Alles anzeigenIm Gegenteil, je weniger Geld man damit machen kann, desto weniger interessant für einen Pharmakonzern
Diese Kritik hört man ja öfter.
Aber das Problem, welches hier im Kern benannt wird, ist doch eher, dass z.B. zu wenig Forschung bei seltenen Erkrankungen betrieben wird. Fehlende Grundlagenforschung sozusagen. Über siesen Punkt kann man gerne sprechen, das finde ich legitim.
ABER, Pharmakonzerne sind nunmal keine gemeinnützigen Vereine. Wenn sie keine Gewinne machen würden, könnten sie auch nicht an anderen Dingen forschen.
Forschung kostet extrem viel Geld.
Die Forschung an Produkten/Präparate für medizinische Anwendungen mit einem kleinen Marktvolumen, muss anders finanziert werden. (Vielleicht durch Abgaben aus Gewinnen der Rüstungsindustrie???)
Nochmals Pharmaunternehmen und Medizintechnikunternehmen sind nicht gemeinnützig. Sind wir froh, das überhaupt noch Forschung betrieben wird!
Diesen Konzernen gehts nur ums Geld. Kaum um die Gesundheit.
Sorry, aber diese Aussage ist schlichtweg FALSCH!
Das die Arzneimittel geprüft und getestet werden müssen ist natürlich eine Schutzmaßnahme.
Ja, es ist wichtig das geprüft wird.
Und das wird übrigens von benannten unabhängigen Stellen gemacht.
Vor vielen Jahren gab es mal einen Skandal. (Ich meine das war in Frankreich)
Damals haben Menschen mit krimineller Energie gehandelt und Bau Silikon in Brustimplantate gepackt. Was damals schon gegen jedes Gesetz versoßen hat. Diese sind dann auch noch geplatzt. Schreckliche Geschichte...
Danach war der Aufschrei in der ganzen EU riesig.
Es müssen bessere Gesetze her! So die einhellige Meinung.
So kam es das die MDD (kurz für Medical Device Directive (Medizinprodukterichtlinie)) 2021 zur MDR (kurz für Medical Device Regulation (Medizinprodukte Verordnung)) wurde.
Was zur Folge hat, dass genau diese Unternehmen, die du Kathy kritisierst, gezwungen werden, Produkte vom Markt zu nehmen die im Einzelfall leben retten! Unter anderem, weil diese in den letzten 20 Jahren so selten Verwendung gefunden haben, dass die Klinischen Studien nicht gemacht werden konnten, die benötigt werden, um eine Neuzulassung nach MDR zu bekommen. Darunter fallen Produkte, die in der Neonatologie eigentlich dringend benötigt werden. Wie z.B. Gefäßimplantate für Neugeborene oder Frühchen...
Kritik an der Sache finde ich ja ok. Man sollte aber fair in der Argumentation bleiben.
Das ist nun mal Fakt, dass Pharmaunternehmen gewinnorientiert arbeiten. Sonst ginge es einfach nicht. Jede Firma muss schauen, dass sie einerseits am Markt etabliert ist und andererseits das beste für sich raus holt. Ich gehe ja auch nicht für lau arbeiten, weil ich so nett bin, oder würde eine Gehaltserhöhung ablehnen, wenn ich mehr haben könnte, würde ich das dankend annehmen.
Das sehe ich auch nicht als Problem an. Nur darf man das halt auch nicht außer acht lassen, wenn es um die Verharmlosung von Medikamenten geht. Oder um die Entwicklung dieser.
Aber deswegen gibt es eben auch diese Überprüfungen von Medikamenten bzw einen langen Weg bis es eben überhaupt zugelassen wird.
Ich würde aber die Aussage, dass es um Gewinn geht und nicht um die Gesundheit des Einzelnen nicht als schlichtweg falsch deklarieren. Ich würde ihnen jetzt nicht vorsätzliches Handeln unterstellen, aber in erster Linie geht es darum ein Medikament gewinnbringend zu vermarkten.
Es gibt sicher auch die, die Vorsätzlich handeln, wie dein Beispiel zeigt, aber das ist dann im kriminiellen Bereich und hat mit der normalen Pharmaindustrie nichts zu tun. Schwarze Schafe gibt es überall.
Ich glaube es ist genrell ein schmaler Grat zwischen Vermarktung, Überprüfung von Medizinprodukten, Rentablität von Medizinprodukten, etc.
Es ist genau wie in den Krankenhäuser die plötzlich aus kaufmännischer Sicht gewinnbringend geführt werden müssen. Aber realistisch betrachtet geht das einfach nicht. Es geht auf Kosten von Patienten und Mitarbeitern (ich glaube sogar in erster Linie auf Kosten von Mitarbeitern, weil über Gehälter nun mal am meisten eingespart werden kann). Aber wer soll dann alles bezahlen? Es gibt ja ohnehin schon sowas wie eine Zweiklassenmedizin, wer sichs leisten kann bekommt die beste Betreuung, wer nicht muss nehmen was über bleibt.