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ONYX

  • Azir
  • 9. Juli 2018 um 18:05
  • Azir
    Beiträge
    251
    • 17. September 2018 um 20:00
    • #76
    Zitat von BirgitF

    hm,naja..als ich mich deswegen belesen habe,ging der Tenor eher in die Richtung,dass man alle halbe Jahre einen Ultraschall machen lässt .

    Aber das solltest du mit einem kompetenten TA abklären, da hat ja jeder seine eigene Meinung und Erfahrung. Was meint denn Onyx´Züchterin dazu?

    Sie ist schockiert, weil als sie die Welpeb chippen lies, waren alle Hoden von den allen Rüden dort wo sie sein sollten.

    Ich bin am Samstag ja sowieso bei ihr und dort sieht sie sich das nochmals selbst an. Aber ja, wenn es tatsächlich der Fall sein sollte, dann zieh ich natürlich einen Experten hinzu.

    Den 6monatigen Check mit Ultraschall (zur Tumorvorsorge nehme ich an?) finde ich gut, ich will dem Hund nichts entfernen, wenn es nicht dringend notwendig ist.

  • BirgitF
    Beiträge
    374
    • 17. September 2018 um 20:17
    • #77

    Die Gefahr der Tumorbildung ist wohl nicht ganz so hoch wie oft angenommen wird. Aber sie ist auch nicht zu unterschätzen.. der innenliegende Hoden wird als Fremdkörper erkannt vom Körper und durch die Wärme im Körper (normalerweise liegt der Hoden ja im Hodensack aussen und wird dadurch "gekühlt") kann er dann eben zum Tumor entarten.. man kann da nicht wirklich nen Tip geben..

    Und dass beide Hoden da sind und dann einer wieder hochgezogen wird, das kommt vor.. :D da muss man nicht schockiert sein.. ;)

    LG, Birgit und ihr Trio Infernale

  • Azir
    Beiträge
    251
    • 1. Oktober 2018 um 12:34
    • #78

    Letzten Samstag waren Onyx und ich bei einem Seminar - Fährte und Unterordnung.
    Wir haben wirklich viel mitgenommen. Beim Fährten sind wir jetzt schon soweit, dass er Schlangenlinien geht und das macht ihm unheimlich viel Spaß, er will gar nicht aufhören zu suchen.
    Unterordnung ist grenzwertig vom Trieb her. Er ist ruhig und konzentriert. Aber langweilig sich auch schnell und sucht sich Beschäftigung mit Schnüffeln. Deswegen probiere ich nun beim Aufbau der Fußarbeit super viel Spaß und eigenständiges Wollen einzubauen.

    Im Alltag ist er mal so mal so.

    Gestern war ich am Hauptbahnhof in Wien und trotz starker Frequenz von Menschen, Koffern und der Lautstärke, ging er freudig vor mit und wirkte sehr interessiert. Nur Stufen sind noch zu unbekannt und wehe es kommt ein Luftstrom von unten oder viel Lärm, dann muss man ihn erst überreden, aber das klappt von Mal zu Mal auch immer besser.

    Generell fuhr ich mit ihm die letzten zwei Wochen sehr viel mit den Öffis. Finde es wichtig, dass ich ihn überall mit hinnehmen kann. Er wartet brav ab und beobachtet seine Umgebung. Gehe ich Essen oder etwas Trinken ist größtenteils brav. Natürlich, nach 2 Stunden ist ihm schon etwas langweilig und er sucht sich Beschäftigung, indem er in die Leine beißt oder andere Menschen aufsucht. Aber irgendwann legt er sich wieder hin und dann gehe ich meist eh.

    Mit Menschen hat er so seine "Probleme". Da er unglaublich frech ist, glaubt er , er kann Menschen anspringen und nach Sackerln, wehenden Hosen/Kleider/Röcken oder Händen (so wie heute) schnappen.
    Folgendes passierte: als ich im Hof stand und mit der Nachbarin sprach, sprang er einer vorbeigehenden Passantin an die Hand. Er hat sie Gott sei Dank nicht erwischt, aber (!) ich habe ihn natürlich ziemlich eindeutig und hart zurechtgewiesen. Die Dame fand das nicht so leiwand, dass ich den Welpen so sehr zurechtwies und er aufjaulte (ja soll er doch, ich habe da kein Mitleid, besser jetzt - als dann wenn er ausgewachsen ist und ich ihm nicht mehr Herr werden könnte) Als eine weitere Person vorbei ging, blieb er dann sitzen, aber ich denke, das braucht noch intensive Festigung, er hat es wirklich Faustdick hinter den Ohren. Er lässt sich von keinem etwas sagen.

    Auch bei Hunden ist das so. Wird er zurechtgewiesen, wird das in Frage gestellt oder weiter genervt, weil passieren kann ja eh nichts. Zurzeit nehmen die meisten Hunden ihn nicht ernst, aber ich hoffe so sehr, dass jetzt dann bald eine bodenständige Hündin oder ein ausgereifter Rüde ihn erklären, wie das so abläuft im realen Hundeleben.

    Bei Hunden im Freilauf ist er anfangs schüchtern und sobald er merkt, wie weit er gehen kann, wird er super frech.
    Bei Hundesichtung an der Leine (also der gegenüber Hund ist an der Leine) bellt er . Ist jetzt schon 4x passiert und es ärgert mich immer wieder. Er reagiert enorm auf die Haltung des angeleinten Hundes. Ist dieser zu aufgeregt oder auch aggressiv gestimmt, steigt er sofort drauf ein und bellt ein, zweimal. Dann bekommt er eh von mir ein Nein und fertig. Aber ich sehe schon. Das wird ein Spaß.

    Ich war die letzten zwei Wochen zu nett zu ihm. Er ist super dominant gegenüber Menschen, sogar bei mir. Streicheleinheiten will er grundsätzlich nicht, ich muss ihn dazu zwingen sich von mir streicheln zu lassen und nicht ständig meine Hand fressen zu wollen.

    Noch immer herrscht eine Hass Liebe zwischen uns.

    Wobei ich das Gefühl habe, ich schlepp ihn wirklich oft mit zu Treffen mit Freunden in der Stadt, und je weniger ich ihn beachte, desto braver ist er. Merkt er, dass ich ihn öfter anschau glaubt er wir sind im Trainingsmodus und fängt dann auch an Aufmerksamkeit von mir zu verlangen. Das war glaube ich auch früher der Knackpunkt beim Rüden. Der war so sehr auf mich fixiert, er forderte ständig und es war das Schrecklichste für ihn, ohne Kommando durch die Welt zu laufen.


  • Cuki
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    • 1. Oktober 2018 um 12:55
    • #79
    Zitat von Azir

    Auch bei Hunden ist das so. Wird er zurechtgewiesen, wird das in Frage gestellt oder weiter genervt, weil passieren kann ja eh nichts. Zurzeit nehmen die meisten Hunden ihn nicht ernst, aber ich hoffe so sehr, dass jetzt dann bald eine bodenständige Hündin oder ein ausgereifter Rüde ihn erklären, wie das so abläuft im realen Hundeleben.

    Also ich habe einen ausgereiften Rüden. Der dem Onyx eine Lektion die er nie ermm vergisst verpassen würde :D:P Das freche Gucken ist schon sanktioniert.

    Nur ob das auch so zielführend wäre ist eine andere Geschichte. Meiner übertreibts da gerne.

    Es ist gar nicht so einfach einen Kandidaten zu finden, aber Recht gebe ich dir, der Onyx würde sicherlich profitieren wenn du so einen Hund findest

  • Peppermint
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    • 1. Oktober 2018 um 12:57
    • #80

    Ja, da wäre mein Mädchen die Richtige... ;)

    Askja vom Haus Fuchsgraben

    * 18.06.2014

    Banja vom Wogenfeld - mein Mädchen im Herzen

    * 12.04.2002 - gegangen am 08.09.2014

  • Pinguetta
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    • 1. Oktober 2018 um 14:17
    • #81

    Cuki und Azir, wohnt ihr beide in Wien? Da wäre ja ein Treffen möglich.

    Zitat von Azir

    Noch immer herrscht eine Hass Liebe zwischen uns.

    Gib dir Zeit. Es klingt alles soweit ganz gut. Der Hass wird mit der Trauer schwinden und die Liebe im Herzen für beide Hunde wird siegen. Ich glaube fest daran!

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Cinja
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    • 1. Oktober 2018 um 14:24
    • #82

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber von deinem Text her kommt bei mir mehr Hass als Liebe rüber ...

    Dein Onyx ist ein vier Monate alter Welpe, der die Welt kennen lernt. Dominant ist er sicher nicht. Frech vielleicht, aber mit vier Monaten sicher nicht dominant.

    Hat er denn die Beißhemmung richtig gelernt? Dazu kommt, dass er jetzt wahrscheinlich mit der Zahnung angefangen hat und da kauen/beißen sie sowieso mehr. Auch Crazy, meine jetzt bald fünf Monate alte Hündin hat vom Streicheln lassen nicht immer viel gehalten, in die Hände beißen hat mehr Spaß gemacht.

    Ich finde, dass er auf "vorbeiwehende" Kleidungsstücke reagiert, ist normal. Sie müssen ja erst lernen und solche Sachen reizen natürlich sehr. M. M. muss man nicht so übertrieben hart strafen, dass der Welpe jault. Konsequent ja, aber nicht unfair oder unverhältnismäßig stark.

    Mit dem Wunsch, dass ein anderer Hund deinem Jungspund mal richtig die Leviten liest, wäre ich auch vorsichtig. Der Schuss kann nach hinten losgehen, wenn der andere Hund zu grob ist. Dann lieber einen Hund mit einem gesicherten! Sozialverhalten, der dem Welpen die Grenzen aufzeigt, ohne dass es dem Kleinen schadet.

    Aus deinen früheren Texten habe ich herausgelesen, dass du noch deinem verstorbenen Hund nachtrauerst. Das kann ich gut verstehen, da auch ich immer noch mit dem Tod meiner Hündin zu kämpfen habe. Und du hattest ja geschrieben, dass du dich noch nicht richtig auf Onyx einlassen kannst. Daher vielleicht auch deine Unzufriedenheit...?

    Aber gib Onyx eine Chance, sich zu entwickeln, und dabei darf er auch Fehler machen. Die braucht es zum Lernen.

    Vielleicht vergleichst du ihn zu sehr mit deinem alten Hund, bei dem alles wunderbar geklappt hat. Vielleicht bist du da ein bisschen voreingenommen, und lässt dich nicht zu 100 % auf den kleinen Kerl ein. Aber dafür kann er nichts ...

    Onyx ist ein Neubeginn, ein neuer Weg. Gib euch die Chance, ein neues Dreamteam zu werden.

    Ich hoffe, du bist mir nicht böse für meine offenen Worte :saint:

    Crazy vom Special Highlight *03.05.2018

    Phaja von der Ellerbachbrücke *15.04.2006 - † 08.02.2018

  • Lupus
    Gast
    • 1. Oktober 2018 um 14:56
    • #83

    Hi,

    auch hier wieder nur mögliche Interpretationen::)

    Vieles hört sich sehr nach dem jungen Gaius an, so zB das Knabbern an der Hand. Heute, mit gut 8 Monaten ist das schon viel besser geworden. Er darf partiell mal die Hand knabbern, aber nicht zu viel. Inzwischen knabbert er vor allem an unseren Ohren herum - das darf er auch, weil er dabei sehr vorsichtig ist.

    Gelernt hat er das ua dadurch, dass wir es ihm immer wieder untersagt haben.

    Auch habe ich am Anfang falsch gestreichelt: Versuche mal folgendes: Eine Hand ist immer am Hund. Streichle ihn recht fest und mit langen und langsamen Bewegnungen, zB vom Hals über den Rücken bis zum Schwanz. Mit der anderen hand kannst Du parallel üben, dass er nicht zu viel an ihr knabbert. Auch kannst Du ihm in der Zeit einen Knochen geben, so dass er lernt, dass Streicheln nicht gleich an der Hand Knabbern bedeutet.

    Gaius wollte anfangs auch kaum gestreichelt werden - heute liebt er es, legt sich oft sofort auf den Rücken und seufzt, sowie es los geht. Will sagen: Vielleicht ist es so, dass (manche) Hunde auch erst lernen müssen, wie schön es ist, gestreichelt zu werden. Und vielleicht fällt das solchen Energiebündeln wie unseren beiden auch anfangs gar nicht so leicht.

    Bezüglich der Zurechtweisung durch andere Hunde: Ich dachte da genauso wie Du: "Gaius macht ständig einen auf dicke Hose bei anderen Hunden - wird Zeit, dass ihm mal ein gestandener Erwachsener seine Grenzen aufzeigt!".

    Ua deshalb bin ich mit unserer Trainerin, die 5 super gut erzogene DSH hat, spazieren gegangen. Ich erzählte der Trainerin von meinem Ansinnen - und sie riet vehement ab mit der Begründung: Wenn mein Hund sich daneben benimmt, also zB versucht, andere Hunde zu besteigen oder zu dominieren, ist es allein meine Aufgabe (wenn man so will als "Rudelführer") ihn daran zu hindern. Es ist nicht die Aufgabe anderer Hunde! Wer wen wann (auch sexuell) dominiert, bestimme allein ich! Das hätte gleich mehrere Vorteile: Erstens würde mein Hund so lernen, wer wirklich das Sagen hat, nämlich ich und nicht irgendein fremder Hund. Zweitens könnte ich ihn auch besser beschützen in solchen Situationen. Denn was, wenn es ein (nicht gut sozialisierter) erwachsener Hund mal nicht bei einem Knurren belässt und deinen Kleinen vielleicht sogar verletzt? Er würde eine unnötig schlechte Erfahrung machen. Drittens würde das, so seltsam es sich anhört, unsere Bindung stärken: Der Hund weiß dann, wer was zu sagen hat, an wem er sich zu orientieren hat und kann sich gleichzeitig beschützt fühlen.

    Abgesehen davon, dass, grad in dem Alter deines Hundes, man selbst das Aufsteigen nicht unbedingt als Dominanzgeste verstehen muss. Der ist ja noch sehr klein und probiert sich vielleicht vor allem auch einfach mal in alle Richtungen aus. Dennoch kannst Du ja von Anfang an liebevoll eingreifen, wenn es dir zu viel wird. Denn das ist der Maßstab, nicht der anderer Hunde.

    Die Sache mit dem Beschäftigen: Auch da sind wir uns sehr ähnlich: Wir haben den Kleinen auch von Anfang an, überall hin mitgenommen. Wir dachten "oh, Sozialisierungsphase ist so kurz - da müssen wir alles reinpacken!" Unter anderem durch eine userin hier (die leider nicht mehr da ist) ist mir da ein Licht aufgegangen: Das, woran sich der Kleine als erstes gewöhnen muss, sind wir, sein neues Zuhause. Das heißt nicht, dass man nicht auch gemeinsam viel erleben soll am Anfang. Aber könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich wohl ein bisschen weniger Spannendes mit Gaius erleben, als ihm vielmehr die Gelegenheit geben, entspannt uns und sein neues Zuhause zu erleben. Du musst also mE kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr einfach mal gar nix macht und nur langweilig zusammen "abhängt" oder "chillt", wie man heute sagt.

    Gib euch beiden Zeit, erwarte nicht zu viel - vieles kommt von ganz alleine:)

    Edit: Hatte ich vergessen: Dass er ruhiger ist, wenn Du ihn nicht beachtest - auch das kenne ich von Gaius. Das kann sicher an dem liegen, was Du sagstest. Vielleicht ist es zudem so, dass die Hunde, schauen wir sie an oder adressieren sie auf eine andere Art, denken, sie sollten irgendwas tun, also zB aufpassen, erkunden, etc. Und gerade junge Hunde könnten sich dann überfordert fühlen und auch daher nach Kommandos suchen (die ihnen Handlungssicherheit geben). Beachtet man sie stattdessen nicht, könnten sie das Gefühl: "Ah, keiner will was von mir, alles entspannt - da kann ich auch entspannen!".

    Liebe Grüße

    Lupus

    Einmal editiert, zuletzt von Lupus (1. Oktober 2018 um 15:05)

  • Azir
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    • 1. Oktober 2018 um 19:08
    • #84
    Zitat von Cuki

    Also ich habe einen ausgereiften Rüden. Der dem Onyx eine Lektion die er nie ermm vergisst verpassen würde :D:P [...] Meiner übertreibts da gerne.

    Es ist gar nicht so einfach einen Kandidaten zu finden, aber Recht gebe ich dir, der Onyx würde sicherlich profitieren wenn du so einen Hund findest

    Deswegen habe ich dich noch nicht gefragt, weil ich weiß, dass es für dich und Gin kontraproduktiv wäre, wenn Gin mal drüberfahren dürfte & wer weiß ob Gin weiß , wann Schluss ist.

    Bei meinem Rüden zb. wusste ich, dass er im Notfall aufhört. Entweder weil ich ihn auch bei so einer Situation abrufen konnte oder weil es eben nur "Show" war und zum Glück bei den anderen Hund ebenfalls. War halt 2x der Fall.

  • Pinguetta
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    • 1. Oktober 2018 um 19:12
    • #85

    Aber vielleicht wäre ein Treffen von euch beiden ohne Hunde trotzdem ganz nett. Ich würde mich gerne mit euch treffen. Aber von Bremen nach Wien ist ein kleiner Weg.

    Harras *10.12.2015 / gest. 04.10.2024
    Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit
    stundenlangem Gerede.”
    (Louis Armstrong)

  • Azir
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    • 1. Oktober 2018 um 19:44
    • #86
    Zitat von Cinja

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber von deinem Text her kommt bei mir mehr Hass als Liebe rüber ...

    Ich gebe es offen zu, ich liebe diesen Hund nicht abgöttisch, aber ich biete ihm immerhin das Bestmöglichste und so viel Zeit und Geld wie ich für ihn investiere, kann ich mit gutem Gewissen schlafen gehen und weiß, dass es in einem Jahr ganz anders aussehen wird und ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann.

    Dein Onyx ist ein vier Monate alter Welpe, der die Welt kennen lernt. Dominant ist er sicher nicht. Frech vielleicht, aber mit vier Monaten sicher nicht dominant.

    Wenn dir zwei Trainerinnen sagen, dieser Hund hat sehr wohl Tendenzen, dass er sich mal gegen dich stellen könnte und man das eher jetzt klären sollte als mal abwarten und schauen, dann nehme ich das erst. Dieser Hund wird rund 8 Kilo schwerer als mein voriger, den konnte ich beim besten Willen nicht halten (wenn er wirklich mal los wollte Gott sei Dank, war er ein freundlich gesinnter). & dass er mich schon 2x anknurrte, weil ich ihn jetzt nicht um mich herumrennen ließ, damit er mich wie verrückt und ganz amüsiert anbellen konnte, sagt denke ich mal schon alles. Viel passiert da ja eh nicht, außer dass er halt nicht weiter kommt und ich ihn trotzdem am Geschirr festhalte bis er umgeschalten hat und versteht, was ich möchte.

    Hat er denn die Beißhemmung richtig gelernt? Dazu kommt, dass er jetzt wahrscheinlich mit der Zahnung angefangen hat und da kauen/beißen sie sowieso mehr. Auch Crazy, meine jetzt bald fünf Monate alte Hündin hat vom Streicheln lassen nicht immer viel gehalten, in die Hände beißen hat mehr Spaß gemacht.

    Inwiefern richtig gelernt? Er hatte in seinem Wurf den schwächsten "Griff" will gar nicht wissen, wie die anderen sind haha Wir besuchen ja die Welpenschule, die Trainer dort meinten, unter Welpen lernen sie auch die Beißhemmung.
    Ja, die Zahnung, er bekommt viele Rinderohren mit Fell, etc. er braucht nicht unbedingt die menschen Hand zum Kauen. Ich berücksichtige seine Entwicklung eh, aber zwischen Kauen und Schnappen liegen ja auch Welten.

    Ich finde, dass er auf "vorbeiwehende" Kleidungsstücke reagiert, ist normal. Sie müssen ja erst lernen und solche Sachen reizen natürlich sehr. M. M. muss man nicht so übertrieben hart strafen, dass der Welpe jault. Konsequent ja, aber nicht unfair oder unverhältnismäßig stark.

    Finde es nicht unfair, ihn gepackt zu haben, als er auf die Hand einer vorbeiziehenden Passantin wollte.
    Oder findest du es fair, wenn er mit 6 Monaten ein vorbeiziehendes Kindergesicht reizend findet?

    Andersrum wird er bei gutem Verhalten (Sitzenbleiben, bei vorbeiziehenden Menschen) überschwänglich gelobt und belohnt. Er soll ja auch wissen , wie es ist, wenn er sich gut benimmt und schon langsam rattert es in seinem Hirn und er denkt nach, was gut und was nicht gut ist (natürlich schwieriger wenn der Anreiz größer ist)

    Mit dem Wunsch, dass ein anderer Hund deinem Jungspund mal richtig die Leviten liest, wäre ich auch vorsichtig. Der Schuss kann nach hinten losgehen, wenn der andere Hund zu grob ist. Dann lieber einen Hund mit einem gesicherten! Sozialverhalten, der dem Welpen die Grenzen aufzeigt, ohne dass es dem Kleinen schadet.

    Du sagst es, ich würde Onyx auch nicht absichtlich so lang provozieren lassen, bis ein fremder Hund dann mal sagt, es reicht. Das würde ich nur geschehen lassen, wenn ich den anderen Hund kenne und so einschätze, dass da nichts passiert. Bis dato habe ich so ein Exemplar noch nicht kennen gelernt. Ich finde halt, es gehört schon zu einer guten Sozialisierung dazu, dass er auch mal lernt sich zu unterwerfen.

    Aus deinen früheren Texten habe ich herausgelesen, dass du noch deinem verstorbenen Hund nachtrauerst. Das kann ich gut verstehen, da auch ich immer noch mit dem Tod meiner Hündin zu kämpfen habe. Und du hattest ja geschrieben, dass du dich noch nicht richtig auf Onyx einlassen kannst. Daher vielleicht auch deine Unzufriedenheit...?

    Aber gib Onyx eine Chance, sich zu entwickeln, und dabei darf er auch Fehler machen. Die braucht es zum Lernen.


    Das sowieso :)

    Vielleicht vergleichst du ihn zu sehr mit deinem alten Hund, bei dem alles wunderbar geklappt hat. Vielleicht bist du da ein bisschen voreingenommen, und lässt dich nicht zu 100 % auf den kleinen Kerl ein. Aber dafür kann er nichts ...

    Onyx ist ein Neubeginn, ein neuer Weg. Gib euch die Chance, ein neues Dreamteam zu werden.

    Ich hoffe, du bist mir nicht böse für meine offenen Worte :saint:

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    Nein, ich bin dir nicht böse.
    Ich schreibe meist kurz und bündig, dann wirkt es nochmals härter.
    Natürlich, ich habe gewisse Ansprüche, aber dafür hat der Hund dann auch viel Spielraum und ich möchte, dass er so früh wie möglich so viel Spielraum wie möglich hat um sich ausgiebig zu entfalten.

  • Azir
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    • 1. Oktober 2018 um 19:46
    • #87
    Zitat von Pinguetta

    Aber vielleicht wäre ein Treffen von euch beiden ohne Hunde trotzdem ganz nett. Ich würde mich gerne mit euch treffen. Aber von Bremen nach Wien ist ein kleiner Weg.

    Ein kleiner Weg von Bremen nach Wien, da hast du recht. Aber Nürnburg ist mittig, also falls sich Wege kreuzen, vielleicht dort haha

  • Azir
    Beiträge
    251
    • 1. Oktober 2018 um 20:08
    • #88
    Zitat von Lupus

    Bezüglich der Zurechtweisung durch andere Hunde: Ich dachte da genauso wie Du: "Gaius macht ständig einen auf dicke Hose bei anderen Hunden - wird Zeit, dass ihm mal ein gestandener Erwachsener seine Grenzen aufzeigt!".

    Ua deshalb bin ich mit unserer Trainerin, die 5 super gut erzogene DSH hat, spazieren gegangen. Ich erzählte der Trainerin von meinem Ansinnen - und sie riet vehement ab mit der Begründung: Wenn mein Hund sich daneben benimmt, also zB versucht, andere Hunde zu besteigen oder zu dominieren, ist es allein meine Aufgabe (wenn man so will als "Rudelführer") ihn daran zu hindern. Es ist nicht die Aufgabe anderer Hunde! Wer wen wann (auch sexuell) dominiert, bestimme allein ich! Das hätte gleich mehrere Vorteile: Erstens würde mein Hund so lernen, wer wirklich das Sagen hat, nämlich ich und nicht irgendein fremder Hund. Zweitens könnte ich ihn auch besser beschützen in solchen Situationen. Denn was, wenn es ein (nicht gut sozialisierter) erwachsener Hund mal nicht bei einem Knurren belässt und deinen Kleinen vielleicht sogar verletzt? Er würde eine unnötig schlechte Erfahrung machen. Drittens würde das, so seltsam es sich anhört, unsere Bindung stärken: Der Hund weiß dann, wer was zu sagen hat, an wem er sich zu orientieren hat und kann sich gleichzeitig beschützt fühlen.

    Abgesehen davon, dass, grad in dem Alter deines Hundes, man selbst das Aufsteigen nicht unbedingt als Dominanzgeste verstehen muss. Der ist ja noch sehr klein und probiert sich vielleicht vor allem auch einfach mal in alle Richtungen aus. Dennoch kannst Du ja von Anfang an liebevoll eingreifen, wenn es dir zu viel wird. Denn das ist der Maßstab, nicht der anderer Hunde.


    Was hat denn Aufreiten noch für Bedeutungen?
    Beim Aufreiten schreite ich schon selbst ein, da braucht kein anderer Hund was machen. Aber es sind so Sachen wie, ein anderer Hund verwarnt mit Zähne fletschen und Knurren, weil dieser eben keinen hibbeligen Welpen um sich haben möchte und was macht Onyx, er bellt fröhlich drauf los und rückt dem Hund an die Pelle. Mit dem Arsch sozusagen ins Gesicht. Ich möchte dass mein Hund kommunizieren kann, das muss er halt dann auch von anderen Hunden beigebracht bekommen und nicht von mir als Mensch, denn da weiß er zwar, wann er aufhören soll, wenn ich ihm das sage, aber mehr auch nicht. & wenn ich nicht immer 100%ig dahinter bin, was dann? Dann eskaliert es irgendwann einmal. Aber ich denke, in 1-2 Monaten sind die meisten Hunde dann auch anders gestimmt und reagieren entsprechender. Das muss ja nicht böse enden. In der Hundesprache spielt sich so vieles ab. mit einer kleinsten Bewegung kann ein Hund sich so deutlich erklären, das sehen wir Menschen meist gar nicht auf den ersten Blick und das sollte Onyx wenn möglich alles beherrschen, dann habe ich im späteren Jahren weniger Arbeit mit ihm :)

    Die Sache mit dem Beschäftigen: Auch da sind wir uns sehr ähnlich: Wir haben den Kleinen auch von Anfang an, überall hin mitgenommen. Wir dachten "oh, Sozialisierungsphase ist so kurz - da müssen wir alles reinpacken!" Unter anderem durch eine userin hier (die leider nicht mehr da ist) ist mir da ein Licht aufgegangen: Das, woran sich der Kleine als erstes gewöhnen muss, sind wir, sein neues Zuhause. Das heißt nicht, dass man nicht auch gemeinsam viel erleben soll am Anfang. Aber könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich wohl ein bisschen weniger Spannendes mit Gaius erleben, als ihm vielmehr die Gelegenheit geben, entspannt uns und sein neues Zuhause zu erleben. Du musst also mE kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr einfach mal gar nix macht und nur langweilig zusammen "abhängt" oder "chillt", wie man heute sagt.


    Nein , ein schlechtes Gewissen habe ich eh nicht. Ich finde nicht, das ich ihn über- oder unterbeschäftige. Ich muss mich wirklich super zurückhalten, allein beim Spazieren gehen, er ist ja erst 4 Monate, zu viel sollte man ja nicht und er ist ja nach 20 Minuten eh schon körperlich fertig. Nur langweilig chillen und abhängen.. ja das kann er , zu Hause ist selten "Party", dafür sind wir ja draußen oft genug unterwegs. Da bleib ich hart und mache es so wie bei den Hunden davor. Zu Hause passiert außer Fressen und Schlafen nichts.
    Ich meinte mit Beschäftigen eher ihm Aufmerksamkeit schenken bei Sachen wie Ubahn fahren. Ich habe beim Rüden das so gemacht, solange er ruhig war , hat er eine Belohnung bekommen. Im Endeffekt habe ich ihn mir so anerzogen, dass er mich so lange immer anstarrte, bis er was bekommen hat und irgendwann kam dann das heulen und unruhig werden, weil ich dann irgendwann mal nicht ständig mit Leckerchen dastand.
    Beim Onyx habe ich das gar nicht gemacht. Der hat noch nie ein Leckerlie in der Ubahn, Straßenbahn oder Schnellbahn für's Still sein bekommen und legt sich ohne weiteres einfach hin, weil er weiß, da beschäftige ich mich mit aus dem Fenster schauen oder ganz modern ins Handy tippen. Beim unterm Tisch liegen und warten, das selbe. Er legt sich sofort hin und fertig. Weil er weiß, da kommt nicht mehr von mir.

    Gib euch beiden Zeit, erwarte nicht zu viel - vieles kommt von ganz alleine:)

    Edit: Hatte ich vergessen: Dass er ruhiger ist, wenn Du ihn nicht beachtest - auch das kenne ich von Gaius. Das kann sicher an dem liegen, was Du sagstest. Vielleicht ist es zudem so, dass die Hunde, schauen wir sie an oder adressieren sie auf eine andere Art, denken, sie sollten irgendwas tun, also zB aufpassen, erkunden, etc. Und gerade junge Hunde könnten sich dann überfordert fühlen und auch daher nach Kommandos suchen (die ihnen Handlungssicherheit geben). Beachtet man sie stattdessen nicht, könnten sie das Gefühl: "Ah, keiner will was von mir, alles entspannt - da kann ich auch entspannen!".

    Liebe Grüße

    Lupus

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    Ich muss eh sagen, für 4 Monaten kann er schon super viel. Der 0815 Hundehalter findet , ich gehe zu streng mit ihm um , aber sobald er dann ausgewachsen sein wird, kommen dann die Lobsagungen, wie ich das denn geschafft habe etc. War doch beim vorigen genauso...

  • Azir
    Beiträge
    251
    • 1. Oktober 2018 um 20:26
    • #89

    Also neue tierärztliche Updates:

    Onyx hat noch immer nur einen Hoden, der runter gewandert ist. Ich war heute bei einer anderen Tierärztin, sie meinte , sie kenne diese Hormonbehandlung nicht und rate davon auch ab. Ich solle den Hund werden lassen und dann mit 3 Jahren, wenn er mental und körperlich fertig ist, kastrieren lassen.

    Dann rief ich noch meinen Tierarzt an, den ich für OP bevorzuge und er meinte, diese Hormonspritze macht den nicht heruntergekommen Hoden nur größer und es kann sein, dass er dann sowieso stecken bleibt. & riet auch für ein Ruhen lassen und dann mit 1 1/2 Jahren entfernen des innenliegenden Hodens. Der andere könne ganz normal bleiben und somit produziere der Hund weiterhin seine männlichen Hormone.

    Die Züchterin wollte halt, dass ich ihn spritzen lassen. Aber ich muss ehrlich sagen, nein. Das will ich nicht. Er hat ja Kryptorchismus. Wenn ein Hoden nicht von allein runter kommt, oder?
    Das ist vererbbar.
    Also warum spritzen lassen, wenn er es seinen womöglichen Welpen irgendwann weiter vererben könnte. Dann lieber aus der Zucht nehmen und fertig.

    Danach waren wir Spazieren und dort war ein Feld mit vielen vielen Krähen - perfekt zur Impulskontrolle.
    "Nein" will er noch immer nicht verstehen, auf das reagiert er eig gar nicht. Rückruf funktioniert, da bewegten sich die Ohren. Am Schluss hat er sich sogar im vollen Lauf Rückrufen lassen. Was bin ich doch für eine gemeine Hundehalter, die extra oft bei einem Feld mit Krähen vorbeispaziert :thumbup:
    Leckerlie Tasche war danach fast leer und der Hund geistig müde.

  • Azir
    Beiträge
    251
    • 1. Oktober 2018 um 20:40
    • #90

    Hier wieder einige Fotos :) Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

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