Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    @GeierWally Ich meine damit, dass man Pferde heute wie damals komplett, praktisch zu 100% über Negative Verstärkung und Positive Strafe ausbildet. Für Hunde seit Jahren verpönt.


    Man macht einem Pferd ein Gebiss INS Maul, oft mit Anzügen (Hebelwirkung), das ist zu 1000% vergleichbar mit einem Stachelhalsband!!!!! Daran ziehen viele viele viele Leute das gesamte Leben ihrer Reiterei mit beiden Armen daran, halten sich daran fest, mit dem Körpergewicht, rucken rein.


    Aber siehst du, da sieht man es halt. Beim Pferd ist das ganz normal und gebräuchlich und überhauuuuupt nicht schlimm.


    Warum wird ein Pferd stumpf im Maul?


    Macht ja nix, dann wechselt man auf die Englische Hackamore, mit 20cm langen Hebeln und Kette unter dem Kiefer.


    Nochmal: Auch die beste, sensibelste Ausbildung eines Pferdes basiert komplett und vollumfänglich auf Negativer Verstärkung kombiniert mit Positiver Strafe.


    Diese Arbeit kann man auch beim Hund mit einem Stachelhalsband und den heutigen E-Geräten machen. Ist einfach ein Fakt.

    Du findest die Masse der HZ Hunde hat gute Gebrauchshundeeigenschaften?

    Ich glaube Mona meint, dass man anhand der HZ des DSH sehen kann, wohin es führt wenn in der Zucht keine Gebrauchshundkriterien mehr wichtig sind. (korrigiere mich bitte, wenn ich damit falsch liege, Mona )


    EDIT:

    Sorry, hatte mindestens 4 neue Nachrichten zwischenzeitlich nicht gesehen

    Axman aber davon hat sich der Sport ja mittlerweile, zum Teil auch wegen gesetzlicher Vorgaben, weit entfernt.

    Ja, der Hundesport


    Das wäre der Idealfall, aber leider sagt die Praxis was anderes, ich kenne viele Pferde die nur dann kontrollierbar sind, wenn sie wollen, oder einfach so gutmütig, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, es anderes zu machen.

    Ja, nur dann "kontrollierbar" wenn sie wollen ist genau genommen "nicht kontrollierbar". Gutmütig sind die dann auch nur solange bis man was von ihnen verlangt. Wie bei den Hunden. Oft hat sich der Halter an den Hund angepasst/sich mit ihm arrangiert und nicht umgekehrt. Das ist entsetzlich.


    Meine Schwester und ich waren ebenfalls Wald- und Buschreiter aber wir haben alle unsere Ponys und Pferde ausgebildet und trainiert schon als wir nur 10 und 12 Jahre alt waren als wir anfingen. Wir haben uns selber ausgedacht wie das gehen muss, erst ausgiebige Bodenarbeit, Longieren dann vor das Gig gespannt (quasi Langzügelarbeit), dann Schritt für Schritt Arbeit vom Sattel, Sozialisierung, Ablenkung, alles alles obwohl wir eigentlich keine Ahnung hatten.


    Ich kann nicht die Berechtigung für den IGP Sport im Diensthundebereich suchen. Der Sport soll an sich bestehen. Und wenn es hier zu Veränderungen kommt, warum nicht? Würde der Schutzdienst bei der IGP raus genommen, wäre es das Ende der Diensthunde? Ich glaube nicht. Das es um den Sport schade wäre und es keine Grund gibt warum man das tun sollte, das steht außer Frage.

    Aber IGP ist halt nicht nur Schutzdienst. Das war auch mein Fehler, dass ich das auch oft auf das reduziere.

    Es wäre schön wenn der IGP Sport nur als Sport an sich weiterbestehen würde. Aber das bezweifle ich, weil dann wie gesagt kann man nicht mehr durchsetzen, dass auch an Belastungen und einer gewissen Ernsthaftigkeit festgehalten wird, weil es ja dann dafür überhaupt keinen vor der Öffentlichkeit vertretbaren Grund mehr gäbe. Und dann hätte wir WIEDER den Niedergang der Zuchtkriterien.


    Doch, das Kernstück der IGP ist der Schutzdienst. Nimmst du den Schutzdienst raus, kannst du den IGP Sport in die Tonne kloppen. Dann ist es halt IBGH mit Fährte oder so. Es würde garantiert keine Weltmeisterschaften mehr davon geben, weil dann gehen die meisten sicher lieber zum Obedience oder Utility Obedience in den Ländern wo es das gibt.

    Zitat


    Würde der Schutzdienst bei der IGP raus genommen, wäre es das Ende der Diensthunde?

    Nein, man würde Hunde im Ausland kaufen wo es noch Beißsportarten gibt.

    Warum das bei Pferden funktioniert ist deshalb, weil man Pferde seit jeher und auch heute noch wie Arbeitstiere behandeln DARF. Pferde dürfen auch heute noch so ausgebildet werden wie es notwendig ist um einen möglichst gefahrlosen Umgang und Reit-, Fahr- und sonstigen Betrieb der Tiere durchführen zu können und sie auf entsprechendes Turnierniveau zu bringen!!!


    Pferde werden auch immer noch harten Prüfungen unterzogen, die nie grossartige Einschränkungen erdulden mussten. Im hohen Turniersport kann man definitiv nicht mehr (nur) von Spass sprechen, hier geht es um eine MENGE Kohle und dafúr wird ein grosser Aufwand in jeglicher Hinsicht betrieben!!!! Alles was mit Hunden je gemacht wurde ist Pipifax dagegen.


    Hunde wurden immer mehr zu Menschen mit 4 Pfoten DEGRADIERT und haben ihren Status als Partner des Menschen im Einsatz in jeder Form VERLOREN.


    Das ist der grosse Unterschied.


    Pferde passen halt nicht aufs Sofa oder in einen Buggy, das hat sie davor gerettet, noch mehr vertüddelt zu werden. Ebenso der Sicherheitsaspekt, ein Pferd MUSS eben kontrollierbar sein, sonst bringt sich der Reiter/Fahrer etc. sofort in Lebensgefahr. Dass das bei etlichen Hunderassen auch ähnlich ist, geht nicht in die Köpfe der Menschen unserer Gesellschaft rein weil eben der Hund nur noch und komplett durch diese rosarote Brille betrachtet wird.


    Gerade gestern haben wir einen 9 Monate alten Malinois abgeholt von jemandem, der gedroht hat den Hund auszusetzen wenn der nicht sofort abgeholt wird. Ich erzähle die Story an anderer Stelle weiter.


    Das ist meiner Meinung nach ein Argument, dass nicht zählt.

    Warum nicht?? Das war meine Frage 8o :)



    Wusstet ihr, dass die gesamte Basis von Hundeausbildung und Training überhaupt, dem IGP Sport zu verdanken ist?? Ich spreche von dem eigentlichen IGP "Sport" der dazu gedacht war Polizeihunde zu prüfen und auszubilden.

    Ich (als nicht IGP-Sportler) behaupte jetzt mal ganz frech, dass man den IGP-Sport nicht als unbedingt notwendig für die Bereitstellung von Diensthunden sehen kann.

    Der Sport soll doch als Sport an sich seine Berechtigung haben. Es macht Hund und Hundeführer Spaß sich hier zu betätigen, das gemeinsame lernen, trainieren und für manche auch der Wettkampf, dass sind doch schon Gründe genug.

    Das ist ein Gedanke, der bei genauerem Hinsehen sich als unzutreffend herausstellt. Bzw. ja okay, Mondioring und KNPV etc. eignen sich ebenfalls ;)

    Wenn die Ansprüche im IGP Sport sinken, und die Leute immer weniger Anforderungen an Instinkt, Trieb, Durchhaltevermögen, Leistungsbereitschaft etc. haben, weil es halt nur noch Sport und Spass ist und die Zucht sich dann danach richtet, dann ist es unvermeidlich, dass die Hunde mit der Zeit eben immer weniger leistungsfähig werden. Es ist halt nun mal so, dass gewisse Wesenszüge in einem Hund vorhanden sein müssen, damit er anspruchsvolle Tätigkeiten durchhalten kann, auch unter Druck und Stress leistungswillig ist etc. wie oben schon gesagt.


    Wie würde man denn sonst feststellen, welche Hunde geeignet sind? Wie würde man sonst sichern, dass gemäss gewissen Ansprüchen gezüchtet wird?


    Wie würdest du denn dafür sorgen, dass es entsprechend geeignete Hunde gibt? Das ist eine ernst gemeinte Frage, ohne Ironie oder so, ich würde gerne hören, wie das sonst bewerkstelligt werden könnte, vielleicht sehe ich etwas nicht. :)

    n ja, so mancher diensthund wurde schon vom tierheim rausgeholt (mali, dsh, rotti rtc..)weil die kriterien, dass es ein diensthund werden kann, ganz anders sind, als wie ein reiner sporthund.

    Nicht jeder diensthund ist als schutzhund für demos geeignet, dafür aber evtl als leichen- drogen-usw -hund.

    JvG sein dsh ging dann auch zur polizei, nachdem er mit ihm nicht mehr fertig wurde o er eben so stark wurde. Wünschenswerte eigenschaften für diensthunde.

    Die brauchen auch keine roten papiere, aber gesund müssen sie sein, damit die lange diensttauglich bleiben.

    Also ich muss sagen, das finde ich schon interessant. Da scheint es auch mal wieder an der deutschen Kultur und Politik zu liegen, dass dieser Sektor so verhungert.


    Ich weiss von anderen Ländern, dass die sogar eigene Zuchtprogramme haben, bzw Züchter die konkret auch diesen Sektor bedienen.


    Aber naja, wunder tuts mich nicht. Passt zur Traumland Politik

    Ich denke halt und glaube dass das auch vom Ersteller des Videos so gemeint war, dass, wenn man Hunde nicht gewissen Belastungen aussetzt (Thema Resilienz) und beobachtet wie sie damit umgehen, bzw. ob sie damit umgehen können und das weder im Training noch im Sport testet und fördert, dann hat man halt auf lange Sicht keine Möglichkeit solche Kriterien bei der Zucht mit in Betracht zu ziehen. Das wahre Wesen, der Kern des Wesens, ist sicherlich besser oder gar überhaupt nur bei der Auseinandersetzung mit Belastung und Stress zu bewerten.

    Danke! Ich finde, überhaupt kein Hundesport ist zu belächeln. :) (.......ausser Dog Dance wenn die im Tütü oder Kleidchen mit Ballerinas rumhüpfen 8o )


    Ich hatte eine ungefähre Vorstellung davon. Es erscheint mir halt auch eine gute Idee, bzw. Sportart, weil das kann man immer auch noch zusätzlich oder als Abwechslung machen zu anderen Sportarten machen. Auch fürs allgemeine Obedience/Unterordnungs Training finde ich die Idee mit den Schildern super und solche Parcours zu absolvieren ist eine tolle Übung.

    ich denke das seht ihr ein bisschen verkehrt

    Um eine entsprechende Anzahl Hunde für den Dienst ( und das ist ja nicht nur Polizei /Militär) zur Auswahl zu bekommen braucht es die Zucht aus dem Sport auf BREITER Basis,also nicht nur hochgepuschte, Stromschlag-und Stachelhalsband-resistente Übertriebkracher mit kurzer Zündschnur als Zuchtpartner, denn wohin dann mit den Welpen die dann doch nicht für den Dienst von den Behörden aufgekauft werden.

    Ich finde das ist schon wieder so eine polarisierende Aussage. Auch finde ich, hat das niemand behauptet und es ist ausserdem Käse. Ich habe in den letzten Jahren die Gelegenheit gehabt, ein paar Hunde die auf Weltmeisterschaftsniveau trainiert sind, in Natura zu sehen und zu sehen wie die drauf sind* und die sind weit entfernt von hochgepuschten, stromschlag- und stachelhalsbandresistenten Übertriebkrachern mit kurzer Zündschnur. Also ehrlich, die Aussage nervt mich gerade ein bisschen. Es scheint eher so zu sein, dass Hunde mit starkem Nervenkostüm, die eben genau nicht überschiessende Kracher sind, gesucht werden.


    Aber ja, wie oben mit @GeierWally schon festgestellt wurde, den Sport aufzuteilen in Sport und Spass und auf der anderen Seite Leistung und Zucht ist wahrscheinlich nicht möglich, ich hatte mir auch vor einiger Zeit schon mal überlegt wie das möglich wäre.


    *im Training als auch im Alltag und Malinois und DSH