt hätte, wäre ich gleich wieder weggeschickt worden ... :/

    Mona, ich würde mich so sehr freuen, wenn Du in dem Verein findest, was Du Dir wünschst und Sam weiter bringt.


    Ich merke selbst, wie viel Freude das gemeinsame Training und das Erreichen von Zielen macht und ich genieße auch den Austausch beim Kaffeetrinken ;) Meine Bedenken waren auch riesig groß, weil bei uns ja auch ein bisschen Hausfrauenhundesport angesagt ist, bei dem nicht der große Erfolg das Ziel ist, aber wenn die Leute nett sind und Dich in ihren Kreis aufnehmen, ist es auch eine Bereicherung, gemeinsam Kaffee zu trinken.


    Es gibt überall Zicken und Stutenbissigkeit, aber das sollte Dich nicht abhalten, Deinen Weg mit Sam zu gehen und wenn Du dann auch noch ein paar Leute triffst, die auf Deiner Welle schwimmen, hast Du vielleicht sogar bald noch ein paar Gassiverabredungen und Sam gewöhnt sich ans Laufen mit Begleitung.


    ... und ich fahre 35 Kilometer zum Hundesportverein - aber ich fahre lieber im schlimmsten Fall 45 Minuten (wenn die Autobahn voll ist) und fühle mich wohl und angenommen, als dass ich 5 Kilometer von hier zum Hundesportverein fahre, wo man mir gleich mitteilte, dass man bei einem Schäferhund erwartet, dass er einen Maulkorb trägt.


    Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du begeistert bist und das so bleibt :thumbup:

    Ohhh ja - Deine Freude kann ich soo gut nachvollziehen und wenn die liebevolle Erziehung, das vielleicht manchmal auch anstrengende Training und die Konsequenz so belohnt wird, dass man dem Hund die Begeisterung ansieht und er einem einfach alles an Gehorsam schenkt, dann möchte man einfach nur jubeln ... und genau das Glücksgefühl festhalten.


    Die Fotos sprechen einfach Bände und ich freue mich Betrachten einfach nur mit, weil Du diese Freude mit uns teilst und wir sie nachempfinden können und dürfen.


    Mir geht es aber auch wie Dir liebe Dimi27: Man hat so viel erreicht und staunt, was aus dem eben noch so kleinen Hundebaby geworden ist, dass man wirklich das Gefühl hat, das alles liegt schon mindestens Jahre zurück. Ich glaube aber auch, dass die Zeit viel intensiver gefüllt wird, wenn man sie mit einem Hund verbringt.


    Wobei ich beim Bildervergleich vom Romeo-Welpen zum Romeo-Teenie feststellte, dass er sich farblich kaum verändert zu haben scheint ... aber seine Entwicklung ist beeindruckend und wie schnell aus einer "Handvoll Hund" ein prächtiger Schäferhundjunge wird, ist wirklich unglaublich.