Verbena
  • Mitglied seit 14. August 2020
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Beiträge von Verbena

    Claudia ... Danke! :*


    Es ist schon ein bisschen leichter, mit einer bedrückenden Situation souverän umzugehen, wenn man weiß, dass jemand nachvollziehen kann, wie man sich fühlt und ein ähnliches Päckchen mit sich trägt.


    Vielleicht ist es unsere Generation. Vielleicht die gute Erziehung zur Rücksichtnahme. Vielleicht der Drang, immer sein Berstes zu geben und nie unangenehm aufzufallen. Irgendwas unterscheidet uns jedenfalls von den LMAA-Leuten, die über sowas drüberstehen können und den Nervensägen vielleicht noch den Stinkefinger zeigen.


    Was bei mir dazu kommt, ist die Tatsache, dass ich meinen Nachbarn grundsätzlich gerne mag und wir oft einer Meinung sind - wenn es nicht um die Hundeerziehung geht, denn da hält er mich für einen Vollversager, der dringend seine "fachkundige" Unterstützung braucht.


    ... und das setzt mich unter Druck, weil ich immer das Gefühl habe, dass ich ihm das Gegenteil beweisen muss.


    Dabei habe ich mit Bene doch bewiesen, dass ich mit meiner Art der Hundeerziehung durchaus Erfolg habe. Aber bei Bene ist es laut unserem Nachbarn ihr guter Charakter. Aber bei Lyssi ist es garantiert die böse Chia, die ihren Charakter verderben wird, weil Lyssi ja von Chia lernt ... könnte es aber nicht doch sein, dass Lyssi von Bene lernt? Oder hat Chia von Bene gelernt? Ja, das wäre schön gewesen, aber auf der anderen Seite habe ich nicht das Gefühl, dass sich Lyssi von Chia beeinflussen lässt. Eher ist es Lyssi, die zum Vorbild von Chia wird, weil sie mutiger und entspannter ist und sich nicht wuschig machen lässt.


    Vielleicht ist es aber auch nur die allgemeine Ansicht mancher Leute, dass man mit drei Hunden schon aus Prinzip überfordert sein muss ... allerdings fühle ich mich nicht überfordert, sondern eben nur dem Druck ausgesetzt, immer beweisen zu müssen, dass mein Nachbar mit seiner Meinung falsch liegt, denn ich bin ja überzeugt, dass Chia ein freundlicher und wunderbarer Hund ist, mit dem ich absolut keine gravierenden Probleme habe. Dass ein sehr motivierter Hund auch für andere Reize empfänglich ist oder schneller frustriert ist, wenn etwas nicht in seinem Sinn läuft, finde ich nicht unverständlich. Dass ich an mir arbeiten muss, um ihre Aufmerksamkeit zu behalten und nicht so schnell die Geduld verlieren darf, wenn sie in ihrem Bemühen, die Verantwortung zu übernehmen, einfach überfordert ist und schusselig wird, ist durchaus möglich.


    Ich kann Chias Wesen nicht verändern und das will ich auch nicht. Ich kann aber an mir arbeiten, um die Vorzüge ihres Wesens zu fördern und die Nachteile nicht mehr so schwer wiegen zu lassen - ich bin sicher, dass wir das schaffen!


    ... und Claudia, Du schaffst das auch!

    Elysia ist heute 15 Wochen alt, wiegt 12,8 kg und die Schulterhöhe habe ich mangels genügend Keksnachschub nicht so ganz genau ermitteln können. Aber die 45 cm, die ich gemessen habe, passen zu ihrem gleichmäßigen Wachstum von ca. 2 cm pro Woche.

    Liebe Luna


    ich danke Dir für Deine Worte, aber vermutlich bist Du die Taffere von uns Beiden, denn mein Weg war eher der Feige, der einer Konfrontation aus dem Weg gehen wollte.


    Der Verein ist sehr familiär strukturiert und ich möchte mit niemandem im Unfrieden leben, denn ich schätze genau diese Harmonie, die dort üblich ist.


    Also löste ich das Problem über Ignoranz, aber vielleicht hätte ich ehrlich sein sollen und mit der Trainerin sprechen.


    Ich dachte es beim Lesen der Zeilen, von Schafring, für die ich mich herzlichst bedanken möchte, denn sie haben bei mir zu einer wichtigen Erkenntnis geführt - die Frage nämlich, was ich will.


    Die Frage kann ich momentan noch nicht beantworten, weil ich nicht weiß, was Lyssi mir anbietet und ich möchte mich in der Beziehung nach dem Hund richten und ihn so fördern, wie es ihm Spaß macht.


    Aber ich weiß, dass ich mir keinen Weg verbauen möchte oder Umwege gehen will, um schlussendlich in die falsche Richtung unterwegs zu sein.


    Ich fand den Beginn der Stunde sehr gut, denn Sylvia fragte ja, was die Hunde können, um dann die Gruppen einzuteilen. Als sie "Herrn Großpudel Tony" fragte, sagte er, dass Tony Pfötchen geben kann. Sylvia sagte daraufhin. "Zirkus!" Er sagte: "Tony kann Bittebitte machen und sich auf die Hinterbeine stellen!" "Zirkus!" meinte Sylvia erneut und dann meinte sie, dass es erst einmal vier Kommandos gibt, die sitzen sollten: Platz, Sitz, Hier und Bleib" - wenn das sicher etabliert ist, dann kann man auch für eine Zirkusnummer trainieren, aber wenn der Hund auf der anderen Straßenseite ein Kaninchen sieht, nützt es nichts, wenn man "Gib Pfötchen" schreit. Was dann vor Sorgen und Leid schützt, ist ein sicherer Rückruf und dass der Hund das "HIER!" sicher befolgt.


    Das fand ich gut. Schließlich will ich mich auch auf meinen Hund verlassen können, um ihm jede Freiheit gewähren zu können, die sein und das Leben, respektive das Wohlbefinden anderer nicht gefährden.


    Nur bin ich gerade mit Chia gerade an einem Punkt, an dem ich weiß, dass ich an mir und mit ihr arbeiten muss.


    Sie ist ein genialer Hund und sie ist immer motiviert. Aber bei ihr stehen den Fortschritten ihre geringe Frustrationstoleranz und ihre Neigung zum ADHS im Weg. Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, ist sehr leicht. Sie zu behalten fast unmöglich. jeder Reiz wird wahrgenommen und lenkt sie ab. Das Problem bin ich. Ich vermittle ihr keine Sicherheit und darum glaubt sie, dass es in ihrer Verantwortung liegt, für Sicherheit zu sorgen. Damit ist sie aber total überfordert, denn ihr fehlt die Souveränität - mir übrigens auch.


    Aber heute Früh habe ich bewusst versucht, ihr Sicherheit zu geben und nicht ungeduldig zu werden, wenn nicht alles gleich klappt und sie unkonzentriert und schusselig ist. Das Ergebnis war zum Heulen schön: Chia entspannte sich und achtete viel mehr auf mich. Ich warf ihr Zergel - sie brachte es zu mir. Sonst rennt sie damit davon, verliert es unterwegs oder hört etwas im Wald und lässt das Spielzeug fallen und vergisst es dann.


    Heute nahm ich es immer wieder auf und spielte mit ihr. Sie fand das großartig. Vor allem aber hatte ich ganz viele Gründe, sie zu loben und zu belohnen, denn Lyssi ist ja eine kleine Elster, die klaut, was sie finden kann und dann das Diebesgut versteckt.


    Ideale Möglichkeiten bietet ihr derzeit ein Maisfeld, in das sie mit Bällchen oder Zergeln verschwindet, um ihr Spielzeug in Sicherheit zu bringen. Klar kommt sie, wenn ich "Hier!" rufe, aber das Spielzeug bleibt im Feld.


    Also schicke ich Chia los und die sucht das Spielzeug und bringt es mir ... und ist stolz wie Bolle ... und ich auch.


    Das Problem ist aber wohl, dass ich mich auch selbst unter Druck setze und den Hund damit natürlich auch. Ich denke immer, dass ich mich beweisen muss und auch, dass sie nicht der Hund ist, den mein Nachbar aus ihr zu machen versucht.


    Das belastet mich momentan wirklich, obwohl ich drüberstehen müsste, denn ich halte meinen Nachbarn weder für einen guten Hundeführer, noch für jemanden, der das Talent zum Hundeversteher hat. Sein eigener Hund hatte zwar die jagdlichen Prüfungen mit Bravour bestanden, aber konnte weder von der Leine gelassen werden, noch an selbiger laufen, ohne zu ziehen, als ginge es darum, Findlinge zu bewegen. Dafür gab es ständig die Leine auf den Rücken geklatscht, was natürlich zu keinem Erfolg führte.


    Aber sein Hund - seine Erziehung.


    Nur glaubt er, dass er meine Chia in einer Woche "kuriert" hätte - was heißt, dass er der Meinung ist, dass sie gefährlich ist, irgendwann mal jemanden beissen wird und ich sie sowieso nicht im Griff habe, weil ich sie in spätestens einem Jahr sowieso nicht mehr halten kann (wahrscheinlich glaubt er, dass sie ein verkappter Leonberger ist und irgendwann mal 80 kg wiegt).


    Dabei ist Chia der freundlichste, netteste und duldsamste Hund, den ich kenne. Dass sie den Nachbarn anbellt liegt daran, dass er sich vor ihr aufbaut und dann sie dann anherrscht: "Was ist los? Hä? Was ist los?"


    Chia dreht dann halt richtig auf, weil sie ihn bedrohlich findet und vielleicht auch, weil sie mich vor ihm schützen will, nachdem sie mich vermutlich auch für eine Pfeife hält, die nicht für Sicherheit sorgen kann.


    Gestern Abend waren wir mit Natalia und ihrem Berner Sennenhund Fredy zur Abendrunde verabredet und Chia hat auch kurz gebellt, als sie Fredy sah, aber Natalia hat sie begrüsst und Chia entspannte sich sofort - was mir zeigt, dass sie auf mich reagiert, denn von Natalia fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt, beweisen zu müssen, dass Chia freundlich und nicht gefährlich ist und schon ist Chia unaufgeregt. Wir hatten einen wunderschönen Spaziergang zusammen und Natalia konnte nicht verstehen, wie man Chia als gefährlich bezeichnen kann. Klar, Chia bellt, wenn sie sich freut. Sie bellt, wenn sie sich bedroht fühlt. Sie bellt, wenn sie frustriert ist, weil sie irgendwas nicht darf, was sie gerne tun dürfen würde. Aber sie entspannt sich auch wieder, wenn sich die Situation entspannt.


    Ich kann Chia jede Leckerei aus der Schnauze nehmen. Sie liebt es neuerdings, gebürstet zu werden und akzeptiert klaglos, wenn es mal ziept (Bene wird dann knäterig und wehrig). Im Grunde ist sie sogar eher devot und will gar nicht renitent sein.


    Im Moment überlege ich, ob ich einfach mal im Verein frage, ob ich doch mal außerhalb meiner Welpengruppenzeit mit Chia in die Junghundegruppe darf. Ich bin sicher, dass Chia lernen kann, Frust auszuhalten und ich lernen kann, mich für sie so interessant zu machen, dass sie sich auf mich konzentriert und sich nicht durch jeden Reiz ablenken lässt ... ich glaube so sehr an sie, dass es mir wirklich weh tut, wenn jemand meinen Hund so grundsätzlich falsch einschätzt und mich auffordert, mal durchzugreifen und härter zu ihr zu sein ... mein Sensibelchen würde dann vielleicht wirklich aggressiv, wenn man sie so herausfordert.


    Wenn ich sie mit Lyssi vergleiche, dann ist eher Lyssi meine kleine Renitenznudel, die dampframmenmäßig unterwegs ist und mir gestern den Zeigefinger tackerte. Gut - das war meine eigene Schuld. Der getrocknete Hähnchenstreifen war zu lang und stellte sich in ihrem Gaumen quer. Bei Chia passiert das auch öfter mal und dann greife ich halt in ihre Schnauze und klaube den verkanteten Keks wieder aus den Zähnen. Aber Chia ist dankbar, dass ihr geholfen wird und wehrt sich nicht - niemals, nicht mal versehentlich, würden meine Finger zwischen ihre Zähne geraten.


    Aber Lyssi ist eben nicht Chia. Als ich in ihr Schnäzchen griff, dachte sie wohl, dass ich ihr den Keks klauen will und klappte die Zähne aufeinander ... und die Reißzähne bohrten ihre Spitzen in meinen Zeigefinger.


    Dabei ist es nicht so, dass ich ihr nichts wegnehmen kann, aber vermutlich störte sie der verkantete Hühnerbruststreifen weniger, als meine Finger in ihrem Fang und so biss sie eben die Zähne zusammen.


    Im Gegensatz zur übervorsichtigen Chia, die gar nicht dazu neigt, Risiken einzugehen, ist Lyssi eine Ramboline mit einem Selbstbewusstsein, das bis kurz vor dem Platzen aufgeblasen ist. Angst kennt sie keine und sie scheint ihren Mut mit Chia zu teilen, denn wenn Lyssi vor geht, traut sich Chia, auch hinterher zu laufen.


    Chia waren unsere Pferde immer sehr suspekt und sie hält lieber Abstand zu ihnen und betrat den Stutenstall bislang nur, wenn die Pferde nicht in den Boxen standen.


    Lyssi hingegen ist es egal, ob die Bewohner des Stalls zuhause sind oder nicht. Sie findet den Strohballen super, weil man sich darin herrlich wälzen kann und daran ändern auch die Pferdedamen nichts. Also spaziert sie in den Stall, wann immer ihr nach einem Strohbad ist und Chia überwindet ihre Furcht und spaziert hinterher.


    Wahrscheinlich denkt sich Lyssi: Momentan seid ihr noch größer als ich. Aber vergesst nicht: Ich wachse noch - ihr nicht!"


    Ich könnte nicht entscheiden, ob ich Chias Sensibilität oder Lyssis Mut besser finde, denn jede ist auf ihre Art richtig und tief in meinem Herzen.


    Bene ergänzt das Trio auch perfekt. Sie ist der Buddhist, die Gelassenheit im Hundekörper und mein Fels in der Brandung.


    Dafür ist sie aber auch manchmal stur wie ein Ochse und als Autorität sieht sie mich auch ganz sicher nicht.


    Gestern zog sie mich mal wieder mit Schwung in den Behandlungsraum der Tierarztpraxis, dass ich quasi wie das Fähnlein im Wind hinterher flog. Die Tierärztin freute das, denn sie meinte: "Da hat eine aber richtig Spaß und ist super gut drauf!"


    Ich freue mich darüber auch sehr, aber heute früh weigerte sich Bene, mit mir umzukehren, als wir am Waldrand angekommen waren - sie wollte mal wieder richtig Gassi gehen! Ich bin dann weich geworden und habe die Runde etwas vergrößert. Nur als Bene dann auf die ganz große Runde abbog, habe ich sie überzeugen müssen, dass man nicht immer alles übertreiben muss.


    Aber sie durfte gestern Abend ja schon nicht mit und Fredy erst begrüssen, als wir wieder zuhause waren ... und dann schmissen sich alle vier Hunde vor lauter Freude in die Kletten. Ich habe fast eine Stunde die Hunde gekämmt, um die Böbbels wieder aus den Haaren zu entfernen.


    Bene fand das doof - sie wollte pünktlich ihr Abendessen haben. Chia fands super, denn ihr ist es egal, wann es Essen gibt und Kämmen heißt für sie auch Kuscheln. Lyssi war vom Abenteuerspaziergang mit Fredy müde und schlief beim Kämmen ein. Zum Essen musste ich sie wecken.


    Wobei mir gerade einfällt, dass das Tony-Frauchen mit auf dem Hundeplatz doch allen Ernstes fragte, was sich denn in Lyssi für Rassen vereint haben. Als ich ihr sagte, dass sie da nur eine Rasse vereint hat und sie ein Langhaarschäferhund ist, schaute sie mich sehr zweifelnd an ... naja, unsere Tochter meinte neulich auch, dass aus Lyssi auch ein Waschbär werden könnte.


    Dafür wurde Lyssi aber von den Schäferhundkennern mit den Worten begrüsst: "Lyssi, was bist Du in einer Woche groß geworden!" und zu mir: "Bist Du sicher, dass die im Maß bleibt?"


    Nun - ich hoffe es, denn wenn ich einen Leonberger gewollt hätte, dann hätte ich vielleicht doch meinen Mann bekniet, noch einmal ja zu sagen. Aber Lyssi soll weder zu groß, noch zu dick werden und ich glaube, dass sie die 62 cm nicht überschreiten wird.


    Heute ist sie 15 Wochen alt und wiegt 12,8 kg. Mit dem Messen ist das immer ein wenig schwierig, weil sie den Keks schneller aufgefuttert hat, als ich den Bleistiftstrich machen kann. Aber die von mir ermittelten 45 cm Widerristhöhe müssten zu ihrem ziemlich gleichmäßigen Wachstum passen.


    Fotos reiche ich dann nach, denn heute Früh war es so neblig und trüb, dass ich die Hunde durch den milchig-weißen Schleier kaum sehen konnte :D

    Das klingt super! Im Prinzip ist das fast das Gleiche, wie meine Leckerchentasche mit dem Microfasertuch - nur ohne das Tuch, aber für die Welpengruppe habe ich die Rinti Kasewürfel und da brauche ich kein Tuch. Aber jetzt muss ich nicht ständig umräumen, sondern kann fürs Training im Verein die Ascot-Tasche nehmen und fürs Gassigehen die, die ich schon habe (die Bällchen sind halt auch immer angesabbert und da nutze ich das Tuch sehr gerne).


    Von Ascot habe ich auch meine Target-Sticks und die sind wirklich super und funktionieren bestens. Ich hatte früher mal so einen Target von Trixie und das Bällchen war so miniklein, dass meine Leos es komplett übersehen haben und ich endlos viele Lagen gelbes Panzerband drum wickeln musste, um es größer wirken zu lassen. :D

    hat doch auch niemand gesagt Azemba. Jeder wie er es mag. Ich füttere meinen Hund nicht aus dem Mund beispielsweise. Wobei ich auch nicht den Sinn darin sehe das zu Tun.

    Holger, damit Dein Hund Dich anschaut - also direkt ins Gesicht schaut und Augenkontakt hergestellt wird.


    Aber bei der Taktik müsste ich entweder vegane Leckerchen nehmen (das tue ich den Hunden nicht an) oder ich müsste mich an den Geschmack von totem Tier gewöhnen (und das möchte ich nicht).


    @Azemba Hat Deine Tasche einen Gürtel zum Umschnallen oder einen Clip zum Anhängen?


    Sie gefällt mir sehr gut!

    Boss Ich denke ganz oft an Dich, Ganja und Boss, wenn ich meinen "Bund der Drei" beobachte und Parallelen zu Deinen Musketieren finde.


    Bene mag ihr T-Shirt allerdings so gar nicht. Sie bewegt sich darin, als wäre sie aus Holz, weil es sie wohl einengt. Heute Früh war sie so glücklich, als der Kragen ab und das T-Shirt ausgezogen wurde und wir zusammen eine Minirunde Gassi gingen ... sie kehrt immer ungerner um und findet, dass sie auch weiter laufen könnte (wahrscheinlich denkt sie, dass sie auf mich Rücksicht nehmen muss und nicht ich auf sie :D )


    Aber der Verband wird wahrscheinlich morgen wieder eine andere Farbe haben. Zwar ist morgen der Chef in der Praxis und Heinrich wird vermutlich weniger Verständnis für besondere Farbwünsche haben und mir nicht das Angebot machen, selbst aussuchen zu dürfen, welche Farbe Benes Verband haben soll, aber die weißen Tapestreifen verdecken sowieso das meiste des Verbandes ;)


    Was mir extrem auffällt ist momentan, dass egal, welcher der drei Hunde für eine Zeit weg ist (Bene, wenn ich mit ihr allein zum Tierarzt fahre und Lyssi, wenn wir auf dem Hundeplatz sind), die anderen Beiden jedesmal eine Party feiern, wenn die so sehr vermisste Freundin wieder da ist. Da wird die Schnauze geleckt, vor Freude gequietscht und rumgesprungen, als wären wir mindestens Wochen weg gewesen.


    Das ist unwahrscheinlich schön zu sehen, wie sehr sie aneinander hängen und wie sehr sie sich vermissen und froh sind, sich wiederzusehen.


    Bene rennt auch jeden Morgen nach unserem kleinen Spaziergang zum Kräuterparadies, wo Elysia und Chia auf uns warten (ich lasse sie nach der großen Morgenrunde immer erst mal drüben, weil die Zwei dann so aufgezogen sind, dass keiner mehr schlafen kann, der gerne noch schlafen wollte) und begrüsst erst mal ihre Freundinnen.


    Ich glaube zwar schon, dass sie die Extrwürste genießt, die ich ihr brate, aber sie würde auch gerne im Rudel Gassi gehen und fühlt sich wahrscheinlich mit den Beiden an ihrer Seite wohler. Sie spielen ja unterwegs auch immer miteinander - aber genau das muss ich Bene gerade verbieten, damit sie die Wunde nicht zu sehr belastet.


    Heute Früh war aber Elysia die mit der Solonummer, denn trotz übelster Wetterprognosen mit Sturm, Starkregen und Unwetterwarnungen fand das Gruppentraining im Hundesportverein statt.


    Mit dem Verein bin ich nach wie vor sehr glücklich und auch die Leute in der Gruppe sind alle sehr nett, aber derzeit sind zwei Trainer im Urlaub ... und "meine" Johanna leider auch. Als wir ankamen - diesmal 30 Minuten zu früh - hieß es, dass Sylvia heute die Welpengruppe leitet, weil vermutlich bei dem usseligen Wetter nicht so viele zum Training kommen und dann nur eine Gruppe nötig ist (sonst sind es zwei Gruppen auf zwei Plätzen).


    Leider war es dann aber so, dass heute mehrere neue Welpenbesitzer dabei waren und dann die Gruppe doch geteilt wurde in die, die schon "was können" und diejenigen, die noch ganz am Anfang stehen. Sylvia übernahm dann die neuen Welpen ... und ich ahnte, dass das diesmal kein Training nach unserem Gusto wird.


    Wobei das nun nicht alleine an der Trainerin lag, denn Lyssi mag es nicht, wenn es regnet und war darum ziemlich unmotiviert unterwegs.


    Los ging es dann mit dem Freilauf der Welpen, bei dem dann gleich einer der Labrador-Retriever an der Pfote verletzt wurde und schrie, als hätte ihm jemand die ganze Pfote abgebissen. Ich hatte zwar gleich das Gefühl, dass das kleine Kerlchen sich nur gehörig erschreckt hatte, weil er irgendwie mit der Pfote in den Zaun geraten war und hängen blieb, während ein anderer Labrador-Welpe ihn im Spiel bedrängte.


    Aber die Trainerin meinte, dass die Pfote gebrochen wäre und der Hund sofort zum Tierarzt muss. Später wurde mir erzählt, dass der Welpe im Auto schon wieder alle vier Pfoten belastete und auch nicht hinkte.


    Die Trainer nehmen auch immer mal ihre Hunde mit in die Welpengruppe und für Elysia war es super, dass sie mit Mila, einer Langhaarschäferhündin, beim ersten Welpentreffen eine "Tante" hatte, die ihr Sicherheit gab. Mila wurde aber dann auch von einem Mädchen geführt und nicht vom Trainer selbst.


    Johanna nimmt ihre Labradorhündin aber nicht mit, weil sie sagt, dass sie sich auf uns konzentrieren möchte und nicht bei ihrem und unseren Hunden gleichzeitig sein kann.


    Aber die heutige Trainerin hatte ihre zehn Jahre alte giftspritzige JTR-Hündin dabei, die den Welpen gegenüber im Freilauf auch recht ungnädig war ... was die Trainerin lustig fand und meinte, dass sie halt Ansagen macht und die auch ernst meint. Ob das sein muss? Lyssi hätte fast ihre vorwitzige Nase eingebüsst.


    Dann begann das Training. Der Rasen stand teilweise unter Wasser und Lyssis Lust, sich ihren Fellpopo nass zu machen, war gering. Sie saß dann zwar, weil sie ja wirklich gehorsam sein will, aber sie zitterte dabei wie Espenlaub und fiepste vor sich hin und ich überlegte wirklich, das Training abzubrechen. Es ist sicher nicht falsch, dass die Hunde auch Ruhe lernen, aber ob es sinnvoll ist, die Welpen 10 Minuten auf einem regengefluteten Rasen sitzen zu lassen, während die Trainerin Vorträge hält, sei dahingestellt.


    Dann wurde jeder gefragt, welche Probleme es mit der Erziehung gibt und ich konnte mal wieder nichts dazu beitragen und überlegte, ob ich mir was ausdenken soll, um nicht wie ein Streber zu wirken.


    Endlich durften wir uns dann auch bewegen - Leinenführigkeit sollte das Thema sein und wir sollten die Hunde auf der rechten Seite führen ... ich wollte mich zwar nicht gleich bei einer mir bislang unbekannten Trainerin unbeliebt machen, aber ich führe meine Hunde eigentlich im Training auf der linken Seite und arbeite intensiv daran, dass Lyssi das verinnerlicht. Also dachte ich "Tu so, als hättest Du das nicht gehört oder wärst ein Recht-Links-Verwechsler und mach, wie Du es für richtig hältst", nahm meinen Hund an meine linke Seite und sagte zu Lyssi "Komm!". Lyssi blieb aber sitzen und schon wurde ich gerügt, dass ich 1. nicht "Komm" sagen soll, weil das für den Abruf genutzt wird und zweitens den Hund nicht mitziehen soll, sondern warten, bis er mitläuft und das mit Leckerchen fördern.


    Ich belohne meine Hunde gerne und üppig, aber fürs Rumsitzen und nicht Mitlaufen muss ich meinem Hund keinen Keks anbieten, denn sie kennt das Kommando und läuft sonst auch flott mit. Dazu kommt, dass Johanna die gleiche Ansicht wie ich vertritt: Ich führe, der Hund folgt - nicht umgekehrt!"


    Ich schluckte innerlich meine Antwort runter und zischte Lyssi ein "Komm!" zu und mein wunderbarer Hund besann sich auf ihren Gehorsam und trabte mit ... und schon tönte es wieder: "Passt das Tempo Eures Laufens dem des Hundes an und geht nicht zu schnell!"


    ... und wieder dachte ich, dass ich keinen 15 Jahre alten gehbehinderten Senior an der Leine habe, der nicht schneller kann, sondern eine junge Schäferhündin, die sich problemlos meinem Tempo anpassen kann. Vor allem war ich letzte Woche noch zum "Vormacher" befördert worden, weil Johanna es gut fand, dass mein Hund meiner Führung folgt und ich nicht dem Hund nachgebe, sondern sie mit dem Zergel motiviere, ihre Aufmerksamkeit auf mich zu richten und in meinem Takt und Tempo mitzulaufen.


    Ich will nun keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich meinen 14 Wochen alten Hund zum absoluten Gehorsam dressieren möchte, aber Lyssi ist momentan noch ein absoluter Vorzeigehund, der mir jeden Gehorsam schenkt. Sie freut sich, wenn ich sie fordere und belohne und sie lernt schnell. Vor allem etabliert sie das Gelernte so gut, dass sie sich auf Handzeichen setzt, hinlegt und selbst das "Bleib!" hat sie so schnell begriffen, dass ich mich immer frage, wann der Punkt kommt, an dem sie renitent wird und mal "NEIN!" sagt.


    Darum bin ich nicht bereit, die Trainingsanweisungen einer Trainerin zu befolgen, die von mir verlangt, wieder drei Schritte zurück zu gehen. Ich kam mir vor, als wäre ich mit einem Kind, das nach den Sommerferien von der Grundschule ins Gymnasium wechselt, bei einer Lehrerin für Erstklässler gelandet. Dabei wusste sie doch, dass sie die Gruppe für die Welpen leitet, die bereits länger dabei sind und bereits was können ... da sind Hunde dabei, die schon 8 Monate alt sind und für die Leinenführigkeit eigentlich kein Thema ist - zumindest keins, bei dem der Hundeführer im Schleichgang unterwegs sein muss, damit der Hund mitkommt.


    Am Ende der Stunde kam dann der Abruf ... und wir sollten nicht "Hier", sondern "Komm" rufen.


    Ich habe vor längerer Zeit mal Martin Rütters Programm "Freispruch" gesehen, in dem er über das Kommando "Komm!" sagte: "Man sagt so oft "Komm" - wie beispielsweise "Komm, lass das mal" oder "Komm, geh mal weg da", dass man selbst das "Komm" schon unklar definiert, während das "Hier" eben hier ist und nicht woanders und wir darum das "Hier" mit einer Position definieren, die auch der Hund versteht."


    Ich fand das einleuchtend und verwende seitdem immer das Kommando "Hier!", wenn ich meine Hunde zu mir rufe und erwarte, dass sie genau vor mir parken. Lyssi hört sehr gut auf "Hier!" und rennt immer wie die Feuerwehr auf mich zu, um sich dann vor mir auf ihren Fellpopo zu setzen und ihren Keks abzugreifen.


    Wieso sollte ich also nun meinen Hund mit einem anderen Kommando verwirren?


    Ich ließ meinen HUnd also sitzen, gab das Kommando "Bleib", wies die Trainerin an, Lyssi nicht festzuhalten, weil sie das Bleib gerade lernt und nicht mehr festgehalten werden muss und marschierte zügig los. Dann dreht ich mich um und schon rief die Trainerin: "Geh in die Hocke, wenn Du sie abrufst!"


    Erstens kommt Lyssi, ohne dass ich in die Hocke gehe und zweitens ist Hocken momentan unmöglich, weil mein Knie dick und bandagiert ist. Also blieb ich stehen, Lyssi fetzte auf mich zu und ich lobte sie und gab ihr einen Keks. Schon kam der Einwand, dass wir richtig Party machen sollen, wenn der Hund sofort kommt und nicht nur loben und belohnen ... gut, ich feiere gerne Partys mit meinen Hunden, aber ich muss nicht jedes Kommando, das korrekt ausgeführt wird, mit einem Feuerwerk belohnen.


    Aber dann kam das Tony-Pudel-Herrchen, dessen Hund ja pubertätsbedingt hin- und wieder mal out of order ist und Tony rannte auf ihn zu, eine Runde um ihn rum und ließ sich dann am Halsband greifen. Tony bekam seinen Keks und die Trainerin rief: "Feiere richtig Party, wenn er kommt!", woraufhin das Tony Herrchen zweimal seine Arme in die Luft warf und Juhu, Juhu rief. Ich musste so lachen, denn er drückte damit wohl aus, was die meisten von uns dachten.


    Nach dem Welpentraining meinten dann auch einige Kursteilnehmer, dass sie erst wieder kommen, wenn Johanna und Michael wieder da sind. Ich hatte dann aber nachgefragt, weil ich ja super gerne zum Hundesportverein komme und eigentlich keine Stunde versäumen möchte, welche Trainer am nächsten Wochenende für die Welpen vorgesehen sind und da hieß es, dass die heutige Trainerin dann nicht da ist, weil sie selbst dann zwei Wochen im Urlaub wäre und Sylvia auf jeden Fall eine Gruppe übernimmt - in die ich dann rein will und wenn ich mich reinschummle 8o


    Mit Sylvia hatte ich dann auch noch einen tollen Austausch über Frusthunde, denn eine junge Frau aus unserer Gruppe hat einen Auslandstierschutzwelpen, der die Wohnung demoliert und Randale macht, wenn sie ihn alleine lässt.


    Ich bin nach dem Gespräch sehr motiviert, mit Chia ebenfalls gut aufgehoben zu sein, wenn wir dann endlich auch mittrainieren können, denn Sylvia wirkt sehr kompetent und ich denke, ich könnte ihrem Rat vertrauen.


    Heute war aber auch noch ein knapp einjähriger, grauer LZ-Rüde neu in der Junghundegruppe, der richtig rüpelte. Der Junghundetrainer hat ihn dann zusammen mit seiner Dogge auf einen Nebenplatz geholt und einer musste am Wasserschlauch stehen, falls es wirklich Probleme geben sollte, aber das Training verlief dann so gut, dass dann auch noch ein dritter und ein vierter Hund dazu geholt wurde und der Schäfi plötzlich ganz friedlich und freundlich wurde ... ich dachte an Luna und bin sicher, dass sie mit Sam in diesem Hundesportverein wirklich gut aufgehoben wäre, weil man jedem Hund eine Chance gibt und keinen vorverurteilt oder ihn rausmobbt, weil er ein bisschen anstrengender ist.


    Anfangs machte mir der Gedanke noch Bauchschmerzen, irgendwann mit Chia auf den Platz zu kommen, aber inzwischen freue ich mich doch sehr darauf, weil ich weiß, dass es für Chia ein sehr guter Weg ist und man auch ein Herz für Frusthunde hat.


    Als wir Lyssi dann schon im Auto hatten, gab es aber noch eine unschöne Szene mit einem Bullterrier. Sein Herrchen hatte ihn ins Auto verfrachtet und neben ihm wurde gerade ein Hund aus der Welpengruppe ins Auto gehoben - da hüpfte der Bully wieder aus dem Auto und wollte sich auf den Welpen stürzen. Zum Glück konnten ihn die Trainer rechtzeitig davon abhalten ... aber selbst mit solchen Situationen wird sehr souverän umgegangen und das beruhigt mich wirklich sehr.


    Nächsten Samstag geht es aber erst mal mit Lyssis Gruppe weiter und ich freue mich schon darauf - übrigens wurde heute kurz das Thema Gruppenapp angesprochen, damit - falls das Training ausfällt - jeder Bescheid weiß. Aber nachdem das Training höchstens mal ausfällt, wenn es wärmer als 25 Grad ist, brauchen wir vermutlich die App in nächster Zeit nicht ;)


    Ein Foto von Lyssi habe ich auch noch


    und eins von den beiden Unzertrennlichen:



    und eins beim Zergeln mit Chia.



    Ich war erstaunt, wie groß Lyssi geworden ist und heute bestätigte man mir auch im Hundesportverein, dass Lyssi einen kräftigen Schub nach oben getan hätte ... so schnell muss es nun mit dem Erwachsenwerden auch nicht gehen. Ein bisschen genießen möchte ich Lyssis Welpenzeit schon noch

    Ich gebe Euch ja durchaus Recht: Man muss manchmal Kompromisse eingehen und dem eigenen Hygienebewusstsein einen Punkt setzen, wenn es dem Wohl (und Erziehung dient ja seinem Wohl) dient.


    Aber trotzdem muss ich nicht mit speckigen Jackentaschen auf dem Hundeplatz stehen, wenn es Leckerchentaschen gibt, die ein austrennbares und waschbares Innenfutter haben, das nicht raschelt, weil es ein leichter, weicher Stoff ist.


    Bei mir steht das Wohl meiner Tiere immer an allererster Stelle und ich tue auch alles, was es meinem Hund leichter macht, mich zu verstehen und meine Kommandos umzusetzen. Ich habe trotzdem gerne saubere Hände und solange das möglich ist, ohne dass ich mit dem Reinigen meiner Hände den Hund irritiere oder ihn fehlkonditioniere, nutze ich meinen Microfaserlappen, der an die Leckerchentasche angeklettet ist.


    Darum denke ich - mal abgesehen davon, dass das jeder für sich selbst entscheiden kann, ob er Wurst, Fleisch, Käse oder Trockenfutter zur Belohnung anbietet und ob er die direkt in die Jackentasche steckt oder eine Lösung bevorzugt, die seinem Hygieneanspruch gerecht wird, aber trotzdem niemanden beim Training stört - dass man sich wohlfühlen muss, mit dem was man tut, denn wenn ich mich wohl fühle, merken das meine Hunde und fühlen sich ebenfalls wohl.


    Aber ja, ich würde mich auch ärgern, wenn jemand neben mir rumraschelt und darum unterlasse ich das auch und nutze die Lösung, die alle meine Ansprüche befriedigt und niemanden nervt.


    Allerdings habe ich doch noch eine Frage: Wenn ihr Leckerchenbeutel nehmt, die man an die Jacke oder Hose klemmt, stören die Euch dann nicht beim Laufen, weil sie mitschwingen? Ich versuche schon länger, eine Alternative zu meiner Leckerlietasche zu finden, wenn ich nur einen Hund dabei habe, ist sie schon ein bisschen schwer und ich muss die Kekse immer hin- und herräumen, weil ich fürs Training andere Leckerchen verwende, aber inzwischen habe ich drei oder vier relativ teure Leckerchenbeutel gekauft, aber die schwingen alle mit meiner Bewegung mit. Wahrscheinlich werde ich entweder in eine zweite Leckerchentasche zum Umschnallen investieren oder Ihr habt doch noch einen Tipp für eine nichtschwingende Tasche.

    Ihr habt alle so Recht! Jeden Eurer Beiträge könnte ich mit Begeisterung unterschreiben und ich könnte bei dem Thema auch eine dicke Halsschlagader bekommen ... aber wir können die Entscheide nicht beeinflussen und wirklich nur hoffen, dass es sich bei solchen Ideen und Wahlkampagnen handelt, die sowieso nie umgesetzt werden.


    Ob es darum ging, dass Ferkel nicht ohne Betäubung kastriert werden dürfen, den Platz für Masttiere oder das Schreddern von Küken - da wird geredet und diskutiert und am Ende bleibt es, wie es war. Als vor Jahren das Gesetz erlassen wurde, dass Schweine zumindest ein Spielzeug in der Bucht haben müssen, damit sie wenigstens was zu tun haben, hängten die Bauern halt einen Ast auf ... reicht doch. Wenn die Schweine damit nicht spielen, sind sie schließlich selbst schuld.


    Aber wehe, wenn ein Pferd bei Regen ohne Decke draußen steht ... dann ist das Tierquälerei und sofort stehen Polizei und Vetamt vor der Tür, denn ein Pferd ist ein Haustier und für das gelten andere Regeln, als für Nutztiere.


    Ich habe, als man mir mal nahe legte, die Pferde im Winter nicht so lange draußen stehen zu lassen (von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr), weil sich Leute beschwert hätten, dass die armen Tiere ohne Futter im Dunklen in der Kälte stehen müssen.


    Natürlich konnte ich beweisen, dass die Pferde morgens vor dem Rausbringen, Mittags nach dem Reinbringen und vor dem Rausbringen und Abends nach dem Reinbringen gefüttert werden und in den Boxen immer Heu zur Verfügung haben, weil ich keinen Sinn darin sehe, Heu draußen in den nassen Sand zu werfen, der dann mitgefressen wird und Sandkoliken auslöst. Drei Stunden ohne Futter überlebt ein Pferd problemlos - eine Sandkolik vielleicht nicht.


    Ich hatte damals den Amtsveterinär gefragt, wie die Leute der Thüringeti das wohl machen, deren Pferde das ganze Jahr hindurch draußen stehen und bei denen das Projekt "Wildpferd" genauso gefördert wird, wie das im Merfelder Bruch, wo die Dülmener Pferde ein wildes, freies Leben führen dürfen. Wer hält über deren Rücken einen Schirm, wenn es regnet?


    ... und genau ist das Problem an einer Gesetzgebung: Wie sie ausgelegt wird, bestimmen oft irgendwelche Beamte, die keine Ahnung von den Tieren haben, um deren Wohlergehen sie sich kümmern sollen.

    ... und siehst Du, genau darum finde ich, ist das Röntgenergebnis doch super! Es schränkt Witus nicht ein und ermöglicht Dir den Hundesport mit ihm und das ist, was Du Dir gewünschst hast.