Pepper
  • Mitglied seit 5. Januar 2022

Beiträge von Pepper

    Ich kenne wirklich viele Schäferhunde, aber kaum einen der völlig unkompliziert als Familienhund lebt.

    Viele leben zwar super mit der Familie, aber ein Familienhund ist für mich ein Hund den ich überall hin mitnehmen kann ohne das es Probleme gibt.

    Die meisten dieser "Familienhunde" sieht man nämlich draußen, wenn überhaupt, nur doppelt gesichert (zur Not auch mit Stachelhalsband wie bei meinen Nachbarn) und immer mit großem Abstand zu anderen. Vorwiegend zu Zeiten wo sonst kaum jemand unterwegs ist.


    LG Terrortöle

    Pepper geht "überall" mit hin.

    Weinfest, Familienfest mit Kindern und anderen Hunden, laufen tun wir meist ohne Leine.
    Kommt uns ein Hund an der Leine entgegen, bleibe ich stehen, rufe ihn zu mir und leine ihn an.
    Er begegnet ALLEN Hunden freundlich, bellt nicht und geht, wenn er angegangen wird - was leider öfter passiert - immer zurück und nie nach vorne.

    Gibt es etwas zu regeln, regel ich das.

    Heute bin ich das erste Mal im 200 KM entfernten Büro. Pepper liegt hinter mir am Schreibtisch, nachdem er alle Kollegen begrüßt hat.

    Heute Mittag, als wir alle am Tisch im Küchenraum Steakbrötchen aßen kam er dazu.
    Mit "ab" und zeigen in die Richtung des Schreibtisches drehte er um und legte sich dorthin, bis wir mit dem Essen fertig waren und er von mir ein "ok" bekam. Dann gings raus mit ihm und natürlich bekommt er dann auch ein Leckerchen

    Pepper ist jetzt 13 Monate und kam mit 4 Monaten zu uns.


    Wir haben kurz darüber nachgedacht, mit ihm Schutzdienst zu machen, weil man uns erklärt hat, das er sonst nicht "artgerecht" lebt und sonst nicht ausgelastet ist. Wir haben uns dagegen entschieden.
    Der Biss in den Ärmel halte ich außerhalb des Dienstes für mehr als fragwürdig.
    Ein so ausgebildeter Hund gehört in die Hände eines Diensthundeführers, so wie eine Waffe in die Hände eines Waffenscheinbesitzers gehört.
    Kein Hund beißt aus Spaß...er beißt nur, weil er es muss (Angst, Verteidigung) oder man es ihm antrainiert hat.
    Außerhalb des Diensteinsatzes ist ein Hund für mich immer ein Familienhund.

    Natürlich muss man genau schauen, welche Zucht man erwischt. Es gibt durchaus Menschen in Deutschland, die verantwortungsvoll züchten und nach Gesundheit & Wesen selektieren, um familientaugliche Hunde zu züchten:
    z.B. https://www.xn--ddr-schferhunde-6kb.de/blog


    Abschließend: Pepper ist ein totaler Familienhund, weil er gar nichts anderes kennt und hoffentlich auch nie etwas anderes kennenlernen wird.

    Spannend, wieder was gelernt.
    Instinktiv hätte ich gesagt "das ist aber seltsam". Scheint aber wohl gängig zu sein.
    Pepper macht nicht mal auf eine Wiese innhalb eines großen Campingplatzes.
    Wir müssen mit ihm durch´s Tor raus, sonst geht nix. ^^

    Als Pepper mit 4 Monaten zu uns kam, hatten wir die Diskussion, ihn morgens mal hinten durch die Terrassentür in den Garten (kleines Reihenhaus) zu lassen.
    Ich sagte damals "Auf keinen Fall!". Ich fand, er sollte gar nicht auf die Idee kommen, das es da eine Möglichkeit gibt auch mit der Befürchtung, das wir irgendwann mal mit Besuch auf der Terrasse sitzt und er einen Haufen auf den Rasen setzt. =O
    Also sind wir die ersten 6 Monate nur vorne raus gegangen.
    Auch vom Gassi-Gang hinten durch das Gartentor war tabu. Es geht vorne raus und auch vorne wieder rein.

    @Polarwolf Ich verstehe Deine Verunsicherung. Pepper war in den Monaten 4-11 auch echt dürr und man sah die Rippen deutlich und die Seiten waren eingefallen. Er hatte auf den Bildern etwa 25Kg.
    Unsere Tierärztin hatte damals gesagt, wenn er jetzt kein Junghund im Wachstum wäre, wäre er zu dünn.
    Da er aber lebhaft und aufmerksam ist, wäre das so in Ordnung und besser als das er zu schwer ist.
    Das hat uns dann beruhigt.
    Jetzt, mit 13 Monaten hat er ca. 36Kg und sieht sehr gut aus. :)

    Gibt es überhaupt noch die Notwendigkeit, den DSH als "Gebrauchshund" (Schutzdienst, nicht "Schäfer"-Hund) zu züchten?

    Obwohl ich nur selten züchte habe ich regelmäßig Anfragen von Diensthundeführern bzw. Ausbildungsleitern in Diensthundeschulen nach geeigneten Hunden. Dass die Behörden sich diensttaugliche DSH oft nicht leisten können und deswegen auf die billigeren X-Herder zurück greifen müssen (auch Malinois mit FCI-Ahnentafeln findest Du bei den diensthundehaltenden Behörden nicht so oft) bedeutet nicht dass viele DHF nicht lieber einen DSH als einen "Xer" führen würden.

    Ahh, guter Aspekt. Danke.

    Gibt es überhaupt noch die Notwendigkeit, den DSH als "Gebrauchshund" (Schutzdienst, nicht "Schäfer"-Hund) zu züchten?

    Meines Wissens nehmen Polizei & Zoll etc. inzwischen viel lieber die belgischen Schäferhunde und auch für die Nasenarbeit gibt es Hunde, die besser geeignet sind.

    In den deutschen Behörden gab es 2020 nun mehr nur noch ca. 1000 DSH, Tendenz weiter fallend.


    Zum Thema Schutzdienst als Hundesport habe ich meine eigene Meinung, die hier sicherlich von viele nicht geteilt wird. Daher werden ich mich dazu nur auf nachfrage äußern. ;)

    Ich muss manchmal ein wenig lachen. :)

    Nicht falsch verstehen...ich meine nicht "auslachen".

    Aber das Hunde Futter nicht mehr fressen, weil sie es "nicht mehr mögen". Schon irgendwie lustig.

    Ich habe inzwischen viel mit erfahrenen Gebrauchsundezüchtern und Haltern über Futter gesprochen

    gesprochen. Aber das ein Hund sein Futter nicht mehr "mag"?

    Nicht mehr verträgt, ok. Aber nicht mehr frisst???
    Dies ist meines Erachtens eine Frage der Konditionierung. KJlar mag er nen Schweinohr oder Knochen lieber.
    Würde Pepper sein Futter morgens stehen lassen, käme es nach 15 Min. weg.

    Abends wird er es dann fressen, versprochen :)
    Würde er einmal lernen, das es was anderes gibt, wenn er nicht frisst...viel Spaß.
    Aber gut...es gibt ja genug Sorten auf dem Markt. Bei uns gibt es das nicht. Da habe ich andere Hobbys lieber.


    Alen Wir haben beides hier, Josera Kids und Sensi Junior (welches noch kleinteiliger ist als das Kids).
    Es wird immer empfohlen, Trockenfutter einzuweichen und somit vorquellen zu lassen.

    Wir machen das mit heißem Wasser aus dem Hahn für ca. 20 Min. Da ein Hund ausschließlich "über die Nase" frisst, duftet es dann auch besonders gut und quillt gut. Wobei Josera einen sehr geringen Quellfaktor hat.


    Was meinst Du mit "der Hund wurde hochbeinig"? Durch das Futter?

    Waren da Hormone im Futter? Gentechnik?

    Aber im Ernst. Die größe eines Lebewesens ist genetisch durch die Eltern vorbestimmt. Da kannst Du füttern was Du möchtest.

    Hier wird Gewicht & Wachstum verwechselt.

    Ein Hund wird, wenn er zuviel Energie durch engergiereiches Futter bekommt, zu schnell zu schwer.

    2-5 Kilo zuviel sind für die noch weichen und im Wachstum befindlichen Sehnen, Gelenke und Knochen eine hohe

    Belastung. Ebenso wie das Springen aus dem Kofferaum, auch wenn Wuffi das scheinbar mit Leichtigkeit kann.

    Unsere Nachbarn schauen immer amüsiert, wenn wir Pepper die Rampe ans Auto stellen.
    Mal nachdenken hilft. Wenn man mit einem jungen Hund kein Agility machen soll, oder er nicht am Rad laufen
    sollte, bevor er 1 Jahr alt ist. Dann ist es vermutlich auch nicht gut, in täglich 2-3 mal aus dem Kofferraum springen zu lassen.

    Aber gut, die müssen in 5-6 Jahren die durchgetretenen Läufe auch nicht mit anschauen.
    Die Rechnung für sowas wird ja meist er in den späteren Jahren fällig.


    Hoffe ich bin niemanden auf den Fuß getreten jetzt...oder wie man so schön sagt: Justmy2cent :)

    Happy Weekend allen!

    Hi Alen,

    wir füttern Pepper inzwischen hauptsächlich mit Josera (Sensi Junior).

    Morgens und abends so etwa 250-280 Gramm. Wir weichen es vorher ca. 20-30 Min. mit heissem Wasser ein, damit es vorquellen kann. Pepper ist ein sehr unkomplizierter Esser - oder heißt es "Fresser"? ;)
    Sprich, er frisst alles.

    Alle paar Monate probiere ich mal etwas anderes aus, komme aber immer auf Josera zurück.

    Stiftung Warentest ist aus meiner Sicht nicht immer die ultimative Messlatte, weil in die Endnote auch maßgeblich

    Punkte mit einfließen, die für die Hundeernährung schlicht egal sind, Verpackung z.B.

    Für mich sind Inhaltsstoffe (welche und absolute Menge/Anteile) wichtiger, als Verpackung, Transportwege etc.


    Am Ende stimmt aber, was auch hier immer wieder angeklungen ist:


    1. Hund agil und aufmerksam/fröhlich?

    2. Fell glänzt?

    3. Hund frisst es (gerne)?


    Und das alles über einen längeren Zeitraum?


    = Gutes Futter (für Deinen Hund)!


    :)

    Ja, unser Horst und Jack sind wirklich ein Glücksfall. Seine besondere Ruhe und Gelassenheit im Umgang mit den Hunden schätze ich sehr. Ich wünschte, ich hätte mehr davon 8o .

    Er hat mal erzählt, das er seinen ersten Schäferhund mit 14 Jahren bekommen hat, jetzt ist er fast 70 und sein Leben lang haben ihn immer ein Schäferhundpaar begleitet. Also er hatte immer einen Rüden und eine Hündin im gleichen Alter. Voriges Jahr ist nun seine Senta gestorben, das hat ihn und Jack ganz schön mitgenommen.

    Gestern beim Kaffee meinte er, in seinem Leben hat er all seine Hunde wie seine eigenen Kinder behandelt, mit Respekt und Liebe. Ein wirklich toller Mensch und wir freuen uns immer wieder wenn wir zusammen treffen.

    Und wie es scheint hat er sichtbar Freude mit Mayra und uns zu arbeiten.

    Ich hoffe er bleibt uns als Freund noch lange erhalten <3 .

    Da hast Du großes Glück, diesen Menschen zu kennen:-)

    Wenn wir bereit sind, hinzusehen, können wir im Umgang mit unseren Lieben sehr viel über uns lernen.

    Hunde spiegeln uns und zeigen teilweise mit brutaler Ehrlichkeit, wo wir (nicht der Hund) ein Problem haben.

    Pepper funktioniert ausschließlich mit Zuwendung, Liebe und im Team.

    Druck, gar Zwang gehen gar nicht. Er bringt mich in die Ruhe, weil ich gelernt habe das es anders nicht geht.

    Meine Natur ist eine andere. Ich wachse an ihm.

    Dafür bekomme ich dann das größte Geschenk von ihm, was er mir machen kann: Das er bei mir sein möchte.

    Er verzeiht mir meine Fehler, wie es niemand anderes tut.

    Was also hat er anderes verdient, als Liebe und Respekt, und zwar ausnahmlos!

    Kann ich bestätige n. Wenn Pepper seine Frisbee oder seinen Kong durch die Gegend trägt, ist alles andere zweitrangig.

    Du hast Recht, es geht nicht immer um gewollt aggressive Aktionen, die zu Verletzungen führen können.

    Gleiches gilt für Kinder...manchmal, wenn ein Hund super verträglich und lieb ist neige ich dazu zu vergessen:
    Ein Hund in der Klasse DSH ist am Ende ein über 30Kg schwerer Gebrauchshund mit eben auch diesen Möglichkeiten.

    Danke Flummi, mir wird es beim lesen Deiner Sätze auch nochmal sehr klar.

    PS: Das "Platz" aus der Ferne ist eine sehr gute Option. Werden wir trainieren!

    Lexy , deutsch - belgische Schäferhündin, spielt sehr sehr gern

    sie lässt sich auch super auf ihr gegenüber ein - mal wird gejagd, mal rennt sie vor, mal wird einfach nur gekabbelt ... natürlich spielt sie in einer gruppe von mehr als 2 hunden verhaltenspolizei, aber bleibt in der regel auf abstand dabei und wenn es tatsächlich zum streit kommt, dann ist sie bisher ehern diejenige die sich dann raushält oder dann lieber bei mir bleibt... wobei sie die stimmung sofort aufnimmt und es dann an anderer stelle rauslässt


    auch passt sie ihr verhalten auf die größe bzw. das verhalten des anderen hundes an - sie lässt sich von einem dackel auf abstand halten und kann wunderbar mit ihresgleichen balgen ...

    Es gibt einen Retriever, mit dem kabbelt Pepper auch...immer mit etwa "Geräusch" von Pepper, aber im Grunde wie Du es beschreibst. Es scheint ausgeglichen, geht hin- und her, wobei Pepper sich nie unterwirft, sondern immer nur der Retriever auf dem Rücken liegt.


    Für uns ist entscheidend, das wir mit Rückruf alles unterbrechen können, also die Kontrolle haben.

    Daran müssen wir arbeiten.

    Es kann nicht sein, das Pepper einen anderen und durch den Wald jagt und wir ihn nicht stoppen können.

    das mit dem Pudel war natürlich unglücklich...so ein Pudel besteht ja fast nur aus Flausch. :)

    Ich möchte aber auch nicht nochmal in die weit aufgerissenen Augen eines Pudel-Besitzers schauen der denkt, ein DSH

    zerlegt gerade sein Hund. ;)

    Hallo Juha,


    ja, Unsicherheit ist bestimmt ein wichtiger Faktor. Da haben wir zwei Hunde mit unterschiedlicher Erfahrungsbasis.

    Um so schöner, das Riku nicht generell aktiv nach vorne geht.

    Nachdem Pepper mit 4 Monaten bei uns einzog, haben wir in praktisch in´s kalte Wasser geschmissen.

    Er kam ja "vom Land" und zog dann in die Stadt.

    Wir sind jeden Tag einen anderen Weg durch die Siedlung gegangen. Dann die vielen neuen Gerüche, Geräusche, das unbekannte Umfeld. Das würden wir heute etwas anders angehen.

    Er hat es am Ende gut weggesteckt, war aber sicherlich oft überfordert (häufiges Gähnen z.B.) und verunsichert.

    Vielleicht hat er sich dadurch aber auch erst recht sehr an uns gebunden. Er hatte ja sonst niemanden "in der Fremde".

    Wer weiß...


    Witzigerweise sind kleinere Hunde eher kein Thema. Auch weil sie meist viel bellen. Dann ist Pepper eh raus...dann

    kommt er zu uns bzw. macht ausweichende Sprünge zur Seite.

    Auch aggressiven Hunden geht er sofort aus dem Weg.


    Warschenilich wird sich sein Verhalten auch nochmal verändern, wenn er älter wird.

    Vor 6 Wochen hat er sich auch noch ohne Reaktion sein Stöckchen oder den Ball abnehmen lassen und erstaunt

    zugeschaut, wie der anderen Hund ihn wegtrug.

    Inzwischen gibt er unmißverständlich zu verstehen, das das Teil SEINS ist. :)