Bass23
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Beiträge von Bass23

    Und genau das zeigt für mich persönlich die widerwärtigen Seiten des E Collar Gebrauchs ganz deutlich: und die Menschen merken nicht mal, was für eine massive Auswirkung das in den falschen Händen auf den Hund haben kann.

    Das ist doch einfach Kindesmissbrauch in meinen Augen..

    Für die reine Grundausbildung, das Lernverhalten und Vertrauensbildung ( die hier entsprechend gar nicht stattfinden kann ) ist das E Collar nicht gedacht. Das ist für den ausgereiften Hund, der entweder massive Baustellen hat, z. B. Jagdverhalten oder eben als letzter Feinschliff bei Hunden, die in der Ausbildung schon sehr weit sind.

    Aber so wie hier, als Abkürzung zum vertrauensbildenden Ausbildungsweg sag ich nur pfui und das geschulte Auge sieht auch das jämmerlich Resultat auf Kosten des Hundes.

    Nur meine Meinung

    Du vergisst eines: der Ausdruck und die Körpersprache des Hundes, während er sich unterordnet. Die spricht eben Bände und zeigt dem erfahrenen Tierhalter, dass da etwas nicht stimmt.

    Wie ich vorhin schon geschrieben habe, allein für sich als Momentaufnahme u.U. nicht schlimm.

    Aber zusammen mit dem Alter und 2 Wochen Trainingszeit und dem Wesen des Hundes eben doch.

    Auch Bundeschampionatspferde sehen für viele Zuschauer nicht schlimm aus und werden bewundert. Dazu haben die noch oft den ganzen Luxus an teuren Futtermitteln, gehobenen Ställen, Infrastruktur usw. Aber den Glanz den man einem Pferd in der Jugend mal genommen hat, holt man nie wieder..

    Auch bei den Pferden sind es sehr subtile Zeichen, die die Überforderung anzeigen

    Pepper: meinst du nicht, wenn der erst 5 Monate alt ist, sollte der mehr Kind sein dürfen? Das hat mit weich oder hart nichts zu tun, das find ich einfach viel zu früh für die kindliche Aufmerksamkeit.

    Erinnert mich an die Zuchtschauen, wo 2,5 jährige Babypferde schon " perfekt " durchs Genick, Mitteltrab usw zeigen müssen.

    Diese Pferde siehst du später selten auf dem großen Viereck und die meisten gehen mehr oder weniger kaputt von dem frühen Druck. Als Berufsreiterin habe ich mit dem Phänomen leider oft zu tun

    Auf mich wirkt der Hund schon teilweise sehr unsicher und meidig. Man muss auch bedenken, dass sich Hunde letztendlich auch lieber einem unangenehmen Herrchen anschließen, als alleine zurück zu bleiben.

    An sich finde ich diese ersten 50 Sekunden nicht alarmierend, Wenn man es so für sich ohne weitere Informationen sieht. Schließlich sind so Menschenmassen nicht jederhunds Ding und da verunsichert sein ist dann eigentlich normal.

    Aber im Zusammenhang mit 2 Wochen bekommt das ganze dann halt ein Gschmäckle.

    Was ich nicht weiß, ist, wie alt der Hund ist.

    Schätze aber, der ist möglicherweise zu jung für das Geforderte.

    Was ich in einem anderen thread mal schrieb: meiner zieht, bzw zog in solchen Situationen eher wie der Aff an der Leine. Was ich aber altershalber und aus Rücksicht auf die Genetik eben nicht unterbunden habe, weil das gibt sich mit Routine von selber. Die sind mit solchen Sachen oft in der Jugend noch überfordert, aufgeregt usw, dazu noch das angezüchtete Temperament. Ja, mei, die dürfen auch noch jung sein.

    Und das denke ich, wurde bei dem Hund in dem Video halt komplett unterdrückt

    Axman : hier arbeiten alle mit Futter und niemand hat wirklich Alternativen dazu, wenns mit dem Futter nicht so richtig funktioniert. Ich meine Erfahrung für den sauberen Aufbau ohne Futter.

    Und dann steht man ziemlich alleine da mit dem Problem und der Hund findet halt entsprechend die Arbeit oft fad, weil für ihn keine richtige Motivation aufkommt. Und als Hundeführer ist man frustriert, weil man ackert und ackert mit bescheidenem Resultat.

    Ist doch viel schöner, wenn es beiden auch Spaß macht.

    Secans : ich glaube, du hast mich immer noch falsch verstanden. Meine Aussage galt allgemein, also jetzt nicht spezifisch aufs Futtertreiben. Da hat nämlich jemand geschrieben dem Sinn nach, er verstehe nicht, warum so viele Futtermittel Kleinkrocketten sind und da hab ich geantwortet, dass die für mich bei der Arbeit gäbiger sind. Mit Arbeit meinte ich nicht Fusslaufen, sondern dachte eher an Fährten, da es hier eben nicht förderlich ist, wenn der Hund ständig den Rüssel hebt zum Kauen.

    Der Rest war Allgemeininfo zu meinem Hund.

    Bei dem klappt das Futtertreiben eben nur begrenzt und mit sehr viel Aufwand über Trieb holen usw.

    Der frisst grosse Krocketten allgemein schon gar nicht gern und den da zu motivieren dafür Fuss zu laufen für etwas, das er gar nicht fressen will ist doof. Das heisst jetzt aber nicht, dass wir statt dessen kleine genommen hätten fürs Fusslaufen.

    Fürs Fusslaufen gab's Bergerlandwurst, die kann man selber schneiden.

    Das ist der Typ Hund, den lässt du richtig hungern und wenn du Futterspuken machst, auch mit hochwertigen Sachen, fängt er das wenigste auf. Mit dem Spieltrieb gearbeitet, sieht die Sache dann schon ganz anders aus.

    Und ja, bei ganz vielen Hunden klappt das bestens mit dem Futter und Trieb drauf machen.

    Nein, da hast du mich mich falsch verstanden: der Hund sieht in Futter nicht unbedingt eine hochwertige Belohnung. Der Grund ist aber nicht die Krokettengrösse.

    Allerdings bevorzugt dieser Hund auch beim Fressen kleine Kroketten und ich bei der Arbeit auch, weil diese sich leichter teilen lassen ( damit kann ich das Kauen reduzieren bei dem Teil Arbeit, wo ich doch Futter benötige).

    Ist das jetzt verständlicher?

    Secans : richtig, und das wurde jetzt aber definitiv als Ursache ad acta gelegt. Das liegt wirklich am Hund, der frisst auch nach langem Fasten genau gleich.

    Der frisst auch Rohfleisch oder egal was nie gierig. Du kannst ihm begrenzt schon ein bisschen Trieb auf Futter machen, aber einen hohen Stellenwert hat es bei ihm nie. Ganz Wurst, wie man sich abmüht, ihn fasten lässt oder nur durch die Arbeit füttert. Das haben jetzt mit meinen Lehrern und dem wirklich guten, erfahrenen Helfer 3 Profis gleichermaßen gesehen. Mit dem Spieltrieb hat sich eine ganz andere Motivation ergeben.

    Er ist übrigens SEHR schlank. Der frisst grad das nötigste

    Bei uns auch wieder mal ein Update:

    Wir nehmen ja seit ein paar Monaten, wann immer es geht, 1x wöchentlich Privatunterricht bei sehr erfahrenen Hundeführern und das ist der absolute Hammer. In den jeweils 2h Lektionen ( die Zeit ist für mich, nicht reine Trainings Zeit für den Hund!) Lerne ich so viel, wie all die Jahre zuvor nicht.

    Und endlich habe ich Leute gefunden, die nicht nur mit Futter, sondern mit dem Spieltrieb arbeiten können.

    Da meiner so gar nicht auf Futter ist, hat er hier endlich den Knopf aufgetan und Freude an der UO entwickelt.

    Die Betreuung und Ausbildung erfolgt hier sehr engmaschig und mit extrem viel Erklärungen und penibel genau an den Grundlagen. Es ist sehr anstrengend, weil man sich quasi kaum einen Millimeter bewegen kann, ohne dass nicht ein Kommentar erfolgt.

    Aber der Hund hat so schön Fortschritte gemacht, es lohnt sich.

    Im SD wird es auch immer besser, der Fokus ist jetzt schön bei mir ( das war so ein wenig das Hauptproblem, den Rest macht er das allermeiste von selber richtig, da muss der Helfer nur in die richtigen Bahnen lenken und den Hund durch Übung lernen lassen- hier muss ich schon sagen, da kann die Genetik auch Gold wert sein, da er viele Probleme wie etwa bei den Griffen oder Unruhe beim Verbellen usw gar nicht bringt und gleichzeitig auch ein sehr gut mitdenkender Hund ist, er schaltet auch in hoher Trieblage nie das Gehirn aus).


    Privat ist der Herr weiterhin topp, wir hatten letzte Woche eine unerwartete Begegnung mit einer Bengalkatze, die mit ihrem Besitzer an der Leine an einer uneinsehbaren Stelle mitten in einem Bach auf Steinen dass.

    Ich meine, wer erwartet denn sowas mitten im Wald in einem Bach, wo sonst nie jemand ist???

    Auf Kommando stoppte mein Hund 5m vor der fauchenden Katze und kehrte dann zu mir zurück.

    Das werd ich mein Leben nie vergessen, die Situation..

    Und vorgestern lief der Bassam erhobenen Hauptes am Rand eines Maisfeldes hoch. Da er mir aufgeregt schien, gab ich das Kommando " warten". Keine Sekunde zu früh, dann brach ein Rudel Rehe aus dem Gebüsch und sprang, eines nach dem anderen, einen Meter vor Bassams Schnauze an ihm vorbei.

    Er hat sich da schwer beherrscht und ist stehen geblieben.


    Nächste Woche hat er dann einen vollen Tag: am Morgen SD und am Nachmittag Kindernachmittag, wobei seine Rolle zuerst Beissarbeit zeigen und anschließend Knuddelbär für die Kinder sein ist.

    Die Idee ist, zu zeigen, dass SD nicht zu bösen Hunden führt.

    Die Idee ist allerdings nicht auf meinem Mist gewachsen, sonder kommt vom Verein aus. Und da sie Bassam für den optimalen Kandidaten halten, müssen wir halt dran glauben 8o

    Ich bin gespannt und werde dann berichten..

    naja, zum Beispiel Bassam mag keine grossen Kroketten. Ist bei ihm auch kontraproduktiv bei der Arbeit, weil er da, wenn er es überhaupt nimmt, ewig drauf rum kaut..

    Daher bin ich echt froh, gibt es auch Miniwürfel. So ist jeder Hund verschieden.

    Karotten usw haben im Vergleich zu Fleisch sogar sehr wenig Phosphor. Da würd ich mir jetzt keine Gedanken machen. Eher ist ein Ca Überschuss beim Ca:Ph Verhältnis gefährlich.

    Axman : welche Obsession?

    Für mich hat all dieses Verhalten nichts mit Kontrolle zu tun. Das ist normales Herden- und Bindungsverhalten. Pferde fressen auch nicht gerne alleine. Die fühlen sich nur in Gesellschaft sicher. Der Hund ist ein Rudeltier und wenn wichtige Mitglieder des Rudels fehlen, dann ist ihm nicht wohl. Bei einigen führt das dazu, dass sie dann nicht fressen oder trinken. Bei fast jedem Hund mit enger Bindung zu seinem Menschen ist es völlig normal, dass er seinen Menschen nicht aus den Augen verlieren will. Dass dies bei traumatisierten und unsicheren Hunden allenfalls obsessiven Charakter annehmen kann, ist dann klar. Aber grundsätzlich ist das genetisch in jedem Hund drin, denn ohne Rudel ist sein Schicksal über kurz oder lang besiegelt. Das ist genetisch und kein Kontrollzwang.

    Einfach meine Meinung

    Also bei mir ist jetzt der 4. Schäferhund in Folge genau so. Gegessen und getrunken wird nur in unserer Gegenwart, was zur Folge hatte, dass das Tier, falls wir mal 3,4 h weg waren, bei unserer Rückkehr durstig den Wassernapf geleert hat.

    Der Vorgänger von Bassam musste bei Ferienabwesenheit von uns durch die betreuende Person anfangs jeweils von Hand gefüttert werden, bis er anfing, ohne uns zu fressen.

    Bei Bassam, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger null verfressen ist, mache ich dieses Experiment gar nicht. Der kommt entweder mit oder ich bleibe zuhause. Heisst, Ferien immer mit Hund..

    Das ist nicht Territorialverhalten..

    Ich muss bei trinken und essen stets in sichtbarer Nähe sein, sonst wird fressen und trinken auf unbestimmte Zeit gestoppt.

    Pepper: willkommen im Klub...