Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Gerade wollte ich den SD Faden aus der Versenkung holen. Immer traurig, den Fadenersteller des ursprünglichen SD Fadens, Micha auf dem Profilbildchen zu sehen aber als ich dann schreiben wollte, habe ich die letzten Beiträge gesehen und beschlossen, dass ein neuer Faden her muss. So traurig.


    Ja also, das Thema, das ich ansprechen möchte, super typisch!!!!


    In welchem Alter mit den ersten Erfahrungen mit dem Helfer anfangen??


    Meiner Ansicht nach erst irgendwann, wenn der Junghund schon ein stabileres "Gehirnchen" hat ^^ aber da teilen sich die Meinungen ja gewaltig.


    In der der OG wo wir jetzt die letzten 2 Wochenenden mittrainiert haben sind mehrere Welpen/Junghunde und ausnahmslos ALLE Hundeführer wollte diese mit dem Helfer arbeiten lassen. Der jüngste Welpe 10 Wochen alt, einer 3 Monate alt, einer 4 und einer 5 Monate alt.


    Hinterher hat mich der OG Leiter gefragt, warum ich Ioshy nicht mitmachen liesse und ich sagte "weil ich es nicht für sinnvoll halte". Natürlich erklärte er mit lang und breit warum es eben doch sinnvoll sei eben genauso wie Futtertreiben in der UO.


    So, haut mal raus, was meint ihr??

    Gab es denn Zweifel daran, dass man DNA nicht wegerziehen kann? 😉

    Ja, deswegen habe ich den Faden aufgemacht.


    Aber geht es in der Genetik nicht genau darum einen Hund zu schaffen, der im Schwerpunkt möglichst schon das mitbringt, was ich am Ende raushaben will? Bzw. eine Veranlagung hat, die ich entsprechend dem Ausbildungsziel formen kann?

    Es geht doch nicht darum, gegen die Genetik zu arbeiten, sondern mit ihr. Sie ist - wie schonmal gesagt - das Grundfundament. Auf sie setzt die Erziehung weiter formend auf.

    Ja genau!

    Habe ich dann vorher gesagtes irgendwie falsch verstanden?? :/

    Okay, das heisst, dass wir die Frage "Erziehung oder Genetik" ganz klar mit "Genetik" beantworten, denn sonst würden wir uns ja über "Fehler in der Zucht" oder dergleichen nicht beschweren müssen. :/ :)

    Ich verstehe diese Wirrwarr hier gar nicht

    Ja total!! Ich überlege worum ging es eigentlich??

    Die Argumente die gebracht wurden, gegen was eigentlich? Also ich blicke gerade nicht durch, was eigentlich kritisiert wird.


    Und vor allem: Wie in der spanischen Politik, es wird kritisiert, angeprangert dass irgendwas angeblich falsch läuft aber nie wird gesagt wie die es dann statt dessen machen würden. Also Alternativen, Verbesserungsvorschläge.....

    Ich wollte zu dem super Tip von maike nur nochmal unterstreichen, dass es, sie schrieb es schon, äusserst wichtig ist, dass der Abstand zu anderen Hunden so gross ist, dass sie sie deutlich wahrnimmt aber NICHT ihr reaktives Verhalten auslöst!!


    Diese beiden Punkte sind äusserst wichtig: Nicht so weit weg oder so abgelenkt, dass sie anderen Hunde gar nicht wahrnimmt aber nicht so nah, dass sie auslöst. Das ist der Knackpunkt.

    Mit Privatperson meinst du Leute die keinen Hundesport machen? Bisschen verwirrend weil die allermeisten Hundesportler sind Privatpersonen. Also als Pendant zu Diensthundeführern oder Professionellen die ihren Lebensunterhalt mit Hunden dieser Kathegorie verdienen oder Züchter (die wiederum auch praktisch alle Privatpersonen sind)


    Ich finde Familienhund oder pet dog bzw Haustierhund vs Sport- oder Dinsthund passt besser.


    Es gibt auch in der LZ Hunde die sich als reine Familienhunde eignen. Da muss man einfach genauso suchen und auswählen wie wenn man den passenden Sporthund sucht.


    Die Leute die jetzt die Alma haben haben mehr als 1 Jahr nach dem passenden Hund gesucht :)

    Wow! Du hast ja echt schon was geschafft!!

    Ich finde deinen Einsatz wirklich toll!!


    Ich habe meinem Hund immer eine Handvoll Futter auf den Boden geworfen, dann war er mit aufsammeln beschäftigt wenn Leute kamen. Das hat ihn runtergefahren und dann war die Aufregung vorbei.

    Geht aber halt nur mit Hunden, die Futter super finden und nicht sooo ein Problem mit Personen haben.


    Sicherlich kann dir dein Trainer da die besten Tips geben, er kennt Maila am besten.

    Axman Hast Du Dir den Podcast angehört? 😉

    Ja aber ich höre ihn mir nochmal an, vielleicht habe ich abgelenkt zugehört.


    Diese Zucht speziell für den Sektor gibt es in etlichen Ländern und es scheint auch mehr oder weniger zu funktionieren. Teilweise versuchen die auch sich selbst zu finanzieren durch Welpenverkäufe und Verkauf ausgebildeter Hunde. Aber wie ich oben schon schrieb, ohne den Beisshundesport geht es trotzdem nicht.

    Ich bin ganz bei maike und Mona ! Zusätzlich könntest du sogar das "Bring" in ein anderes Kommando umtaufen. Am Ende wäre es doch auf Prüfung das kleinere Übel wenn sie zu früh startet als wenn sie das Holz nicht bringt, oder?

    Trieb am Halsband macht sie ja nicht, dass hast du schon erzählt aber egal, trotzdem die Übung so zerpflücken wie Mona vorschlägt. Die Bilder verändern. Gegenstände hernehmen die sie nicht unangenehm verknüpft. Alles in allem klingt das Problem nach fehlender Klarheit. Filme dich und studiere deine Videos, ob dein Timing gut ist und wie der ganze Ablauf ist.

    Ja, exakt so habe ich es auch verstanden.

    Um aber die Grundveranlagung eines Hundes zu sehen, darf er halt eben nicht vorbereitet sein.

    Dögel sagt sogar, das ein erfahrener Hundesportler seinen Hund so trainiert, das gerade die Schwächen in der Veranlagung cachiert werden.

    Das ist ja auch legitim, nur halt für die die Zuchtselektion auf ein bestimmtes Ziel hin völlig kontraproduktiv.

    Wenn ein Hund so trainierbar ist, dass auch seine "schlechteren" Veranlagungen umtrainiert werden können oder verdeckt bleiben, ist das nicht auch eine Qualität, die der Hund hat?

    Wenn man alle genetischen Defizite wegtrainieren könnte, das wär ja toll!!! Da könnte man ja vogelwuid züchten weil man kann ja alles so hintrainieren wie man es braucht!! Aber darum geht es ja, das kann man eben nicht! JEDER Hundesportler versucht die Schwächen seines Hundes für Prüfungen zu "kaschieren".


    Klar kommen viele Dinge auf dem Hundeplatz, zumindest auf Prüfung, nicht zum Vorschein:

    Hund hasst andere Hunde, Hund kann nicht mit Kindern, Hund hat Angst vor Gewitter, Hund ist massiver Resourcenverteidiger, Hund beisst Leute die er nicht kennt, Hund bellt den ganzen Tag, Hund jagt Autos, Hund jagt Wild, Hund ist ne Drecksau beim Deckakt. Das meiste hiervon ist auch nicht mehr auszuklamüsern ob Veranlagung oder Umwelt.


    Wenn man es mit der Lupe betrachtet:

    Sobald ein Welpe geboren wird, beginnt die Umwelt auf ihn einzuwirken. Alles was er jetzt wahrnimmt prägt ihn, formt ihn. Wo willst du denn den Schlussstrich ziehen? Also dass keiner den Welpen anfasst (geht gar nicht), bis 6 Monate? Bis 1 Jahr? Bis 2 Jahre? Würde man die Welpen/Hunde bis dahin in einer grossen Kiste einsperren, bzw. Raum ohne Aussenreize? Denn jeder Reiz formt und je mehr Aussenreize, desto weniger lässt sich die ursprüngliche Veranlagung in ihrer Reinheit erahnen.


    Meine Frage wäre, was wäre denn der Vorschlag der

    sehr erfahrenen Hundemenschen

    :)


    Wie sollte man es also denn machen?

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    Das mit dem Hund "der zu stressig für den Sport war weil man nicht dauernd mit ihm kämpfen will" hat auf jeden Fall eine Berechtigung für die Zucht. Sport wie Dienst. Ein Hund klont sich ja nicht und wenn man Nachkommen mit mehr Wumms haben will, kann man solche Hunde auf jeden Fall nutzen und hoffen, dass die entsprechend Gene in die Nachzucht verteilen die da wiederum zu einer Verbesserung anderer Gene beitragen. Ich glaube insgesamt ist es halt viel viel viel komplizierter als man so versucht diese Dinge auf ein paar Schlagworte oder Slogans zu limitieren. :)

    Wenn ich den Matthias Dögel aber richtig verstanden hab, dann arbeitet das "Vorbereiten" des Hundes (wie z.B. im IGP) der Möglichkeit entgegen, die grundlegende Genetik des Hundes zu sehen.


    Wenn also wirklich die Gebrauchshundeeigenschaften im Vordergrund stehen, dann sprechen wir auch nicht mehr über Hunde für den Hundesport, oder?


    Ich meine an einer Stelle hat er sogar gesagt das er einen mega Hund hatte, der super tough und hart war (also ein toller Hund für den Dienst), er den am Ende für den Sport aber viel zu anstrengend fand, weil er jeden Tag mit ihm diskutieren musste.

    Einfach ausgedrückt: Es ist kompliziert :D


    Alle drei Aussagen kann man vorne mit Ja beantworten und dann hinten ein ABER....... anhängen.

    Ja nee, ich finde ihn unheimlich interessant!


    Genau, solche Einsätze im IGP Training gehen mir auch duch den Kopf. Vor allem das Vorraus, ja, Revieren oder um das nach hinten weg bestätigen beim Apport, bei Hunden die nach vorne drängen. Insgesamt auch als super Überraschungsbelohnung wenn man Belohnung abbaut, vor Prüfung oder so. Naja, wie du sagst, viele Einsatzmöglichkeiten bei Hunden die einigermassen mit Futter arbeiten. Habe hier zwei solche Exemplare.

    Uiii, man kann die Rückrufmethode, die ich mit Axel trainiert habe damit ohne Helfer aufbauen, fällt mir da ein :) :)


    Hat es Fernbedienung oder muss der Hund physisch auslösen?