Möglicherweise ist hier was neues eingezogen... ist noch nicht 100 Prozent klar ob es bleibt, aber ich bin schon wieder in der "Nimm es weg von mir!!!" Phase mit einem Junghund, der nicht einsehen möchte dass er müde ist.
Tay
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Beiträge von Tay
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Doch doch, der Lerneffekt kommt auf - "Ich kann so heftig machen wenn ich danach gaaanz lieb bin ist alles wieder okay"

Ganz ehrlich, ist doch in Ordnung. Hunde können eben sehr geduldig sein, und die Grenze wird ja trotzdem vermittelt. Die Idee, das jede Ansage nachhaltig das Verhalten für immer abstellen muss, ist glaub ich eher menschlich gedacht. Manchmal gibt es solche Ansagen, aber eher wenn es um wirklich ernste Dinge geht.
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Cool, was soll er denn erschnüfffeln wenn ich fragen darf? Allergieauslöser?
Ich hab ne VEO Hündin als Assistenzhündin. Find Schäfis super dafür wenn Mensch das kann. Haben das nötige Standing, sich durchzusetzen wenn nötig und verpacken auch ungerechtfertigen Schimpf ohne ihr Verhalten zu sehr infrage zu stellen

Viel Spaß euch beim Aufwachsen

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Hat jemand aber vielleicht noch Tipps wie man den Hund Zuhause gut kognitiv auslastet bzw. was man machen kann, wenn man in der Umwelt aktuell noch nicht so viel machen kann? Bin da auch offen für Video oder Buchempfehlungen oder ähnliches.
ZOS - zB das Buch von Thomas und Ina Baumann
Gymnastricks - meine Hündin hat es geliebt, geht am besten in Kombi mit Clicker
Beides wunderbare Auslastungsmöglichkeiten, die dir eine SEHR lange Zeit Arbeit geben.
Schnüffelteppich endete bei uns so: Arwa schaut sich das ganze an, friemelt sich 2, 3 Kekse raus, überlegt kurz, nimmt den Teppich und schüttelt den einmal kräftig durch und futtert die ganzen geflogenen Kekse in aller Ruhe auf. Kannste machen, wird aber im Zweifel echt schnell uninteressant, genauso wie die ganzen Intelligenzspiele. Wenn der Hund wirklich halbwegs intelligent ist, sind die schnell langweilig. Funktion einmal begriffen und dann müssen sie nur noch ausführen. Hilft außerdem der Bindung nicht, weils keine Zusammenarbeit ist, fällt für mich eher unter kurz mal den Hund beschäftigen um die Wäsche aufzuhängen.
Traben am Fahrrad ist der Hit, ich hab die Studie nicht gelesen, aber ich glaube ab 5 oder 6 km reguliert sich im Hund physiologisch GAAANZ viel in die Richtung, die wir mögen
Außerdem sehr gesund, allerdings neigen Hütehunde dazu, sich anfangs reinzusteigern und ggf das Vorderrad zu hüten. Arwa hat bei der ersten Fahrrad Session das ganze Kaff zusammen geschrieen, weil ich dachte fang mal langsam an und immer kurze Strecken - nö die Lösung war, schreien lassen, fahren. Nach 2 km hat sie sich das überlegt und festgestellt, dass irgendwie überhaupt nichts passiert und danach hat sie es noch 2 mal probiert und dann war Ruhe. -
Wozu stimulieren??? Du hast einen Hund der generell draußen etwas drüber ist (hast du zumindest am Anfang geschrieben). Der bei Artgenossen aus deiner Sicht auszuckt, weil er Action will etc. Dann willst du ihn noch zusätzlich hoch drehen?
Vielleicht denke ich hier auch komplett in die falsche Richtung, in die deine Gedanken gehen. Ich hab auch noch nie einen Wissenschaft aus dem Spielen mit dem Hund gemacht, vielleicht blockiert das meine Gedanken.
Das.
Ich würde in Hinblick auf seinen späteren Job auch das genaue Gegenteil tun. Du hängst irgendwie dem Gedanken an, dass der Hund da einen Trieb hat, der rausgelassen werden muss und sonst staut er sich an und entlädt sich irgendwann. Diese Triebtheorie ist meines Wissen veraltet. Da staut sich nichts und da platzt auch nichts raus.
Ich würde einen Hund für einen solchen Einsatz sehr stark im kognitiven Bereich halten! Ich hatte die Diskussion schonmal mit Axman glaube ich, dass es einfach 2 völlig verschiedene Ansätze sind, wie der Hund "funktioniert" - Hochfahren und kontrollfähig machen ist die eine Sache, das ist das woran du glaube ich, kombiniert mit der Idee, dass er da irgendwas hat was sich anstaut und er sich Ersatzventile sucht (die auch nicht grundsätzlich verkehrt ist, aber so ganz simpel isses halt nicht), momentan denkst.
Alternative: Geh immer weiter ins kognitive. Nasenarbeit, komplexe Denkaufgaben, Tricksen usw - damit der Kerl denken muss und auf einem niedrigen Erregungsniveau bleibt. Ich zergele auch mit meiner Hündin, und sie liebt das - aber wenn sie zu weit hoch fährt ist Feierabend. Weil dieses Kopflose nicht zu ihrem Job passt. Weil eben, wenn dann irgendwas falsch verknüpft wird oder irgendeine Bewegung eines Kindes den Hund in diesen Modus fährt, ist nicht nur eine Prüfung versaut wie im Sport, dann ist der Hund durch mit dem Job, du hast ggf ne Klage am Hals, und der Hund lebenslang Leinen- und MK Pflicht. Nicht weil der Hund dann böse wird oder Menschen beißen will, sondern weil er in einen Spielmodus geht, in dem ein Mensch, der weniger erfahren ist sehr schnell Aua hat!!! Der kann das Kind, mit dem er da spielen will, heiß und innig lieben, und trotzdem verletzen.
Spielaufgaben komplexer machen ist ne gute Sache, aber ich würde, bevor ich da anfange noch mit irgendwas zu hantieren, mal versuchen dem Hund beizubringen, wenn er Dinge (das darf auch n beißarm sein) suchen geht, "oben", "vergraben", Richtungskommandos beim Suchen, Unterbrechung beim Suchen durch Ablegen (und zwar sofort auf Distanz), dran bleiben beim Suchen auch wenn Bälle drüber fliegen zB und solche Spielchen beibringen. Damit haste echt genug zu tun und der Hund lernt bei einer fordernden Aufgabe, die ihm auch Spaß macht, trotzdem ansprechbar und lenkbar zu bleiben. Ist dann kein Spiel mehr, Zergeln kannst du ja auch weiter (und ihm dabei zB beibringen, dass das Spiel beendet wird wenn er kopflos wird und bei ruhiger Stimme nicht mehr reagiert). Aber es gibt da echt riesig viel was man machen kann, was absolut unriskant ist. Nochmal, ich glaube nicht dass ein Hund durch Beißsport scharf gemacht oder "böse" wird. Und mal richtig Gas geben ist super, macht meine zB bei Wettrennen mit mir auf dem Fahrrad. Aber die Idee dass der Hund irgendwo ein Defizit hat was sich nur über hohe Erregung beim Spiel lösen lässt, halte ich für eine falsche Annahme.
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Der Blindenführhund ist ein Assistenzhund. Alle Assistenzhunde sind gleich gestellt, es gibt Führhunde, PSB Hunde (Psychosozialer Bereich, zB Ptbs, Autismus, etc), Warnhunde (Diabetis, Epilepsie), Signalhunde (selten, übersetzen zB Umweltgeräusche für Menschen ohne Gehör) und LPF Hunde (Mobilitätseingeschränkte Menschen, die heben Dinge auf, helfen bei der Wäsche, bringen Medikamente oder das Handy, öffnen Türen und halten sie auf, ggf auch Stützaufgaben wenn Hund stark genug ist). Und Mischformen, halt was der Mensch braucht, für den der Hund arbeitet. Ich kenne zB eine Kombi PTBS/LPF, Hund läuft am Rollstuhl und hebt alles auf und macht Schubladen auf etc, warnt aber auch vor Panikattacken und meldet Unterzuckerung.
Im Prinzip haben andere Menschen mit einem Assistenzhund nichts zu tun. Der Hund hat gelernt, im Dienst andere Menschen komplett auszublenden, das tun die meisten auch. Wobei ich finde, es müssen auch keine Roboter sein, ich finde zB Kopfdrehen wenn jemand am Schwanz zieht vertretbar - es gibt Schulen, die das nicht durchgehen lassen. Mein Hund dürfte es. Nicht mehr, aber gucken darf sie. Die sollen komplett ignoriert werden und interagieren nur mit ihren Menschen, Bezugspersonen oder wenn sie Hilfe holen. Also im Dienst. Am schwierigsten für Arwa war zu lernen, dass wenn Leute sich über sie beugen und sie dabei anstarren, teils minutenlang, dass sie konsequent wegguckt
Oder wenn sie mit Keksen beworfen wird, sie guckt einfach demonstrativ in die andere Richtung.Die Hunde sind einfach unersetzlich, es gibt absolut nichts, was deren Leistung auch nur annähernd nah kommt. Ich kenne Hunde, die Leben gerettet haben, nicht bildlich sondern ganz konkret Suizide verhindert haben.
Ja nimm den mal mit - Tiere sind einfach toll. Und Labbis freuen sich doch meistens genauso über Menschen wie Menschen sich über Hunde freuen. Grade Labbis können Menschen an ganz simple Lebensfreude erinnern.
so genug OT, sorry.
Raiu09 ich find es eigentlich gut, dass keine standardisierten Tests gemacht werden. Ich kenne es so, weil der Ausbilder ja eine gewisse Verantwortung übernimmt, wenn er für den Arbeitsgeber des Hundehalters eine Bescheinigung ausstellt, dass dieser Hund ein Therapie Azubi ist und somit mit zur Arbeit darf. Wenn dann etwas passiert und der Ausbilder hat sich nicht versichert, dass der Hund zumindest garantiert keinen Mist macht wenn jemand unangemessen mit ihm interagiert, weiß ich nicht wie die Haftungsfrage aussieht. Deshalb geht es beim Eignungstest um das grundsätzliche Wesen des Hundes, also ob zB Aggressionspotenzial bei Ressourcen besteht oder ob der Hund nach hinten oder vorne geht, wenn jemand ihm unangenehm wird. Sowas halt.
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Wo ist der Unterschied zwischen einem Therapiehund und einem Assistenzhund?
Therapiehund gehört zum Therapeuten, arbeitet unter seiner Anleitung mit Patientin und begleitet nur durch spezifische Handlungen. Trägt aber keine Verantwortung, trifft keine Entscheidungen, hat keine Rechte außerhalb seiner Einrichtung und gilt sonst als normales Haustier.
Assistenzhund arbeitet für einen Menschen, ist nicht übertragbar, ist spezifisch genau auf diesen Menschen ausgebildet, leistet medizinische Hilfsleistungen selbstständig und trifft Entscheidungen. Gilt nicht als Haustier, sondern als medizinisches Hilfsmittel wie ein Rollstuhl, hat allgemeine Zutrittsrechte.
Schulhunde sind überhaupt nicht wirklich geregelt. Kommt vielleicht noch.
Ich versteh, dass die Begrifflichkeiten unklar sind, Assistenzhunde werden oft auch noch als Begleithunde bezeichnet, dann käme aber wieder Verwirrung mit der Begleithundeprüfung auf, die so gar nichts mit der Assistenzhundeprüfung zu tun hat - das ist alles sehr neu. Hier zumindest. Der mir daran wichtige Punkt ist die Unterscheidung, dass Assistenzhunde nicht als Haustier gelten und in Supermärkte/Krankenhäuser etc mit rein dürfen, während andere Hunde da nichts zu suchen haben. Weil einfach oft genug nicht ausreichend ausgebildet dafür. Ich bin da auch ggf etwas empfindlich, weil ich diesen Kampf einfach sehr oft führen muss, dass diese Unterscheidung stattfindet. Und dass bei jedem Hund, der irgendwo rein will wohin kein Haustier gehört, nach Ausweis oder Dienstplakette gefragt wird, das wäre sehr schön.
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Jeder, der geld mit tieren (hunde, pferde, esel, zirkus uvm) verdient, ausser behörden, benötigen den paragr. 11, der widerum unterscheidet sich nach einsatz der jeweiligen tätigkeit . In bayern zumindestens.
Einfach mal googeln, da erfährst du mehr.
Mit einem Assistenzhund verdienst du aber kein Geld
und brauchst keinen 11er.Ich bin echt gut in der Thematik drin, und ich glaube du verwechselst immer noch Assistenzhund und Therapiehund. Es gibt zZt keine einzige anerkannte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde in ganz Deutschland.
Ist auch egal, er will ja gar keinen Assistenzhund ausbilden, sondern einen Therapiehund. Mir ging es nur darum, die Begrifflichkeiten zu korrigieren, mit denen hier hantiert wird. Um mal klar zu trennen, was dieser Hund denn nun eigentlich werden soll und was nebenher mit ihm gemacht werden darf und was nicht.
Therapiehund - SD erlaubt, aber tendenziell ungünstig
Assistenzhund - SD komplett ausgeschlossen.
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Tay zusammengefasst (egal ob assistenz- oder therapiehund etc..) braucht er den paragr. 11, für die tiergestützte intervention.
Nööööö - Assistenznehmer brauchen den nicht, und Assistenzhunde selber ausbilden geht eh nicht mehr, auch nicht mit 11er.
Aber ja, das mit dem Beißen würd ich mir halt auch kneifen. Und ja, die Prüfungen setzen natürlich einwandfreies Verhalten voraus. Aber die Eignungsprüfung stünde ja jetzt sowieso erstmal an, bevor eine Ausbildung gestartet werden kann. Wenn in der schon irgendwas erkennbar ist, was nicht so cool ist, wird es ohnehin schwer. Ich hab beide Eignungsprüfungen schon mitgemacht, bei beiden KANN ein Schäferhund Probleme kriegen. Von völlig Fremden in den Ohren rumgegrabbelt kriegen, Futter und Spielzeug weggenommen kriegen, sich anrempeln lassen (er muss nicht stehen bleiben, darf aber nicht abwehren...)... aber wenn der Menschen so toll findet, ist das ja vielleicht auch genau die richtige Auslastung. Nur halt, Zähne weg von Menschen.
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Tay der Hund soll aber als Therapiehund ausgebildet werden, nicht als Assistenzhund. Also von dem her wäre es scheinbar kein Problem.
Ja, genau das hab ich gesagt
Vorne schrieb jemand, in Hinblick auf die Ausbildung als Assistenzhund wäre SD nicht sinnvoll, ich hab dazu nur geschrieben, dass er ja keiner werden soll, weil dann wäre r sowieso mit dem ersten Training raus. -
Er soll Therapiehund werden. Als Assistenzhund ist er mit dem ersten Training im SD raus.
Das ist so nicht korrekt, ich kenne eine Schulhündin, die im SD gearbeitet wird und in meiner eigenen OG haben wir eine Malinette mit IGP2, die als Therapie- und Besuchshund im Altenheim arbeitet.
Allerdings halte ich das bei einem DSH-Anfänger auch nicht für zielführend
Ja, eine Schulhündin und ein Therapiehund. Kein Assistenzhund. Das sind 3 völlig verschiedene Ausbildungen, die weder inhaltlich noch in der Arbeitsrealität etwas miteinander zu tun haben
Ich bin ziemlich sicher, dass das korrekt ist, weil es im Ah Gesetz steht und wir die Frage diskutiert hatten, ob ein Assistenzhund in seiner Freizeit SD machen darf - nein, darf er nicht. Therapie- und Assistenzhunde sollte man nicht verwechseln, Therapiehunde haben auch keinerlei Zutrittsrechte über ihre Arbeitsstätte hinaus.Wir spielen generell sehr viel mit unsere Händen in seiner Schnauze und er beißt dabei zu.
Solche Spielchen würd ich mit nem angehenden Therapiehund einfach bleiben lassen. Wenn der irgendeine Geste als Aufforderung verknüpft hast du evtl ein Problem. Auf Patienten rumkauen ist uncool
auch vorsichtig. Zähne haben beim Therapiehund absolut nichts am Menschen zu suchen, nie. Entweder musst du Arbeit und Spiel ganz krass trennen, oder ich würd sowas komplett bleiben lassen. -
Ich würde mir also an Deiner Stelle vllt. eine gute OG in Deiner Gegend suchen und aber bei Deinen Planungen mit Hänno bzgl. Assistenzhund den SD nicht fördern.
Er soll Therapiehund werden. Als Assistenzhund ist er mit dem ersten Training im SD raus.
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Es geht ja darum, wenn einer festgebissen ist und nicht mehr los lässt - nicht in einen dynamischen Kampf, um Gottes willen.
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Aber Futter wird dir wahrscheinlich in keinem möglichen Szenario in irgendeiner Form weiterhelfen
Doch doch. Das kann schon funktionieren, zumindest zeitweise. Bei uns hat es wirklich gut geholfen, war aber nur der Einstieg. Das Bedürfnis meines Hundes war es, den anderen umzudrehen und aus ihrem Wald zu verbannen, hätte jetzt spontan keine Idee wie ich ihr dieses Bedürfnis bei mir erfüllen könnte
Also Futter ist nicht per se schlecht bei sowas. Klappt aber sicher nicht bei jedem Hund und in jeder Situation.