Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Es tut Sport und auch Zucht beim DSH vielleicht gar nicht so schlecht, sich mal gesund zu schrumpfen. Anstelle an allen Ecken und Enden die notwendigen Anforderungen aufzuweichen und herabzusetzen, sollte man einfach darauf bestehen, dass ein Mindestmaß an Qualität nicht unterschritten wird und dem einfach die Quantität opfern.

    Ich denke einfach, dass man sich damit abfinden muss, dass die Zeiten des Vereinssports vorbei sind. Die Menschen haben da kein breites Interesse mehr dran, daran ändern auch immer leichtere POs nichts. Gleichzeitig gibt es einfach so viele Sportarten die miteinander konkurrieren.

    Ja, das hatte ich auch unter dem Video kommentiert. Allerdings stellt sich die Frage, wie dann die Plätze und Materialien zuverlässig finanziert und in Stand gehalten werden.


    Ich habe gehört, in Deutschland gibt es sogar passive Mitglieder, die offenbar monatliche Beiträge zahlen. Wahnsinn, das glaubt mir hier keiner.


    Bei uns sind Hundetrainingsplätze auf dem Privatgelände einer Person, die meistens ebenfalls Hundetraining macht, IGPler ist. Man zahlt monatlich für Training oder extra für Einzelstunden, und wenn man nicht trainieren geht, weil man zum Beispiel im September Urlaub macht, zahlt man auch nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Bei einem namhaften Trainer gibt es eine Elite-Trainingsgruppe in die man nur nach Eignungsprüfung (Hund und HF) reinkommt. Da muss man sich dann vertraglich verpflichten die Trainingsvorgaben einzuhalten und es kostet, vermute ich, auch ne Stange Geld. Erfolg ist dann aber ziemlich sicher.

    Ich weiss nicht, ob das noch mehr Trainer machen.


    Bei einem anderen zahlt man eine horrende Aufnahmegebühr (laut letzter Info 900 Euro) die sicherstellen soll, dass der HF es auch wirklich will und dann nicht so leicht wieder abspringt. Die Monatsbeiträge sind bei, bin nicht sicher, 100 oder 120 Euro. Es gibt dort aber auch normales Haustierhundetraining wofür andere Regelungen und Preise gelten.


    Ich finde die IGP1 ist dadurch schon leichter, weil die Richter da einfach nicht so streng sind. In der 2 wird es schon ernster aber pingelig wird es dann erst in der 3. Deshalb glaube ich, wenn man das Ganze entspannen will und mehr Masse an Sportlern haben will, muss man definitiv ein IGP-Light erfinden nicht nur weniger streng gerichtet wird, sondern die Kriterien und der Umfang schon heruntergesetzt sind.


    Es tut Sport und auch Zucht beim DSH vielleicht gar nicht so schlecht, sich mal gesund zu schrumpfen. Anstelle an allen Ecken und Enden die notwendigen Anforderungen aufzuweichen und herabzusetzen, sollte man einfach darauf bestehen, dass ein Mindestmaß an Qualität nicht unterschritten wird und dem einfach die Quantität opfern.

    Ich fürchte das wäre ein Fehler, denn es geht ja jetzt schon darum den Sport vor dem Aussterben zu retten. Weshalb ich wieder zurückkomme auf die Trennung von "Elite" und "Spiel und Spass"


    Hatte nicht Ruebchen vor längerer Zeit mal erzählt, dass bei ihr in der OG es einen mehr oder weniger Stufenplan gibt, Aufteilung in Gruppen verschiedener Leistungsstärken/Ausbildungsstand ? :/

    Tom Davis macht in dem Zusammenhang zur Zeit eine lustige Aktion:


    Thomas Davis auf Instagram: "We condition on level 4. This is the only equipment that can hold your dog accountable off leash if necessary. #dogtraining #dogtrainer #dogtrainingtips #offleash #remotecollar"
    379 likes, 10 comments - tomdavis am July 11, 2024: "We condition on level 4. This is the only equipment that can hold your dog accountable off leash if…
    www.instagram.com

    Ich stimme dem oben geschriebenen voll zu und möchte hizufügen:


    Hunde haben keine feste Hierarchie. Wer "Chef" ist kann sich von Situation zu Situation ändern und/oder über den Verlauf des Lebens hinweg.


    Beispiel: Ein Hund, der von seinen Menschen als Rudelchef eingeordnet wird aber keinen Futterneid hat wird wahrscheinlich sehr tolerant auf die Annäherung anderer Hunde an seinen Napf sein, bzw. reagiert fast gar nicht aber in einer anderen Situation kann er sein Frauchen vor einem anderen Hund verteidigen (sog. Eifersucht), oder er nimmt einem Rudelmitglied das Spielzeug ab lässt dann aber wiederum andere Hunde aufs Sofa und kuschelt.



    Ich finde, es ist auch wichtig in einem Haushalt mit mehreren Hunden, dass der Mensch klarstellt, dass er derjenige ist, der Aktivitäten und (Re)aktionen dirigiert und kontrolliert. D.h. wenn der Mensch sagt "Schluss jetzt, es reicht" haben die Hunde das einzuhalten. Ähnlich wie bei Kindern, die dürfen sich auch mal messen und streiten aber dann muss auch Ende sein wenn Mama es anordnet wenn einer der beiden zu garstig wird oder es einen Punkt überschritten hat.


    Unter den Umständen finde ich eine Palette als Begrenzung zwischen den Näpfen zu wenig. Kontrolle durch den Menschen ist gut aber wenn man die Umgebung günstig gestalten kann ist das eleganter. Näpfe weiter auseinander platzieren, möglichst ausser Sichtweite.


    Kortison macht Veränderungen im Körper, die zu mehr Hunger führen, daher der grössere Futterneid bei Willy. Vielleicht auch noch Schmerz oder Erinnerung an Schmerz tun ein Übriges.

    Ja, irgendwie kristallisiert sich schon heraus, dass am Ende doch ein IGP-Light nicht die schlechteste Lösung wäre.

    Die OG wo ich in Deutschland war gibt 3 Monate Probemitgliedschaft.


    Wie sähe ein IGP-Light aus? Man bräuchte keine tollen Helfer wohl aber Trainer mit Erfahrung. Hunde, die im "Light" drüberhinaus schiessen werden direkt in die Hauptgruppe geschickt.


    In der Light Gruppe würde man weniger ernsthaft und ausschliesslich beuteorientierte Hunde in einem abgespeckten SD trainieren, man würde eine Art IBGH-SD erfinden und statt Fährte vielleicht Stöbern oder Gegenstand identifizieren wie in Obedience und Mondioring.


    Im IBGH-SD würde man die Kriterien verändern und massgeblich Impulskontrolle und Gehorsam in höheren (Beute)triebstufen abfragen.


    So gesehen, warum sollte das nicht gehen? Was fällt euch dazu ein, auf? :)

    Aber hier im Forum hat mal jemand gefragt, wegen eines älteren Hundes und Schutzdienst anfangen bzw rein schnuppern. Da wurde dann das Argument gebracht, also wenn man sich nicht sicher ist, ob man das machen möchte, dann soll man es gleich lassen, weil der Helfer sich nicht für so lala Trainings her gibt, etc.

    Ich glaube es ging um einen Hund, der aufgrund seiner Rasse/Zuchtlinie grundsätzlich erstmal nicht unbedingt geeignet ist zumal wenn der HF nicht wenigstens schon über Erfahrung in dem Bereich verfügt.


    Wenn ich mit meinem 50kg Rottweiler bei einem Agilityverein aufkreuze, mal sehen wie enthusiastisch die dort dann mir gegenüber sind

    es gibt ja durchaus sehr viele Linien die total angekratzt und auf Beute gepolt sind, die kann man meist wunderbar "ohne alles" ausbilden. Aber das geht dann halt oft wieder auf Kosten anderer (monmentan) relevanter Kriterien (s.o.) und des Nervenkostüms.

    Die meisten Hunden kann man ohne Stachel und E-Gerät für Schutzdienst ausbilden aber bei einigen, wie du schon schriebst, kann das schwierig werden.


    Aus diesen Formulierungen könnte man schon schließen, das du der Meinung bist, das es Hunde gibt, die man für den Sport nicht ohne ausbilden kann, um so besser wenn ich das falsch verstanden habe :)

    Ich bin nicht sicher, ich glaube du hast Zitate von verschiedenen Leuten zusammengetan? Es ist schwierig zu sehen wo das hingehört. Unter jedem Beitrag unten links sind die grossen Gänsefüsschen, damit fügt man den Text mit Nennung des Autors in das Feld des Beitrags ein, den man gerade schreibt. Das erscheint dann da wo der Cursor sich gerade befindet.


    Der zweite Absatz könnte von mir sein. Und der war so gemeint wie geschrieben. Bei einigen Hunden kann es schwierig werden wenn der Hundeführer/Trainer nicht top ausgebildet ist und das passende Team dahinter steht. Ich nehme an du schliesst Stachel und E-Gerät aus (ich auch), aber Negative Verstärkung tolerierst du? Rein über Positive Verstärkung/Negative Strafe einen, sagen wir mal, ernsten Hund, mit mässigem Beutetrieb in Schutzdienst auszubilden wäre, finde ich, eine Meisterleistung. Ich sage nicht unmöglich aber braucht ein SEHR SEHR versiertes, erfahrenes TEAM (HF, Helfer, Assistent) wo alle an einem Strang ziehen und bereit sind viiiiiieeel nachzudenken.


    In welchen Zusammenhang können diese Geräte das? Spontan fällt mir da Jagdverhalten ein.

    Ja, zum Beispiel. Auch für einen verlässlichen Rückruf. Und z.B. bei den typischen Leuten, die es nicht schaffen sich für den Hund ausreichend interessant zu machen. Hunde die schlecht über Futter oder Beute motiviert sind, die nicht personenmotiviert sind und einges mehr.


    Die meisten Hilfsmittel werden halt dann eingesetzt wenn es Fehler in der Ausbildung gab. Zumindest im Reitsport.

    Und das ist halt schon der falsche Gedanke (also nicht von dir hoffe ich). Jeder glaubt halt, dass ein E-Gerät oder Stachel dafür benutzt wird um zu "bestrafen". Ist einfach falsch.


    Sich auf Hörensagen zu verlassen ist etwas, das ich einfach nicht verstehen kann. Das geht nicht in meinen Kopf. Man muss sich doch wenigstens ein Minimium mit etwas auseinandersetzen, hinterfragen und sich neutral informieren bevor man eine Meinung raushaut, die dann im Endeffekt ja gar nicht die eigene Meinung ist, sondern die von anderen.




    Gerade habe ich gesehen, dass während ich das schrieb (immer mal bisschen über 2 Stunden hinweg :D ) sind etliche Beiträge nachgewachsen.

    Und ja, ich bin auch der Meinung, die alten Knacker mit ihren Dinosauriermethoden sollen endlich aussterben!!


    Hinzufüg:

    Alte Methoden und Traditionen aus einem Schweizer rauszukriegen findet garantiert nicht vor der Besiedelung vom Mars statt.

    Ich finde es wahnsinnig interessant, wie jeder den Einsatz von Hilfsmitteln für die eigenen Zwecke rechtfertigt, sogar schönredet, da offenbar eigene Erfahrung vorhanden ist aber der Einsatz von den besagten verbotenen Hilfsmitteln wird vehement verteufelt obwohl hier null eigene Erfahrungen vorhanden sind :/


    Kathy Ein E-Gerät kann definitiv Unfälle durch Hunde verhindern.


    Ich finds so witzig, weil ich benutze definitiv kein E-Gerät aber ich interessiere mich für den Umgang damit und eine korrekte, moderne, ethisch humane Anwendung, ganz einfach weil ich meinen Wissensschatz erweitern will und das kann ich nicht, wenn ich mich Unbekanntem versperre und Fremdmeinungen und Hörensagen auf den Leim gehe. Ich glaube, dass ein guter, geschulter Einsatz eines solchen Gerätes viel Gutes für Hund und Halter bringen kann.


    @GeierWally wenn jemand absichtlich die Sätze von anderen missversteht und veralbert ist das keine gute Grundlage für eine Diskussion. <3

    Aber das soll ja keine Hilfsmittel-diskussion werden, solche Fäden gibt es hier schon. Das ist ja nur EIN Aspekt der Debatte und wenn man anfängt nachzuforschen warum der Sport stirbt, ist das auch beiweitem nicht der relevanteste Punkt.


    Das stimmt, aber es ging schon im weiteren Sinne auch um Hilfsmittel, weil der Videoersteller ja auch den Vorschlag machte evtl. für exclusive Hundetrainer das Verbot von Stachel und E-Gerät wieder zu lockern.


    @GeierWally Ja, bei Pferden sind Dinge erlaubt, die bei Hunden nicht erlaubt sind. Warum sind sie bei Hunden nicht erlaubt? Ganz einfach weil sie verboten sind, eine andere Erklärung gibt es nicht. Bei Pferden sind die Werkzeuge mit denen man bei falscher Anwendung grossen Schaden anrichten kann halt einfach erlaubt.


    Erhebliche Verletzungen von Sporen (ganz normalen Sporen, keine E-Sporen), Verletzungen von bis aufs Engste zugezogener Nasenriemen, damit das Pferd auch garantiert Null Chance hat die Einwirkung durchs Gebiss abzumildern. Prellungen und/oder Quetschungen im Maul und an der Zunge durch Gebisseinwirkung..... and the list goes on.


    Aber das ist ja alles nicht verboten deshalb ist es nicht so schlimm. ?


    Ich glaub der Pferd - Hund - Vergleich hinkt da ein wenig und spätestens, wenn das Hotti sich als passionierter Jäger herausstellen würde, würde man ggf auch über Strom nachdenken, sofern man dem Tier damit ein artgerechteres Leben und Freilauf gewähren könnte 😉

    Naja, die Pferde die Glück haben, leben umringt von einem Stromzaun. Wie lernen sie, dass man da nicht drangehen sollte?


    Die, die nicht so viel Glück haben, leben lange Zeit in Boxen und kommen zu wenig auf zu kleine Auslaufflächen und das Futter ist ebenfalls oft nicht artgerecht, vor allem bei Sportpferden denen häufig auch kein Sozialkontakt zugestanden wird.


    Seither schafft man es offensichtlich in den meisten Faellen ohne Barren.

    Ich behaupte ganz frech, dass man es heutzutage genauso gut ohne Barren schafft, wie ohne E-Gerät im Hundesport. Zumindest im höheren Turniersport. ;)

    Okay. Beschreib mal wie du ein Pferd verkehrssicher und zuverlässig mit Positiver Verstärkung ausbildest.


    Ich meine reiterlich. Natürlich kann man Sachen wie Hufe geben, Aufsatteln, Stehenbleiben oder sowas, oder etliche Zirkustricks auch Shapen und Positiv Verstärken, klickern.


    Ja, es gibt diese moderne Welle von "Playbased Horsetraining" oder wie der ganze Krampf sich nennt. Absolut verantwortungslos nenne ich sowas. Das sind Leute die sind komplett in einer esoterischen Traumwelt abgesunken. Kann putzig sein, zuhause auf eingezäuntem Gelände, zum Spass haben wir sowas auch gemacht.