Hilfe, Lupo verteidigt Ferienhaus gegen Besitzer.... könnte gerade im Boden versinken

  • Hallo,

    es steht ja schon in der Überschrift.... ich bin gerade völlig runter... Zuhause bellt er keinen Nachbarn an. Ich kann unterwegs mit allen reden. Er macht "Platz" und anschließend geht's weiter. Nun sind wir seit vorgestern im schönen Slowenien. Die lange Reise war natürlich schon stressig, die erste Nacht unruhig. Gestern sind wir dann viel gelaufen und haben einen ganz ruhigen Tag draus gemacht, damit er ordentlich runter kommt. Heute lange gewandert, unterwegs von vielen Hunden angebellt worden, einige liefen frei, nix. Er zieht zwar an der Leine, weil er hin will... aber geht dann einfach ohne einen Laut "fuß" weiter. Gerade eben war unser super netter Vermieter da (hat hier ein Weingut und vermietet die Häuschen auch mit Hund (hat selbst einen)). Wir haben Lupo extra an die Leine genommen, weil wir noch was klären wollten. Wie gesagt, bisher konnten wir immer mit allen Leuten reden. Er bellte erst, dann machte er an der Leine einen Satz nach vorn in Richtung des Vermieters. Mein Mann ist ausgerutscht, der Vermieter sprang zurück. Oh mein Gott, ich könnte gerade im Boden versinken. Wollte Lupo uns oder das Haus verteidigen? Warum? Es war alles unter Kontrolle? Hat das was mit der veränderten Umgebung zu tun oder, daß wir Englisch gesprochen haben? Ich schäme mich gerade sowas von... wir sind auch trotzdem noch morgen zum Verkosten leckerer slowenischer Spezialitäten eingeladen. Aber das hat jetzt einen Beigeschmack. Hat jemand einen "Schnell-Trick" für solche Situationen? ;( Ja, und ich bin auch total sauer auf meinen Hund....


    Trotzdem Urlaubsgrüße aus der Unterkrain an Euch....

  • Hi,


    Schnelltrick: Denk nicht mehr drüber nach!


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Hallo Lupus,


    hast ja Recht, aber ich tu mich mit sowas schwer.... hier brauchen wir bestimmt nicht mehr herkommen.... ist dann meine Denke, ja so á la "was die jetzt von uns denken" :( böse Deutsche mit bösem Deutschen Schäferhund...

  • Als wir im letzten Jahr in Holland waren hat Rae das Grundstück nicht verlassen obwohl es zum vorderen Eingang hin nicht eingezäunt war. Sie hätte locker um das Haus herum auf den Weg laufen können. Hat sie nicht. Fand ich toll.

    Als in der Wochenmitte der Vermieter vorbei kam hat sie ihn verbellt, und zwar ordentlich. Er wollte am Haus vorbei zur Terrasse auf der wir saßen. Er hatte uns dort vermutet weil das Auto vor dem Haus stand. Rae hat ihn nicht gelassen, sondern den Weg blockiert. Als ich aufstand um nach zu schauen und ihn sah und begrüßte war alles gut.

    Es war mir nicht peinlich, habe mich zwar entschuldigt weil er sich erschreckt hatte, aber ich war stolz auf meinen Hund. Der Vermieter war nicht sauer, sondern meinte er hätte ja auch klingeln können und er fand es gut das ein Hund so gut aufpasst. ;) Er hat dann noch eine Weile mit uns im Garten verbracht und mit ihr Ball gespielt. Alles gut.

    Hätte ich den Vermieter vor ihr bemerkt hätte ich sie warten lassen und hätte den Vermieter begrüßt um ihr zu signalisieren das dieser Besuch erwünscht ist. Mach ich daheim auch so wenn jemand kommt.

    Sei nicht sauer auf deinen Hund. Schau das er bei solchen Begegnungen hinter dir ist. Das zeigt ihm das du alles im Griff hast.


    LG Terrortöle

    Dogs leave paw prints on our hearts. :*

  • Ach Terrortöle.... hätte er nur gebellt.... aber er ist losgesprungen... mein Mann hat nun auch noch ein Loch in der Hose und kann Hund erst mal nicht mehr ab. Bellen ist das eine, aber auf jemanden grundlos losgehen (o.k. in Lupo's Augen mußte es wohl einen Grund gegeben haben)... und jeder kennt den Spruch: ...das Problem ist nicht der Hund sondern hängt am anderen Ende der Leine :(

    Unser einziger Trumpf ist eine Flasche besonderer Wein aus unserem kleinen Anbaugebiet, die man nur lokal kaufen kann. Die wollten wir ihm am letzten Tag schenken. Nun gibt es sie morgen schon.

  • Vielleicht war es auch nicht so gut, das Lupo an der Leine war?

    Ansonsten finde ich gut, was Terrortöle geschrieben hat.

    Harras *10.12.2015 :thumbup:“Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.” :thumbup:(Louis Armstrong)

  • Hi,


    Gaius hat allein in den letzten beiden Wochen einmal den Nachbarn angebellt und dann massiv den Hund eines Bekannten bedroht, als beide an der Leine waren und dieser auf uns zukam. In beiden Fällen war das der Situation geschuldet, in beiden ist, wie bei dir, keiner zuschaden gekommen. Passiert halt, sind Hunde. Dein Hund war an der Leine gesichert, es ist nichts passiert. Außer deinem Mann, aber das sind ja "Interna".;)


    Also geh zu dem Vermieter hin, sach, dass es dir leid tut (ist ja nicht gelogen), trinkt die Flasche Wein zusammen (+ noch eine als Geschenk) und erzählt euch Hundegeschichten:)


    Liebe Grüße

    Lupus

  • Also Lupo hatte sich gut gemacht. Aber schon ein paar Tage bevor wir in den Urlaub gefahren sind, war er irgendwie überdreht. Er schlägt einfach über die Stränge. Kommt oft, wenn er gebadet hat, dann dreht er völlig am Rad und kein Kommando bringt ihn zur Raison. So schlimm war es vorher nicht, aber unruhig war er schon. Das war aber auch bei unserem alten Wolf so, kurz bevor es los ging. Die merken das ja.

    Das mit der Leine weiß ich auch, aber eher, was andere Hunde angeht. Aber hier in einer unbekannten Umgebung mit fremden Menschen und auch schon größeren wilden Tieren (auch wenn die nur nachts unterwegs sind) laß ich die Leine dran und schleifen, so daß ich im Notfall noch danach greifen oder drauf treten kann. Am Haus kommen manchmal Wanderer vorbei, könnte ja auch mal ein Hund dabei sein. Lupo läßt sich leicht von äußeren Reizen ablenken, daher ist mir mit Leine lieber. Man kennt ja seinen Hund, und manchmal denke ich eben, es gibt Situationen, da traue ich mich (noch) nicht, ihn ein fach so laufen zu lassen. Aber Leute, mann... ich habe heute auch drei Kettenhunde gesehen... das war schlimm.... die meisten Leute hier lassen ihre Hunde frei laufen... kann ja auch zum Problem werden....die sind aber total friedlich, Da merkt man mal so richtig, wie eine Zwickmühle funktioniert...

  • Ich bin mir ziemlich sicher dass in Slowenien jeder Durchschnittsbürger von einem Schäferhund erwartet dass er Haus, Hof und seinen Hundehalter verteidigt. Mach Dir keinen Kopf. Im netten Gespräch könnt Ihr die Sache ja noch mal ansprechen, und dass Ihr selbst vom Verhalten Eures Hundes überrascht ward, weil er sich zu Hause nicht so verhält.


    In ungewohnter Umgebung ist Dein Hund unsicherer als im gewohnten Umfeld. Er kann dort auch nicht tief schlafen. Folgich ist er eher "auf halb acht" als zu Hause. Freu Dich! Es ist kein Nachteil wenn es sich herum spricht dass die Urlauber in Ferienhaus XYZ einen Hund dabei haben, der Hab und Gut verteidigt.

  • Ich habe mich heute noch mal schlau gemacht. Streß wegen anderer Umgebung kommt infrage, auch Unsicherheit und Ressourcen-Verteidigung, dazu die Leine. Mich wundert eben, warum er gestern so dermaßen durch den Wind war. Wir können ihn sonst auch mit in den Biergarten oder auf unseren Weinberg in die Besenwirtschaft mitnehmen. Da macht er keine solche Einlagen, läßt die Bedienung und fremde Leute an den Tisch. Deshalb zermartere ich mir immer noch das Hirn.

    Waschbär : Hier oben gibt's bestimmt keine kriminellen Elemente, die sind bestimmt zu faul, diese gassenähnlichen Bergstraßen hoch zu fahren :) Die Slowenen sind dermaßen entspannt und freundlich, deshalb fahren wir auch gern hier runter. Deutsche Touris erkennt man schon am mißmutigen Gesichtsausdruck (trifft wahrscheinlich die ersten paar Tage auch auf uns zu).

  • Im Urlaub kann man immer, egal wo, Opfer von kriminellen Subjekten werden. Man hat halt vieles dabei was manch andere Menschen verlocken könnte. Wenn man dann einen Hund dabei hat vor dem andere Menschen Respekt haben, dann ist das nie von Nachteil.

  • Da hast Du schon recht, Waschbär. Ich denke aber, da ist man eher unten in den Orten und Städten gefährdet, wo flinke Finger unterwegs sind. Das ist hier so eine Gegend, wo die Leute die Tür nicht abschließen. Ich bin auch erstaunt, wie gut es den Slowenen im Moment geht. Alle bauen oder modernisieren ihre Häuser. Man findet quasi selbst im entlegensten Winkel Baustellen. Aber Langfinger gibt's überall. Da ist der Hund schon gut. Aber bei uns gäbe es außer der Geldbörse nix zu holen, alte Handys alter Fotoapparat und das Auto ist in der Klaustatistik ganz unten auf der Liste, obwohl relativ neu^^ Wir überlegen sogar, nächstes Jahr nach Polen zu fahren. Im Herbst geht's noch für eine Woche über die grüne Grenze nach Tschechien, da muß man eher auf seine Sachen aufpassen.

  • ch habe mich heute noch mal schlau gemacht. Streß wegen anderer Umgebung kommt infrage, auch Unsicherheit und Ressourcen-Verteidigung, dazu die Leine. Mich wundert eben, warum er gestern so dermaßen durch den Wind war. Wir können ihn sonst auch mit in den Biergarten oder auf unseren Weinberg in die Besenwirtschaft mitnehmen. Da macht er keine solche Einlagen, läßt die Bedienung und fremde Leute an den Tisch. Deshalb zermartere ich mir immer noch das Hirn.

    Es werden immer wieder solche Situationen auftreten, weil man mit seinen Hund nicht alle möglichen Situationen üben kann. Eine komische Bewegung oder ein besonderes Kleidungsstück kann das Fass schon zum überlaufen bringen.

    Außerdem kann ein Hund auch mal einen schlechten Tag erwischt haben.


    Deshalb ist es auch immer gut, wenn der Hund im Gehorsam steht. Bei dem Kommando HIER oder RAN wird keine fremde Person angesprungen und auch nicht gebissen.


    Jeder Diensthundeführer hat seinen Hund im Gehorsam und auch ein Otto-Normal-Hundehalter sollte seinen Hund im Gehorsam haben, oder?

    VG
    Klaus und die Bea

  • Ich bin kein Diensthundeführer und Lupo war an der Leine. Vielleicht war das Manko mein Mann, der nicht auf die kurze heftige Bewegung des Hundes vorbereitet war. Das spielte sich in Bruchteilen von Sekunden ab. Da ist erst mal Schrecksekunde. Hier ist, wenn er nicht an der Leine ist und klappt ansonsten gut. Ran, an der Leine kommt, wenn er zieht oder irgendwohin will, wo es nicht lang geht. Der Mann brachte uns einen Müllbehälter für den Biomüll.... weiß nicht, ob Lupo den evtl. als bedrohlich empfand.