Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Ja, die Amis sind was die Verwendung von Hilfsmitteln anbelangt einfach wirklich außerordentlich dumm. Anders kann man es nicht sagen.


    Ich bin in ein paar englischsprachigen FB Gruppen drin, da hat jeder Hund über 15kg im Alltag standartmäßig immer einen Stachel drauf, wie bei uns jeder Hund ein normales Halsband hat. Auch Nachbars dicker Labrador oder Omma's Grußpudel.


    Aber die stellen sich garnicht die Frage, ob es eventuell ohne geht... die sehen darin ja nichts verwerfliches, als warum sollte man versuchen darauf zu verzichten?

    Wir hier überlegen ja auch nicht, ob wir das Lederhalsband vielleicht weglassen könnten, wenn wir mit dem Hund in die Stadt gehen.

    (Jagdhund, irgendwas mit Lousiana...wohl selten in DE)

    Das war bestimmt ein Louisiana catahoula leopard dog. ^^


    Solche negativen Erfahrungen wegen unserer Rasse habe ich noch NIE gemacht. Ich glaube ich wohne diesbezüglich in einer echt günstigen Ecke. :D

    Mir wurde auch noch nie erzählt, dass Hund ider Mensch XY mal von einem SH gebissen wurden... nur einmal, da erzählte mir eine Frau ganz neutral, dass sie persönlich einfach Angst hat vor Schäferhunden (darf sie ja). Am Ende hat sie dann aber doch auf eigenen Wunsch Ero gestreichelt und war ganz beigeistert wie lieb der ist. :)

    das Ziel der Ausbildung sollte doch sein, dass der Hund mit Freudeim Gehorsam steht und nicht mit dem Wissen, dass wenn er nicht spurt, es weh tut..

    Genau da liegt der Hund begraben:

    Wenn es weh tut und der Hund meidet, hat man es schon falsch gemacht.


    Profis im Hundesport zb. arbeiten damit auf so niedrigem Level, dass es zwar spürbar ist, aber eben NICHT weh tut.

    Das wird da zur aktivierung verwendet, für den letzten Feinschliff, und nicht zur positiven Strafe wenn der Hund nicht spurt.


    Aber 98% der Leute verwenden (missbrauchen) es eben doch für zweiteres, warum es auch schon lang verboten ist...

    Ich denke das hängt ganz stark vom Typ Hund ab, den man zu Hause hat und von der Art des Trainings. :)


    Wenn man einen hibbeligen hyper-Hund hat, kann eine Runde oder kurz rennen lassen vor dem Training Sinn machen. Wenn man einen normalen oder gar etwas lahmen Hund hat, würde ich das aber auch nicht empfehlen.


    Wir machen es immer so, dass ich an der Leine die Hunde sich lösen lasse... aber bewusst nur ein paar Minuten. Ich will die Energie für das Training nutzen, und in dem sportlich orientierten Training nutze ich auch gerne diesen "angestauten Übermut" ganz am Anfang.

    Für Alltagstraining wäre das aber eher hinderlich denke ich.


    Gefüttert wird bei uns nur 1x am Tag Abends, deshalb habe ich dieses Dilemma nicht. Würde aber auch dazu tendieren unmittelbar vor dem Training nichts zu füttern.

    Aber z.b. Frühstück und dann um 14:00 Training wäre ok für mich. :)

    Frage für mich ist eher muss Gewalt in der Erziehung stattfinden

    Na dazu muss man doch erst definieren was Gewalt denn ist. ^^


    Ist beispielsweise ein rempeln Gewalt, dann sage ich: JA! Weil ganz ohne körperlicherliches Einwirken wird es nie gehen.


    Ist ein Rempeln (noch) keine Gewalt, sondern erst ein Fußtritt oder Schläge mit zb. der Leine auf den Kopf, dann aage ich ganz klar: NEIN, sowas braucht kein Mensch.

    Ja, es ist schwierig und ich denke da wird man nie wirklich auf einen Nenner kommen.


    So definiert der BGH Gewalt:

    Zitat

    Gewalt Definition des BGH

    Eine juristische Definition liefert die Rechtsprechung des BGH, die Gewalt wie folgt definiert: "körperlich wirkender Zwang durch die Entfaltung von Kraft oder durch sonstige physische Einwirkung, die nach ihrer Intensität dazu geeignet ist, die freie Willensentschließung oder Willensbetätigung eines anderen zu beeinträchtigen" (BGH NJW 1995, 2643).

    Dem entnehme ich, dass das von allen bisher als ok befundene "begrenzen/einschränken durch Körpersprache" auch schon als Gewalt gewertet wird.


    Klar, das ist auf Menschen bezogen, aber wenn Gewalt immer gleich Gewalt ist, dann müsste das ja unabhängig der Spezies immer gültig sein. :/

    Der Anwender ist immer derselbe, nämlich der Mensch, und die Hunde können wir ja nicht fragen.


    Aber wir können mit unseren Hunden halt nicht zusammenleben, wenn wir ihnen permanent freie Willensentschließung oder Willensbetätigung gewähren. ^^


    Also müssen wir doch - jeder für sich - Gewalt selber definieren?

    Ruebchen

    Dann bin ich, obwohl ich dachte mich gut informiert zu haben, doch eher auf „Slogans“ reingefallen.


    Wir schauen uns jetzt mal alles heute an und dann sehen wir.

    Aber die Infos helfen mir, es besser einzuschätzen. Danke!

    Unter Umständen etwas, ja. ^^


    Nichts destotrotz wünsche ich euch heute viel Spaß. :)

    Es spricht ja auch nichts gegen den Züchter oder die Hunde, sie züchten in einem seriösen Verein, die Gesundheitlichen Dinge sind abgecheckt und passen, die Hunde und das Umfeld sehen auf den Fotos gut aus.


    Nur finde ich es wichtig, immer zu reflektieren, was genau man sich eigentlich aus genau der Linie XY erhofft, ob das auch realistisch ist, und ich versuche halt auch ein bisschen mit den von Pinguetta angedprochenen Halbwahrheiten aufzuräumen. :S


    Wenn einer das alles weiß, und trotzdem einen "DDR Schäferhund" will oder braucht, dann ist das ja völlig fein. ^^ :thumbup:

    Also bloß weil der Züchter in der ehemaligen DDR wohnt, sind die Hunde die er züchtet ja nicht automatisch DDR Schäferhunde. ^^


    Ich bin weder großer Fan noch besondere Kennerin der "DDR"-Blutlinien.

    Was ich aber sagen kann ist, dass die Mutterhündin definitiv nicht (nur) über DDR Linien kommt. Zwinger von der Sigisliebe ist Westblut, Mohnwiese auch. Eigentlich sieht es für mich so aus, als wäre die mehr oder weniger reine West-Linie. Sie ist 3 - 3 ingezüchtet auf Vito vom Waldwinkel, den Zwinger kenne ich nicht, aber der Rüde selbst hat auch wieder Westhunde in seinem Stammbaum.


    Der Vater hat wirklich DDR Blut, und wie @ ECA schon erwähnte, verbunden mit einem extremen Inzuchts- und Ahnenverlustskoeffizienten. Also von daher wäre es eh super, wenn die Hündin wirklich großteils Westblut führen würde. :)


    DDR Linie steht für mich für Hunde, die nicht diesen extrem abfallenden Rücken haben.

    Das hat nichts mit DDR Blut zu tun, sondern eher damit, ob der Hund der Hochzucht oder der Leistungszucht angehört. Auch im Westen wurden und werden LZ Hunde mit "geradem Rücken" gezüchtet.


    Außerdem habe ich mich total in schwarze Schäfis verguckt, schuldig! ^^ Die gibt es meist eher in diesen Zuchten.

    Die schwarzen sind in der Leistungszucht häufig vertreten, aber auch hier: völlig unabhängig davon, ob das West- oder Osthunde sind. ;)

    In der Hochzucht (also die mit der eher abfallenden Kruppe) gibt es sie mittlerweile aber auch schon.


    Grundsätzlich wünsche ich mir einen gesunden Hund,

    Den wollen wir alle. :)
    Hat aber auch hier wieder nichts damit zu tun, ob der Hund aus einer DDR Linie entspringt, oder eben nicht. Auch wenn die DDR DSH Züchter das immer gerne behaupten und als Verkaufsargument hernehmen.


    Gesünder als die Anderen, mit geradem Rücken, ausgeglichener im Wesen. Meiner Meinung nach alles Quark. Wenn man sich anschaut, wofür die Hunde in der DDR damals überhaupt gezüchtet wurden, würde ich es mir 2x überlegen ob ich einen Abkömmling dieser Linien haben möchte, bzw. was ich mir davon erwarte.

    Vor allem eben WEIL sie (bei reinem Blut) so eng ingezüchtet sind ... Inzucht schafft Stabilität, das kann aber die positiven Eigenschaften gleichermaßen betreffen wie auch die negativen, körperlich wie auch vom Wesen her.


    InAb bitte sei jetzt nicht verschreckt, ich will dir den Welpen nicht madig machen. Aber ich frage mich, warum man sich als Anfänger so auf irgendwelche Linien einschießt, über die man eigentlich garnichts weiß. :/

    Ich finde bis auf wenige Ausnahmen kann man das so pauschal garnicht sagen. Für mich ist Gewalt alles was unter Berücksichtigung der Situation und des betroffenen Hundeindividuums unverhältnismäßig ist/wäre, physisch wie psychisch.


    Ein Leinenruck an der Kette in exakt derselben Intensität z.b. kann meiner Ansicht nach bei Hund A Gewalt darstellen, und bei Hund B aber nicht, sondern ein legitimes Mittel sein um beispielsweise Verhaltensketten zu unterbrechen.


    Klar, über Stromschläge auf Stufe drölfzig, heftige Fußtritte, Nahrungsentzug usw. muss man nicht verhandeln, das ist immer Gewalt.
    Aber grade so Sachen wie Leinenrucken, Spannung auf der Leine halten, in die Rippen piksen, schubsen, schieben, am Nacken packen, am Fell zuppeln, bedrängen, anschreien, usw. beurteile ich immer im Bezug auf den Hund den es betrifft.

    Bedingungslose verträglichkeit mit jederhund glaube ich, gibt es vll in einzelfällen beim dsh, aber wie oft das ist, keine ahnung.

    Ich weiß nicht, ich hatte, bzw. habe bisher ja nur 2. Vielleicht abe ich wirklich nur Glück gehabt mit den zwei.


    Und in den ogs gab es das früher sowieso nicht, im pulk gassi zu gehen. Oder macht ihr das?

    Nein, ich mache sowas nicht. Aber nicht, weil die Hunde nicht verträglich sind, sondern weil ich keine Zeit für sowas habe und für uns keinen Sinn darin sehe... unsre Hunde leben in einer Gruppe, die brauchen jetzt nicht wirklich noch andere Fremdhunde.


    Ab und an treffe ich mich mit Bekannten und wir lassen die Hunde dann mal rennen.

    Letztens habe ich eine Frau beim Gassi getroffen, und die hat so lieb gefragt ob Ero mit ihren Hund laufen kann/darf, dass ich dem zugestimmt habe, das war auch sehr nett.