Ein sicherer Rückruf, Leinenführigkeit und angepasstes Benehmen in der Öffentlichkeit ist auf jeden Fall schon eine gute Erziehung. Dieses Ziel sollte jeder HH haben.
Ham die meisten aber nich oder kriegen es nicht hin.
Kriegen es oft nicht hin, weil sie den falschen Hund für ihre Ansprüche haben. Auslastung ist mMn nicht unbedingt persönliche Ansichtssache, sondern richtet sich nach Rasse und/oder Typ des Hundes. Man nehme nur mal die unverstandenen Terrier. Zum grossen Teil hochkarätige Jagdhunde mit starken Trieben. Müssen ihr Leben lang frustriert andere Hunde oder ALLES ankläffen, weil die Leute der Meinung sind Stöckchen werfen und 2x um den Block Gassi gehen reicht für das Hundchen als Auslastung!
Hier werden die meisten Fehler gemacht. Schlicht und einfach durch falsche Sichtweisen und Ignoranz der Natur des Hundes.
Wenn ein Hundetrainer eine Anamnese bei einem Problemfall macht, einer der wichtigsten Punkte die man klären muss ist: "Befriedigung von Veranlagung und Instinkt" als Unterpunkt unter dem Thema "Auslastung"
Es ist haarsträubend, wie oft die Vernachlässigung dieses Punktes der Auslöser des ganzen Verhaltensproblemes ist.
Wandern ist eine schöne Sache für den Hund, aber für seinen Kopf im Sinne von mentaler Beanspruchung ist da sehr wenig geboten. Es sei denn man gibt dem Hund unterwegs immer wieder Aufgaben, wie versteckte Gegenstände lokalisieren, oder Personensuche o.Ä.
Wie Luna oben schon ansprach, wie Kinder müssen (bzw. können, wenn sie dürfen) Hunde Lernen lernen, je vielfältiger das Lernangebot ist, desto Leistungsfähiger wird das Gehirn. Immer neue Verbindungen werden im Gehirn geknüpft. Auch körperliche Beanspruchung verschiedener Art zählt dazu. Dem Hund wird mit der Zeit Neues zu erlernen immer leichter, er lernt die Technik des Lernens an sich.
Der Spruch "ein alter Gaul lernt keinen neuen Trick mehr" ist zwar so nicht ganz richtig, auch ein alter Hund KANN noch was Neues lernen. Ein grosser Unterschied ergibt sich hier aber zwischen einem alten Hund der Lernen gelernt hat und über ein grosses Repertoir an Verknüpfungen verfügt und einem alten Hund der 3 verschiedene Sachen gelernt hat.
Warum sollte ich meinem Hund nicht geben was ihn erfüllt? Weil ich zu bequem bin oder es mir zu langweilig ist diesen Aufwand für ihn zu betreiben? Okay, ich sehe ein, Hunde denen man das nicht gibt leiden deswegen nicht unbedingt. ...... sie wissen ja nicht was ihnen entgeht.