Secans
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Beiträge von Secans

    Es werden wohl immer häufiger Cattle Dogs dafür eingesetzt, Grund hierfür wäre wohl die eher langsame Arbeit und wenig Jagdtrieb, da die Hunde frei arbeiten und man sich darauf verlassen müsste, dass sie sich nicht durch Wildspuren ablenken lassen. Dazu kommt die gute "Geländegängigkeit" und Trittsicherheit sowie die robuste Konstitution. Auch hier gilt, wenn ein Hund zu übermotiviert ist, ist er auch schnell platt und braucht eine Pause. Daher werden Hunde mit mittlerem Temperament eher bevorzugt. Aber trotzdem müssen sie natürlich einiges an Arbeitsbereitschaft mitbringen, damit sie motiviert sind.

    Mona


    Ja, ich finde sie viel weniger triebig als auf Leistung gezogene Gebrauchshunde. Was sich ja auch mit dieser Aussage deckt.


    Hart ist ja auch Definitionssache, ich finde sie nicht führerhart. In anderen Bereichen spricht ihnen das ja keine Härte ab, können ja trotzdem Geländehart sein.


    Ich finde den Cattledog auch nicht großartig scharf. Sicherlich wäre eine Arbeitslinie aus Australien etwas anders, das hat ja aber mit der Zucht hierzulande nichts zu tun.

    Natürlich will ich damit nicht sagen, dass Hunde nicht erzogen werden müssen. Die Frage ist einfach wie erziehung angegangen wird und welche Erwartungen gepflegt werden. Und ebenso wie wir nervöse und nervenschwache Hunde vermehrt sehen, so ist das irgendwie auch mit den Menschen.


    Oft kommt man mit einer gelassenen-humorvollen aber bestimmten Art wesentlich besser voran, als wenn man sich von diversen Menschen in Angst und Schrecken versetzen lässt und versucht diese bekloppten Erwartungen zu erfüllen die momentan gestellt werden.


    Genauso nervig finde ich, dass man sich als Hundehalter unsichtbar machen soll. Je unauffälliger desto perfekter ist man. Gruselig. Einfach nur gruselig. Als müsste man sich dafür entschuldigen dass man einen Hund hält.

    Ich wünschte man würde die Fährte durch Scent Detection ersetzen, dann wäre das Können des Hundes nicht so abhängig von den Trainingsmöglichkeiten.

    Kommt drauf an, was man selektieren will. Eine Spur zu verfolgen ist etwas anderes als das generelle Aufstöbern. Ich hoffe sehr, dass die Fährte bleibt, ich finde es eine super Kombi aus Spurverfolgen und Anzeigen von Gerüchen und es selektiert mMn wesentlich besser auf Nasenleistung als es das reine Stöbern tut.

    Die Referentin ist mit ihren Hunden für verschiedene Auftraggeber unterwegs und kartiert unterschiedliches Gelände.

    Ihr Hund ist z. B. u. a. auf den Kot von Fischottern ausgebildet und sie untersucht verschiedene Lebensräume nach dem Vorkommen.

    Ich denke ich weiß wen du meinst.


    Ich habe mit Rica beim Projekt IGAMON eine Zeitlang mitgemacht, leider war das Training neben Beruf, Haus und Hof sowie IGP irgendwann nicht mehr leistbar für mich. Der Aufbau ist simpel über Kongs. Ich habe mir damals den Kongaufbau mitgenommen und nutze Kongstücke für die Fährte um das intensive Suchen IM Tritt zu verbessern. Mini-Gegenstände werden hier ja grade modern im IGP, aber ich nutze lieber den einheitlichen Geruch eines Kongs und möchte die kleinen Gegenstände nicht zu stark generalisieren.



    Es werden wohl immer häufiger Cattle Dogs dafür eingesetzt, Grund hierfür wäre wohl die eher langsame Arbeit und wenig Jagdtrieb, da die Hunde frei arbeiten und man sich darauf verlassen müsste, dass sie sich nicht durch Wildspuren ablenken lassen. Dazu kommt die gute "Geländegängigkeit" und Trittsicherheit sowie die robuste Konstitution. Auch hier gilt, wenn ein Hund zu übermotiviert ist, ist er auch schnell platt und braucht eine Pause. Daher werden Hunde mit mittlerem Temperament eher bevorzugt. Aber trotzdem müssen sie natürlich einiges an Arbeitsbereitschaft mitbringen, damit sie motiviert sind.

    MEn ist die Szene tatsächlich geprägt von weicheren Hundetypen die sich von netten Hundeführern gut lenken und leiten lassen, ohne dass man hier arg dran arbeiten muss oder viel Gehorsam benötigt. Wie du es auch schon beim Jagdtrieb beschreibst, lieber weniger Trieb und wenig Führerhärte. Ich denke nicht, dass die Hunde am Ende besser Suchen oder mehr Nasenveranlagung mitbringen, sondern schlicht besser zum Typ Mensch in diesem Bereich passen. Was ja auch total ok ist. Wie schnell ein Hund platt ist, hängt ja auch nicht mit dem Trieb zusammen. Trieb heißt ja nicht gleich Nervenschwach. Interessieren würde mich mal, wie gründlich diese Hunde wirklich suchen, es ist ja absolut nicht messbar, wie viel gar nicht gefunden wird, da ja niemand weiß wie viele Proben sich eigentlich auf der Fläche befinden. Zumindest aus unserem Bereich weiß man ja, dass der Trieb eher ein Träger ist und man doch mehr Konditionsprobleme mit Hunden hat, die davon nicht genug mitbringen als umgekehrt. Ebenso die Gründlichkeit. Wichtig auch Triebbeständigkeit, problematisch sind doch eher die Hunde, die Anfangs too much sind und dann aber schnell abflachen.


    Konditionsaufbau muss man ja mit jedem Hund trainieren und grade im Artenschutzbereich gibt es ja auch wenig Anlass dafür, nachmittags bei 32 Grad im Schatten suchen zu müssen. Anders als bei der Rettung.


    Einen AL Labbi könnte ich mir hier eigentlich besser vorstellen, einfach weil da züchterisch doch mehr Wert auf Wesen gelegt wird. Schussfestigkeit, freundliches Wesen, selektion auf hohe Impulskontrolle und das Arbeiten im Gelände sowie auch das Arbeiten neben anderen Hunden. Außerdem die jagdliche Selektion auf eine hervorragende Nasenleistung. Der Jagdtrieb ist ja sowieso super gut zu lenken, da Spezialisten für Arbeiten nach dem Schuss. Alternativ auch AL Spaniel als relativ weiche Stöberhunde.


    Das wurde jetzt etwas kritischer als ich eigentlich wollte :D Aber das sind einfach Fragen die ich mir in dem Bereich stelle, weil ich es merkwürdig finde, dass man dort auf ganz andere Hundetypen setzt als in den Sparten mit "Ernst" dahinter. Wenn dann sind es doch eher die Labbis oder Schweißhunde sowie Stöberhunde die als Alternative gelten wenn man so bei den "Profis" in dem Bereich schaut. Ich denke das liegt einfach doch viel daran, dass dieser Bereich viel Hobby ist und triebige Hunde im restlichen Leben doch noch etwas anders drauf sind.

    Gleiches Thema medizinische Versorgung.

    Wenn wir beim Tierarzt irgendwas untersuchen müssen, dann hat Hund das so hinzunehmen und zu akzeptieren. Weder hat da dumm rum geknurrt zu werden, noch toleriere ich es anders zu eskalieren weil Hund das nicht einsieht.

    Im speziellen bezog ich mich darauf und ich wüsste auch heute nicht, wie ich das abstellen könnte.

    Ist sicherlich individuell und ich will doch nur darauf hinaus, dass es sinnvoll sein kann knurren zu unterbinden und es eben nicht dazu führt dass die Hunde dann einfach nicht mehr Knurren sondern direkt eskalieren.


    Ich habe nirgends behauptet, dass man das bei jedem Hund unterbinden könnte. Mir geht es rein um die Behauptung, dass man Knurren zulassen muss, weil der Hund sonst künftig nicht mehr warnen würde, sondern direkt eskaliert. Und das ist ein Märchen.


    Ich schreibe nirgends, dass es bei jedem Hund möglich ist Knurren zu unterbinden. Ich schreibe über Hunde, bei denen es möglich ist und wo man immer wieder liest „Knurren nicht unterbinden, dann warnen die nicht mehr“.


    Du brauchst meinen Beitrag da doch gar nicht auf dich beziehen.

    Leute, ich schreibe ja auch nicht, dass das unterbinden immer sinnvoll oder zielführend ist oder generell aus jedem Hund ein offenes Lamm macht.


    Mir ging es ja darum, dass man ständig liest, die Hunde würden dann halt direkt eskalieren, weil man ihnen das Knurren verbietet. Und so pauschal stimmt das einfach nicht. Und WENN man sich fürs unterbinden entscheidet sollte einem bewusst sein, dass das nicht nur Knurren betrifft sondern natürlich auch das was danach kommt. Man sagt dann doch Nicht „lass das“ beim Knurren und lässt sich dann abschnappen, das ist ja Quatsch und führt natürlich dazu dass Hunde lernen, dass die mit beißen ihren Willen bekommen. Das liegt dann nicht daran dass man Knurren unterbunden hat, sondern das der Hund mit beißen um Erfolg kam und dann einfach direkt dazu greift.

    Wie sind Eure Erfahrungen? Wie schätzt Ihr die Situation ein - besser früher als später akzeptieren oder hoffen (und weiter üben).

    Nichts riskieren, Maulkorb drauf, weiter am Gehorsam arbeiten und akzeptieren, dass diese Hunde so sein sollen und entsprechend führen. Aus einem Mali wird kein Labbi.

    Ob es Sinn macht sowas zu unterbinden, das kommt halt drauf an.


    Bei den Hundetypen wo man sowas unterbinden sollte, sollte man aber auch nicht davor scheuen auch andere Eskalationsstufen entsprechend zu beantworten. So ehrlich muss man sein. Das hört dann beim Knurren nicht auf.


    Ich lasse mich zum Beispiel nicht anknurren, nur weil ich beim fressen am Napf vorbei gehe (ja, sowas hab ich momentan hier). Und genauso wenig lasse ich mich abschnappen für sowas. Und genauso wie ein Hund sich steigert, steigere ich mich ebenso. Da braucht man auch nicht grob werden, häufig reicht es bestimmt und präsent dagegen zu halten, den Hund weg zu schicken oder auch abzubrechen.


    Gleiches Thema medizinische Versorgung.

    Wenn wir beim Tierarzt irgendwas untersuchen müssen, dann hat Hund das so hinzunehmen und zu akzeptieren. Weder hat da dumm rum geknurrt zu werden, noch toleriere ich es anders zu eskalieren weil Hund das nicht einsieht.


    Und nein, ich hatte damit noch nie Probleme. Weder haben meine Hunde das knurren eingestellt, noch wurden sie dadurch asozial. Wo kommt denn dieses Märchen immer her? Das manche Hundetypen grundlos eskalieren ist häufig genetisch bedingt (nicht alle Rassen haben das gesamte Spektrum an Kommunikation) oder weil sie erzieherisch gelernt haben dass beißen zum Ziel führt.

    Was heißt das aber für diejenigen die behaupten ohne SD ist ein DSH nicht ausgelastet, weil er zwangsläufig im Beißsport arbeiten muss um glücklich zu sein. Es ging mir ja auch ein wenig im die unterschwelligen Aussagen ohne SD zu betreiben, darf man sich keine LZ DSH holen.

    Ich denke man muss hier anfangen das Wort "glücklich" von "ausgeglichen" zu unterscheiden. Ein Hund denkt so oder so nur wenig über Glück nach, meistens geht es doch eher darum dass der gestresste Halter nicht mehr weiter weiß. Und die Arbeit im SD bietet den Hunden ein Ventil für ihre Veranlagung, was die Tiere natürlich ausgeglichener macht.


    Eine LZ DSH darf man sich immer holen, wer soll einem das verbieten, irgendwer wird sich finden der einem einen Hund verkauft. Aber man darf sich dann nicht beschweren, dass man einen hochmotivierten Arbeitshund hat der eine gewisse Selektion mitbringt die sich dann ggf. nicht dadurch befrieidigen lässt das der Hund "Ruhe lernt" und 2x die Woche zum Mantrailing darf. Und die Option auf so einen Charakter ist bei der LZ immer vorhanden. Wie bei allen anderen Arbeitshunden auch. Und da ist dann nicht der Züchter dran Schuld.


    Da macht es auch einfach mal Sinn die eigenen Ansprüche zu hinterfragen und auch den eigenen Wunsch nach Optik hinten an zu stellen. Auch in der Hochzucht findet man tolle Hunde und nicht nur der DSH bringt die Schäferhundeoptik mit.


    Und es geht dabei nicht um Auslastung, sondern um Erwartungshaltung. Ein LZ DSH hat Temperament, soll wachsam sein, soll zu Frust neigen, soll eine mittlere Reizschwelle haben, soll selbstbewusst sein, soll eigenständig agieren.

    Das ist alles gewünscht und da ist nichts kaputt an den Hunden, wenn die sich so zeigen. Und genau dort liegt der Hase im Pfeffer wenn von Käufern und irgendwelchen Möchtegern-Hundetrainern genau diese Eigenschaften dann pathologisiert werden und da dann noch eine völlig falsche Haltung mit dazu kommt weil die eigenen Ansprüche und Erwartungen einfach nicht zur Genetik der Rasse passen.


    Unter den Vorausetzungen in Österreich wird die Zucht der Rasse sinnlos werden, ganz einfach. Denn den DSH den wir hier alle mögen, der selektiert sich über diesen Sport.


    In der Realität wird es trotzdem noch gute Linien geben, aber man wird sich dann noch mal auskennen müssen welche Linien im Wesen was taugen. Letztendlich wird es für den normalen DSH-Menschen der viel mit der Rasse zu tun hat nicht schwieriger werden, da schaut man sich ja sowieso um und guckt nicht alleine auf Prüfungen. Schwieriger wird es für die, die sich nicht auskennen.

    Oha, das hatte ich nicht auf dem Schirm. Da würde ich dann wohl auch den Weg über Trieb aufs Holz und Sammeln gehen wenn sie gut spielt. Wenn ein Frühstart nicht schlimm ist, dann bietet sich da durchaus an das in kauf zu nehmen.

    Nun ja ich darf nur auf die Gesetzeslage in Ö hinweisen, hier müssen nun auch DSH ohne SD auskommen.

    Was ist mit Hunde die aus gesundheitlichen Gründen keinen SD oder keinen SD mehr machen können? Würde ja bedeuten alle diese DSH sind zwar basismäßig ausgelastet, aber das gelbe vom Ei ist es nicht.


    Ist für mich etwas so, als würden alle Border Collies mit Schafen arbeiten müssen um restlos glücklich zu sein. Es ist EINE Möglichkeit den Hund seiner Genetik nach auszulasten, aber ist es wirklich das goldene Kalb?

    Es ist insofern das goldenen Kalb wenn es um Zuchtselektion geht. Wenn ich arbeitende Border Collies brauche, dann muss ich mit diesen auch züchten. Genauso bei den Jagdhunden oder eben bei den Gebrauchshunden. Und das ein kranker Hund nicht in die Zucht gehört ist ja auch selbstverständlich. Es geht nicht um Glücklich sein, es geht um Zuchtselektion.


    Die Erfahrungen anderer Rassen zeigt, dass das Wegfallen der IGP für die Zucht eben nicht die Qualität halten kann oder gar verbessert. Ganz im Gegenteil. Und da geht es auch nicht darum, dass es nicht besseres gibt als die IGP, aber sie sollte Teil einer Selektion sein. Und hier sprechen wir ja nun nicht davon dass jeder Hund im Spitzensport laufen muss, aber wenn es ernsthaft schon an einer einzigen 1 scheitert, dann frage ich mich was bei dem Hund so fundamental nicht stimmt. Es ist ja nicht bedingung, dass der Zuchthund 20x die IGP-3 abgelegen muss. Es geht um einer einzige IGP-1.


    Und manchmal sind es auch ganz banale Dinge. Beim Mali gibt es einen Thematik mit Zahnqualität. Wie will ich diesen Fakt verbessern, wenn die Hunde nicht gearbeitet werden? (Sprich: beißen). Nur über die Beißarbeit kann ich doch beurteilen ob ein Hund dahingehend haltbare Zähne hat, oder nicht. Gleiches mit dem Gebäude. Ein einmaliges röntgen reicht halt nicht aus um langzeiterfahrungen zu machen, dafür braucht es dann die entsprechende Belastung dazu.

    Wenn da der Hase im Pfeffer liegt, dann würde ich mal Wettrennen versuchen. Tatsächlich auch aus der GS heraus. Kommando "Bring" und dann läufst du ebenfalls los und versuchst ihr das Holz zu klauen. Und dann richtig richtig freuen wenn du es hast und nicht sie. Halt ein Frust und Stimmung draufpacken. Dieses Spiel kann man auch zum Sammeln spielen, mit zwei identischen spielies und immer wieder das klauen welches grade uninteressant ist.


    Aber ehrlich gesagt ist es super schwer das jetzt übers Netz zu erklären. Ich wäre aber auch voll beim Sammeln und ihr halt beibringen dass es ein Wettbewerb ist zum Holz zu laufen. Was man auch machen kann, ist das Holz mit einer Hilfsperson wegziehen nach dem Kommando um einen Beutereiz zu setzen. Einfach wieder mehr Stimmung und Spannung aufs loslaufen.


    Und dann die GS ganz nett loben "Super Sitz, Klasse Sitz", aber mit dem Ziel dass sie etwas auf Spannung sitzt und man in eine Art "Pressing" kommt.


    Wichtig ist dass du dein Kommando und die Hilfe sortiert bekommst und nicht gleichzeitig gibst. Falls nochmal eine Korrektur notwendig wird, nimmt dir eine feinfühlige Hilfsperson und zweite Leine, ich würde dann auch nur die GS bestätigen. Also Holz werfen, Hund sitzt "Super Sitz, tolles Sitz" und dann in der GS bestätigen und Spielen.