Also die Vorbesitzerin gibt ihn uns weil sie weiß, wie er hier leben wird. Ich hab auch ab und an einen ihrer Hunde im Urlaub hier, nur die wollten immer wieder zurück. Sie hat auch ab und an Arwa bei sich. Deshalb sind wir sicher dass für die Hunde alles so gut ist wie es ist.
Tay
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28. Oktober 2026 um 09:54
Beiträge von Tay
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Vielleicht habe ich was überlesen, aber wie genau bist du nun an den Border gekommen? Er entschied, dass ihr netter seid als die Besitzer und die Besitzer sagten einfach so okay?
Ziemlich so, ja

Aber ich werd sie schon regulär kaufen, aber unterm Strich haben wir entschieden, dass es für alle Beteiligten so in Ordnung ist.
Ich denke, es gibt Hunde, bei denen steht nicht zur Debatte dass sie weggehen, welche, bei denen es völlig okay ist wenn sie weggehen und welche, die weggehen dürfen wenn sich das perfekte Match ergibt. Hier war es der letzte Fall.
Wir sind gestern zusammen unterwegs gewesen, weil der Border ja noch keine 10 km am Fahrrad laufen kann ist er bei der (ehemaligen) Besitzerin im Lastenrad mitgefahren, aber immer wenn ich mehr als 6 Meter entfernt gefahren bin musste es weinen
Hab sie aber schonmal testweise ans Fahrrad genommen, 0 Problem, ich kann Arwa und sie gleichzeitig am Fahrrad führen, als hätten die nie was anderes gemacht. Sie tauschen auch schon Knabberzeug um zu sehen ob das vom anderen vielleicht besser ist. Aber alles einvernehmlich. -
So, das Border Collie bleibt. War ja irgendwie klar. Erstmal für 180 Euro Ausstattung und 25 Kilo Futter gekauft

Arwa und das kleine verstehen sich ganz doll prächtig, die morgige Geräuschkulisse wenn der Schäferhund knurrt und brummt und der Collie nicht weniger beeindruckend klingt und wie ein Ninja von unten dem Schäferhund in den Nacken springt... Ich hab ein paar Hindernisse in den Garten gebaut, damit die kleine ihre Wendigkeit einsetzen kann um dem Schäferhund zu entkommen (aber wehe er hört auf sie zu jagen, dann muss sie ihm wieder in den Nacken springen).
Sie haben auch schon die Buddelstelle entdeckt und gemeinsam reanimiert. Hatte erst gedacht der Border wär kaputt, aber beim letzten Besuch bei den Schafen hab ich festgestellt, nee, funktioniert
da kriegt es sogar Stehohren! -
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Die waren echt okay, muss man sagen. Denen war klar, dass ihre Minibande den Unsinn ausgelöst hat, trotzdem ist mir Arwa ja entwischt, ich hatte sie schon am Halsband aber sie musste ja den Border retten. Von daher und weil ich weiß dass Arwa da keine Löcher rein macht, wenn es jetzt n Kratzer gehabt hätte, hätte ich meinetwegen den TA bezahlt und gut ist. Ist halt schon nicht so ne coole Aktion gewesen, aber Herrgott, Sachen passieren.
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Gab schon das erste Erlebnis. 3 Kleinpudel schießen auf den Border zu, haben Arwa nicht gesehen. Arwa: "Moment, das gehört zu uns, da geht überhaupt niemand dran!!!", krallt sich einen der Pudel und nagelt den auf den Rücken mit Schäferhundgeräuschkulisse, dementsprechen kriegen die Pudelmenschen Panik und rennen hin, macht es nicht besser. Arwa tut dem überhaupt nichts, hat nur klar gestellt dass niemand an den Border geht. Der Pudel meint, er müsste gleich sterben und schreit, daraufhin denkt der Border "Oh Gott, hier wird gestorben!!!" und sucht das Weite in Bordergeschwindigkeit.
Ich sortiere die Hunde, die Leute checken den Pudel, wir tauschen Nummer falls doch irgendwas dran ist an dem Pudel, die Leute meinen noch "Ja zu dritt haben die eine große Fresse, da kommt irgendwann die Quittung", ich denke mir meinen Teil ob es für 5 Kilo Hund nicht sicherer wäre die zu erziehen ihre große Fresse für sich zu behalten, weil nicht jeder Hund so stabil nicht beschädigt wie Arwa, aber gut. Border ist erstmal wech, dann kommt mir ein Mann mit Kumpel-Cane Corso entgegen und meinte seine Frau hätte da so einen Border eingesammelt. Wir treffen sie auf einem Weg, Arwa prüft ob alles noch dran ist, seitdem ist der Border ihre beste Freundin. Der Cane Corso guckt ziemlich bedröppelt aus der Wäsche aus Sorge, dass der Border jetzt zu denen gehört, und freut sich sehr als der mit mir mitgeht und er seinen Einzelprinz Status behalten darf (Wenn Frauchen mit einem Border wieder kommt und den knuddelt, muss man sich halt schon Sorgen machen).
Arwa und der Border fallen um und schlafen erstmal. Alle überlebt, 4 Hunde mit großem Schrecken und 3 Menschen mit bestimmt noch größerem Schrecken.
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Boah oder ich werf es über den Zaun der Nachbarn. Ist nicht auf mich registriert, das kann kein Mensch zurück verfolgen.
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Genau

Es ist unfassbar lieb, hat viele, viele Fragen an mich, motorisch einfach nur ein saugeiler Hund, und es NERVT!!!

Wir waren gestern zum Test anderthalb Stunden mit beiden zusammen im Wald, der Border kannte uns nur von 2, 3 Treffen - und die ist anderthalb Stunden ohne Leine mitgelaufen, völlig orientiert und brav. Dann sollte sie eigentlich zurück dahin wo sie wohnt, aber sie hat sich gesträubt, aus dem Halsband gewunden und hat sich neben meinen Mann gesetzt. Mit so einem Blick "Ich will den da!". Kann man nix machen, muss man ja dann mitnehmen.
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Es ist klein, schwarz weiß, und findet Schafe großartig. Na?

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Möglicherweise ist hier was neues eingezogen... ist noch nicht 100 Prozent klar ob es bleibt, aber ich bin schon wieder in der "Nimm es weg von mir!!!" Phase mit einem Junghund, der nicht einsehen möchte dass er müde ist.
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Doch doch, der Lerneffekt kommt auf - "Ich kann so heftig machen wenn ich danach gaaanz lieb bin ist alles wieder okay"

Ganz ehrlich, ist doch in Ordnung. Hunde können eben sehr geduldig sein, und die Grenze wird ja trotzdem vermittelt. Die Idee, das jede Ansage nachhaltig das Verhalten für immer abstellen muss, ist glaub ich eher menschlich gedacht. Manchmal gibt es solche Ansagen, aber eher wenn es um wirklich ernste Dinge geht.
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Cool, was soll er denn erschnüfffeln wenn ich fragen darf? Allergieauslöser?
Ich hab ne VEO Hündin als Assistenzhündin. Find Schäfis super dafür wenn Mensch das kann. Haben das nötige Standing, sich durchzusetzen wenn nötig und verpacken auch ungerechtfertigen Schimpf ohne ihr Verhalten zu sehr infrage zu stellen

Viel Spaß euch beim Aufwachsen

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Hat jemand aber vielleicht noch Tipps wie man den Hund Zuhause gut kognitiv auslastet bzw. was man machen kann, wenn man in der Umwelt aktuell noch nicht so viel machen kann? Bin da auch offen für Video oder Buchempfehlungen oder ähnliches.
ZOS - zB das Buch von Thomas und Ina Baumann
Gymnastricks - meine Hündin hat es geliebt, geht am besten in Kombi mit Clicker
Beides wunderbare Auslastungsmöglichkeiten, die dir eine SEHR lange Zeit Arbeit geben.
Schnüffelteppich endete bei uns so: Arwa schaut sich das ganze an, friemelt sich 2, 3 Kekse raus, überlegt kurz, nimmt den Teppich und schüttelt den einmal kräftig durch und futtert die ganzen geflogenen Kekse in aller Ruhe auf. Kannste machen, wird aber im Zweifel echt schnell uninteressant, genauso wie die ganzen Intelligenzspiele. Wenn der Hund wirklich halbwegs intelligent ist, sind die schnell langweilig. Funktion einmal begriffen und dann müssen sie nur noch ausführen. Hilft außerdem der Bindung nicht, weils keine Zusammenarbeit ist, fällt für mich eher unter kurz mal den Hund beschäftigen um die Wäsche aufzuhängen.
Traben am Fahrrad ist der Hit, ich hab die Studie nicht gelesen, aber ich glaube ab 5 oder 6 km reguliert sich im Hund physiologisch GAAANZ viel in die Richtung, die wir mögen
Außerdem sehr gesund, allerdings neigen Hütehunde dazu, sich anfangs reinzusteigern und ggf das Vorderrad zu hüten. Arwa hat bei der ersten Fahrrad Session das ganze Kaff zusammen geschrieen, weil ich dachte fang mal langsam an und immer kurze Strecken - nö die Lösung war, schreien lassen, fahren. Nach 2 km hat sie sich das überlegt und festgestellt, dass irgendwie überhaupt nichts passiert und danach hat sie es noch 2 mal probiert und dann war Ruhe. -
Wozu stimulieren??? Du hast einen Hund der generell draußen etwas drüber ist (hast du zumindest am Anfang geschrieben). Der bei Artgenossen aus deiner Sicht auszuckt, weil er Action will etc. Dann willst du ihn noch zusätzlich hoch drehen?
Vielleicht denke ich hier auch komplett in die falsche Richtung, in die deine Gedanken gehen. Ich hab auch noch nie einen Wissenschaft aus dem Spielen mit dem Hund gemacht, vielleicht blockiert das meine Gedanken.
Das.
Ich würde in Hinblick auf seinen späteren Job auch das genaue Gegenteil tun. Du hängst irgendwie dem Gedanken an, dass der Hund da einen Trieb hat, der rausgelassen werden muss und sonst staut er sich an und entlädt sich irgendwann. Diese Triebtheorie ist meines Wissen veraltet. Da staut sich nichts und da platzt auch nichts raus.
Ich würde einen Hund für einen solchen Einsatz sehr stark im kognitiven Bereich halten! Ich hatte die Diskussion schonmal mit Axman glaube ich, dass es einfach 2 völlig verschiedene Ansätze sind, wie der Hund "funktioniert" - Hochfahren und kontrollfähig machen ist die eine Sache, das ist das woran du glaube ich, kombiniert mit der Idee, dass er da irgendwas hat was sich anstaut und er sich Ersatzventile sucht (die auch nicht grundsätzlich verkehrt ist, aber so ganz simpel isses halt nicht), momentan denkst.
Alternative: Geh immer weiter ins kognitive. Nasenarbeit, komplexe Denkaufgaben, Tricksen usw - damit der Kerl denken muss und auf einem niedrigen Erregungsniveau bleibt. Ich zergele auch mit meiner Hündin, und sie liebt das - aber wenn sie zu weit hoch fährt ist Feierabend. Weil dieses Kopflose nicht zu ihrem Job passt. Weil eben, wenn dann irgendwas falsch verknüpft wird oder irgendeine Bewegung eines Kindes den Hund in diesen Modus fährt, ist nicht nur eine Prüfung versaut wie im Sport, dann ist der Hund durch mit dem Job, du hast ggf ne Klage am Hals, und der Hund lebenslang Leinen- und MK Pflicht. Nicht weil der Hund dann böse wird oder Menschen beißen will, sondern weil er in einen Spielmodus geht, in dem ein Mensch, der weniger erfahren ist sehr schnell Aua hat!!! Der kann das Kind, mit dem er da spielen will, heiß und innig lieben, und trotzdem verletzen.
Spielaufgaben komplexer machen ist ne gute Sache, aber ich würde, bevor ich da anfange noch mit irgendwas zu hantieren, mal versuchen dem Hund beizubringen, wenn er Dinge (das darf auch n beißarm sein) suchen geht, "oben", "vergraben", Richtungskommandos beim Suchen, Unterbrechung beim Suchen durch Ablegen (und zwar sofort auf Distanz), dran bleiben beim Suchen auch wenn Bälle drüber fliegen zB und solche Spielchen beibringen. Damit haste echt genug zu tun und der Hund lernt bei einer fordernden Aufgabe, die ihm auch Spaß macht, trotzdem ansprechbar und lenkbar zu bleiben. Ist dann kein Spiel mehr, Zergeln kannst du ja auch weiter (und ihm dabei zB beibringen, dass das Spiel beendet wird wenn er kopflos wird und bei ruhiger Stimme nicht mehr reagiert). Aber es gibt da echt riesig viel was man machen kann, was absolut unriskant ist. Nochmal, ich glaube nicht dass ein Hund durch Beißsport scharf gemacht oder "böse" wird. Und mal richtig Gas geben ist super, macht meine zB bei Wettrennen mit mir auf dem Fahrrad. Aber die Idee dass der Hund irgendwo ein Defizit hat was sich nur über hohe Erregung beim Spiel lösen lässt, halte ich für eine falsche Annahme.
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Der Blindenführhund ist ein Assistenzhund. Alle Assistenzhunde sind gleich gestellt, es gibt Führhunde, PSB Hunde (Psychosozialer Bereich, zB Ptbs, Autismus, etc), Warnhunde (Diabetis, Epilepsie), Signalhunde (selten, übersetzen zB Umweltgeräusche für Menschen ohne Gehör) und LPF Hunde (Mobilitätseingeschränkte Menschen, die heben Dinge auf, helfen bei der Wäsche, bringen Medikamente oder das Handy, öffnen Türen und halten sie auf, ggf auch Stützaufgaben wenn Hund stark genug ist). Und Mischformen, halt was der Mensch braucht, für den der Hund arbeitet. Ich kenne zB eine Kombi PTBS/LPF, Hund läuft am Rollstuhl und hebt alles auf und macht Schubladen auf etc, warnt aber auch vor Panikattacken und meldet Unterzuckerung.
Im Prinzip haben andere Menschen mit einem Assistenzhund nichts zu tun. Der Hund hat gelernt, im Dienst andere Menschen komplett auszublenden, das tun die meisten auch. Wobei ich finde, es müssen auch keine Roboter sein, ich finde zB Kopfdrehen wenn jemand am Schwanz zieht vertretbar - es gibt Schulen, die das nicht durchgehen lassen. Mein Hund dürfte es. Nicht mehr, aber gucken darf sie. Die sollen komplett ignoriert werden und interagieren nur mit ihren Menschen, Bezugspersonen oder wenn sie Hilfe holen. Also im Dienst. Am schwierigsten für Arwa war zu lernen, dass wenn Leute sich über sie beugen und sie dabei anstarren, teils minutenlang, dass sie konsequent wegguckt
Oder wenn sie mit Keksen beworfen wird, sie guckt einfach demonstrativ in die andere Richtung.Die Hunde sind einfach unersetzlich, es gibt absolut nichts, was deren Leistung auch nur annähernd nah kommt. Ich kenne Hunde, die Leben gerettet haben, nicht bildlich sondern ganz konkret Suizide verhindert haben.
Ja nimm den mal mit - Tiere sind einfach toll. Und Labbis freuen sich doch meistens genauso über Menschen wie Menschen sich über Hunde freuen. Grade Labbis können Menschen an ganz simple Lebensfreude erinnern.
so genug OT, sorry.
Raiu09 ich find es eigentlich gut, dass keine standardisierten Tests gemacht werden. Ich kenne es so, weil der Ausbilder ja eine gewisse Verantwortung übernimmt, wenn er für den Arbeitsgeber des Hundehalters eine Bescheinigung ausstellt, dass dieser Hund ein Therapie Azubi ist und somit mit zur Arbeit darf. Wenn dann etwas passiert und der Ausbilder hat sich nicht versichert, dass der Hund zumindest garantiert keinen Mist macht wenn jemand unangemessen mit ihm interagiert, weiß ich nicht wie die Haftungsfrage aussieht. Deshalb geht es beim Eignungstest um das grundsätzliche Wesen des Hundes, also ob zB Aggressionspotenzial bei Ressourcen besteht oder ob der Hund nach hinten oder vorne geht, wenn jemand ihm unangenehm wird. Sowas halt.