Wir hatten auch wieder lehrreiche und erlebnisreiche Tage.
Samstagmorgen Privatunterricht UO. Da war die Lehrerin sehr zufrieden mit dem Geübten ( was sie aber nicht hindert, Feinschliff zu betreiben). Im Detail waren das Grundstellung und wenige Schritte Fusslaufen ( hier sind wir ja weg von der Futterhand hin zum Spielzeug). Hier haben wir jetzt viel mehr Eifer und Freude und er läuft die wenigen Schritte wirklich schön ohne Eindrehen oder überholen, da zahlt sich jetzt die Kleinschrittigkeit aus, auf die sie Wert legt.
Dann die Hürde, das habe ich zuhause nach Ihren Vorgaben geübt, das macht er auch gut, springen fällt ihm sowieso leicht ( auch wenn wir nicht volle Höhe, sondern nur ca 70 cm aufgebaut haben). Für mich neu war ihr Ansatz, keine Sprunghilfe oder mitspringen zu machen, sondern über Stimmhilfe grad von Anfang an zu installieren, dass er nicht neben dem Sprung durchläuft. Hat er zuhause rasch begriffen und klappte an der fremden Hürde auch.
Dann noch das Voran ( er gibt sowieso gerne Gas und die Übung gefällt ihm).
Hier hat uns eine Frau einen grossen gefütterten Softball mit praktischer Schlaufe ausgeliehen und mir den zum Schluss einfach geschenkt. Das hat mich ein bisschen baff gemacht, da die Frau mich doch gar nicht kennt. Allgemein erlebe ich weiterhin sehr viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in diesem Sport als Anfänger.
Dazwischen muss der Bassam im offenen Auto selbstständig warten ( wir haben keine Box), auch das macht er gut.
Apportierholz ist gerade unsere Schwachstelle, er nimmt es, aber unbegeistert, hält es auch ruhig, aber das Futter in meinem Mund interessiert ihn nicht gross. Trotzdem muss er das kennen lernen und wir müssen das jetzt täglich 10-20x kurz üben ( geht auch im Haus).
Die Erklärungen dazu lass ich jetzt mal aus, sonst wird ein Roman..
Dann kam am Samstag Abend noch die Nachbarin mit ihrem jungen Rumänienhund, da der Angst hat vor Wasser und wir dachten, mit Bassam als Vorbildliche Wasserratte, könnte er sich trauen.
Nun ist der Bassam ja die letzte Zeit einige Male aus dem Nichts von fremden Hunden attackiert worden und ich war deshalb sehr gespannt, wie er auf den jungen Rüden reagieren würde ( eigentlich kennen sie sich, haben sich aber fast 6 Monate nicht gesehen).
Und tatsächlich: der Bassam ist steifen Schrittes mit gesträubten Rückenhaaren auf den jungen zu und hat diesen dann, als er ihm zu nah kam knurrend am Genick gepackt.
Auf die Gelegenheit hatte ich nur gewartet und es gab eine Ansage, die sich gewaschen hatte. Sowas beeindruckt Bassam zwar nicht gross, aber er hat verstanden, was ich meinte.
Ab da war Friede, Freude, Eierkuchen und der junge war dann doch plötzlich herzlich willkommen.
Wir sind dann gemeinsam zum Wald gefahren, wo das Gewässer ist und haben dort prompt den Bengalkater samt Besitzer wieder getroffen.
Er kam sogar zu uns zu den Hunden rauf, damit mein Mann ein paar Fotos schießen konnte:
Anschließend ging es ins Wasser und auch daklappte das Heranführen des jungen Hundes an das nasse Element :