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- Community und Forum zum Thema Deutsche Schäferhunde und artverwandte Hunderassen
Beiträge von Bass23
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Jetzt noch zum Kindernachmittag: das war ein absoluter Erfolg

Dabei fing der Tag noch nicht mal so gut an..Wegen dem Kinderevent hatten wir ausnahmsweise am Vormittag Schutzdienst. Entsprechend hiess es früh aufstehen und pünktlich sein.
Und ratet mal, was passiert, wenn ich es pünktlich schaffe? Genau, alle, aber wirklich alle waren zu spät

Dann hat Bassam einen Rückfall gehabt und wir hatten eine Diskussion wegen dem Trennen. Das hatten wir schon lange nicht mehr, aber an dem Morgen war er irgendwie total auf speed und beutegeil.
Es gab dann eine Ermahnung vom Helfer von wegen Konsequenz und so und dass der Hund doch eigentlich wahnsinnig talentiert wäre, aber der Gehorsam..pfft. der 2. Durchgang lief dann deutlich besser und zivilisierten.
Wir waren unterdessen schon viel zu spät, also losgedüst nach Hause, Hund gefüttert, Sachen eingepackt und ab zur Clubhütte und zu den Kindern.
Wir kamen quasi auf den letzten Drücker, also Hund auspacken und loslegen..
Ich hatte nach dem Morgen etwas Bedenken, dass Hund zu stürmisch mit Kind und Ärmel sein könnte.
Aber half ja nichts, wir mussten loslegen.
Und dann die Überraschung: Herr Hund war wie ausgewechselt, total lieb mit den Kindern und von seinem überbordenden Beutetrieb war erstmals in seinem Leben kaum etwas zu spüren.
Der hat doch tatsächlich gemerkt, dass das Kinder sind und ist extrem rücksichtsvoll mit ihnen umgegangen.
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6km machen wir auch auf unserer Morgenrunde, danach noch, je nach Tag Fährten, UO oder SD. Am Abend dann nochmal paar km und im Sommerhalbjahr baden.
Mehrfutteraufwand dachte ich jetzt bezogen auf die 27 km Bergtour..
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Matze : mein Hund frisst ungefähr gleich viel wie ich, also so im Schnitt zwischen 3000 und 4000 kcal täglich
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Also ich denke, ihr habt nichts falsch gemacht, aber es ist auf jeden Fall richtig, die Kinder, vor allem die Kleinen, noch nicht unbeaufsichtigt zu den Hunden zu lassen. Hunde können oft Kleinkinder nicht richtig einschätzen mit ihren unartikulierten Lauten und unkoordinierten Bewegungen. Im schlimmsten Fall könnte dies auch den Jagdtrieb wecken.
Der Hundebesitzer sollte da von Anfang an das Szepter übernehmen und hochspringen usw unterbinden. Dann kommt es in Folge auch eher nicht zu spielerischem Schnappen, wenn doch, muss dieses sofort unterbunden werden. Man muss dem Hund klar machen, dass das Kind tabu ist.
Das heißt, der Hund muss lernen, das Kleinkind in Ruhe zu lassen und umgekehrt das Kleinkind nicht unbeaufsichtigt zum Hund lassen. Und auch unter Aufsicht darf das Kleinkind nicht zu nah zum Hund, da dieser sich bedrängt fühlen und zubeissen könnte. Nicht weil er bös ist, sondern weil er sich allenfalls bedrängt und unsicher fühlt, wenn so ein Kind unbeholfen auf ihn zulässt oder an ihm herum grabscht.
Ich habe bei meinem Hund das Gegenteil: Säuglinge ignoriert er. Kinder ab ca 4 jährig sind gar kein Problem ( er hat allerdings vom Klein auf gelernt, langsam und rücksichtsvoll auf kleine Geschöpfe zuzugehen, das inkludiert auch Katzen usw). Hingegen sind ihm Kinder im Krabbelalter meist unheimlich, da macht er einen Riesenbogen drum. Vermutlich wieder die komischen Bewegungen und Laute aus Hundesicht.
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Ich denke, die Empfehlung für 2 Katzen gilt vor allem für die Kombi reine Wohnungskatze ohne Freigang und ohne weitere Haustiere gekoppelt an arbeitende Besitzer, die 8h+ weg sind pro Tag
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genau: es muss nicht zwingend eine 2. Katze sein, ein guter Hundekumpel tut es genauso. Ich habe zwar 2 Katzen, aber beide lieben den Kontakt mit Herr Hund. Trinken aus seinem Napf und umgekehrt. Um Gottes Willen nie eine junge Katze allein von anderen Tieren isolieren

Wer hat den Quatsch erzählt und sowas höre ich zum ersten Mal. Das sind Kleinkinder, die brauchen Anschluss, auf gar keinen Fall Isolation. Es ist dann an uns Menschen, das zwischentierische Anfangs etwas zu regeln, bis jeder die Sprache des anderen versteht, aber das geht zügig. Meine Hunde und Katzen hatten stets tiefe Freundschaften
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@Tay:wenn du Zweifel hast, plane doch vorher eine kürzere, aber anspruchsvolle Strecke und schau,wie Hund das meistert..
Pepper : ich denke, wir alle kennen die Strecke nicht und können daher nicht beurteilen, wie hundgerecht die im Endeffekt ist. Zudem ist das auch stark vom Hund abhängig, mein voriger hatte zum Beispiel Mühe auf glatten Böden, dem hätte ich das, was auf dem Bergfoto ist nicht zugemutet.
Bassam hingegen würde das total geil finden, der kraxelt auch Felswände hoch und runter, die ich eher nicht schaffe und ist trotzdem sehr vorsichtig dabei. Aber er hat tatsächlich Mordspass daran und verlässt für solche Extratouren nur zu gerne den Wanderweg
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Dorn raus ziehen und gut ist..Kann ja IM Flachland auch passieren
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Pepper : sei kein Weichei

Das sind Gebrauchshunde, die schaffen das schon. Und: wo Frauchen und Herrchen durchlatschen können, das schafft Hund mit links.
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Also ich würd mir da keinen Kopf machen, wenn Hund trainiert und fit ist. Ich wohne selber recht hügelig, zudem ist mein junger von Klein auf regelmäßig im Toggenburg in sehr, sehr steilem Gelände unterwegs gewesen. Meiner brettert da unverzagt Felswände runter und wartet ungeduldig, bis ich langsam nachkomme. Wenn ihr schon 20 km gut geschafft habt ( und Hunde laufen ja meist mehr Strecke durchs voraus und zurück laufen), sehe ich keine Probleme. Eher wirst du Muskelkater haben als Flachländer.
Hunger wird dein Hund dann schon haben und dir dann vermutlich sagen. Also meiner kann sich diesbezüglich ganz gut ausdrücken

Das ist bei ihm aber auch beim Schwimmen so, da verdrückt der locker das Doppelte
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@Korbi : danke!!! Ich liebe meinen Hund auch über alles und gerade, weil er manchmal etwas anders ist, das fasziniert mich sehr und tut mir vor allem andere Ausbildungswege auf als allgemein üblich.
Und das ist so lehrreich und spannend.
Das ist nur möglich, dank meinen 2 Legrern, die so gut wie nichts aus der Ruhe bringt und die für jeden Hund den besten Weg finden. Das im Detail zu beschreiben, sprengt wirklich den Rahmen, aber die 2 sind so absolut toll, da bin ich sprachlos glücklich über die Möglichkeit, von ihnen zu lernen.
Es ist auch nicht so, dass Bassam gar nichts kann, aber bei ihnen sind die Grundlagen derart streng definiert, dass es beim kleinsten Fehler heisst: zurück auf Feld 1.. Darum nochmal Grundstellung und wenige Schritte Fusslaufen. Und da sie mir eben alles auch eindrücklich und logisch erklären, macht das durchaus Sinn und ich halte mich penibel daran.
Ich kann nur 1 Beispiel geben: vor ein paar Wochen hatten wir einen SD- Kurs, bei dem ich überredet wurde zum Mitmachen. Ich hatte Zweifel, da ich erst dieses Jahr zu meinem jetzigen Helfer gewechselt bin und vieles noch nicht gefestigt war ( zumal wir am Anfang jeweils nur 2x monatlich in den SD gehen konnten ).
Am 2. Kurstag, die Hunde waren konzebtrationsmässig schon recht müde, hiess es plötzlich, ich müsse mit Bassam ins Fuss, während der Helfer hinter uns herdackelte.
Diese Aufgabe war für meinen Beutegeier definitiv zu viel. An der Futterhand, während hinter uns der heissbegehrte Ärmel lief...vergiss es..
An der Leine rucken und Fuss schreien etc. Vergiss es..nimmt so ein harter Hund nicht mal wahr.
Auf jeden Fall war es unterirdisch

Die Präsidentin hat mich dann noch angeblafft, mein Hund ver .. mich und nimmt mich nicht ernst. Die nächsten fanden, so führerharte Hunde sind halt sehr schwer zum motivieren etc etc
Meine Lehrerin lapidar: kennt er denn das Kommando " Fuss"?
Damit war eigentlich schon alles gesagt..
So, morgen ist strenger Tag, am Morgen SD Training ( unsere Probleme werden da immer kleiner und der Helfer versteht es, einen zu fördern, aber nie zu überfordern und die Fixation auf den Helfer ist nun nur noch miniklein) und am Nachmittag hab ich die Kinder am Hals

Ich gehe jetzt entsprechend pennen
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Wir hatten auch wieder lehrreiche und erlebnisreiche Tage.
Samstagmorgen Privatunterricht UO. Da war die Lehrerin sehr zufrieden mit dem Geübten ( was sie aber nicht hindert, Feinschliff zu betreiben). Im Detail waren das Grundstellung und wenige Schritte Fusslaufen ( hier sind wir ja weg von der Futterhand hin zum Spielzeug). Hier haben wir jetzt viel mehr Eifer und Freude und er läuft die wenigen Schritte wirklich schön ohne Eindrehen oder überholen, da zahlt sich jetzt die Kleinschrittigkeit aus, auf die sie Wert legt.
Dann die Hürde, das habe ich zuhause nach Ihren Vorgaben geübt, das macht er auch gut, springen fällt ihm sowieso leicht ( auch wenn wir nicht volle Höhe, sondern nur ca 70 cm aufgebaut haben). Für mich neu war ihr Ansatz, keine Sprunghilfe oder mitspringen zu machen, sondern über Stimmhilfe grad von Anfang an zu installieren, dass er nicht neben dem Sprung durchläuft. Hat er zuhause rasch begriffen und klappte an der fremden Hürde auch.
Dann noch das Voran ( er gibt sowieso gerne Gas und die Übung gefällt ihm).
Hier hat uns eine Frau einen grossen gefütterten Softball mit praktischer Schlaufe ausgeliehen und mir den zum Schluss einfach geschenkt. Das hat mich ein bisschen baff gemacht, da die Frau mich doch gar nicht kennt. Allgemein erlebe ich weiterhin sehr viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in diesem Sport als Anfänger.
Dazwischen muss der Bassam im offenen Auto selbstständig warten ( wir haben keine Box), auch das macht er gut.
Apportierholz ist gerade unsere Schwachstelle, er nimmt es, aber unbegeistert, hält es auch ruhig, aber das Futter in meinem Mund interessiert ihn nicht gross. Trotzdem muss er das kennen lernen und wir müssen das jetzt täglich 10-20x kurz üben ( geht auch im Haus).
Die Erklärungen dazu lass ich jetzt mal aus, sonst wird ein Roman..
Dann kam am Samstag Abend noch die Nachbarin mit ihrem jungen Rumänienhund, da der Angst hat vor Wasser und wir dachten, mit Bassam als Vorbildliche Wasserratte, könnte er sich trauen.
Nun ist der Bassam ja die letzte Zeit einige Male aus dem Nichts von fremden Hunden attackiert worden und ich war deshalb sehr gespannt, wie er auf den jungen Rüden reagieren würde ( eigentlich kennen sie sich, haben sich aber fast 6 Monate nicht gesehen).
Und tatsächlich: der Bassam ist steifen Schrittes mit gesträubten Rückenhaaren auf den jungen zu und hat diesen dann, als er ihm zu nah kam knurrend am Genick gepackt.
Auf die Gelegenheit hatte ich nur gewartet und es gab eine Ansage, die sich gewaschen hatte. Sowas beeindruckt Bassam zwar nicht gross, aber er hat verstanden, was ich meinte.
Ab da war Friede, Freude, Eierkuchen und der junge war dann doch plötzlich herzlich willkommen.
Wir sind dann gemeinsam zum Wald gefahren, wo das Gewässer ist und haben dort prompt den Bengalkater samt Besitzer wieder getroffen.
Er kam sogar zu uns zu den Hunden rauf, damit mein Mann ein paar Fotos schießen konnte:
Anschließend ging es ins Wasser und auch daklappte das Heranführen des jungen Hundes an das nasse Element :