Alles anzeigenDiese Diskussion und alle genannten Punkte sind sehr hilfreich, die richtigen Fragen stellen zu können.
Jetzt wäre für mich persönlich der Punkt gekommen, wo ich hinfahren und mir ein Bild machen wollte.
Aber ich möchte noch etwas zum Ursprungspost sagen.
"Ich arbeite selber ca 60 Stunden die Woche , meine Frau täglich von 8-14, gleicher Zeitraum etwa unsere Tochter in der Schule. Ich habe da noch zuviel bedenken das der Hund zulange alleine zuhause ist. Meine Frau wäre quasi Mo- Fr 6,5 Std aus dem Haus. Sie würde morgens eine halbe Stunde mit Hund raus und direkt nach der Arbeit nochmal ca. 30 min - 60 min, ich würde dann abends immer noch eine große Runde machen, min 60 min. Am Wochenende würden wir dann lange Wanderungen machen.
Wir kamen ja vom DSH und sind jetzt beim Labbi. Die Labbis die ich von hier kenne, stehen vielen DSHs in ihrem Temperament und Anspruch/Bedürfnis nach Arbeit und Beschäftigung in wenig nach.
Jack Das was ich zitiert habe ist aus meiner Sicht die Baseline. Darauf kommt noch das Arbeiten, Erziehen und konkrete Beschäftigen mit dem Hund, damit es ein guter Hund wird der hört, sozialverträglich ist und easy mit durch den Alltag läuft. Das sind mind. 3 Jahre nochmal 50-70% drauf an Energie, die ihr zu leisten habt.
Mein Tag mit einem extrem ruhigen, unterwürdigen und entspannten DSH ohne jegliche Allüren und Erziehungsproblemen sieht folgendermaßen aus:
7 Uhr aufstehen, Kaffee und gegen 8 Uhr vor dem Frühstück 1h Gassi in der Natur.
Um ca 9 Uhr Fressen. Dann kann ich etwas bis 13:00 arbeiten (100% Homeoffice) und mich um mich selbst kümmern. Dann habe ich aber erst 4h gearbeitet, wenn überhaupt. Hausarbeit usw. sind ja auch noch zu machen. Die Töle macht total viel Dreck, Haare überall, Sand von Sandkasten rieselt aus ihn raus. Also 30 Min. saugen jeden Tag ist Pflicht. Wäsche.
Ok, also um ca. 13:30 30 Min Gassigang.
14:00 Uhr dann wieder an den Schreibtisch bis 17:30. Dann kommt der große Gang. 1,5h mit Unterordnung, Leinenführigkeit trainieren oder Frisbee. Manchmal auch Joggen.
Dann ist es 19 Uhr und ich hatte noch keine Minute für mich, meinen Partner oder Netflix.
Essen und so Dinge wie Verunsicherungskram regeln etc. kommt "On Top".
Das alles hier jeden Tag...ohne Kinder, ohne Mutter die was möchte, ohne zweimal die Woche Fitness Studio oder was man sonst noch so schönes machen kann wenn man Zeit hat.
Nur Beziehung, die dadurch leidet, das der Hund (Ok, das kennt ihr durch eure Kinder) immer da ist.
Nicht falsch verstehen. Ich liebe Pepper und ein wichtiger Teil wird sterben, wenn er irgendwann geht. Ich wachse jeden Tag, teils weil ich muss damit er gut wird Teils weil er es mir spiegelt.
Hätte ich gewusst, was mein Pepper an Aufmerksamkeit, Energie, Disziplin und Geradlinigkeit abverlangt - und das jede Minute und jeden Tag, den wir zusammen sind, die nächsten 10-15 Jahre lang.
Ich würde es vielleicht nicht nochmal...und doch gerade deshalb genau nochmal machen.
Mein liebevoller Rat an euch als Familie:
Sucht euch einen tollen kleinen Puschel, der nur lieb ist und außer Liebe und Kuscheln keine Ansprüche hat. Auch den müsst ihr erziehen, aber die Auswirkungen von wenig Zeit und etwas lässigerem Einfluss auch durch die Kinder sind bei weitem nicht so weitreichend.
Und hättest Du mir das vor zwei Jahren geraten, hätte ich mich entrüstet, wie Du mir so einen Vorschlag machen kannst.
Heute finde ich genau solche Hunde total toll weil ich weiß, welche Freiheit und Selbstbestimmung sie durch ihre Anspruchslosigkeit in mein Leben bringen würden.
Was für ein nonplusultra Beitrag. Dem ist wirlich nichts hinzuzufügen.
Kann man den flächendeckend in allen Tageszeitungen veröffentlichen und in den 20 Uhr Nachrichten ausstrahlen?