JvG
  • Mitglied seit 10. September 2021

Beiträge von JvG

    Will der Hund sich in einer Situation, wie zuletzt Threu, durchsetzen, so ist er in der Situation dominant.

    Heißt aber im Gegenzug nicht, dass er deswegen die Chefrollen will!

    Interessant, was Du schreibst. Habe gestern zu Threu mit unserem Ausbildungswart gesprochen, der mir sagte, sie haben – ohne, dass ich es gemerkt habe – extra für Threu Situationen eingebaut, um eine gesteigerte Dominanz zu testen. Ohne, dass Threu darauf dominant reagiert hätte.

    Das bedeutet aber eben auch, dass alles nur dann gut ist, WENN Threu mit deinen Anforderungen leben kann und möchte. Ist das dann, aber mal nicht der Fall, wird er seine Zähne wieder einsetzen und darauf musst du vorbereitet sein.

    So kann man aber auch gezielt am Problem arbeiten.

    Ja, das denke ich auch – und probiere, vorbereitet zu sein.


    Wie ich daran arbeite, weiss ich insofern nicht, als dass ich keine Situationen reproduzieren kann, die ihm völlig gegen den Strich gehen. Darum habe ich ihn ja gestern an den "Tatort" gelegt, um zu sehen, ob er das Loch als Ressource ansieht. Ich verstehe auch den Auslöser nicht, denn gleiche Situationen, in denen er Quatsch macht, ich ihn dann einsammele und angeleint wegbringe, haben wir schon oft gehabt – kein Thema. Auch muss er sich jeden Tag x-fach unterordnen, was er auch tut.

    ier, muss ich ehrlich sagen, verstehe ich nicht, wie und warum dir diese Maßnahmen helfen sollten!!!

    Ich verstehe einfach den Zusammenhang nicht. Und Threu wahrscheinlich auch nicht.

    Räumliche Verwaltung und Begrenzung. So machen's die Hunde auch. Der Chef bestimmt den Raum und Radius.

    Das ganze hätte, wenn und aber... hilft jetzt leider keinem mehr.

    Was im Moment mehr interessiert wäre wie Threu sich jetzt verhällt bzw. ob eine Veränderung eingetreten ist? Und.

    Was planen denn deine Trainer um aktiv am Problem zu arbeiten? Maulkorb ist ja ok... davon alleine wird es aber nicht besser. Was wird dir denn geraten, wollt ihr gemeinsam die Situation provozieren damit du direkt und vll mit Handschuhen und Unterzug-Arm gesützt einwirken kannst.

    Oder arbeitet ihr an allg. UO?

    Hast du denn eine Perspektive?

    Threus Verhalten ist wie immer – völlig unauffällig. Normal. Der beisst auch nicht wild um sich oder benimmt sich wie ein Monster, falls das der Eindruck ist. Gestern und vorgstern haben wir lange Pfellpflege gemacht, ein paar Verfilzungen raus. Er schien das zu genießen. Ich schmuse ihn wie immer.


    Wir machen viel Ruhe; aktuell darf er nur auf seiner Liege liegen. Natürlich testet er ab und an, den zugewiesenen Platz zu verlassen. Dann bringe ihn umgehend zurück. Die meiste Zeit MK. Freilauf ist gestrichen. Nur kurze Leine, max. 8m-Flexi am Geschirr. Wenn ich im Garten bin ist er neben mir an der Bank angeleint.


    Die Trainerin? Was soll sie machen? Sehe sie am Freitag in der Hundeschule wieder. Aber ein gezieltes Arbeiten an speziell diesem Verhalten kann weder sie noch der SV leisten.

    Die einzige Perspektive, die ich momentan sehe, ist ein Mehrtagestraining mit Thomas Baumann. Ich hoffe, das wir kommende Woche in Kontakt dazu kommen. Ansonsten weiss ich es nicht. Alleine kann ich es jedenfals nicht leisten.

    Was mich interessiert:

    Hättest Du, als Schäferhund Anfänger, von ihm Threu bekommen?


    Wenn Basko unser erster DSH gewesen wäre, hätte seine Züchterin ihn uns nicht gegeben. Und er ist wirklich leicht zu händeln und wirklich aufmerksam und will gefallen.

    Threu ist nicht von Mario Jessat, sondern von den Querulanten. Das waren Nachbarn, sind aus Hunden von MJ hervorgeganen. Ich glaube nicht, dass MJ mir Threu verkauft hätte.


    Was ich allerdings heute weiss ist, dass zum Zeitpunkt meines Kaufs die Zucht der Querulanten bereits aufgelöst wurde. Es ging also bei mir einfach um Abverkauf. Egal, es ist jetzt, wie es ist und so ist es.


    Was ist das Gute daran?

    Gerade mit dem TA gesprochen, wegen eines Bluttest in Richtung Schilddrüse. Die sieht er überhaupt nicht als Ursache. Ohne zu zögern hat er dagegen zu einer Kastration geraten – je eher, desto besser. Bin da skeptisch. Habe nach einem Chip als Alternative gefragt. Er empfiehlt einen Jahreschip. Dafür haben wir jetzt am Donnerstag einen Termin (kann ich ja noch absagen).


    Bei Thomas Baumann habe ich angerufen, wurde nett empfangen. Dem beschreibe ich jetzt die genaue Sachlage. Mitte kommender Woche ist er zurück, dann sprechen wir (hoffentlich).

    Du musst nur ehrlich zu Dir selbst sein.... und Threu gegenüber auch. SaLoDeTo hat mehr als ausführlich und objektiv die Historie bewertet (hatte ich so auch nicht mehr auf dem Schirm). Es ist brisant, es wird schwer. Unmöglich? Das kannst nur Du beantworten.


    Zuviel Liebe verklärt manchmal den Blick auf Tatsachen.


    Ich beneide Dich gerade nicht.

    Es war mit Threu von Tag eins an eine Herausforderung. Ich habe mit Mario Jessat telefoniert, der kennt Threus Eltern und sagt, es hat schon seinen Grund, warum die Mutter "Rocket" heisst. Wie auch immer.


    Wenn Ihr jetzt zurecht von gezieltem Training zu diesen Situationen sprecht, habe ich keine Idee, wo ich anfangen sollte. Wie HSH schreibt, komme ich durch Vermeidung nicht weiter. Eine Woche mit Thomas Baumann am Stück, so was vielleicht. Aber ich habe jetzt schon mein Leben komplett nach Threu ausgerichtet. Irgendwann ist es auch mal gut.


    Und ganz ehrlich: Auch langsam keine Kraft mehr. Ich stehe kurz vor einem Umzug, frisch getrennt, bin selbstständig, darf mich also auch noch um meine Kunden kümmern und wir leben in einer Welt des Wahnsinns. Ich weiss nicht, ob ich das noch leisten kann.

    SaLoDeTo deine ausführungen waren echt super. Ich glaube, dass JvG seinen threu so sehr liebt, dass ihm vieles in seiner liebe zu ihm entgangen ist oder er ihm aufgrunddessen immer wieder diese kleinen ansätze verziehen hat. Dass threu so ein starker hund ist, konnte er nicht abschätzen.

    So ist es. Und das ist keine Lösung. Ich habe vor allem die positive Entwicklung seit dem ersten Vorfall gesehen – und Ihr dürft mir glauben, Threu bekommt mit Konsequenz klare Grenzen gesetzt. Die Hundeschule weiss ja um das Thema und wir arbeiten gezielt daran. Und ein Donnerwetter kommt in Alltagssituationen auch bei ihm an. (Ich weiss, das zählt alles nichts, wenn wir uns über Vorfälle wie diesen unterhalten.)

    JvG, bitte versteh mich nicht falsch mit meinem Post hier.

    Herzlichen Dank für die Mühe, die Du dir gemacht hast SaLoDeTo , die Entwicklung aufzuzeigen. Vieles hatte ich so gar nicht mehr auf dem Schirm. Extem hilfreich und ich sitze hier mehr als nachdenklich. Du hast einfach nur Recht. Leider.


    Ich möchte das Ganze irgendwie retten und dabei das Positive sehen. Doch das hilft ja nichts.

    Nur mal so am Rande, weil es weiter oben angesprochen wurde: Unsere Beziehung und Bindung sind top. Das wird mir immer wieder in Hundeschule und SV attestiert (natürlich merke ich das auch ohne Dritte ;) ) Threu fokussiert mich, orientiert sich an mir, keine Chance, dass er mit jemand anderem mitgeht. Er ist auch sonst sehr sozial, freundlich zu Menschen und anderen Hunden – solange die nicht anfangen.


    Auch alles Erzieherische von Grundkommandos über Impulskontrolle, Freilauf, Freifolge, Rückruf und so weiter – passt. Darauf bin ich auch sehr stolz. Wenn da nicht diese Anflüge von Gößenwahn bei dem Bürschchen wären.


    Und noch was zu dem Gedanken, bei einem Angriff draufzuhauen: Das würde ich nie wieder tun. Die negative Energie, die reingeht, kommt auch wieder raus. Nach Möglichkeit fixieren und so den Raum verwalten, so handhabe ich das.


    Habe übrigens die Sitaution von vorgstern Abend spaßeshalber gerade nachgestellt, um mal zu sehen, was passiert: Er durfte am Loch Platz machen, ich rein, die Leine geholt, wieder hin zu ihm, ihn angeleint und dann mit ihm rein gegangen. Nix.

    Und zu Threu: Ich gehe bei ihm weit eher von einem pubertierenden/austestenden Jungrüden, als von einem "kranken" Hund aus. Das bei einem etwas stärkerem Hund, in Verbindung mit einem unerfahrenem Halter, kann dann eben auch schon mal eine gewisse Brisanz beinhalten.

    Es sind Aussagen wie diese, die mir besonders Mut machen. Auch, wenn sie im Gegensatz stehen zu Thesen, dass Threu "Kerben sammelt" und sich bei genügend dreht und richtig Ernst macht. Danke :thumbup:


    Und mit dem "austesten" triffst Du genau eines seiner Verhaltensmuster: Er probiert, jede Grenze ein klein wenig zu verschieben – wenn ich nicht konsequent drauf achte. Und das tue ich (so gut ich kann 8o ). Und auch sonst zeigt er gerne Imponiergehabe und lässt die Welt hören, dass er ein Prachtkerl ist. Würdet Ihr ihn darin bremsen? Unterbinden möchte ich es nicht, gehört ja ein Stück weit dazu (wir waren ja auch nicht anders). Zu sehr den Macker lasse ich ihn aber auch nicht spielen (häufiges Markieren, Show am Zaun).

    "Der Hund muss wissen, dass er nicht zubeißen darf." Aha, muss er das?! Ich schätze, das die Mehrheit bislang Glück hatte (und auch einige Wenige das Talent ihren Hund zu führen ;) ), nicht in eine brisante Situation zu stolpern bevor die Bindung als solche betitelt werden könnte/dürfte und der Hund sich wirklich dieses Wissen erworben hat.

    Ich würde Threus Verhalten damit jetzt nicht entschuldigen, doch finde ich deine Aspekte durchaus interessant. Dennoch: Gibt es nicht so etwas wie im Welpenalter erlernte Beisshemmung?

    Auch er war augenscheinlich Gesund, aber leider nur augenscheinlich.


    Ich kann den Tipp mit dem durchchecken beim TA nur wiederholen(Schilddrüse usw.)

    Es bricht mir so das Herz, mich mit der Trennung von Threu auseinanderzusetzen. Ich wünsche, es ist "nur" eine medizinische Ursache. Danke für deine Geschichte und den Hinweis, ich werde gleich heute einen TA-Termin vereinbaren und dem nachgehen. Es wäre so schön, wenn das die Lösung ist.