Ich habe nochmal nachgedacht über intrinsische vs. extrinsische Motivation.
Das erste ist, joa intrinsische Motivation ist super, aber ehrlich gesagt, ich glaube es gibt nur wenige Hunde die genug intrinsische Motivation haben im FUSS neben uns herzulaufen. Oder andere alberne Sachen mit uns zu machen (albern aus Hundesicht). Vielleicht ist der Unterschied zwischen Phaja und Crazy in anderen Dingen begründet? Mehr Unsicherheit bei Phaja, daher mehr Kontaktaufnahme? Oder, ja, es gibt wohl Hunde, die finden Menschen als das Interessanteste was auf dem Erdball herumkraucht.
Klar, der Hund KANN intrinsisch motiviert sein mit uns zu sein, in unserer Nähe zu sein, von uns berührt zu werden, Interaktion mit seinem Menschen (unterschiedliche Gewichtung je nach Hund), Mensch als Rudelpartner oder -autorität kann intrinsisch motivierend sein.
Aber reicht das, um einen Hund dazu zu bewegen, die Sachen mit uns zu machen, die wir wollen?
Wenn ich gründlich nachdenke, muss ich zu der Einsicht gelangen, dass, nein, intrinsische Motivation reicht wahrscheinlich meistens nicht aus, um anspruchsvollere, kompliziertere Übungen für uns auszuführen.
Ich verstehe schon, dass du Cinja , die intrinsische Motivation als Teil der Gesamtmotivation ansiehst und dein Wunsch ist, diese zu stärken aber irgendwie glaube ich, der effektivere Ansatz wäre doch, nochmal über die extrinsische Motivation nachzudenken, zu analysieren was man da verbessern kann in der Fussarbeit. Oft muss man deutlich weiter zurückgehen in der Ausbildungsstufe um der Sache an die Wurzel zu gehen, als man es sich wünschen würde.
Abgesehen davon ist mir immer in Erinnerung, dass nach einer Zeit die Übung selbstbelohnend werden sollte, zumindest zu einem gewissen Grad. Wenn man sich jede Übung/Kommando als sekundären (tertiären......) Verstärker vorstellt, wie ein Clicker, macht das Sinn.
Peter Scherk sagt das so schön, in seinem Buch: "Den Hoffnungspunkt verschieben". Da geht es um die Belohnung einer Übung durch die nächste Übung, weil der Hund ja jede einzelne Übung über den ganzen Zeitraum hinweg so viel belohnt bekommen hat, dass die Übung, durch die Erwartung der Belohnung einen gewissen selbstbelohnenden Status bekommt. (Thema Dopamin wurde ja in letzter Zeit gerne zitiert)
Also ohne viel zu wissen, wie deine Trainingsarbeit aussieht, würde ich bei den extrinsischen Faktoren ansetzen, daran arbeiten, dass Crazy auch mit Beute in Aussicht in die Konzentration gehen kann. Grössere Distanz zum Motivator? Mit einfachen Übungen anfangen um ihr viele Erfolgserlebnisse zu geben, nach dem Motto "boah, ich habs geschafft mich zusammenzureissen, boah bin ich gut".
Zurück zur Arbeit mit konkreter Ablenkung, Konzentrationsübungen, z.B. in so einfachen Dingen wie PlatzBleib, mit Ballverlockung halten, in Grundstellung kommen obwohl Ball da liegt etc. Mönsch schwierig, ich weiss ja nicht, was du alles so machst. Erzähl doch mal ![]()