nette: natürlich macht man sich Gedanken und ich kann dich sehr gut verstehen. Aber aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es wirklich stark genetisch bedingt ist, wie freundschaftlich Hunde miteinander umgehen. Man kann das natürlich in einem begrenzten Rahmen fördern, aber da sind einfach im Endeffekt Grenzen da.
Also manage ich das lieber und zerbreche mir nicht den Kopf darüber.
Einer meiner besten Sportkollegin ist es im übrigen ähnlich gegangen wie dir. Ihre Hündin ist auf den ersten Blick nicht so freundlich wie mein Bassam.
Seit Ewigkeiten versuche ich sie zu beruhigen, da sich die Hündin in meinen Augen völlig normal benimmt.
Sie möchte nicht von übereifrigen Rüden und anderen Hunden belästigt werden und tut das halt, auch Vokal, kund. Sie war nun wegen ihren Selbstzweifeln an einem Kurs und hat dort erfahren, dass ihre Hündin sehr souverän und nicht etwa unsicher ist, wie sie dachte. Und dass sie, was ihr Recht ist, auch klar kommuniziert, mit wem sie Kontakt will und mit wem nicht. Das hat meiner Kollegin sehr gut getan.
Mit Bassam und der Hündin haben wir das so gelöst, dass er zwar in ihrer Nähe war, aber nicht hin durfte. Sie hat die Anwesenheit des fremden Fötzels anfangs lautstark kommentiert. Mittlerweile ist das vorbei und die 2 können auch Körperkontakt haben ohne Probleme. Aber das ging nicht von heute auf morgen und aus meiner Sicht war das Verhalten der Hündin völlig logisch und nachvollziehbar.
Auch dass Hunde den eigenen Besitzer als ihr Eigentum sehen, ist im Zuge der Bindung absolut normal, auch Kinder werden eifersüchtig, wenn sich fremde Kinder oder Geschwister den Eltern zu sehr nähern.
Das Gegenteil würde mir viel mehr Sorgen machen, also, wenn ich dem Hund egal wäre.
Natürlich muss man dieses Besitzergreifen etwas steuern, damit es nicht überfordert, es ist aber eine völlig normale Begleiterscheinung der Bindung.
Das heißt, du bist dem Hund etwas wert und was Wert hat, wird auch verteidigt.