Ruebchen Moderator
  • Mitglied seit 15. Oktober 2020

Beiträge von Ruebchen

    Hallo Jan,


    Herzlich willkommen bei uns im Forum!

    Leider kein schöner Anlass.


    Habe ich das richtig verstanden, dass der ZÜCHTER mit dem Hund beim TA war?

    Also ihr habt selbst nicht mit dem TA gesprochen?

    Die Erkrankung die du wahrscheinlich meinst heißt IPA. Da ist der Processus Anconaeus ist nicht angewachsen.


    Ich muss dir ganz ehrlich sagen, sofern die Diagnose wirklich richtig ist (am besten lasst ihr ihn selbst nochmal in einer Klinik röntgen und sprecht mit den Spezialisten) kann ich den Züchter verstehen, bzw. sehe das ähnlich, auch wenn es unglaublich hart und unfair klingt. Aber so eine schwere Ellenbogendysplasie und dann noch beidseitig ... je nach Ausgangslage ist bei dieser OP die Prognose eher nur mittelmäßig (im Hinblick auf ein Lahmheitsfreies Leben).

    Wie alt ist er denn GENAU?

    (Unter 6 Monaten wendet man eine andere OP Methode an, als wenn der Hund schln älter als 6 Monate ist.)


    Vergessen darf man auch nicht, dass die OPs hintereinander gemacht werden müssen, erst die eine Seite, dann die andere. Das ist eine enorme Belastung für den Hund, physisch wie psychisch. Er wird mindestens ein halbes Jahr in seiner Bewegung maximal eingeschränkt werden müssen (großteils Boxenhaltung), damit das heilen kann.

    Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen (aber andere OP), dass das eine echte nervliche Zerreißprobe für alle Beteiligten ist.


    Der Rücken ist extrem aufgezogen. Das ist nicht normal, aber es könnte sein, dass es keine knöcherne Fehlbildung ist, sondern "nur" durch die Schonhaltung wegen der kaputten und Schmerzhaften Ellenbogen entstanden ist. Den Rücken würde ich auf jeden Fall mitröntgen lassen in der Klinik.


    Lasst das nochmal in einer Klinik checken. Aber wenn sich das so bestätigt (beidseitig IPA, und Rücken so wie es auf den ersten Blick aussieht auch nicht i.O.) würde ich persönlich ihn wohl gehen lassen. :(

    Da steht und fällt alles mit dem Können der Schutzdiensthelfer. Von meinen Hunden waren vier Generationen in der "Rückenstudie", die hier an einer Uni-VetKlinik über 20 Jahre gelaufen ist. Von daher wurden sie nicht nur als junge Hunde durchgeröntgt, sondern auch im Alter. Auffälligkeiten an der HWS hatte hier kein Hund.

    Sehr interesannt. :thumbup:

    Und wie oft (bzw. Regelmäßig) wurde mit diesen Hunden im Training die Lange (15m aufwärts) trainiert?

    Ja wenn der Hund dem Helfer den Ärmel glatt auszieht ist scheiße, der HF hatte auch keine Freude. Ganz abgesehen vom Unfallrisiko für alle Beteiligten ist es für den Hund eine Situation die er so nicht oder nur kaum kennt, weil man die im Training praktisch nicht abdeckt.

    Nicht viele Hunde lassen anschließend nichtmehr ab, entweder weil sie einfach irritiert sind, oder weil sie ihre Überlegenheit dem Helfer gegenüber "geschmeckt" haben und dann diese halt auch beim AUS mal eben raushängen lassen.

    Fliegen lassen beideutet bei uns das schicken aus großer Distanz (Hund springt früh ab und während er einbeißt berührt er garnicht den Boden - der Hund "fliegt") und nicht das was nachher passiert wenn der Hund schon IM Ärmel ist. Das heißt bei uns Ausdrehen.

    Wie schnell und stark der Hund ausgedreht wird hängt nicht vom Helfer ab sondern vom Tempo mit dem der Hund kommt.

    Es wäre fatal da den Hund auszubremsen, weil dann läuft er auf. Da würde ich mir dann aber deutlich mehr Gedanken um die HWS machen als um die Zehen...


    Aber keiner muss den Hund hinten extra nochmal hoch schwingen beim Ausdrehen und solche Scherze.

    Sicher nicht gesund, muss man ja aber auch nicht ständig machen.

    Ich verstehe die Leute nicht, die bei jedem Training die Hunde zig Mal aus großer Distanz schicken, dann am besten noch mit Beißkissen, dass er noch schneller kommt als eh schon. :rolleyes:


    Wir lassen wir bei uns im Training die Hunde praktisch nie "fliegen".

    Der Hund muss die Technik erlernen, aber das kann er auch auf 7m, es müssen nicht 20 sein und auch nicht zehn Mal hintereinander.

    Auch sage ich dem Helfer immer, dass er den Hund nicht noch extra spektakulärer ausdrehen (nochmal nach oben schwingen oder gar drehen) soll als nötig.

    Und die paar wenigen Male auf Prüfung oder wenn man ihn im Training MAL länger schickt (für ein Video z.B.) sollten dann aber auch nichts ausmachen. Ein bisschen was sollte ein gesunder und durchtrainierter Sporthund doch noch aushalten.

    Wenn ich diesen dummen Schwurbel schon lese... "wildfarben"? :rolleyes:
    Wildfarbig sind Hunde, die Zobel (ay) oder Agouti (aw) (wildtyp Allel) sichtbar tragen, und das sind (beim DSH) unsre stinknormalen GRAUEN Schäferhunde, wie sie in allen möglichen Schattierungen und Nuancen vorkommen.

    Die Welpen da in dem Wurf sind vieles, aber sicher nicht wildfarbig. Sie sind aber auch nicht weiß.
    Diese Farbe die die haben sitzt auf dem E-Lokus, und anders als die "normalen" DSH die sich farblich im Standard bewegen haben die Welpen auf dem E Lokus kein Schwarzmaskenallel (EM) welches die Ausprägung des A Lokus ermöglicht (und den Hunden die typische dunkle Schäferhundmaske verleiht) sondern sind reinerbig ee, also gelb. Vielleicht noch mit einer Mutation auf dem D Lokus (dilute Gen), was aus gelb dann Creme machen würde.


    Reinrassig sind die wahrscheinlich schon, das sind alles Farben die in der Population vorkommen aber sich eben rezessiv vererben und durch Jahrzehntelange Zuchtselektion stark zurück gedrängt wurden.

    Wie Schafring geschrieben hat, waren diverse gelb Nuancen früher völlig normal und grade im Dissi Verein hatte man in den vergangenen Jahrzehnten da natürlich deutlich freiere Hand als im SV beispielsweise.


    Ich finds auch etwas komisch beide angeblichen Elterntiere weiße nicht so eine krasse Tendenz auf (...) Wäre eines der Elterntier mit einer starken Tendenz zum hellen könnte ich es noch verstehen aber so :/

    Aber beiden Elterntieren fehlt mehr oder weniger die dunkle Maske, ein Hinweis, dass da auf dem E Lokus was "im Argen" liegt ;)



    Aber woher kommts? Beim Retriever gibts keine Abzeichen, beim weißen Schäfer ja auch nicht.

    Sag' das nicht, Abzeichen können auch verdeckt getragen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele weiße genetisch sehr wohl Abzeichen tragen, diese aber optisch bloß von der weißen Farbe verdeckt werden. :/ :)

    Alen also über künstliche Hüftgelenke würde ich mir jetzt an deiner Stelle wirklich noch keine Gedanken machen. Es gibt viele - auch schwer betroffene Hunde - die ohne gut leben können.

    Das ist ja auch ein riesen Eingriff, der auch nicht ohne ist. Also ich würde erstmal jeden erdenklichen anderen Weg versuchen, und ich bin mir fast sicher, dass die Spezialisten das ähnlich sehen und euch erstmal anderweitig optimal beraten können. :)


    Kann eigentlich sowas auch durch einen "Unfall" passieren, d.h. dass er sich die Hüfte irgendwie "ausgehängt" hat?

    Da müsste er schon einen schlimmen Unfall gehabt haben, vom Auto erwischt und wieder zusammen geflickt worden sein u.ä., dass aus einer gesunden Hüfte sowas wird.


    Für mich ist das eine genetisch missgebildete Hüfte. Denn es ist ja nicht nur, dass der Gelenkskopf nicht richtig in der Pfanne sitzt, sonder er ist auch schon sehr abgenutzt (der ist ja nichtmehr wirklich rund) ist, was darauf hindeutet, dass das Gelenk schon länger (bei einem 10 Monate alten Hund also "schon immer") nicht zusammen gepasst hat.

    Ich glaube auch schon erste Arthrosen oder zumindest Sklerosen zu sehen, die entstehen durch dauerhafte fehlbe- & überlastungen im Gelenk, nicht durch einen einmaligen Zwischenfall.