Vielen Dank für Eure Antworten und ihr könnt auch echt super erklären Ruebchen und Axman !
Habe mich jetzt mal in einem "Knopf-Forum" angemeldet und da die Frage gestellt.
Mir scheint schon, dass Hunde wohl irgendwann auch das Konzept hinter Knöpfen verstehen können. Also dann nicht nur Konditionierung á la "ich muss raus, ich drücke den Knopf, wir gehen raus" stattfindet, sondern auch... weiß nicht, sie quasi einen für Menschen einfacheren, anderen Kommunikationsweg lernen können?
Der Weg dahin scheint aber eher zu sein, erst mal sehr basic Knöpfe einzuführen. Vielleicht nicht unbedingt welche für Futter
Und die Knöpfe auch selbst zu benutzen, z. B. bevor man rausgeht, zusammen mit dem üblichen "Wollen wir Gassi gehen?" (-> Hund freut sich nen Ast ab, weil er verstanden hat, dass es rausgeht) den entsprechenden Knopf zu drücken. Und ggf. den Hund auch ermutigen, ihn selbst zu betätigen, wenn er schon weiß was kommt.
Kann man dann auch mit Knöpfen für Kuscheln oder für Suchspiele oder Garten ergänzen.
Und daaaaann irgendwann, wenn der Hund die Knöpfe auch selbst nutzt, um einen zu der entsprechenden Aktion aufzufordern, kann man wohl auch anfangen, abstraktere Konzepte einzuführen. Sowas wie "Aua" oder auch Körperteile kriegen Hunde wohl schon teilweise irgendwann kombiniert. Und dann könnte man auch anfangen, etwas Diffuseres wie erste Anzeichen einer Unterzuckerung mit einem Knopf zu belegen.
So richtig zufrieden bin ich damit jetzt nicht
Erstens, weil mich ja jetzt schon die Ungeduld kitzelt und niemand sagen kann, wie lange man am Fundament arbeiten muss, bis man am eigentlichen Ziel angekommen ist. Klar, "der Weg ist das Ziel" und das macht bestimmt auch Spaß und ist mal ein ganz neuer Ansatz, aber eigentlich will ich ja erstmal nur, dass ich ihr Traubenzucker geben kann bevor sie umkippt und ich 30kg Hund nach Hause tragen muss weil ich zur Arbeit muss und keine Zeit habe, 10 Minuten zu warten bis der Traubenzucker wirkt ![]()
Und das wird ja mindestens Monate dauern!
Zweitens, den Knopf kann ich schlecht mit zum Gassi gehen nehmen und mir an die Wade binden, damit sie den unterwegs betätigen kann. Und unterwegs ist einfach die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass sie unterzuckert, weil Bewegung den Blutzuckerspiegel senkt.
Führt mich wieder zu der Idee mit Assistenzhunden - wenn/falls ich ihr beibringen kann, auf einen Knopf zu drücken, um eine kommende Unterzuckerung anzuzeigen... Dann kann ich ihr doch auch beibringen, z. B. an mir hochzuspringen (macht sie sonst nie, will ich eigentlich auch nicht verstärken) oder mich speziell anzustupsen oder Pfötchen zu geben oder whatever, um das anzuzeigen?
Die Knöpfe geben halt eine quasi unendlich erweiterbare Möglichkeit der Kommunikation, weil man bis in beliebige Detailtiefen Knöpfe hinzufügen kann und die auch kombinierbar sind.
Braucht man halt normalerweise nicht - wenn der Hund raus will und spielen, setzt er sich halt mit Spielzeug vor die Tür oder fordert einen draußen auf, wenn er nur mal pinkeln muss, setzt er sich halt vor die Tür und pinkelt draußen kurz. ![]()
Vielleicht nochmal eine andere Frage: Habt ihr Ideen, wie ich ihr (unabhängig von Knöpfen) irgendwie beibringen kann, Unterzuckerungen früher anzuzeigen? Bzw. sie überhaupt anzuzeigen, bevor sie sich nicht mehr auf den Beinen halten kann (ich kriege echt Pipi in den Augen, wenn ich dann neben ihr auf der Wiese sitze und warte, bis der Traubenzucker wirkt und sie versucht immer wieder aufzustehen, um die Aufgabe "apportier Dein Spielzeug" noch abzuschließen
Hole ihr dann ihr Spielzeug zum Kauen und sie darf es auf dem Heimweg nochmal auf 3m Entfernung oder so apportieren, damit sie sich nicht schlecht fühlt (vermenschlichen? Ich? Niemals!
))
Oder vielleicht lautet die Frage auch: Wie lerne ich, Unterzuckerungen früher wahrzunehmen? Aber da hilft ja nur mehr beobachten und rückblickend analysieren, ob sie komisch war, bevor sie zusammengeklappt ist, die Arbeit könnt ihr mir schätze ich nicht erleichtern ![]()