Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Maline ,meine Idee mit dem Projektplan war eher als Theorie gemeint, weil es am Ende einfach zu riesig und aufwändig wäre. Ich wollte vor allem auch darstellen, was für ein riesen Batzen Arbeit und Aufwand der IGP Sport ist.


    Ich bin ein Kopfmensch, absolut, allerdings nicht durchorganisiert und das ist das Problem. Kopfmensch ohne Organisation IST ein Problem 8o . In meinem Kopf ist viel los, daher das "Auslagern" von Information. Leider ist Organisation nicht meine Natur.


    Ich mache mir meistens einen Wochenplan oder Schwerpunktplan für "die nächsten" Trainingseinheiten. Ich überlege mir definitiv WAS nicht geklappt hat und WARUM es nicht geklappt hat. Ebenso natürlich was geklappt hat und warum es geklappt hat.


    Bei meinen Trainingskameraden sehe ich deutlich, dass die Probleme quasi immer an "nicht durchgearbeiteten Basics" liegen. Das liegt mMn daran, dass man entweder an zu vielen Übungen auf einmal arbeitet oder einfach schon zu schnell weiterentwickelt weil man nicht analysiert ob die Basis dafür eigentlich schon sitzt.


    Deshalb glaube ich, dass "ins Blaue trainieren" (je nachdem welche Ziele man hat) keine gute Basis ist.

    Wie jeder Mensch das Recht haben muss, sich zu verteidigen, ohne Angst haben zu müssen vor "übertriebener" Notwehr, muss auch ein Hund sich bei einem Angriff verteidigen können. In den USA ist das absolut normal.

    Ich glaube das ist der Punkt.

    Wenn ein Hund sich kontrolliert verteidigt, wie z.B. Loki von @Harz2024 oder Quennie von @GeierWally dann ist das auch total in Ordnung aber wenn ein grosser Hund auf den Angriff eines kleineren Hundes (über)reagiert oder halt einfach genervt oder erschrocken "zulangt", dann wäre das so, wie wenn auf dem Pausenhof ein 10. Klässler einem kleinen frechen Arschloch Zweitklässler die Fresse einschlägt und dann sagt: "Der hat aber angefangen"


    Für mich persönlich wäre es entsetzlich und eine unerträgliche Tragödie, wenn Axel ein kleines Arschlochhundti beissen und schwer verletzen würde, selbst wenn Axel "nicht angefangen hat" und ganz brav war in der Ausgangssituation. Also nee, so doof kann gar kein Hund sein, dass ich dem das wünsche.


    Übrigens wird das "muss sich verteidigen können" total überbewertet. Es ist immer besser, wenn sich nicht beide verbeissen und kämpfen können weil einer einen Maulkorb trägt.

    Ja genau, nette du erwähnst Tagebuch führen.

    Das war bei dem Trainerkurs übrigens Pflicht und wurde überprüft. Auch und vor allem wenn man mit Fremdhunden gearbeitet hat in der Verhaltenstherapie (doofes Wort), musste man genau die Punkte aufzählen, die man bearbeitet hat und in welcher Form mit welchem Resultat und wie man gedenkt weiterzuarbeiten.


    Ausserdem zählen solche Protokolle auch als Vergleich, wenn man mit mehreren Hunden arbeitet und als Erfassung wo man nachsehen kann, wenn zum Beispiel Probleme auftreten deren Ursache evtl. schon ziemlich weit zurückliegen usw usw.


    In meinem Fall ist es auch so, dass ich wahnsinnig gerne mal Tagebucheinträge von vor langer Zeit lese obwohl ich das natürlich auch nicht immer so pingelig gemacht habe, phasenweise gar nicht, dann wieder regelmässig.


    Da helfen dann halt auch Programme, wo man Einträge z.B. in sehr kurzer Form mit Tags, Etiketten oder Schlagwörtern und Häkchen etc. machen kann.


    Ich benutze ein Programm wo ich z.B. Videos mit dazu verlinken kann und Fotos, ebenso wie Trainingsinspirationen, gute Videos von Trainern, Information zum Lesen und Lernen etc etc.


    Taugt mir auch jetzt wieder als Protokoll über Axels Krankheitsverlauf, an einem Ort alle Info, Fotos, Emails, Medikamente, Beobachtungen etc.....

    Ich fürchte, wenn mein Hund die Tendenz hat bei einem solchen Vorfall wirklich zuzubeissen, sollte ich meinen Hund nur mit Maulkorb draussen laufen lassen. Also auch wenn er angeleint ist.

    Meiner Kenntnis nach hat der Halter des Hundes der gebissen hat, immer zumindest eine anteilige Schuld selbst wenn der Hund an der Leine war. Dann wird geprüft wieviel tatsächliche Schuld er hat. Leider haben grosse Hunde gegenüber kleinen Hunden immer schonmal eine grössere "Schuld".

    Also wenn ein teufelswilder aggressiver Jack Russel meinen Axel beissen würde und Axel würde zurückbeissen, dann hätte Axel schon mal per se die viel grössere Schuld, selbst wenn er an der Leine war und der Terrier nicht. Wenn ich sowas verhindern möchte, müsste ich dem Axel einen Maulkorb drauftun und den Terrier mit einem Fusstritt beseitigen, dann hätte ich das Recht auf meiner Seite.



    ...... trifft ja auf die Loki Situation nicht zu!!

    Palinka74 ich bin wirklich weit entfernt von Profi :) <3 Meiiiilenweit

    Django sitzt = prima !

    Wenn das dein Kriterium ist, dann ist doch alles okay! Wenn er 5 Meter zu spät erst sitzen bleibt oder gar nicht sitzt oder wieder aufsteht oder sich hinlegt, dann bewertest du bestimmt die Übung auch als fehlerhaft. Wo dann jeder einzelne sein Kriterium legt ist dann halt Geschmack- oder Bedarfsache.


    Darf ich fragen, welche Aufbauübugen zum Rückentransport ihr bisher gemacht habt? Den RT "angehen" klingt nach anfangen damit und dann erscheint mir das mit dem Ärmel auf den ersten Blick als viel zu schwer. Es sei denn es gäbe eine Erklärung dafür. :/

    In den Situationen die du schilderst finde ich das Verhalten von Loki in Ordnung. Wenn ein Hund da nicht sofort die "Angreifer" stark verletzt, sprich Löcher reinmacht, sondern auf eine Abwehrreaktion durch Immobilisation des "Gegners" zurückgreift finde ich völlig okay.

    Hinzufüg:

    Wer hat das Buch "Das Pavlov-Projekt" von Simon Prins gelesen?

    In einem Kapitel geht es genau darum wie und warum man genau plant. Ich habe das Buch noch nicht ganz gelesen aber es gekauft weil man mir erzählt hat, dass es um solche Dinge geht, die ich schon im Ansatz so gelernt hatte und die mich interessieren.


    Ausserdem empfehlenswert für jeden der jemals einem Hund was beibringen will.

    Und in Bezug auf die Ausbildung von Tieren stelle ich mir das nicht wirklich hilfreich vor.

    Naja, ich weiss von Ausbildern von Assistenz- Blinden- und medizinischen Anzeigehunden (Epilepsie, Diabetes, etc.), dass die üblicherweise eine genaue Anzahl von Wiederholungen einer (Teil)Übung durchführen und minutiös buchgeführt wird darüber.

    Da ist dann z.b. der Zielwert 3000 Wiederholungen zur Festigung eines Verhaltens. Einige machen aber deutlich mehr. Die gehen jedesmal mit abgezählten Leckerli in die Trainingssituation um genau zu wissen wieviele Wiederholungen gemacht wurden.


    Es wird ausserdem buchgeführt wieviele Wiederholungen fehlgeschlagen haben, z.B. um festzustellen ob die nächste Schwierigkeitsstufe schon angegangen werden kann. Mindestens 8 von 10 Wiederholungen müssen in wiederholten Durchläufen fehlerfrei sein bevor zur nächsten Stufe weitergegangen wird.


    Ich weiss von Agilityleuten (höchstes Niveau) und IGPlern, dass die, wie schon geschrieben, ganz präzise Trainingspläne haben, mit präzise beschriebenen (Teil)zielen und dazugehörenden Zeitplänen. Natürlich werden die Pläne an sich ergebende Umstände angepasst aber fest geplant wird definitiv.


    Wie erwähnt auch Videoaufzeichnungen, die analysiert werden und die Tendenzen und Fehler erfasst und aufgeschrieben, in die Planung mit einbezogen. JEDES Training wird gefilmt und analysiert. Teilweise noch während des Trainings aber zum Grossteil um die nächste(n) Einheiten konkret planen zu können.

    ich habs mal versucht... weil... zufälliges Training erzeugt zufällige Ergebnisse - hab ich mal hier gehört :D


    Selbstverständlich muss man einen Plan haben mit Ausbildungszielen. Sonst weiß man ja gar nicht was man machen soll... Aber was man wann trainiert (oder auch nicht) gibt Dir doch immer der jeweilige Hund vor. Das berechne ich doch nicht im Vorfeld am PC.

    Ganz so einfach ist es ja nicht. Der PC "berechnet" da gar nix. ;)

    Es gibt eben Leute, die die Fähigkeit haben, einen Computer als unterstützendes Instrument bei einer solchen Planung zu verwenden. Dass es andere Leute nicht tun oder nicht tun können, heisst ja nicht, dass es nicht funktioniert oder nicht sinnvoll ist/sein kann. Ich jedenfalls nenne nicht Dinge Krempel oder spreche abfällig über etwas nur weil ich selber nicht die Fähigkeit oder Kenntnisse darüber habe. Es gibt ja Menschen, die haben regelrecht Angst vor Technik, Informatik und Elektronik....... denen fehlt dann auch die Vorstellungskraft darüber was man damit machen kann und in welcher Form. :)

    Warum sollten man das machen wollen?

    Wenn man üben will wie Projektplanung funktioniert und ein Beispiel braucht. Und ein dazugehöriges Computerprogramm. Ich fummle gerne an solchen Computersachen herum, wie Webseitenprogrammierung, Programmierung im allgemeinen interessiert mich auch (..... bin hier aber nicht richtig eingestiegen) und eben auch das Entschlüsseln wie diverse fertige Programme funktionieren und alles zusammenhängt, fasziniert mich. Vor allem, wenn das womit man die Programme füttert irgendwann anfängt zu leben.


    Du bist einfach der Hammer Axman :)

    Ich wäre tatsächlich niemals auf diese Idee gekommen :D

    Aber wenn ich es müsste... Dann würde ich versuchen erstmal eine Basis zu definieren. Eine Vorentwicklung sozusagen. Dinge wie eben die Grundstellung, die du in allen Sparten benötigst. Dann würde ich aus den drei Sektion im IGP , drei Teilprojekte machen. Auch hier erst wieder die "Vorentwicklung" für alle Übungen und dann die einzelnen Übungen als Unterprojekte in den Teilprojekten A, B und C definieren. Was ich allerdings nicht machen würde, ist das ganze bis zur IGP3 durch zu rechnen. Maximal bis zur IGP1 und diese Ergebnisse dann als Basis für dir Grundlagenentwicklung im Projekt IGP2 zu nehmen.

    Ja, so sehe ich das auch aber selbst das ist, wenn man es mit den Augen eines Projektplaners sieht immer noch wahnsinnig voluminös. Genaugenommen bräuchte man ein paar Angestellte ^^ Haha, ich kenne tasächlich Leute, die z.B. ihr Fährtentraining "outsourcen"


    Insgesamt sehe ich es so, dass die Strukturierung und Darstellung der verschiedenen Bereiche und Punkte für so manchen Hundesportler eine grosse Hilfe sein könnten, vor allem wenn man am Anfang steht, z.B. auf eine IGP 1 hinarbeitet und kein strukturiertes Trainingsumfeld hat, einfach weil es keine Trainingsgruppe oder gut geführte Gruppe gibt, kann ich mir einen zeitlich logischen und übersichtlichen Plan als wirklich hilfreich vorstellen.


    In meinem Fall ist es auch so, alles was ich aus dem Kopf auslagern kann macht Platz für die wichtigen Dinge, wie z.B. die unbelastete Konzentration auf das Training und das nächste Training. (Alles aus dem Kopf auslagern was man auslagern kann, den Tip hat mir vor 20 Jahren ein erfolgreicher Manager gegeben)


    Ich würde glauben, dass ich zu pingelig bin, aber ich sehe Hundesportler, die zu den erfolgreichen in Spanien gehören, mamma mia, da bin ich ein absoluter Planungs-Larifari dagegen. Jedes Training wird minutiös geplant, gefilmt und analysiert, erfasst und bewertet, durchgedacht......


    Das hier oben drüber hatte ich schon heute Mittag beschrieben, vor mindestens 7 Stunden, daher kann es jetzt vielleicht komisch im Thema ankommen, je nachdem was seither noch von euch geschrieben wurde :) <3

    Habt ihr schon mal versucht das IGP Training als Projektplanung mit einem Computerprogramm zu gestalten?


    Ich kann euch sagen, es ist irre. Uferlos.


    Es fängt schon an mit der Unterteilung:

    Ist das Projekt IGP? Bzw. IGP1 oder je nachdem 2 oder 3? Bzw. BH-Prüfung?


    Das wäre ja erstmal das logischste aber dann stellt man fest, hoppla, Unterteilung in Sektion A, B und C. Das sind ja alles einzelne Projekte.


    Öhm nee, in Abteilung B, beispielsweise hat man in IGP 1, 5 Hauptübungen, alles Einzelprojekte. Freifolge, Positionen a.d. Bewegung, Apport, Vorausschicken, Ablage


    Au Kacke, die Hauptübungen unterteilen sich in ca. 75 bis 150 Einzelteile, die alle wiederum Projekte sind und unterteilt werden können:

    Freifolge: Grundstellung, Geradeausgehen, Winkel Rechts, Winkel Links, Normal gehen, Laufen, langsam gehen, 180º Wendungen (das sehe ich als GROBE Unterteilung des Punktes Freifolge)

    Positionen a.d.B. : Grobunterteilung in Sitz, Platz, Steh (okay Steh kommt erst in der 2 aber es empfiehlt sich, nicht erst für die 2 damit anzufangen). Jede einzelne Position ist ein Projekt für sich und hinterher die Zusammenführung zum Gesamtprojekt

    und und und und


    Soll ich noch die Fährte verprojekten und den Schutzdienst?? Dann sitze ich morgen noch und schreibe.


    Kein Wunder, das heute immer weniger Leute bereit sind sich darauf einzulassen. Die Ansprüche an die Ausführung der einzelnen Übungen wurde im Laufe der Zeit immer höher immer präziser.


    Der Vicente Ferré (Vater des IGP WUSV Weltmeisters 2023) hat mal gesagt, er hält nichts von Programmen zur Ausbildung von zertifizierten Hundetrainern, jedoch wer erfolgreich, ansehnliche IGP3 Prüfungen mit seinem Hund abgelegt hat, kann mit Sicherheit auf einen grossen Erfahrungsschatz in Hundetraining blicken. (m.M. dazu ist leicht anders aber ich verstehe was er meint)

    Nö, ich glaube es liegt ganz individuell am Hund. Es sei denn, der Hundehalter macht so Sachen wie die Eltern von Maline und selbst dann würden nicht alle Hunde deshalb Angst vor Gewittern kriegen.


    Eine Freundin von mir hat Angst vor Gewittern aber ihre Hündin hat sich davon bis ins Alter nie anstecken lassen.


    Als der Hund meiner Mutter bei mir einzog, der panische Angst vor Gewittern hatte, das ganze Programm, mit Hecheln und extremen Stresssymptomen, verstecken wollen, etc. da hat sich von meinen Hunden kein einziger anstecken lassen davon. Der Hund meiner Mutter jedoch hat sich auch durch meine total entspannten Hunde nicht beruhigen lassen. Es wurde dann besser mit der Angst als er taub wurde. ^^

    aber die Wiesen sind mittlweile so braun wie in Spanien und der Wald sieht aus wie im Oktober so bunt, wir brauchen dringend Wasser.

    ...... lässt mich denken, dass Spanienzitate schon auf euch abfärben ^^ <3 <3 <3  :saint: Ich wünsche euch baldiges Wasser! Bei uns ist gestern einiges runtergekommen, wie gesagt, total ungewöhnlich für August. Ich habe es gleich ausgenutzt und mit Axel einen Regenspaziergang bei sage und schreibe 19 herrlich kühlen Graden gemacht.


    Leider passiert bei uns das was Luna beschreibt, jetzt ist alles feucht und die Temperaturen gehen wieder auf normale über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit wird zum schneiden dick. Unerträglich.


    Zum THEMA:

    Ja, meine Schwester beobachtet ebenfalls bei ihrem Hund, dass mit älterwerden die Angst vor Geräuschen zunimmt. Gewitter und Kracher sind für ihren Rüden jetzt ganz schrecklich geworden.


    Axel hat immer schon Schiss, wenn der Wind Türen und Fenster wie von Geisterhand bewegt.


    Ich gehe davon aus, dass für sowas 1 einziges Event ausreicht, z.B. ein Donnern oder Türenknallen kam mal in einem unerwarteten Moment und der Hund hat sich einfach nur bisschen erschrocken und von da an werden sofort unterbewusst Zusammenhänge geknüpft. Das Geräusch hat einmal auf unerklärliche Weise unangenehme Gefühle ausgelöst und wird daher zur Ankündigung von unangenehmen Gefühlen und mit der Zeit wird richtig Angst draus. Ein Teufelskreis.


    Ich versuche deshalb immer noch diese Spirale umzudrehen und Donnerkrachen als Ankündigung von Spass zu klassifizieren indem ICH mit Freude reagiere und gleich losrenne um einen Ball zu holen und draussen oder egal wo, zu spielen. Mal sehen wie lange das gelingt. Bei den Windgeräuschen gelingt es mir nicht, die kann ich noch weniger einschätzen als Donner aber Donner und Regen finden jetzt beide, Axel und Alma, super.