Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Hier übrigens der Livestream zu den spanischen BundesIGP Wettkämpfen


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ruebchen Super!!!! Tolle Übungseinheit! Ich stelle immer meinen Mann dahin :D :D


    Wir arbeiten mit Axel auch schon seit einem Weilchen mit Palette, das funktioniert wirklich super!

    Er hat es von Tag 1 an sofort angenommen und korrigiert sich sogar selbst wenn er beim Heranstürmen mit zuviel Wucht vorne mit den Pfoten runter rutscht.


    Wir hatten vorher das Problem, dass Axel den Figuranten volle Kanne mit beiden Pfoten umgestossen hat, falls man ihn nicht begrenzt hat. Das war bestimmt kontraproduktiv. Ich denke es ist immer besser, wenn der Hund von Anfang an keine komischen Sachen probieren kann.


    Meine Erwartung hier ist, dass wenn der Hund das lange genug macht, es sehr zuverlässig dann so beibehalten wird. Habituation ist eine der stärksten Lernformen. Wir haben ein Stück Kunstrasen auf die Palette getackert, mit der Idee, dann beim Abbau nur noch das Rasenstück auf dem Boden zu lassen, bis es dann ganz verschwindet.


    Übrigens akzeptiert Axel sogar einen kleine 30 x 30 Platte als Pfotentarget vor dem Helfer. Es fasziniert mich sehr, wie solche Dinge die man mit dem Welpen mal aus komplett anderen Gründen geübt hat, man dann eines Tages so problemlos darauf zurückgreifen kann. Leider rutscht so ein kleines Ding.


    Micha369

    Für Axel ist es auch ein grosses Thema, im Beisein des Helfers die Contenance zu wahren, zumindest wenn der Helfer einen Beissarm herumträgt. Habt ihr es schon versucht, wenn der Helfer "nackig" (ohne Beissarm oder Spielzeug, ohne Schürze etc :D ) auf dem Platz ist? Oder nur mit Ball bewaffnet? Quasi in Zivil?


    Ist der Helfer schon auf dem Platz wenn du mit Witus hereinkommst? Hat Witus vorher schon Hunde arbeiten hören? Vielleicht kann es helfen wenn du vor der eigentlichen SD Einheit erstmal eine Ballspiel-Zerrspieleinheit auf dem Platz absolvierst? Vielleicht kann man an diesen Variablen etwas drehen.


    Was bei Axel auch immer gut funktioniert ist, zügiges Arbeiten ohne Pausen und Bestätigung nicht nur durch den Helfer, sondern auch durch mich. Oft weiss Axel dann nicht von wo jetzt die Bestätigung kommt, das hält seine Birne in Aktion. (in seinem Falle vergisst er dann das Knurren)


    Ich finde die Taktik die dein Helfer vorschlägt gut (und natürlich auch die Vorschläge der anderen hier im Forum), erstmal grossen Abstand halten und nur in Ruhe bestätigen. In diesem Fall ist Habituation unser schlimmster Feind. Wenn sich der Hund erstmal daran gewöhnt hat, gibts kaum noch einen Weg da raus.


    Ich versuche immer wenn ich an solche Probleme stosse, die Situation so vorzubereiten, dass es für Axel leicht ist das Richtige zu tun, bzw. das Unerwünschte nicht zu tun.

    Super, beste Fährte des Jahres und das Jahr ist erst so jung, das klingt vielversprechend!


    Ja, ich finde auch! Das war bisher immer die beste Methode, Schritte zurückgehen. Manchmal hat es mich allerdings schon überrascht wie viele Schritte man manchmal zurückgehen muss, deutlich mehr als man dachte. Meine ich jetzt nicht unbedingt (nur) auf Fährte bezogen.


    Mein schlaues Fährtenbuch meint zu dem Thema, dass gerade und besonders die Fährtenarbeit praktisch keinen Raum für Korrekturen gibt, weil wir so wenig verstehen, deuten und erkennen können, warum der Hund "Fehler" macht.


    Das Buch ist von 1975! Baut komplett über positive Verstärkung auf. Soviel auch zum Thema dass sich sooo viel getan haben soll auf dem Sektor Hundetraining. Da steht nichts Veraltetes drin.


    Was ich weiter oben mit Korrektur beschrieben habe, ist in Axels Fall ein Bremsen an der Leine gepaart mit "Langsaaam" oder wenn er wirklich total von der Spur abgekommen ist ein "nee, da ist nix, komm hier rüber". Obwohl ich manchmal denke, na ob da nicht vorhin vielleicht ein Kaninchen langgehoppelt ist :/ . Aber naja, ich kann schlicht und einfach nicht wissen, warum und was er da schnüffelt. Faszinierend.

    Ich finde es kommt auf den Hund an. Wenn der Hund gerne sucht und abkürzt weil er zu stürmisch oder übermotiviert ist, und er weiss was er tut, würde ich evtl korrigieren, sofern es sich um einen fortgeschrittenen Hund und wie gesagt, sehr motivierten Hund handelt.


    Bei einem Hund der aber nicht ausgesprochen wild auf suchen ist und den man bei Laune halten möchte, würde ich direkt so arbeiten wie du vorschlägst. Einen Hund der nicht supergerne sucht würde ich möglichst gar nicht korrigieren, in der Fährte, sondern versuchen alles so vorzubereiten, dass er immer Erfolg hat. Notfalls würde ich dann lieber wieder einen Schritt zurückgehen und stumpfere Winkel legen, oder Kurven und dem Hund vermitteln, dass es sich lohnt immer Tritt für Tritt zu schnüffeln.


    Aber du weisst schon, ich habe selber erst sehr wenig Erfahrung mit fährten, aber von meinem Instinkt her finde ich deine Idee gut. Ich lege Axel auch oft Futter in die Winkel und manchmal korrigiere ich ihn auch (auf den Schenkeln), wenn er Tritte überfliegen will. Bei ihm mache ich mir keine Sorgen, weil er immer (über)motiviert ist.

    Wirklich köstlich, Cinja !! Wunderbar!


    Ich habe noch einen Richterspruch, der vielleicht hilft eine Prüfung so zu sehen dass man keinen Bammel mehr haben braucht:


    Das war hier in Spanien, der im SD vorgestellte Hund ging "ran an den Speck", hatte aber etwas Probleme mit dem Gehorsam. Die Zuschauermenge war etwas erstaunt, als der Richter die "Show" bis zum Ende weiterlaufen liess.


    Bei der Beurteilung sagte der Richter: "Disqualifiziert. Du weisst wohl, ich hätte dich schon eher disqualifizieren müssen, aber ich wollte mir und den Zuschauern es nicht nehmen, einem Hund von diesen Qualitäten bis zum Ende zuschauen zu können."

    Was für ein hübscher Kerl!!


    Das macht es einem so warm ums Herz wenn man sie dann glücklich spielen sieht, vor allem wenn kleine Unsicherheiten überwunden werden und dann der Spass triumphiert :love:


    Viel Freude am Weitermachen!

    Finde ich auch! Hochinteressant hier mitzulesen!


    Zum Problem der "nicht Generalisierung" fiel mir spontan ein, dass es sein könnte dass ein Hund am Anfang der Ausbildung oder an einem bestimmten Punkt versehentlich auf einen ganz bestimmten Reiz konditioniert wurde und diesen immer sucht. Wenn dieser Schlüsselreiz dann nicht da ist, zeigt der Hund nicht das gewünschte Verhalten.


    Aber das heisst ja nicht, dass der Hund generell schlecht generalisiert.

    Flummi Ja genau! Ich glaube auch! Die Mischung machts. Hoffentlich😁


    Das mit den sichtbaren Spuren ordne ich da ein, wo man auch das Futter auf der Spur einordnet. Hund verknüpft Futter mit Spurgeruch und Hund verknüpft sichtbaren Fussstapfen mit Spurgeruch und alles wird dann irgendwann schrittweise abgebaut.


    Das "irgendwann" bzgl Futter habe ich so gemacht, dass ich das schon direkt nachdem Axel einigermassen kapiert hatte worum es geht (Gegenstände finden) immer wieder vereinzelt einen Tritt leer gelassen habe und dann werden es halt immer mehr, dann aber auch wieder mal alle Tritte mit Futter.


    Wenn ich allerdings genau zurückdenke, habe ich die aller allerersten Fährten ohne Futter in den Tritten gemacht. Da hatte ich etwas grünen Bewuchs im Garten und ich habe dann da nur Schneisen reingetreten an deren Ende ein Gegenstand lag. Da hatte ich noch nichts, niente, nada über IGP Fährte gelesen😄


    Da ich vorher Substanzsuche mit Axel gemacht hatte (habe ich aufgehört als ich Fährte anfing), bin ich von der Idee ausgegangen, dass es beim Fährten um das Finden eines Gegenstandes geht, nicht "nur" um das Verfolgen einer Fährte.


    Dann wurde mir klar, dass eine IGP Fährte keinen Raum für die Suche bietet, die der Hund von Natur aus anbietet🙄 sondern es auch eine Gehorsamsübung ist, im Sinne von, dass der Hund eben auch eine vorgegebene Art und Weise bei der Suche anwenden muss. Nase tief lassen, regelmässige Geschwindigkeit etc.


    Das machen dann auch die Futterstückchen in der Spur, die bringen auch eine geregelte Geschwindigkeit in den Hund.


    Bei Axel habe ich das schon sehr deutlich gemerkt, er findet einen Gegenstand einwandfrei, und nutzt dazu meine Spur, aber dann ist er viiiieeel zu schnell, verfällt dann u.U. ins Stöbern und sucht halt auf natürliche Hundeart. Finden tut er damit absolut aber nicht regelkonform.


    Wann genau der Zeitpunkt für Futter weglassen oder sichtbare Tritte weglassen gekommen ist muss man mMn erfühlen, bzw ausprobieren, Hund beobachten. Das ist das interessante daran. Ich gehöre zur experimentierfreudigen Fraktion, ich lerne viel von Versuch und Irrtum. Axel auch, glaube ich🤣


    Wer ein bisschen Englisch kann, dem kann ich die Angebote von Dave Kroyer (Amerikaner, IGPler, immer vorzügliche Noten seit Jahrzehnten) und Dick Staal (Belgier, Fährte nicht IGP, sehr gute Technik, arbeitet mit Mikrogegenständen, Nagel im Boden).


    Tut mir leid, dass ich immer englische Sachen empfehle, aber da gibt es einfach einen grösseren Markt mit sehr sehr guten Hundesportlern und Trainern die entsprechendes Material anbieten.

    Das mit sichtbaren Spuren habe ich mich verlassen auf einige in der Fährtensuche erfolgreiche (mit verschiedenen Hunden) Leute, die davon überzeugt sind, dass das Spuren sehen auch über einen längeren Übungszeitraum hinweg überhaupt keine Nachteile hat, im Gegenteil (behaupten die)


    Ich denke, dass hier klassische Konditionierung am Werke ist, die das Sehen mit dem Riechen automatisch verknüpft, so dass es eines Tages keinen Unterschied mehr macht ob der Hund die Spuren noch sehen oder nicht mehr sehen kann. Wahrscheinlich ist er auch einfach so ein Nasentier, dass er sich im Zweifel dann doch auf die Nase verlässt, kommt mir plausibel vor.


    Ich bin erst bei unter 70 Übungsfährten, von denen die meisten nicht länger als 100m waren😁 und immer in sehr schwierigem, staubtrockenem Boden. Die Fährte im Video war zum allerersten mal auf feuchtem Acker.


    Ich hatte bisher den Eindruck, dass es da zwei Lager gibt, die einen sagen "auf keinen Fall Spuren sehen" die anderen sagen "Spuren sehen hilft beim lernen". Ich habe beschlossen, ich werde es mit dem Sehen machen wie mit dem Futter. Langsam weniger werden lassen und dann variieren, mal mehr mal weniger.


    Das mit dem Wind nehme ich mir auf jeden Fall jetzt richtig zu Herzen und beachte es pingelig beim Training. Freue mich schon drauf!


    Danke für eure Hinweise und Ratschläge ❤️

    Wow, Schafring da erklärst du wirklich was sehr wichtiges. Ich muss sagen, ich habe bisher den Wind eher etwas auf die leichte Schulter genommen. Das muss sich ändern.


    Ich hatte zwar viel Glück, dass im Sommer als Axel anfing mit fährten meist sehr windstill war, aber ich denke das ist eigentlich ein grosses Thema. Zum Glück geht mein neues Buch sehr ausführlich darauf ein.


    Ja, zum Glück sah man die Fussspuren noch einigermassen. Ich achte immer darauf, dass man sie möglichst sieht.

    Ja, Übermotivation ist ja auch Axels grösstes Problem, deshalb wenn wir eine Fährte so schaffen, dass alles in etwa in einer vernünftigen Geschwindigkeit abläuft, freut mich das schon so, dass ich ein Tänzchen aufführe.


    Vielen Dank nochmal für den Tip! Deinen letzten Tip, mit neben dem Hund stehenbleiben beim Wiederansetzen habe ich schon beherzigt, der war auch sehr wichtig! Dann werde ich ab jetzt darauf achten, NACH dem Verweisen ruhig stehen neben dem Hund, DANN Leine aufnehmen, nochmal ruhig stehen mit Leine in der Hand, DANN Hund wiederansetzen. <3 😊


    Trainingsbuch Fährtenarbeit schaue ich mir mal an, ich hatte bisher 2 deutsche Bücher angesehen, die waren eher enttäuschend.

    Heute morgen beim Spazierengehen hatte ich festgestellt dass in meiner Hundesportweste noch Reste vertrockneten Käses waren.

    :D :D :D Habt ihr mal festgestellt, dass alte Bockwurststückchen die in Taschen vergessen wurden, zu Plastik werden? Regelrechte Plastikstückchen!!!! Ich habe mal eben solche Plastikscheiben in einer Hosentasche gefunden und habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich darauf gekommen bin, dass das mal Wurst war 8o Örks.


    Anderes Thema:

    Ich habe mir ein Buch in den USA bestellt und bekommen, das ist faszinierend. Es heisst "Tracking Dog - Theory & Methods" von Glen R. Johnson.


    Ich bin total begeistert! Was da alles drinsteht über die Erkenntnisse von erfahrenen Fährtensuchern, zusammengetragen und ausgewertet, Trainingsmethoden, Trainingspläne, Versuche die sie gemacht haben um Herauszufinden warum der Hund so sucht wie er sucht und was möglich ist und was nicht möglich ist und und und. Im englischsprachigen Raum wird es gehandelt wie das Standardwerk zur Fährtensuche.


    Habt ihr empfehlenswerte Bücher oder Literatur wo ihr gerne mal reinschnüffelt?


    Mich interessiert ja immer die Frage WARUM ist etwas so wie es ist, WARUM funktioniert etwas so wie es funktioniert, das hat damals schon meine Mathelehrerin zur Verzweiflung gebracht :D .


    Wenn es hier auch Leute gibt, die an den theoretischen Dingen, verschiedenen Sichtweisen, Erfahrungen anderer, etc., interessiert sind, kann ich gerne mal das eine oder andere, hier reinschreiben und wir unterhalten uns darüber. .....bin in letzterer Zeit etwas vorsichtiger geworden und frage lieber vorher nach ^^ Etliches ist für einige von euch bestimmt nichts Neues, aber das ist ja dann noch besser, wenn man dann diese Erfahrungen auch noch dazu bekommt.


    Oooh, beinahe vergessen:

    Gestern habe ich auf von REgen befeuchtetem Acker Fährten gelegt und ich bin ziemlich zufrieden mit Axels Leistung. Habe es gevideot:



    Boss Ich verstehe deine Reaktion(en) nicht ganz.

    Ich habe nicht ein einziges Mal irgendwo behauptet dass Jackpots (nach Karen Pryor) unwirksam wären.


    Ich habe auch in keinster Weise deine Trainingsmethoden kritisiert.


    Ich kann nicht nachvollziehen was dich in den Verteidigungsmodus gebracht hat.


    Manchmal habe ich den Eindruck dass es nicht unbedingt daran liegt wie ich schreibe, sondern daran wie es gelesen oder interpretiert wird.


    Ich habe ausserdem an keiner einzigen Stelle oder jemals überhaupt irgendwo positive Verstärkung kritisiert oder verunglimpft. Ich verstehe wirklich nicht warum so geantwortet wird als hätte ich das getan.


    Das mit dem Glückspiel habe ich mir nicht ausgedacht und auch die Weise wie ich diese INFORMATION benutzt habe war in keinem Moment herabniedrigend oder angreifend auf irgendjemandens Trainingsmethoden angewandt.


    Meine Absicht war das Thema Jackpot etwas zu beleuchten und Informationen aufzuzählen die vielleicht nicht allen bekannt sind oder/und der eine oder andere interessant finden könnte.


    Ich persönlich möchte immer dazulernen und besonders Dinge die ich (noch) nicht verstehe reizen mich zum Nachfragen und Nachdenken.


    Den Grund (insbesondere) für deinen letzten Absatz kann ich mir als Reaktion auf das von mir geschriebene beim besten Willen nicht erklären.


    Ich finde es wunderbar wie du deine Hunde trainierst. Ich bin genau wie du der Meinung "wenn du damit glücklich bist und es funzt für deine Zwecke, warum ändern?"